Mitgliederversammlung am 20.6.2018

Mitgliederversammlung am 20.6.2018

Vorstandsmitglieder auf der Mitgliederversammlung 2018

Am Mittwoch, 20. Juni 2018, fand die Mitgliederversammlung der Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. statt.

Hier der ausführliche Bericht:

Herr Maretzky begrüßt die Anwesenden herzlich, verweist auf die frühzeitige Einladung und stellt die Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung fest. Zur Tagesordnung liegen keine Anträge vor und so beginnt er direkt den Bericht über die Vorstandsarbeit. Er dankt allen, die unsere Arbeit unterstützen, so der Presse, den Vereinen im Rheinbogen, der Bezirksvertretung Rodenkirchen, den Mitgliedern des Vorstands und des Vereins und den interessierten Bürger/innen des Bezirks.

Zu Beginn des Berichtes ist eine Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder üblich und so haben wir zwei sehr engagierte und interessierte Mitglieder, Antje Schwintzer und Marlis Arnold, verloren.

Das Jahr 2018 ging mit unserem Silvesterball am 31.12.2017 mit 4-Gänge-Menü, Live-Musik und Feuerwerk zu Ende und er war ausverkauft! Das Palladio hatte alles sehr schön vorbereitet, ein tolles Menü geboten und die Musik mit Wolfgang Behrendt and friends kam sehr gut an. Danach stand der traditionelle Neujahrsempfang, diesmal im Krankenhaus St. Antonius in Bayenthal, an. Es kamen rund 300 Gäste. Bürgermeister Heinen vertrat die Oberbürgermeisterin Henriette Reker und wünschte: “weiterhin viel Energie und Elan, damit Sie ihren Stadtbezirk Rodenkirchen weiter voranbringen und stets mit Leben füllen.” Auf dem weiteren Programm stand auch die Besichtigung des neuen Herzkathederlabors, das ausführlich vorgestellt wurde. Die Besucher erfuhren sehr anschaulich, wie dieser schnelle Eingriff am Herzen, bei dem mit Stents bei Verengungen der Gefäße geholfen werden kann, durchgeführt wird.

Dieter Maretzky

Die Themen, die uns 2017 und 2018 bislang besonders beschäftigt haben, waren:

⦁ die dringende Verbesserung der Infrastruktur im Sürther Feld
⦁ die Bildungssituation im Kölner Süden
⦁ Rathaus – was wird daraus?
⦁ Kein Haus für die Jugend – ein Jugendschiff als Alternative?
⦁ Notwendige Verbesserungen im ÖPNV
⦁ Die Zukunft der Fuhrwerkswaage

Der Neubau der Ernst-Moritz-Arndt-Schule lässt weiter auf sich warten: Schulbetrieb angekündigt voraussichtlich ab 2022/23. Die Hauptschule läuft aus, dort soll sich das Gymnasium ausdehnen. Die Erweiterung der Gesamtschule Rodenkirchen mit Containern ist umgesetzt. Die Grundschulen in Weiß und Sürth haben mit zusätzlichen Containern Schulräume erhalten, da der Neubau der EMA sich massiv verspätet.

Das Thema der Busanbindung des Sürther Feldes rückt in den Fokus und damit auch die Busanbindungen von Weiß und Sürth:
Der Linienbus 130 soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2018 eingesetzt werden. Wir fordern dringend Verbesserungen im Nahverkehr, denn bei der Versorgung des Sürther Feldes steht nur der Schülerverkehr im Fokus. Aber das ist nicht ausreichend:
⦁ Nach 20.30 Uhr gibt es keinen Busverkehr mit der Linie 130.
⦁ Samstags fährt der Bus erst ab 9 Uhr.
⦁ Sonntags gibt es kein Angebot.
⦁ Der 20-Minuten-Takt wird dringend verbessert werden müssen.
Jedoch: Unsere Bezirksvertretung folgt der KVB und will erst ab Dezember 2019 mögliche Verbesserungen!
Die Busanbindungen von Weiß und Sürth müssen verbessert werden, denn durch den neuen Streckenverlauf wird die Linie 130 nicht mehr Weiß und in Sürth nur noch den Bahnhof Sürth anfahren.
Als Ausgleich soll die Linie 131 im 10-Minuten-Takt fahren, aber nicht zwischen 9 bis 13 Uhr! Hier muss nachjustiert werden!

Das Rathaus in Rodenkirchen soll neu gebaut werden. Die Rodenkirchener Architekten JWSD haben den Wettbewerb gewonnen. Leider scheinen Politik und Verwaltung gegen Räume für Jugendliche im Gebäude zu sein und wollen nur einen bescheidenen Bürgersaal. Deshalb sehen wir uns die Pläne sehr kritisch an. Dabei stellen wir fest:
Geprüft werden müssen die Raumkapazitäten für das Stuhl- und Tischlager. Ebenso muss die viel zu kleine WC-Anlage dem Bedarf angepasst werden.
Ein weiterer sehr kritischer Punkt ist die zukünftige Parksituation im Rathausbereich: Ein Großteil der bisherigen 140 Parkplätze wird entfallen, aber die Zahlen der Nutzer des Rathauses sollen steigen. Im der neuen Tiefgarage entstehen nur 67 Stellplätze. Hier muss eine ausgewogenere Lösung, auch für die Kunden der umgebenden Geschäfte, gefunden werden. Ebenerdige Behindertenparkplätze sind notwendig.
Zu prüfen ist, ob eine rückseitige Dachterrasse überhaupt sinnvoll ist. Der geplante „Garten“ benötigt aufwendige Reinigung und Pflege. Wer übernimmt das?
Nicht nur die Bezirksvertretung Rodenkirchen gehört beteiligt, auch die Bürgerschaft!

Wo im Rathausbereich soll was verändert werden?
⦁ Keine Parkplätze mehr vor, hinter und neben dem Rathaus.
⦁ Anbau an die Geschäfte (Reisebüro und Deutsche Bank)
⦁ Tiefgarage wird an die Oststr. angebunden.

