Gut besuchte Mitgliederversammlung 2026 – Im Anschluss Gespräch mit KVB Köln

Gut besuchte Mitgliederversammlung 2026 – Im Anschluss Gespräch mit KVB Köln

Vorstand auf der Mitgliederversammlung 2026

Mitgliederversammlung 2026

Die Mitgliederversammlung 2026 der Bürgervereinigung Rodenkirchen fand am 22. September im Bistro Verde Walterscheidt statt. Über 60 Mitglieder waren zu dem Abend gekommen. Wolfgang Behrendt, 1. Vorsitzender, eröffnete die Versammlung und stellte fest, dass die Versammlung satzungsgemäß einberufen wurde und beschlussfähig war.

Gefährdung der Demokratie durch Wahlerfolge am politischen Rand

In seiner Eingangsrede thematisierte Wolfgang Behrendt die jüngsten Ergebnisse der Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern und bedauerte die Gewinne an den politischen Rändern. Nicht alles ließe sich nur mit der Unzufriedenheit an der Bundespolitik erklären, meinte Behrendt und fragte: „Haben diese Wähler im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst?“ Seine Antwort: „Offensichtlich nicht. Denn dann würde keiner die große Nähe zu Russland suchen oder sich Verhältnisse wie früher in der DDR wünschen.“ Der 1. Vorsitzende des Vereins forderte, dass man die Menschen aufklären müsse. Denn es gebe keine bessere Staatsform als unsere freiheitlich-demokratische rechtsstaatliche Grundordnung. Seine Rede stieß auf große Zustimmung und wurde mit Beifall gewürdigt.

Tätigkeitsbericht: Präsentation der Highlights auf Mitgliederversammlung 2026

In einer Power-Point-Präsentation stellte der 1. Vorsitzende die Aktivitäten des Vereins für die Bürgerinnen und Bürger in Rodenkirchen dar. Die komplette Präsentation über die zahlreichen Aktivitäten des Vereins finden Interessierte im Link PPP Mitgliederversammlung 2026.

Mehr Fairness zeigen und das No-Show-Syndrom reduzieren

Ein wichtiger Punkt soll hier aber erwähnt werden: Den Vorstand ärgert es sehr, wenn Mitglieder und ihre Gäste sich zu Führungen und Besichtigungen zwar anmelden, aber ohne Absage am Termin nicht erscheinen. Das passiert besonders oft bei kostenlosen bzw. preiswerten Führungen bzw. Veranstaltungen, auch bei Einladungen zu Empfängen oder Festen, die mit Essen & Trinken verbunden sind. Da gebe es zum Teil 30 bis 40 Prozent Ausfall. Besonders ärgerlich ist es für diejenigen, die auf der Warteliste stehen und nicht davon erfahren, dass doch noch Plätze frei sind. Wir bitten um mehr Fairness! Daher der ausdrückliche Appell des gesamten Vorstands an die Mitglieder: Bitte bei Verhinderung frühzeitig absagen. Unsere Führungen sind so begehrt, dass sie oft in wenigen Stunden ausgebucht sind. Fast immer gibt es Wartelisten, und es freut sich sicher jemand, der nachrücken kann. Falls unser Appell nicht fruchtet, denken wir über eine Art „No-Show-Gebühr“ oder „Konventionalstrafe“ nach.

Schatzmeister Bürgervereinigung Rodenkirchen Holger Marscheider

Holger Marscheider, Schatzmeister

Bericht des Schatzmeisters über das Geschäftsjahr 2025

Schatzmeister Holger Marscheider berichtet über das Geschäftsjahr 2025. Die Mitgliederzahlen stiegen bis ins Jahr 2025. Derzeit hat die Bürgervereinigung 625 Mitglieder. Ein leichter Rückgang ist 2026 jedoch zu verzeichnen.

Der Schatzmeister stellte die Einnahmen- und Ausgabenentwicklung im Jahr 2025 vor. Gegenüber dem Vorjahr stiegen sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben. Die Gelder wurden für Ausgaben satzungsgemäß und zweckgebunden verwendet, u.a. für heimatgeschichtliche Projekte und für die Brauchtumspflege. Die Mitglieder hatten die Möglichkeit, Einblick zu nehmen in den Buchhaltungsordner.

Entlastung des Vorstands auf der Mitgliederversammlung 2026

Die Kassenprüfung fand im Vorfeld durch die beiden Prüfer Dr. Peter Wohlleben und Dr. Heinz-Joachim Koch statt. Beide Kassenprüfer waren anwesend. Kassenprüfer Dr. Peter Wohlleben berichtete über die Kassenprüfung. Die stichprobenartigen Überprüfungen ergaben keine Beanstandungen. Die Entlastung des Vorstands wurde sodann beantragt. Der Vorstand wurde einstimmig (bei 7 Enthaltungen der anwesenden Vorstandsmitglieder) entlastet.

Der Vorstand dankt seinen Mitgliedern für ihr entgegengebrachtes Vertrauen, ihre Unterstützung und für die freundlichen Worte des Danks.

Mitglieder bei Mitgliederversammlung

Gute besuchte Mitgliederversammlung 2026

Wünsche & Aussprache auf der Mitgliederversammlung 2026

Die Baustelle für die Wassertransportleitung am Grüngürtel sorgt bei Mitgliedern für Unmut, weil Waldwege für Spaziergänge gesperrt sind. Die anwesende Bezirksbürgermeisterin Sabine Müller erläuterte den Sachstand und die Notwendigkeit des Baus einer neuen Haupttrinkwasserleitung für die Bevölkerung in Rodenkirchen.

