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Volles Haus beim Bürgertreff zur Rheinspange A553

Volles Haus beim Bürgertreff zur Rheinspange A553

Muss die Rodenkirchener Brücke abgerissen und neu gebaut werden?

Rüdiger Däumer referiert zur Rheinspange beim Bürgertreff der Bürgervereinigung Rodenkirchen

Beim Bürgertreff der Bürgervereinigung Rodenkirchen ging es um das hoch­aktuelle Thema „Rheinspange A553“ und um den 8-spurigen Ausbau der Rodenkirchener Autobahnbrücke.

Über den Stand der aktuellen Planung berichtete als Experte Rüdiger Däumer, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßenbau NRW. Köln wächst um viele Einwohner, auch im Um­land. Köln ist eine Pendler­stadt, deshalb ist der Ausbau der Infrastruktur für die Mobilität inzwischen mit hohen Prioritäten versehen. So wird das Land NRW eine Autobahnbrücke und der Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH eine kombinierte Bahn-Rad­fahrer/ Fußgängerbrücke zwischen Godorf und Wesseling bauen. Über die Trassenführungen wird noch diskutiert, aber 2020 sollen darüber die Entscheidungen fallen.

Viele Details der Planungen und die umfangreiche Bürgerbeteiligung und -information für die „Rheinspange A553“ stellte Projektleiter Rüdiger Däumer vor und beantwortete zahlreiche Fragen der rund 60 Teilnehmer. Da auch eine Null-Variante in den Diskussionsbeiträgen gefordert wurde, u.a. wegen des Klimawandels und Änderungen in der Mobilitätsnutzung, verwies Däumer auf die umfangreiche Verkehrsuntersuchung, auch für den Ausbau der Rodenkirchener Brücke. Er machte aber klar, dass eine Null-Variante nicht der Auftrag von Straßen.NRW sei, aber für alle Fälle berücksichtigt wurde.

Noch ist das Projekt in der Phase 1, bei der möglichen Linienführung. Zurzeit sind ca. sieben Varianten in der Diskussion. Daraus wird eine Vorzugsvariante herausgearbeitet. Der zweite Prozessschritt ist die Entwurfsplanung, die etwa zwei Jahre dauert. In der Entwurfsplanung wird in einem sogenannten Vorentwurf die Vorzugsvariante lage- und höhenmäßig ausgearbeitet. Gegenüber der Vorplanung sind in einem begrenzten Korridor noch Verschiebungen möglich. Die Entwurfsplanung dient zur verwaltungsinternen und fachtechnischen Prüfung. Sie legt den haushaltsrechtlichen Kostenrahmen fest und ist Grundlage für die Veranschlagung im Haushalt. Außerdem erfolgt der Nachweis der Flächeninanspruchnahme. Der genehmigte Vorentwurf ist die Grundlage für das Planfeststellungsverfahren. Beim dritten Prozessschritt handelt es sich um die Genehmigungsplanung und Planfeststellung, die mindestens ein Jahr dauert. In der Genehmigungsplanung wird der Vorentwurf weiterentwickelt und ergänzt. Dabei werden die rechtlich maßgebenden Details in ausreichender Genauigkeit dargestellt. Aus der Genehmigungsplanung müssen für alle im Planfeststellungsverfahren Beteiligten Art und Umfang der Betroffenheit erkennbar sein.

Straßenbauvorhaben wie die Rheinspange 553 dürfen nur gebaut werden, wenn der aus Zeichnungen, Berechnungen und Erläuterungen bestehende Plan vorher festgestellt ist. Dazu wird ein Verwaltungsverfahren in Form eines Planfeststellungsverfahrens durchgeführt. Die Durchführung des Verwaltungsverfahrens wird bei der zuständigen Anhörungs- bzw. Planfeststellungsbehörde von Straßen.NRW. beantragt. Nach einem umfassenden Anhörungsverfahren (Offenlage und Erörterung) entscheidet die Planfeststellungsbehörde schließlich über die Einwendungen und stellt den Plan fest, indem alle öffentlich-rechtlichen und privaten Belange unter- bzw. gegeneinander abgewogen werden. Die Planfeststellungsbehörde ist zurzeit die Bezirksregierung Köln.

Gegen den Planfeststellungsbeschluss kann Klage erhoben werden. Die Bestandskraft liegt vor, wenn der Planfeststellungsbeschluss unanfechtbar ist. Mit dem bestandskräftigen Beschluss erhält die Straßenbaubehörde die Zulassungsentscheidung für das Bauvorhaben: Ab diesem Punkt kann der Bau der Rheinspange in die Wege geleitet werden.