Im Jahr 2019 soll das alte Rathaus abgerissen werden und ein Generalunternehmer soll bis 2022 den Neubau bezugsfertig erstellen. Dazu muss noch ein Ratsbeschluss gefasst werden. Ob damit die Posse „Rathaus Rodenkirchen“ beendet werden wird?
Das Naturschutzgebiet Sürther Aue kann durch die geplante Ansiedlung der Firma Theo Steil neu bedroht sein! Die Firma Theo Steil muss 2020 spätestens den Deutzer Hafen verlassen haben und hat mit der HGK einen Mietvertrag über eine kleine Fläche im bestehenden Godorfer Hafen abgeschlossen. Es ist eine Option vereinbart worden, die besagt: Wenn der Godorfer Hafen ausgebaut bzw. erweitert wird, erhält die Firma Steil die notwendig größere Fläche. Wenn man sich das Vorhaben und die Landkarte ansieht , dann liegt die mögliche Erweiterungsfläche im Naturschutzgebiet Sürther Aue.
Gäbe es eine Alternative?
Ja, rechtsrheinisch, im neuen Hafengebiet der Evonik bei Lülsdorf.
Was plant die Firma Steil?
⦁ Umschlag-, Lager- und Behandlungsanlagen für Eisen- und Nichteisenschrotte auf 14.000 m2 Fläche
⦁ Jahresdurchsatz 133.000 t Eisen- und Nichteisenschrotte
⦁ Lagerung maximal 12.000 t
⦁ Betriebszeiten der Niederlassung von 6:00 bis 22:00 Uhr, Betriebszeiten Schrottschere,
Schrottpaketierpresse, Schienenbrecher und Waggonzerlegung von 7:00 Uhr bis 20:00
Uhr
⦁ Kein Nachtbetrieb
Notwendige Genehmigungsverfahren müssen bei der Bezirksregierung Köln noch durchgeführt werden:
⦁ Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG)
⦁ Bundesimmissionsschutzverordnungen (BImSchV)
⦁ Wasserhaushaltsgesetz (WHG) – Hochwasserschutz
⦁ Baugesetze (BauGB)
⦁ Wasserhaushaltsgesetz (WHG) – Direkteinleitungen Gewässer
⦁ Sonstige Genehmigungsverfahren

Was soll errichtet werden?
⦁ Eine sechs Meter hohe Lärmschutzwand rings um das Betriebsgelände ist geplant.
⦁ Eine der Hallen soll 27 Meter hoch werden.
⦁ Das Betriebsgelände verfügt über keinen Platz für die 25 Schwerlaster der Firma.
⦁ Laut Firma Steil erfolgt der Abtransport des Schrottes großenteils per Schiff.
Drei Vereine werden das Genehmigungsverfahren mit Rechtsberatung begleiten:
⦁ Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V.
⦁ Für Sürth e.V.
⦁ Goding e.V.

Die Zukunft der Fuhrwerkswaage Kunstraum in Sürth ist ungewiss! Das Bahnhofsgelände ist an einen Investor verkauft worden, der nicht auf Anfragen von Herrn Heufelder wegen der Verlängerung des Mietvertrages reagiert. Der Vertrag endet 2020, endet dann auch die international anerkannte Arbeit der Fuhrwerkswaage Kunstraum? Erneut muss die Verwaltung prüfen, ob Denkmalschutz möglich ist, denn der erteilte Bescheid ist eindeutig falsch, da er sich auf ein anderes Gebäude bezieht.

Vereinsintern hat uns die neue Datenschutzverordnung besonders viel Zeit gekostet. Alle Mitglieder wurden informiert, alle Vorstandsmitglieder haben eine Verpflichtungserklärung unterschrieben und es wurden die Verfahrensregeln und das Verfahrensverzeichnis erarbeitet – wie es das Gesetz verlangt. Herzlichen Dank an das Team Beatrix Polgar- Stüwe, Iris Ebel-Philippi und Silvia Behrendt für diese umfangreiche Arbeitsleistung!

Kulturelle, öffentliche Veranstaltungen sind ein wichtiges Angebot der Bürgervereingung, das rege in Anspruch genommen wird. So haben wir mit der Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen wieder den Kulturfrühling@Rodenkirchen durchgeführt. Eine Veranstaltung von uns im Programm war u.a. ein Liederabend mit Max Erben.
Herr Maretzky gibt einen Ausblick auf die anstehenden Baumaßnahmen in und um Rodenkirchen:
⦁ Diakonie Miichaelshoven 100 WE
⦁ Eygelshovener Str. Neuer Bebauungsplan!
⦁ Ringstr. 360 WE
⦁ Bahnstr. 300 WE
⦁ Abriss und Neubau Rathaus
⦁ Gewerbegrundstück Weißer Str. 18 000 qm
⦁ Bonner Str., Nord-Süd-Bahn
⦁ Barbarastr., Abriss und Neubau
⦁ Sürther Feld, 3. Bauabschnitt circa 250 WE

Silvia Behrendt

Danach folgt von Silvia Behrendt der Bericht der Schatzmeisterin. So standen den Ein- und Ausgaben von 2016 zu 2017 in 2017 niedrigere Einnahmen den Ausgaben gegenüber, bedingt durch die Durchführung des Silvesterballes.
2016      2017
15100    22020
11100    26445

Die Mitgliederzahlen konnten seit 2016 weiter gesteigert werden:
2016      2017     2018
530        554       558

 

Trotz zahlreicher Todesfälle und Austritte wegen des fortgeschrittenen Alters hat viele Bürgerinnen und Bürger unsere Arbeit überzeugt. Die Zahl von 2018 gibt den Stand vom 20.6.2018 wieder.

Diese Spendenaktionen im Jahr 2018 gab es bislang: 500 € Förderverein Krankenhaus St. Antonius, 500 € TVR Baskettball Mädchen und
500 € Fußball Bezirk Zwo

Jochen Maxton

Den Bericht der Kassenprüfer gibt Jochen Maxton bekannt. Er lobt die übersichtliche und korrekte Kassenführung, alle zur Prüfung benötigten Belege lagen vor. Er beantragt die Entlastung des Vorstandes. Die Versammlung erteilt mit drei Enthaltungen die Entlastung des Vorstandes.