Britta Dierke zum 8-streifigen Ausbau der Rodenkichener Brücke / A4

Britta Dierke, Projektingenieurin beim Landesbetrieb Straßenbau NRW, referierte über den Sachstand zum 8-streifigen Ausbau der Autobahn zwischen AK Süd und AK Gremberg, insbe­sondere der Rodenkirchener Brücke und stellte in einen Überblick das geplante Beteiligungs­konzept vor. Auch sie beantwortete viele Fragen der anwesenden Gäste. Der Planungsprozess steht noch ganz am Anfang und bedingt eine Anpassung der vorhandenen Bauwerke oder deren Neubau, wenn notwendig. Der Satz „Der Verlauf des Ausbaus der A4 ist im Wesentlichen von der Lage des Ersatzneubaus für die Rheinbrücke abhängig“ verdeutlicht, dass alle Optionen geprüft werden, auch ein Neubau der Rodenkirchener Brücke, die als Denkmal geschützt ist, könnte möglich sein.

Eine Umweltverträglichkeitsstudie wurde im September 2019 beauftragt, ein Straßenplanerischer Variantenentwurf und die Tragwerksplanung wurden im August 2019 in Auftrag gegeben und die Verkehrsuntersuchung im Januar 2018, wobei sie von der endgültigen Lage von der Rheinspange abhängig ist. Die Varianten, die vertieft untersucht werden sollen, werden festgelegt (Bund-Länder-Abstimmungsprozess), nach dem Abstimmungsvorgang zur Umweltverträglichkeitsstudie wird die Vorzugsvariante festgelegt, anschließend Fertigstellung der Vorplanung, dann folgt ab ca. 2022 die Entwurfsplanung, 2024 die Genehmigungsplanung und 2026 die Ausführungsplanung & Bau.

Bildrechte der Graphiken:  Landesbetrieb Straßen.NRW

Fotos/Text: Dieter Maretzky

Weitere Infos auf: https://rheinspange.nrw.de/

Bürgertreff zur Rheinspange A553 am 4.2.20 in der Quetsch

Bürgertreff zur Rheinspange A553 am 4.2.20 in der Quetsch

Ideen für Linienführungen der Rheinspange visualisiert

Visonen zur Rheinspange visualisiert. Urheber: StraßenNRW

Im Bürgertreff am Dienstag, 4. Februar 2020 um 19 Uhr geht es um das hoch­aktuelle Thema „Rheinspange A553“, welches die Bürger in Rodenkirchen und im Kölner Süden be­sonders betrifft. Über den Stand der Planung für die „Rheinspange A553“ wird als Experte Rüdiger Däumer, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßenbau NRW, informieren. Die Veranstaltung findet statt im Brauhaus “Quetsch”, Hauptstr. 7, 50996 Köln. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Bekanntlich wächst Köln um viele Einwohner, auch im Um­land. Köln ist eine Pendler­stadt, deshalb ist der Ausbau der Infrastruktur für die Mobilität inzwischen mit hohen Prioritäten versehen. So wird das Land NRW eine Autobahnbrücke und der Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH eine kombinierte Bahn-Rad­fahrer/Fußgängerbrücke zwischen Godorf und Wesseling bauen. Über die Trassenführungen wird noch diskutiert, aber 2020 sollen darüber die Entscheidungen fallen.

Über die Details der Planungen für die „Rheinspange A553“ wird Rüdiger Däumer, Projektleiter, Planungsabteilung, Landesbetrieb Straßenbau NRW berichten und Fragen beantworten.  Seine Kollegin Britta Dierke referiert über den Sachstand zum 8-streifigen Ausbau der Autobahn, insbe­sondere der Rodenkirchener Brücke und gibt einen Überblick über das geplante Beteiligungs­konzept. Auch sie steht für Fragen zur Verfügung.

Erläuterung zum Bild: Die Ideen für Linienführungen der Rheinspange wurden visualisiert. Jede Gruppe hat dabei eine Farbe genutzt. Die blauen Rheinquerungen waren erste Ideen von Straßen.NRW, die vorab in die Diskussion gegeben wurden. Die grauen Linien sind Überlegungen zur Bündelung mit geplanten Schienentrassen in der Region, die einige Gruppen bereits mitdenken wollten.

Weitere Infos auf: https://rheinspange.nrw.de/

https://www.sbahnkoeln.de/start/

Stellungnahme: Geplante zusätzliche Busangebote in Rodenkirchen, Weiß, Sürth, Sürther Feld

Stellungnahme: Geplante zusätzliche Busangebote in Rodenkirchen, Weiß, Sürth, Sürther Feld

Noch fährt der Bus 130 durch die Maternusstr. in Rodenkirchen Foto: © Dieter Maretzky

Stellungnahme der Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V.: Geplante zusätzliche Busangebote in Rodenkirchen, Weiß und Sürth, insbesondere Sürther Feld

Die geplanten Verbesserungen sind dringend notwendig, doch viel zu halbherzig, denn eine spürbare Verbesserung des ÖPNV-Angebots im Stadtbezirk Rodenkirchen und damit zugleich auch eine Erhöhung der Attraktivität wird damit noch nicht erreicht. So bleibt Immendorf weiterhin in seiner Insellage. Ganz zu schweigen von den Kosten für die Fahrscheine, so kostet eine Fahrt von Weiß zum Bezirksrathaus 2,90 Euro. Ein engmaschiges Busnetz muss die Stadtbahnlinien ergänzen und anbinden.

Die Planung der Busführung der Linie 130 durch das Sürther Feld ist schon einige Jahre alt und soll nun endlich zu Dezember 2018 umgesetzt werden.

Der Linienweg der Linie 130 im neuen Abschnitt zwischen Rodenkirchen Bahnhof und Sürth Bahnhof verläuft folgendermaßen:

Bahnhof Rodenkirchen – Ringstraße – Sürther Straße –  Eygelshovener Straße –  Sürther Feldallee –  Am Feldrain – Kölnstraße –  Heinrich-Erpenbach-Straße –  Falderstraße – Sürth Bahnhof.

Das kann aber nur ein erster Schritt sein, um den ÖPNV im Kölner Süden attraktiver zu machen. Insbesondere die Neubürger im Sürther Feld können nicht auf Dauer damit zufrieden gestellt werden, denn:

  • nach 20.30 Uhr gibt es keinen Busverkehr mit der Linie 130. Forderung: bis 23 Uhr sollte im 15-Minuten-Takt der Bus fahren.
  • samstags fährt der Bus erst ab 9 Uhr. Vorschlag: eine Stunde früher sowie nach 20.30 Uhr alle 30 Minuten.
  • sonntags gibt es kein Angebot – das kann nicht bleiben, mindestens ein stündlicher Takt von 8 bis 22 Uhr ist notwendig.
  • der 20-Minuten-Takt wird schnell aktualisiert werden müssen, da die Schülerzahlen weiter steigen werden, zumindest in den stärksten Vormittagsstunden muss ein Verstärkerbus direkt eingesetzt werden. Nach Fertigstellung des 3. Baufeldes muss die Buslinie alle 10 Minuten fahren.

Verbesserungsbedarf insgesamt bei den Buslinien 130 und 131

Am Abend endet der Bus in Richtung Rodenkirchen auf dem Bayenthalgürtel, so dass KVB-Kunden, die nach Weiß wollen, an den Rhein zur Stadtbahn laufen müssen, dann in Rodenkirchen in den Bus Linie 131 umsteigen müssen. Die Buslinie hier enden zu lassen und nicht an den Bahnhof Rodenkirchen anzubinden, ist umgehend zu ändern.

Die Buslinie 131, die zwischen Rodenkirchen und Sürth somit nicht mehr durch die Linie 130 verstärkt wird, verkehrt in diesem Linienabschnitt zukünftig montags bis freitags zwischen ca. 7:00 und 9:00 Uhr und ca. 13:00 und 18:00 Uhr im 10-Minuten-Takt. Das wird aber dem wachsenden Bedarf nicht gerecht, deshalb muss von 9.00 bis 13 Uhr die Buslinie 131 mindestens alle 15 Minuten fahren.

Aktualisiert: 1.6.2018 Dieter Maretzky

 

Bürgervereinigung Rodenkirchen im Gespräch mit KVB-Chef Jürgen Fenske

Bürgervereinigung Rodenkirchen im Gespräch mit KVB-Chef Jürgen Fenske

Bahn Köln
(Foto: Pixabay)

Verbesserungen beim ÖPNV auch im Süden Kölns in Sicht: Linien 16/17 sollen häufiger und weiter fahren – Zwischenlösung für Bus 130 zum neuen Wohngebiet Sürther Feld wird geprüft

Zu einer aufschlussreichen Aussprache zum Thema ÖPNV im Kölner Süden trafen sich der Vorsitzende der Bürgervereinigung Rodenkirchen, Dieter Maretzky und Beisitzer Jürgen Müller mit dem Vorstandsvorsitzenden der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) Jürgen Fenske, und Gunther Höhn, Leiter des Verkehrsmanagements der KVB. Das Gespräch fand im Büro des Vorstandsvorsitzenden der KVB am 19. Dezember 2017 statt.