 

Herr Maretzky gibt zum Abschluss noch einen Ausblick auf die anstehenden nächsten Veranstaltungen:
22. August 2018, 15 Uhr, Neue Skulpturen im Schlosspark in Stammheim entdecken.
28. August 2018, 15 Uhr, Nasca. Im Zeichen der Götter. Bundeskunsthalle Bonn
Am Tag des Denkmales am 8. und 9. September 2018 zeigen wir die Kirche Alt Sankt Maternus, Steinstr., bekannt als „Rodenkirchener Kapellchen“ jeweils Samstag, 8.9. von 10 bis 16 Uhr. Führung um 11 Uhr und Sonntag, 9.9. von 14 bis 18 Uhr. Führung um 16 Uhr. Die Führungen übernimmt Angelika Felsko.

27. September 2018, 15 Uhr, Führung Museum Ludwig: Gabriele Münter.

23. September 2018, Tagesfahrt nach Koblenz. Stadtführung, Seilbahnfahrt, Führung Festung Ehrenbreitstein, Eintritte und Busfahrt für Mitglieder nur 37 € !
31. Dezember 2018 gibt es den nächsten Silvesterball!
Weitere Informationen im nächsten Mitgliederbrief Ende August!

Herr Maretzky schließt die Mitgliederversammlung um 19.45 Uhr, danach erwarteten wir Frau Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, die einen Vortrag zu den U-Bahn-Haltestellen präsentieren wollte. Den Verhinderungsgrund müssen wir noch klären, aber die Buchhandlung Mayersche Köhl erklärte sich spontan bereit, den Vortrag im Oktober in der Buchhandlung gemeinsam mit der Bürgervereinigung Rodenkirchen zu veranstalten.

Hier finden Sie die Präsentation zum Jahresbericht_2018 20.6. final

Text: Dieter Maretzky
Fotos: Claudia Rempe

 

Es wird turbulent: Der sechste Kulturfrühling 2018 in Rodenkirchen

Es wird turbulent: Der sechste Kulturfrühling 2018 in Rodenkirchen

Die von der Bürgervereinigung Rodenkirchen und der Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen (Treffpunkt Rodenkirchen) wieder ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe Kulturfrühling Rodenkirchen findet nun zum sechsten Mal statt. Vom 3. Mai bis 2. Juni 2018 gibt es weit über 30 Veranstaltungen – darunter Lesungen, Jazz-, Chanson- und Klassik-Konzerte, Open-Air-Aufführungen, Führungen, Vorträge, Veranstaltungen für Kinder, Mai-Singen, Tanz-Performance und vieles mehr bei überwiegend freiem Eintritt.

Zu den besonderen Höhepunkten zählen unter anderem: Die Lesung von Eva Weissweiler zu ihrem neuen Buch über das Leben der jüngsten Karl-Marx-Tochter Eleanor, der Chanson Abend mit Max Erben, die Jazz-Veranstaltungen mit Wolfgang Behrendt and Friends und Ballroom Sündikat, eine Matinée zum Thema Tanz, zwei Kinderlesungen in der Stadtteilbibliothek sowie zwei MINT-Erlebnisse für Kinder. Hervorzuheben ist auch die Matinee zum Thema Tanz, ein Krimi-Abend am Bücherschrank Maternusplatz, amerikanische Folklore in Weiß, der Abschied von den Skulpturen am Fort und der Frühlingsmarkt vom 10. bis 11. Mai.

Das detaillierte Programm zum Blättern auf Kulturfrühling Rodenkirchen 2018

Die beiden Vereine freuen sich über die zahlreichen interessanten und vielseitigen Beiträge in und aus Rodenkirchen während dieser fünf Wochen, welche die Lebendigkeit und die kulturelle Vielfalt im Ort Rodenkirchen darstellen. Vom 31. Mai bis 3. Juni läuft zudem die Rodenkirchener WINE-TIME am Maternusplatz.

Kontakte: Wolfgang Behrendt, Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen e.V., Telefon 0221 393432, E-Mail: info@treffpunkt-rodenkirchen.de, www.treffpunkt-rodenkirchen.de/

Dieter Maretzky, Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V., Telefon 02236-62293 E-Mail: info(@)buergervereinigung-rodenkirchen.de

Bürger pflanzen bunte Beete in Rodenkirchen

Bürger pflanzen bunte Beete in Rodenkirchen

(Foto: Sandra Milden)

Am Samstag bepflanzte die Bürgervereinigung Rodenkirchen die Beete rund um das Rathaus mit 700 Sommerblumen. Die Stadtgärtnerei lieferte 250 hellrote Geranien, 250 gelbe Studentenblumen, 150 besonders schöne blaue Leberbalsam Ariella-Pflanzen, 200 Mittagsblumen und 300 weiße Eisbegonien.

Besonderer Dank gilt den 12 fleißigen Helferinnen und Helfern, die sich mit ihrem Einsatz am 12. Mai 2018 für ein schönes und gepflegtes Stadtbild einsetzten.

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen pflegt seit 2002 die Blumenbeete rund um das Bezirksrathaus, um einen sichtbaren Beitrag für ein attraktives Rodenkirchen beizutragen. Dazu zählen auch die städtischen Blumenkübel vor dem Rathaus. Zweimal jährlich wird neu gepflanzt mit Hilfe unserer Mitglieder.

Fotos:

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Rathaus Rodenkirchen und Verwaltung – Eine unendliche Geschichte

Rathaus Rodenkirchen und Verwaltung – Eine unendliche Geschichte

Rathaus Rodenkirchen (Foto: Dieter Maretzky)

Es gibt Neuigkeiten bei der unendlichen Geschichte zum Rathaus Rodenkirchen.

Hier lesen Sie 15 Jahre Dokumentation einer langen Historie rund um das Bezirksrathaus Rodenkirchen.

2017 (NEU)

Die Amtsübernahme des neuen Stadtdirektors, Dr. Stephan Keller, nahm Dieter Maretzky zum Anlass, an Herrn Dr. Keller am 27. Februar 2017 ein Schreiben zu richten. Zitat: „Die peinlichste Posse in Rodenkirchen ist die unendliche Geschichte unseres Rathauses, das für uns eine sehr wichtige Aufgabe hat: Es ist ein Zeugnis für die Zeit vor 1975, als die Gemeinde Rodenkirchen noch selbstständig war, hat einen Architekturpreis bekommen und ist dringend sanierungsbedürftig. Wenn man Gebäude so behandelt wie es in Köln üblich ist, werden sie zu Schandflecken, für die sie selbst nicht verantwortlich sind. Wir pflegen seit 2004 die Blumenkübel und zehn direkt am Rathaus gelegene Blumenbeete an und auf der Hauptstraße, um ein attraktives Ortszentrum mit zu gestalten.

Ich habe die Entwicklung zum Thema Rathaus dokumentiert und lege Ihnen den Text bei. Unsere Zusammenarbeit mit dem Bürgeramt ist vertrauensvoll und ein ständiger Dialog ist uns sehr wichtig. Ich bin gespannt, ob vor der nächsten Kommunalwahl hier etwas wirklich geschehen wird.“

Mitte April antwortete Herr Keller (für Herrn Tempski):

In der Sitzung am 18.9.2017 stellten die FDP und die Grünen den Antrag, auf den Neubau des Rathauses zu Gunsten der dringend notwendigen Schulbauten zu verzichten. Mit 10 zu 9 Stimmen wurde in geheimer Abstimmung dieser Antrag abgelehnt und so der Weg für den Neubau freigemacht. Von der Gebäudewirtschaft war die Objektleiterin Astrid Schüssler anwesend, die erklärte, dass das Geld vorhanden sei und da ein Totalunternehmer mit dem Bau beauftragt werden soll, werden keine Ressourcen der Gebäudewirtschaft zu Lasten des Schulbaus in Anspruch genommen.

Inzwischen ist mit Abgabeschluss zum 11. Oktober 2017 ein nichtoffener Realisierungswettbewerb zum Neubau des Bezirksrathauses Rodenkirchen ausgeschrieben, der Gebäudetyp soll als Büro, Verwaltung und Handel geplant werden.

Wie geht es weiter?

  • „Insgesamt sind 12 Architekturbüros als Generalplaner mit einem Team aus Fachplanern am Planungswettbewerb vorgesehen. Die Generalplanerteams decken die Disziplinen Architektur, TGA-Planung, Tragwerksplanung, Landschaftsarchitektur, Bauphysik und Stadtplanung ab.“
  • 10.2017 Versand der digitalen Unterlagen
  • 11.2017 Schriftliche Rückfragen (bis 12 Uhr)
  • 11.2017 Kolloquium
  • 01.2018 Abgabe Pläne (bis 15 Uhr)
  • 01.2018 Abgabe Modelle (bis 15 Uhr)
  • 03.2018 Preisgerichtssitzung

Danach erfolgen erst die nächsten Schritte, europaweite Ausschreibung, Beteiligung und Beschlussfassung in den zuständigen politischen Gremien.

Aus der Beschreibung zum Wettbewerb kann man weiterhin entnehmen:

„Das zugrundeliegende Konzept sieht anstelle des heutigen achtgeschossigen Rathausbaus einen Neubau mit fünf Vollgeschossen vor sowie eine deutlich attraktivere Wegeverbindung zwischen dem Rathausplatz an der Hauptstraße und dem Rheinufer.

Die Bausumme wird derzeit mit 13,9 Mio. EUR (Kostengruppen 300-400 netto) veranschlagt.

Die oberirdische Brutto-Geschossflächen beträgt ca. 5.000 m².

Der Abbruch und Ersatzneubau für das Rathaus, einschließlich der zugehörigen Tiefgarage und der Neugestaltung des Rathausvorplatzes, soll bis 2021 durch ein Totalunternehmen schlüsselfertig errichtet werden.“

Wie daraus zu entnehmen ist, werden bei dieser Planung dringend notwendige Einrichtungen nicht berücksichtigt:

  • Schaffung von Räumen für Jugendliche
  • Ein dem Bedarf angepasster Bürgersaal, nicht nur ein Sitzungssaal für die Bezirksvertretung
  • Platz in Verbindung mit dem Bürgersaal für die Stadtteilbibliothek Rodenkirchen (der aktuelle Standort an der Schillingsrotter Str. ist bedroht!).

Unsere Forderung: Wenn schon Geld für einen Neubau ausgegeben werden soll, dann aber auch die Bedürfnisse der Bürger und Anlieger berücksichtigen, nicht nur der Verwaltung und Politik!

Dieter Maretzky, 3.10.2017

Wir fordern das komplette Angebot der Dienstleistungen der Bezirksverwaltung mit allen Dienstleistungen vor Ort im Rodenkirchener Rathaus.

Rodenkirchen muss ein eigenständiger Stadtbezirk mit über 100 000 Bewohnern bleiben und darf nicht mit dem Stadtbezirk Innenstadt zusammen gelegt werden.

Die Diskussion um Neubau oder Sanierung mit vielen verschiedenen Beschlüssen ist  eine bald unendliche Geschichte, die enden muss.

Bürgervereinigung Rodenkirchen hat die unendliche Geschichte um das Rathaus Rodenkirchen satt!

Sanierung jetzt! Oder doch Abriss?

Es gab einmal vor langer Zeit einen Betrag von 800 000 DM, der für die damalige Sanierung des Rathauses vorgesehen war. Er wurde aber in die Sanierung der Hauptstraße vor dem Rathaus gesteckt. Das war im Jahr 1990. Damit begann die Posse.