Jürgen Fenske betonte im Gespräch, dass die KVB wichtige große Vorhaben habe, um die Mobilität Kölns wesentlich zu verbessern. So sei der Ausbau der Ost-West-Achse mit der Planung der Tunnellösung in verschiedenen Varianten eine sehr dringliche Maßnahme. Vor der Sommerpause 2018 will die Verkehrsdezernentin Andrea Blome dazu eine Beschlussvorlage vorlegen. Weitere wichtige große Vorhaben seien der Kauf von 50 neuen Elektrobussen, für die ein neuer Betriebshof auf der rechtsrheinischen Seite benötigt wird. Bis zum Jahr 2040 sollen die Stadtbahnen erneuert werden, denn über 200 der insgesamt 382 Züge sind seit mehr als 20 Jahren im Einsatz. Da Köln eine wachsende Millionenstadt ist, werden die Ansprüche an die KVB immer größer, die sich aber den finanziellen Bedingungen stellen müssen.

Eine alte Forderung der Bürgervereinigung Rodenkirchen ist die dringende Verkehrserschließung des Sürther Feldes, die es bald zu regeln gilt. Schon vor drei Jahren hatte Jürgen Fenske bei der Mitgliederversammlung der Bürgervereinigung die Pläne der KVB vorgestellt. Gunther Höhn erklärte, dass die Linie 130 zukünftig vom Bahnhof Rodenkirchen aus über das Sürther Feld fahren soll, sobald im 3. Baufeld eine geeignete Baustraße auf der Linienführung der “Sürther Feldallee” erstellt worden ist. Er hofft, dass die Beschlussfassung in den politischen Gremien so frühzeitig erfolgt, damit zum Fahrplanwechsel Dezember 2018 die Buslinie in Betrieb gehen kann. Dieter Maretzky verwies auf die schon über 1000 Bewohner, z.T. mit Handicap, die auf ein Angebot der KVB angewiesen seien, und er bat darum, seinen Vorschlag für eine praktikable Zwischenlösung ernsthaft zu prüfen. Dies sagte Jürgen Fenske fest zu, und nach Karneval 2018 werde er den Vorstand der BVR darüber informieren.

Die Verdichtung der Linien 16/17 ist in der Planung und Abstimmung der Kommunen und Kreise, die an der Linie 16 liegen. Die Linie 16/17 soll weiter entwickelt werden möglichst im Takt von 5 Minuten von Godorf bzw. Wesseling bis in die Innenstadt verkehren, auch mit dem Ziel, bis Bonn dann im 10-Minutentakt zu fahren. Dazu seien noch viele Verhandlungen notwendig, aber die Chancen zur Realisierung bestünden.

Im Prinzip fehlt im Kölner Süden eine S-Bahn. Bestehen dafür Planungen bzw. Überlegungen bei der Stadt Köln? Im Zusammenhang mit der möglichen Brücke Godorf Niederkassel könnte künftig dafür eine Option entwickelt werden.

Am „Bahnhof“ Rodenkirchen entstehen an der Querung der Maternusstr./Brückenstr. in die Friedrich-Ebert-Str. durch den zusätzlichen Linienverkehr der Stadtbahnlinie 17 in beiden Straßen erhebliche Probleme für den Autoverkehr. Darauf wies Maretzky hin. Diese Kreuzung müsse aus den eisenbahnrechtlichen Vorschriften (BÜSTRA) entlassen werden, was Grundlage für eine mögliche und eine neue Regelung ist, die hier dringend notwendig scheint. Die Zuständigkeit dieser Strecke von der Haltestelle Heinrich-Lübke-Ufer bis Godorf wird bei der HGK verbleiben, aber im kommenden Jahr werden mit der zuständigen Aufsichts- und Genehmigungsbehörde darüber Verhandlungen geführt, dass diese Streckenbereiche aus den Büstra-Vorschriften in die allgemeinen Stadtbahnvorschriften überführt werden, da hier ja kein Güterverkehr mehr stattfindet. Ob sich dann anschließend die Signalsteuerung für den Autoverkehr in der Kreuzung Maternusstr./Ringstr./Friedrich-Ebertstr. verbessert werden kann, soll im Anschluss mit der dann zuständigen Aufsichts- und Genehmigungsbehörde für Stadtbahnanlagen (TAB) geprüft und möglichst umgesetzt werden.

Nord-Süd-Bahn: Die 4. Baustufe bis Meschenich ist dringend zu planen und zu bauen, das sieht inzwischen auch die Politik so. Die KVB plant in einer ersten Baustufe an der nördlichen Seite von Meschenich die Endhaltestelle, da städtebaulich und knapper Raum dagegenspricht, die Stadtbahn durch ganz Meschenich zu führen.