Seit über 10 Jahren wird über die Sanierung oder den möglichen strahlenden Neubau des Bezirksrathauses diskutiert, es werden Beschlüsse gefasst, ein Wettbewerb durchgeführt, aber dann stürzen alle Pläne in den Untergrund.

Hier die ganze Geschichte seit 2002 Rathaus Rodenkirchen

2002

Dem Ratsbeschluss vom 29. Januar 2008 für den Neubau ist zu entnehmen:

„Eine in diesem Zusammenhang für den Standort Hauptstraße 85 in Auftrag gegebene Analyse des Architekturbüros Scherer, Maier und Partner, bezogen auf die Sanierung des Bestandes und die Erweiterung am Standort, hat im Jahr 2002 einen Kostenaufwand in Höhe von 18,4 Mio. € ermittelt.“

Diese Summe halten Fachleute für zu hoch angesetzt, wobei zu bedenken bleibt, dass erst bei der Durchführung der Sanierung die wirklichen Kosten ersichtlich werden.

„Eile für den Umzug sei geboten“, sagte Engelbert Rummel, der damalige Leiter der Gebäudewirtschaft, in einem Bericht vom Kölner Stadt-Anzeiger vom 19.12.2002. In diesem Bericht kann man auch lesen, was genau auf die jetzige Situation wieder passt: „“Die Bezirksvertreter indes sind irritiert: Hals über Kopf sollen sie in ein Provisorium einziehen, und dann erst soll entschieden werden, ob, wann, wo und wie ein Neubau des Rathauses [am alten Standort] realisiert wird.“ Provisorien hätten manchmal etwas Endgültiges, hieß es da vorwurfsvoll, und außerdem sei nicht geklärt, ob eine Generalsanierung des bestehenden Gebäudes nicht wirtschaftlicher sei. Von der Politik sei schließlich die Diskussion um den Neubau nicht ausgegangen. Rummel soll erst einmal vergleichende Zahlen über die Kosten bei Neubau und Sanierung vorlegen sowie Vorschläge für alternative Rathaus-Standorte. In dem Zusammenhang nannte Rummel die Schillingsrotter Straße, Ringstraße, das Sürther Feld, Friedrich Ebertstraße, Rondorf oder Bayenthal als „Oval Office“.

2003

Auszug aus dem Protokoll der Sitzung am 13.1.2003 der Bezirksvertretung Rodenkirchen:

„Die Bezirksvertretung Rodenkirchen beschließt einstimmig nachfolgenden ergänzten Beschlussentwurf:

Die Verwaltung wird gebeten, der Bezirksvertretung baldmöglichst, spätestens zur Sitzung am 10.02.2003, schriftlich detaillierte Informationen vorzulegen,

1. an welchen Alternativstandorten – gemäß der durch die Bezirksvertretung

beauftragten Standortuntersuchung – ein neues Bezirksrathaus realisiert werden kann,

2. wie sich ein Wirtschaftlichkeitsvergleich zwischen diesen Standorten darstellt,

3. wie sich die jeweilige zeitlich Realisierbarkeit im Vergleich darstellt

4. wie im Vergleich zu den bestehenden Neubaualternativen eine Sanierung und Erweiterung des vorhandenen Bezirksrathauses bewertet wird

und in welchem Zeitraum eine solche Lösung realisiert werden kann.

5. welche Nutzungskonzeption für das Grundstück des derzeitigen Rathauses im Falle einer Standortverlagerung des Bezirksrathauses entwickelt worden ist und welche städtebauliche Lösung in diesem Fall vorgeschlagen wird.

6. Verwiesen wird in diesem Zusammenhang auch auf den auf Veranlassung der CDU-Fraktion gefassten Beschluss vom 18.03.2002.“

Die Bezirksvertretung hat sich also umfassend mit dem Thema beschäftigt, bis die Bürgervereinigung bei einer Begehung mit dem Stadtkonservator Krings durch das Gebäude versuchte, den Denkmalschutz zu erreichen, da das Gebäude – so der Verein, „vom Geist der Zeit der selbständigen Gemeinde Rodenkirchen“ erzähle. Außerdem war ein wichtiger Grund der zentrale Standort an der Hauptstraße, da das Bezirksrathaus über 100 000 Besucher jährlich hat.

2005

Im Januar 2005 teilte der Stadtkonservator mit, dass er keinen Denkmalschutz erheben könne. Die Bürgervereinigung hatte um eine Begutachtung gebeten.

2006

Am 27.4.2006 berichtete der Kölner Stadt-Anzeiger über mögliche neue Standorte in Rodenkirchen.

2007

2007 diskutierten CDU und SPD noch die Sanierung, doch war die SPD grundsätzlich für den Neubau, in der Hoffnung auf schnelle Realisierung.

2008

Ratsbeschluss zum Neubau:

Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung vom 04.03.2008 zum „Neubau des Bezirksrathauses Rodenkirchen (Nr. 4946/2007)“ beschlossen, die städtische Liegenschaft Hauptstraße 85 als Standort für das Bezirksrathaus Rodenkirchen dauerhaft beizubehalten und die Verwaltung mit der Planung eines Neubaus für das Bezirksrathaus Rodenkirchen zu beauftragen.

Folgende weitere inhaltliche Vorgaben wurden dabei der Verwaltung gemacht:

– erkennbar bessere Wirtschaftlichkeit anzustreben

– in die Planungsüberlegungen die umgebenden Grundstücke einzubeziehen

– Auslobung eines Architektenwettbewerbs

– max. 60 Monate zur Realisierung

– halbjährlicher Sachstandsbericht an die Bezirksvertretung Rodenkirchen

Ulrike Süsser berichtet im Kölner Stadt-Anzeiger: „Nach Jahren steht nun fest: Das Rathaus wird am alten Standort neu erbaut. In fünf Jahren soll das neue Rathaus fertig sein. Im Februar wird ein Architektenwettbewerb ausgelobt.“ (5.11.2008)

Folgende Zeitschiene war vorgegeben:

Zeit Ziel: Baufertigstellung April 2013

Städtebaulicher Wettbewerb: bis Februar 2009

Vergabeverfahren (EU-weites Verhandlungsverfahren, 3- stufig)

Ergebnis: Vertragsschluss mit Investor bis IV 2010

Planung Neubau durch Investor IV 2010 – IV 2011

Parallel: Abriss Bestandsgebäude IV 2010 – III 2011

Bauzeit Neubau IV 2011 – April 2013

Der angesprochene begrenzte Wettbewerb wurde im Oktober 2008 ausgeschrieben und Abgabetermin war der 12.12.2008. Die Preise und Entschädigungen hatten einen Wert von 51 000 €.  Im Februar 2009 wurden die Wettbewerbsergebnisse ausgestellt.