Ein Thema am Rand war die zukünftige Zufahrt auf den P+R-Platz in Sürth, über die aktuell neu verhandelt wird. Busnachtverkehr, Rendezvous Stadtbahn/Bus am Stadtrand waren weitere Themen des Gespräches.

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen dankt Jürgen Fenske und Gunther Höhn für die Möglichkeit dieser Aussprache.

Dieter Maretzky

Godorfer Hafen

Godorfer Hafen

2. März 2016 AG Contra Erweiterung Godorfer Hafen zur Kooperationsvereinbarung zwischen CDU/ Grüne im Rat der Stadt Köln


Endlich!!!  Rettung der Sürther Aue nach langen 28 Jahren auf der Zielgeraden angekommen.

Zur Erinnerung: Am 8. September 1988 beschloss der Rat den Start der notwendigen Rechtsverfahren zur Änderung des Flächennutzungs-, des Gebietsentwicklungs- und des Landesentwicklungsplans zur Aufstellung eines Bebauungsplans.

In dem jetzt veröffentlichten Entwurf zur Kooperationsvereinbarung vom 26.2.2016 zwischen den Ratsparteien  CDU und Bündnis 90/Die Grünen findet sich S. 13 der für uns entscheidende Satz:

“Auf die Weiterführung der Planung zum Ausbau des Godorfer Hafens wird verzichtet, da dies ökonomisch eine Fehlinvestition öffentlicher Mittel wäre und zudem das Naturschutzgebiet Sürther Aue unwiederbringlich zerstören würde.”

“Fehlinvestition” bedeutet, dass im Logistikraum Köln im Planungszeitraum 2010-2030 – ohne den Hafenausbau Godorf – nicht weniger als fünf Erweiterungen von Containerterminals entweder schon fertiggestellt (Eifeltor und Hafen Bonn jeweils 2012) oder im Bau (Terminal Köln Nord, erste Baustufe fertig 2015) oder fest geplant sind (Umrüstung der Häfen Niehl und Lülsdorf für Container). Diese fünf Erweiterungen verdoppeln die Kapazitäten im Logistikraum Köln für ca. 250 Mio € und schaffen entsprechend neue Arbeitsplätze. Damit wachsen die Container-Kapazitäten bis 2030 synchron mit der prognostizierten Verdoppelung des Containermarktes. Würde trotzdem jetzt auch noch zusätzlich der Standort No. 6 in Godorf ausgebaut, entstünden nur noch kostenträchtige Überkapazitäten und das Naturschutzgebiet Sürther Aue würde sinnlos zerstört.

Jetzt sind noch zwei wichtige Beschlüsse zu fassen:

·         Parteien: Zustimmung zur Vereinbarung durch den CDU-Kreisparteitag am 12. März in der Flora und durch die Sonder-Kreismitgliederversammlung der Grünen am 14. März im Bürgerzentrum Ehrenfeld.

·         Mehrheit im Rat: Die Abstimmung im Rat über den Antrag zum Verzicht “auf die Weiterführung der Planung zum Ausbau des Godorfer Hafens” findet vermutlich im Mai statt. Dieser Antrag muss den Ratsbeschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans vom  13.10.2011 mit allen seinen Konsequenzen z. B. hinsichtlich Flächennutzungsplan etc. aufheben. Verzicht auf die Weiterführung der Planung bedeutet auch, das vom Aufsichtsrat der HGK im März 2015 in Auftrag gegebene Wirtschaftlichkeitsgutachten nicht fortzuführen.

Aktionsgemeinschaft Contra Erweiterung Godorfer Hafen

Helmut Feld                            Dieter Neef

(02.03.2016)

Weitere Informationen finden Sie auch bei “Aktionsgemeinschaft gegen den Ausbau des Hafens Godorf” suerther-aue-retten.de/

 

Damals noch Kandidatin, heute Oberbürgermeisterin der Stadt Köln: Henriette Reker im Gespräch mit der Aktionsgemeinschaft Sürther Aue. Von links: Helmut Feld, Henriette Reker, Marion Heuser und Sabine Müller.