2009/2010

Die Gebäudewirtschaft verschickte ein EXPOSE vom 18.11.2009 an Makler und unter www.stadt-koeln.de wurde es am 04.01.2010 veröffentlicht.

Überschrift: Stadt Köln sucht Büroflächen im Stadtbezirk Rodenkirchen. Darin wird eine Mietdauer von 30 Monaten angegeben ab 4.Quartal 2010/1. Quartal 2011. Für die Standortqualität ist u.a. „die gute Erreichbarkeit für die Bürger/innen mit dem ÖPNV“  wichtig.

Die Kölnische Rundschau berichtete am 21.4.2010, dass der Stadtkämmerer Dr. Norbert Walter-Borjans das Verfahren für den Neubau des Rathauses aufgehalten hat. Es sollten noch einmal Alternativen zum Neubau oder zur Sanierung gesucht werden. Dann hatte man wohl eine Idee und am 14.11.2011 teilte das Presseamt mit: „Errichtung durch die Zusatzversorgungskasse der Stadt Köln (ZVK) ist die wirtschaftlichste Lösung.“ In der Beschlussvorlage stand, dass die ZVK mit einer Rendite von 4 % rechnet. Doch da konnte ein Rodenkirchener Bürger besser und genauer rechnen und belegte, dass die Stadt Köln mit einem Kommunalkredit kostengünstiger bauen könne und somit eine Bevorzugung einer städtischen Einrichtung gegeben ist – und das ist verboten.

2012

Schnell ließ die Stadt diesen „genialen“ Plan fallen. Am 15.05.2012 hat der Rat mit Vorlage Nr. 1273/2012 den Beschluss vom 13.10.2011 (Neubau des Rathauses durch die ZVK) aufgehoben, da der Neubau des Bezirksrathauses unter der Bauherrschaft der Gebäudewirtschaft infolge günstigerer Zinsen mit

Kommunalkrediten wirtschaftlicher sei. Dieser Ratsbeschluss nach Dringlichkeitsentscheidung Nr. 1560/2012 der BV-Rodenkirchen, ist die heutige Beschlusslage.

Und es trat Stillstand ein. Axel Rostek von der Gebäudewirtschaft erklärte dem Vorsitzenden der Bürgervereinigung Rodenkirchen, Dieter Maretzky, noch im Mai  2012: „Wir haben keine Zeit dafür, müssen Kitas und Flüchtlingsheime bauen, und das Gebäude funktioniert doch“.  Das berichtete der Bilderbogen in seiner Dezemberausgabe 2012 ebenso eindeutig. Alle Mitglieder der Bezirksvertretung waren empört. Es geschah nichts, was die Öffentlichkeit erfuhr.

2013

Am 21. Januar 2013 sagte Oberbürgermeister Jochen Roters in der BV-Rodenkirchen, dass aufgrund der Haushaltslage und der nicht absehbaren Notwendigkeit, ob ein Rathaus in dieser Form in 10 Jahren noch im Stadtbezirk erforderlich sei, das Rathaus funktionsfähig erhalten bleiben müsse, aber kein Neubau errichtet werde.  Das alles ohne Reaktion der SPD, die heute so vehement auf einen schnellen Neubau drängt! Es ist klar, dass der OB diese ganz neue Aussage nur in Abstimmung mit  Stadtdirektor Guido Kahlen – und entgegen dem Ratsbeschluss vom 15.05.2012  – gemacht hat.

2014

Doch dann veranstaltete Bezirksbürgermeister Mike Homann eine Malaktion an der Front des Rathauses im Februar 2014, mit der er „dem notwendigen Entwicklungsprozess in plakativer und hochwertiger Weise einen erneuten Anschub geben“ wolle. Bei der Feier zum 50-jährigen Jubiläum der Bürgervereinigung Rodenkirchen am 7.9.2014 vor dem Rathaus gab Oberbürgermeister Roters bekannt, dass noch in seiner Amtszeit mit dem Abriss des Rathauses begonnen werde.

2015

In der Januarsitzung der Bezirksvertretung kam es auf Wunsch der Fraktion Die Grünen zu einer aktuellen Stunde zu diesem Thema. Eine Bauzeit von zwei Jahren ist möglich (siehe oben), aber laut Aussage von Hans Stommel, Amt für Personal, Organisation und Innovation, wird jetzt mit einem Ersatzstandort für bis zu acht Jahren gerechnet. Und wenn er denn gefunden ist, muss dort für die technische Infrastruktur wie Datenverarbeitung massiv investiert werden (bis zu 400 000 €).

4000 qm Bürofläche sind im Stadtbezirk knapp und wenn sie nicht gefunden werden, bleibt alles so wie es ist?

Nein, dass die unendliche Geschichte so weiter geht, muss nun ein Ende haben: Die Sanierung ist angesagt! Oder doch ein Abriss? Im Mai 2017 wurde Asbest festgestellt.

Auf dem Parkplatz an der Oststr. könnte ein provisorisches Bürogebäude aus Containern – als Ausweichplatz für eine oder zwei zu sanierenden Etagen des Rathauses – errichtet werden, damit die Sanierung zügig erfolgen kann.

Ein erfahrener Unternehmer hat der Bürgervereinigung versichert, dass das keine zwei Jahre dauern würde und leistbar sei. Ein namhafter Rodenkirchener Architekt sagte, dass man das vorhandene Gebäude auch attraktiver gestalten könne, z.B. den Fensterbereich des Sitzungssaales entsprechend vergrößern.