Godorfer Hafen – Argumente gegen jeden Ausbauplan

Beim Godorfer Hafen mahnen wir vor allem bei seinen heute immer noch standhaften Befürwortern wie SPD, IHK und Gewerkschaftsbund eine ehrliche Faktenklärung an. Denn auch sie müssten wie wir auch 1 und 1 zusammenrechnen und zumindest bis 5 zählen können:

Denn – wohlgemerkt ohne Godorf – sind im Wirtschaftsraum Köln an nicht weniger als fünf Standorten Erweiterungen für den Containerumschlag jetzt bereits (a) fertig, (b) im Bau oder (c) fest geplant:

  • Im Kölner Norden sind es 2 Erweiterungen: Als 1. ist die erste Baustufe des neuen HGK-Terminals Köln Nord bereits fertig und als 2. plant die HGK laut ihrer eigenen Rats-Beschlussvorlage von 2012 im Hafen Niehl eine Verdoppelung der Kapazitäten durch weitere Umrüstung für Container bis 2030.
  • Im Kölner Süden sind es sogar 3 Erweiterungen – ohne Godorf : 1. das Terminal Eifeltor wurde 2012 um ein drittes Modul erweitert, 2. der Hafen Bonn wurde ebenfalls in 2012 um das 2.5-fache erweitert, und als 3. kommt ab 2018 noch der Evonik-Hafen in Lülsdorf hinzu mit der gleichen Flächenkapazität von 50.000 qm wie der gerade in 2012 erweiterte Hafen Bonn.

Das sind zusammen fünf Erweiterungen – wohlgemerkt ohne Godorf. Sie bringen im Kölner Logistikraum eine Verdoppelung der Umschlagskapazität von 1.5 Millionen TEU, also Standardcontainer, in 2010 auf über 3 Millionen TEU in 2030. Und für diese Verdoppelung an fünf Standorten wurde oder wird eine Viertelmilliarde Euro investiert, –  wohlgemerkt ohne Godorf – und entsprechend werden auch viele Arbeitsplätze für den Bau und den Betrieb geschaffen. Dieser Zuwachs an Arbeitsplätzen sollte vor allem dem Gewerkschaftsbund zu denken geben. Aber anscheinend sind alle Arbeitsplätze, die nicht in dem Naturschutzgebiet Sürther Aue zustande kommen, dem Gewerkschaftsbund keinen Pfifferling  wert.

Soweit das ohne Godorf verfügbare Angebot. Jetzt zur Nachfrage: Wenn man zur Kenntnis nimmt, dass der im März erscheinende Bundesverkehrswegeplan bei Containern eine Verdoppelung des Marktwachstums bis 2030 prognostiziert, kann sich jeder selbst ausrechnen, dass die oben aufgezählte Verdoppelung des Container-Angebots – ohne Godorf – dieser Verdoppelung der Container-Nachfrage in den nächsten 20 Jahren in idealer Weise entspricht.

Die Fakten zeigen also: Es braucht keine No. 6 Erweiterung in Godorf, sie schafft für die nächsten 20 Jahre nur sinnlose Überkapazitäten. Sie wäre eine krasse Fehlinvestition von 70-80 Mio. € und eine fahrlässige Zerstörung von 150.000 qm des Naturschutzgebiets Sürther Aue.

Der Kölner Rat tut also gut daran, die seit 1986 laufende Diskussion um den Godorfer Hafen, der in den 30 Jahren seither für den ‚Containerumschlag nie vermisst wurde und wegen erwiesener Nichterforderlichkeit auch in den kommenden 20 Jahren nicht erforderlich sein wird, endlich zu beenden, die Reißleine zu ziehen und wertvolle Finanzmittel und Verwaltungsmitarbeiter für wichtigere und dringendere Infrastrukturprojekte zu nutzen als für den überflüssigen Godorfer Hafen.

Dieter Neef, Sprecher der Aktionsgemeinschaft Contra Erweiterung Godorfer Hafen

Eine unendliche, deprimierende Geschichte
Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung

101. Änderung des Flächennutzungsplanes und Aufstellung des Bebauungsplanes “Godorfer Hafen”

 

In der Sitzung der Bezirksvertretung am 9.9.2013 wurde das Thema zurück gestellt. Offensichtlich verfolgt die SPD vor der Wahl ein anderes Ziel?

Hier finden Sie die Unterlagen der Verwaltung, die zur Information bereit gestellt worden sind.

 

 

Beschlussvorlage für die Bezirksvertretung, die letztendlich nur eine Zustimmung vorsieht.
Lage des Änderungsbereiches
Begründung der FNP-Änderung
Erläuterungen zum städtebaulichen Konzept
Bebauungsplanentwurf
Niederschrift der Einwendungen bei der Bürgeranhörung
Anlage_6_Niederschrift_FOEB_Godorfer_Hafen_anonymisiert
Einwendungen Hochwasser
Einwendungen der Aktionsgemeinschaft Contra Hafenerweiterung
Einwendung_Nr_15

 

Hafenausbau erst in zehn Jahren?

Die Kölner CDU will in Sachen Godorfer Hafen möglicherweise umschwenken und ihre Zustimmung zu einer Erweiterung zurückziehen. Die Hafengesellschaft soll nun ein neues Gutachten zur Wirtschaftlichkeit vorlegen.

Von Andreas Damm Kölner Stadt-Anzeiger 19.06.2013

Die CDU erwägt, die Planungen für den Ausbau des Godorfer Hafens für zehn Jahre auszusetzen. Wie die Mitgliederversammlung am Montagabend beschlossen hat, sollen zunächst alle politischen Entscheidungen zurückgestellt werden, bis die Hafengesellschaft HGK ein neues Gutachten zur Wirtschaftlichkeit vorlegt. Erst dann will sich die Union in dieser umstrittenen Frage festlegen.

Dabei will sie die wirtschaftlichen Erfordernisse nicht allein für den Godorfer Hafen betrachten. Wer über den Ausbau entscheide, müsse die Zusammenhänge von Hafen-, Schienen und Straßenlogistikverkehr im Blick haben, einschließlich der Entwicklung benachbarter Rheinhäfen, heißt es in dem Parteibeschluss.

Die Erweiterung, für die ein Teil des Naturschutzgebietes zerstört werden soll, wird rund 70 Millionen Euro kosten. Die CDU sei „nicht gegen Großprojekte, aber sie dürfen nur auf der Basis verlässlicher Zahlen realisiert werden“, sagte der Bundestagskandidat für Rodenkirchen, Lindenthal und die Südstadt, Prof. Heribert Hirte, vor gut 170 Parteimitgliedern in der Königin-Luise-Schule. Zudem müsse „die Belastung für Bürger und Umwelt so gering wie möglich“ gehalten werden.
Die HGK begründet ihre Pläne vor allem mit dem wachsenden Container-Umschlag. Kritiker der Erweiterung widersprechen. Das Container-Geschäft wachse weniger schnell als in früheren Jahren. Hirte sprach von „einem sich seitwärts bewegenden Markt“. Im vorigen Jahr etwa sei der Umschlag um gerade einmal 0,2 Prozent gestiegen; die HGK dagegen habe ein Wachstum von knapp sechs Prozent angenommen, so Hirte.

Ohnehin verfüge Köln noch über Jahre hinaus über genügend Reserveflächen, sagte Hirte. Frühere Aussagen der HGK, wonach der Niehler Hafen keinerlei Möglichkeiten für zusätzlichen Umschlag biete, haben sich als unzutreffend erwiesen. In Niehl sind in den zurückliegenden Jahren etliche Flächen umgenutzt worden.

Aufgrund eines Gerichtsurteils musste die HGK ein neues Genehmigungsverfahren für den Ausbau in Gang setzen. Dabei kommt der CDU die entscheidende Rolle zu. Sollte die Partei umschwenken, würden die Planungen keine Mehrheit finden. Die Grünen und die FDP lehnen die Erweiterung ab, die Stimmen der SPD allein reichen nicht aus.

Jede neue Spende hilft im weiteren Kampf gegen den Hafenausbau! 

Spenden können auf folgendes Konto überwiesen werden:

Anderkonto Notar Dr. Ralf Tönnies, Bahnhofstraße 2- 4, 50999 Sürth

Konto 101 105 2659  Stadtsparkasse Köln- Bonn BLZ 370 501 98

Stichwort: Contra Hafenausbau/ Auenaktie*. ( falls gewünscht )

Spendenquittungen können nicht ausgestellt werden, da es sich formal um eine Privatklage handelt. 

Verkehr

Unsere Meinung:

Kreisverkehre wie an der Kreuzung Wattigniesstr./Sürther Str.  und im Zuge der Hauptstr. In Rodenkirchen sind bevorzugt zu realisieren. Auch ist ein Kreisverkehr an Kreuzung Weißer Straße,Hauptstraße, Sürther Straße, Gudrun Straße, Walther Rathenau Straße  zu planen.

Das Radwegenetz muss dringend weiter  ausgebaut werden, so z.B. müssen die bestehenden Strecken vernetzt werden und die  Hammerschmidtstraße und Am Feldrain müssen einen Radweg (keinen Schutzstreifen!) erhalten.

Nahverkehr: Linie 16/17 muss verdichtet werden durch zusätzliche Bahnen, die zwischen Godorf und dem Zentrum eingesetzt werden. Kurzfristiges Ziel ist es, die Linie 16 alle 5 Minuten von Godorf bis in die Innenstadt verkehren zu lassen.