Außerdem gibt es im Haushalt der Stadt bislang keine Mittel für einen Neubau.

Der Ratsbeschluss vom 29.1.2008, muss jetzt umgesetzt werden:

„Im Rahmen des in der Vergangenheit verfolgten Konzeptes der Stärkung der Strukturen innerhalb der Stadtbezirke, das unter anderem auch auf eine exponierte Lage der Rathäuser in den Bezirken ausgelegt war, wurden die Bezirksrathäuser Kalk, Mülheim, Nippes und Lindenthal errichtet. Für das Bürgeramt Rodenkirchen wurde zunächst eine Sanierung und eine Bedarfserweiterung am Standort Hauptstraße 85 verfolgt.“

Das alles führte dazu, dass eine Mehrheit in der Bezirksvertretung die Ersatzstandorte ablehnten und am 26.3.2015 für den Verbleib im Rathaus votierten.

Wichtige Teile des Beschlusses waren:

  • Die Sanierungsmaßnahmen am bestehenden Gebäude sind so auszurichten, dass insbesondere die Bedingungen des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit eingehalten werden. Ggf. ist kurzfristig auf Bürocontainer auf dem Rathausparkplatz auszuweichen.
  • Die Vergleichsrechnung zwischen Neubau und Generalsanierung, die dem Ratsbeschluss vom 15.05.2012 zugrunde lag, soll mit Planungsbeginn auf einen aktuellen Stand fortgeschrieben werden.
  • Die Gesamtdauer bis zum Bezug des neuen Gebäudes sollte nicht länger als 7 Jahre betragen.

In einer Mitteilung auf eine Anfrage der CDU-Fraktion teilte die Verwaltung am 7.12.2015 in der Bezirksvertretung mit, dass kleinere Instandhaltungsmaßnahmen zum Weiterbetrieb des Rathauses durchgeführt worden sind, jedoch eine Reihe Maßnahmen terminiert oder geplant seien.

Die gestellte Frage, wie weit die Neubauplanung sei, wird sehr nebulös beantwortet. Das Raum- und Funktionsprogramm sei veraltet und muss neu gemacht werden, danach könne das VOF-Verfahren erst begonnen werden und außerdem habe die Gebäudewirtschaft zu wenige Architekten und Bauingenieure. Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass es keinen Zeitplan für die Planung gibt und sie auch nur „in Aussicht gestellt“ wird.

Ulrike Süsser schrieb im Kölner Stadt-Anzeiger am 10.12.2015: „…ist es doch zumindest eine Überlegung wert, die Sanierung des Hauses … noch einmal zu diskutieren.“

Wir weisen darauf hin, dass im  letzten Jahr Bezirksrathäuser saniert oder neu gestaltet wurden, so z.B. Chorweiler mit 7,1 Millionen €. Warum wird der Stadtbezirk Rodenkirchen so unfair behandelt?

Unsere Forderungen:

  • Umgehende Sanierung des vorhandenen Rathauses und Schaffung der Barrierefreiheit
  • schnelle Planung und Umsetzung
  • verbindlicher Zeitplan mit Vertragsstrafen für beteiligte Firmen
  • Schaffung eines Jugendzentrums im Untergeschoss

2017

Die Amtsübernahme des neuen Stadtdirektors, Dr. Stephan Keller, nahm Dieter Maretzky zum Anlass, an Herrn Dr. Keller am 27. Februar 2017 ein Schreiben zu richten. Zitat: „Die peinlichste Posse in Rodenkirchen ist die unendliche Geschichte unseres Rathauses, das für uns eine sehr wichtige Aufgabe hat: Es ist ein Zeugnis für die Zeit vor 1975, als die Gemeinde Rodenkirchen noch selbstständig war, hat einen Architekturpreis bekommen und ist dringend sanierungsbedürftig. Wenn man Gebäude so behandelt wie es in Köln üblich ist, werden sie zu Schandflecken, für die sie selbst nicht verantwortlich sind. Wir pflegen seit 2004 die Blumenkübel und zehn direkt am Rathaus gelegene Blumenbeete an und auf der Hauptstraße, um ein attraktives Ortszentrum mit zu gestalten.

Ich habe die Entwicklung zum Thema Rathaus dokumentiert und lege Ihnen den Text bei. Unsere Zusammenarbeit mit dem Bürgeramt ist vertrauensvoll und ein ständiger Dialog ist uns sehr wichtig. Ich bin gespannt, ob vor der nächsten Kommunalwahl hier etwas wirklich geschehen wird.“

Mitte April antwortete Herr Keller (für Herrn Tempski):

In der Sitzung am 18.9.2017 stellten die FDP und die Grünen den Antrag, auf den Neubau des Rathauses zu Gunsten der dringend notwendigen Schulbauten zu verzichten. Mit 10 zu 9 Stimmen wurde in geheimer Abstimmung dieser Antrag abgelehnt und so der Weg für den Neubau freigemacht. Von der Gebäudewirtschaft war die Objektleiterin Astrid Schüssler anwesend, die erklärte, dass das Geld vorhanden sei und da ein Totalunternehmer mit dem Bau beauftragt werden soll, werden keine Ressourcen der Gebäudewirtschaft zu Lasten des Schulbaus in Anspruch genommen.

Inzwischen ist mit Abgabeschluss zum 11. Oktober 2017 ein nichtoffener Realisierungswettbewerb zum Neubau des Bezirksrathauses Rodenkirchen ausgeschrieben, der Gebäudetyp soll als Büro, Verwaltung und Handel geplant werden.

Wie geht es weiter?

  • „Insgesamt sind 12 Architekturbüros als Generalplaner mit einem Team aus Fachplanern am Planungswettbewerb vorgesehen. Die Generalplanerteams decken die Disziplinen Architektur, TGA-Planung, Tragwerksplanung, Landschaftsarchitektur, Bauphysik und Stadtplanung ab.“
  • 10.2017 Versand der digitalen Unterlagen
  • 11.2017 Schriftliche Rückfragen (bis 12:00 Uhr)
  • 11.2017 Kolloquium
  • 01.2018 Abgabe Pläne (bis 15.00 Uhr)
  • 01.2018 Abgabe Modelle (bis 15.00 Uhr)
  • 03.2018 Preisgerichtssitzung

Danach erfolgen erst die nächsten Schritte, europaweite Ausschreibung, Beteiligung und Beschlussfassung in den zuständigen politischen Gremien.

Aus der Beschreibung zum Wettbewerb kann man weiterhin entnehmen:

„Das zugrundeliegende Konzept sieht anstelle des heutigen achtgeschossigen Rathausbaus einen Neubau mit fünf Vollgeschossen vor sowie eine deutlich attraktivere Wegeverbindung zwischen dem Rathausplatz an der Hauptstraße und dem Rheinufer.

Die Bausumme wird derzeit mit 13,9 Mio. EUR (Kostengruppen 300-400 netto) veranschlagt.

Die oberirdische Brutto-Geschossflächen beträgt ca. 5.000 m².

Der Abbruch und Ersatzneubau für das Rathaus, einschließlich der zugehörigen Tiefgarage und der Neugestaltung des Rathausvorplatzes, soll bis 2021 durch ein Totalunternehmen schlüsselfertig errichtet werden.“

Wie daraus zu entnehmen ist, werden bei dieser Planung dringend notwendige Einrichtungen nicht berücksichtigt:

  • Schaffung von Räumen für Jugendliche
  • Ein dem Bedarf angepasster Bürgersaal, nicht nur ein Sitzungssaal für die Bezirksvertretung
  • Platz in Verbindung mit dem Bürgersaal für die Stadtteilbibliothek Rodenkirchen (der aktuelle Standort an der Schillingsrotter Str. ist bedroht!).

Unsere Forderung: Wenn schon Geld für einen Neubau ausgegeben werden soll, dann aber auch die Bedürfnisse der Bürger und Anlieger berücksichtigen, nicht nur der Verwaltung und Politik!

Dieter Maretzky 9.2.2015/ aktualisiert am 12.12.2015/Teilaktualsiert Juni 2017 und Oktober 2017

Wo ist das Geld für das Rathaus?
Beschlussvorlage für den Neubau des Rathauses
[Nachfolgende Zip-Dokumente sind technisch derzeit nicht einsehbar]
Rathaus Ro Planung liegt auf dem Eis 201[…]
Archivdatei im ZIP Format [229.1 KB]
Standort Bahnstraße in der Diskussion 2002
Rathaus Rodenkirchen KStA 2002 Bahnstr..[…]
Archivdatei im ZIP Format [211.8 KB]
Neubau Rathaus
Neubau Rathaus 2007 rodenkirchen.de.zip
Archivdatei im ZIP Format [632.3 KB]
Neues Rathaus 2008 bericht rodenkirchen.[…]
Archivdatei im ZIP Format [179.7 KB]
Ergebnis des Wettbewerbes
RaRo Wettbewerb Ergebnis KStA 25.3.2009.[…]
Archivdatei im ZIP Format [211.5 KB]
Unser Versuch, das Rathaus unter Denkmalschutz zu stellen.
Rathaus Rodenkirchen Baunetz 2005.zip
Archivdatei im ZIP Format [334.2 KB]

Auf dem Segway-Roller Rodenkirchen am 15. Juli erkunden

Auf dem Segway-Roller durch Rodenkirchen Urheber: Segway KSR Group

Auf dem Segway-Roller Rodenkirchen erkunden – Bürgervereinigung Rodenkirchen lädt zur Tour am 15.7.17 ein

Rodenkirchen ist schön, aber besonders reizvoll vom Segway-Roller aus. Unter dem Motto „Wir holen die Segways nach Rodenkirchen“ erkunden die Teilnehmer die Umgebung auf diesem außergewöhnlichen, fast lautlosen Zweirad. Alle, die den Charme von Rodenkirchen entlang des Rheins erleben möchten, lädt die Bürgervereinigung Rodenkirchen am Samstag, 15. Juli 2017 ab 15.45 Uhr zur Tour ein.

Die Veranstaltung findet in zwei Gruppen statt. Die erste Gruppe von zehn Teilnehmern trifft sich um 15.45 Uhr auf dem Maternusplatz. Die Einweisung dauert etwa 20 Minuten. Dann heißt es: „Auf die Segways, fertig, los!“. Die zweite Gruppe kommt um 16.45 Uhr auf dem Platz zusammen, wird ebenfalls eingewiesen und startet, wenn die erste Gruppe wieder zurück ist. Damit die Gespräche und Geselligkeit nicht zu kurz kommen, lädt der Vorstand der Bürgervereinigung an dem Nachmittag zu kalten Getränken und kleinen Snacks auf dem Maternusplatz ein.

Die Tour auf dem Segway inkl. Einweisung dauert knapp zwei Stunden und kostet pro Person 45 Euro, zahlbar vor Ort. Helme werden vom Veranstalter Bonn on Wheels gestellt. Bequemes, flaches Schuhwerk ist erforderlich. Das Mindestalter beträgt 15 Jahre. Eine Mofa-Prüfberechtigung oder ein gültiger PKW-Führerschein werden vorausgesetzt.

Interessierte melden sich bis zum 7.7.2017 verbindlich per E-Mail an bei Silvia Behrendt s.behrendt@buergervereinigung-rodenkirchen.de und geben an, ob sie in der ersten Gruppe (15.45 Uhr) oder in der zweiten Gruppe (16.45 Uhr) teilnehmen. Für Rückfragen steht aus dem Vorstand Silvia Behrendt unter 0172-78 77 990 zur Verfügung.

Wichtig und bitte vor der Tour lesen: Die Empfehlungen und Bedingungen des Veranstalters finden Sie hier: www.bonnonwheels.de/agb