Der Autoverkehr auf der Rheinuferstraße bei der Querung der Linie 16 in Höhe der Eisenbahnbrücke (Südbrücke) darf nicht durch die Stadtbahn massiv behindert werden. Eine geeignete Lösung (Trog oder Tunnel für den Autoverkehr) muss dringend realisiert werden.

Ampeln können in der Nacht (ab 20 Uhr) ausgeschaltet werden, z.B. Kreuzung Weißer Str./Siegfried Str.

Ein Verkehrskonzept für den kompletten südlichen Stadtbezirk ist dringend zu entwickeln, inzwischen besteht eine massive Überlastung der Industriestr. Zwischen dem Militärring und der Emil-Hofmann-Str., sowie ebenso im Abbiegebereich Kiesgrubenweg/Emil-Hofmann-Str. kommt es zu massiven Staus, hier würden Kreisverkehre Abhilfe schaffen. Die Kreuzung Emil-Hofmann-Str./Industriestr.  Ist unübersichtlich und gefährlich. Die Ampelsteuerung für die PKW, die auf die Rheinuferstr. vom Heinrich-Lübke-Ufer fahren wollen, nimmt nicht auf den gewachsenen Verkehr Rücksicht, so dass es zeitweise bis zur Kirchstr. Rückstaus gibt.

Stellungnahme der Bürgervereinigung im Jahre 2008
PDF-Dokument [38.8 KB]

 

Informationsschrift der Stadt Köln über die Vor- und Nachteile von Kreisverkehren und Ampeln

Diese kurze Information des zuständigen Amtes verdeutlich überzeugend, dass Kreisverkehre, gerade auch in Rodenkirchen, wesentlich ungefährlicher als Kreuzungen mit Ampelanlagen sind.

Lesen Sie selbst im Dokument.

PDF-Dokument [396.1 KB]

Parkraumkonzept Rodenkirchen

Das Parkraumkonzept für Rodenkirchen

Die Bezirksvertretung hat es beschlossen, leider zu Lasten aller Besucher und Bewohner des Rodenkirchener Zentrums, alle müssen nun bezahlen und die Parkgebühren werden deutlich höher. Wir lehnen das Parkraumkonzept ab, weil es nicht dazu führen wird, dass wirklich jeder einen freien Parkplatz finden wird. Alle Besucher, die in Rodenkirchen einkaufen oder etwas erledigen wollen, müssen jetzt schon erhöhte Parkgebühren bezahlen. Unsere Befürchtung: Kunden wandern ab, wo sie kostenlos parken können und damit wird die Infrastruktur in Rodenkirchen gefährdet.

Das Parkraumkonzept Rodenkirchen wurde gegen die Stimmen der CDU und FDP von den Fraktionen der SPD und Die Grünen mehrheitlich beschlossen.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich schätzungsweise auf 250.000,00 Euro (circa 60 Parkscheinautomaten, Beschilderung, Markierung).

Jährliche Folgeeinnahmen (Art, Euro) Einsparungen: Keine!
1. Parkgebühren: ca. 268.000,00 €
2. Bewohnerparkausweise ca. 30.000,00 €

Die Einrichtung der Bewohnerparkgebiete ist für Jahresbeginn 2012 vorgesehen.

Anzahl Einwohner im Bereich des Parkraumkonzeptes: 3051

Kurzzeitstellplätze werktags 9-19 Uhr mit Bewohnerparken (Roter Punkt:): 345
Kurzzeitstellplätze werktags 9-19 Uhr ohne Bewohnerparken: 171
Stellplätze 3,00 Euro = 24 Stunden werktags 9-19 Uhr mit Bewohnerparken: 142
Stellplätze 3,00 Euro = 24 Stunden werktags 9-19 Uhr ohne Bewohnerparken: 37
Stellplätze ohne Bewirtschaftung: 36
Ladezone: 39
Anzahl Stellplätze gesamt: 770

Ohne Parkhäuser: toom, Sommershof und Maternusplatz

Es sind zwei Umsetzungsphasen vorgesehen, zuerst das Zentrum Rodenkirchens, dann die Ausweitung bis zum Gymnasium Rodenkirchen.

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Beschlussvorlage für die Bezirksvertretung
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Erläuterungen zum Parkraumkonzept durch die Verwaltung

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Plan zum Parkraumsystem

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Es sind zwei Umsetzungsphasen vorgesehen, zuerst das Zentrum Rodenkirchens, dann die Ausweitung bis zum Gymnasium Rodenkirchen.
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Plan_-_Informelles_Parken
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Gelb markiert:
Hauptverkehrsstraßen
Rot markiert:
„Informelle Parkflächen“
Das sind bislang zum Parken genutzte Flächen, die eigentlich nicht zum Parken genutzt werden durften, aber der Zustand