Ein Mitglied äußert „Nachwuchs-Sorgen“ und regte einen Arbeitskreis an, um jüngere Mitglieder für den Verein zu gewinnen. Der Vorstand wird diese Idee aufgreifen.

Des Weiteren gab es Anregungen für mehr kühle Plätze in Rodenkirchen in der Sommerhitze. Mehr Verschattungen und Kühlung wurden auf Grund der Klima-Entwicklung gewünscht.

Ratsmitglied Constanze Aengenvoort, zugleich Vereinsmitglied, berichtete, dass Entwürfe der Bezirksvertretung vorlägen. Problematisch sei es, dass z.B. der Maternusplatz in privater Hand läge und der Eigentümer aus optischen Gründen bislang Änderungen ablehne. Die anwesenden Mitglieder und der Vorstand sind sich einig, dass das Thema weiterverfolgt werden soll.

Ein Hinweis in eigener Sache: Der Neujahrsempfang findet voraussichtlich am Sonntag, 17. Januar 2027 in der neuen Feuerwache am Sürther Feld statt.

Gunther Höhn auf Mitgliederversamlung 2026

Gunther Höhn, KVB Köln (r.) und Wolfgang Behrendt (l.)

Im Gespräch mit der KVB: Fragen und Antworten rund um den ÖPNV nach der Mitgliederversammlung 2026

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung begrüßte die 2. Vorsitzende Beatrix Polgar-Stüwe Gunther Höhn, Bereichsleiter Nahverkehrsmanagement der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB). Höhn ist in dieser führenden Funktion verantwortlich für zentrale planerische und strategische Aspekte des ÖPNV in Köln. Er stand kompetent Rede und Antwort und dies weit über eine Stunde.

Zuvor hatte der Vorstand seine Mitglieder um Fragen gebeten und danach einen Fragenkatalog zu aktuellen Themen des öffentlichen Nahverkehrs im Kölner Süden vorbereitet. Darüber hinaus nutzten zahlreiche anwesende Mitglieder und Gäste die Gelegenheit, eigene Fragen und Anliegen vorzutragen.

Im Mittelpunkt standen insbesondere die Linien 16 und 17, die Schulwegsituation im Kölner Süden, die neuen digitalen Tarifangebote, die Situation an der Bonner Straße sowie verschiedene Anliegen zum Schutz der Fahrgäste und zur besseren Vernetzung von Bus und Bahn.

Frage 1: Linien 16 und 17 – Wann gilt wieder der Regelfahrplan?

Bereits seit 2023 ist die Linie 17 verkürzt und fährt nicht mehr bis Sürth. Die Bürgervereinigung wollte wissen, wann die Linie 16 nach Regelfahrplan fährt und mit der Linie 17 die Verbindung bis Sürth wiederhergestellt wird.

Gunther Höhn erläuterte, dass die KVB seit 2023 mit erheblichen Problemen bei den älteren Fahrzeugen zu kämpfen habe. Die Fahrzeuge seien teilweise so alt, dass Ersatzteile nur noch schwer oder überhaupt nicht mehr zu beschaffen seien. Für die Beschaffung neuer Fahrzeuge liege zwar ein entsprechender Beschluss vor, zwischen Beschlussfassung und dem tatsächlichen Einsatz neuer Bahnen lägen jedoch etwa fünf Jahre.

Zusätzlich habe die KVB die Bonner Verkehrsbetriebe bei der Fahrzeugversorgung unterstützt. Dadurch standen in Köln zeitweise weniger Fahrzeuge zur Verfügung. Seit Beginn des Schuljahres sei diese Unterstützung reduziert worden. Die verfügbaren hochflurigen Fahrzeuge würden derzeit insbesondere für die Linien 16 und 18 benötigt.

Die Zahl der hochflurigen Fahrzeuge soll nun schrittweise wieder erhöht werden. Wann die Linie 17 wieder vollständig im Regelverkehr und bis Sürth fahren kann, konnte Gunther Höhn derzeit noch nicht verbindlich sagen.

Frage 2: Schulverkehr im Kölner Süden – Reichen die Busse für die wachsenden Schülerzahlen?

Ein weiterer Schwerpunkt war die Schulwegsituation im Kölner Süden, insbesondere im Bereich Sürther Feld.

Dort befinden sich inzwischen mehrere Schulen mit insgesamt rund 6.000 Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften. Trotz einer Verstärkung des Busverkehrs durch die KVB Köln wird immer wieder berichtet, dass Busse an Haltestellen nicht anhalten und Jugendliche bzw. Kinder wegen überfüllter Fahrzeuge nicht mehr mitgenommen werden können.

Zusätzlich wird das Gymnasium Rondorf länger als ursprünglich geplant an seinem Interimsstandort am Sürther Feld bleiben. Damit ist auch weiterhin mit steigenden Schülerzahlen und zusätzlichen Verkehrsbelastungen zu rechnen.

Die Bürgervereinigung fragte deshalb, ob eine weitere Taktverdichtung möglich sei und ob Schulbusse eine Lösung darstellen könnten.

Mitgliederversammlung 2026 Diskussion mit der KVB

Zum Thema Schulbus-Petition sprach Yvonne Mohr

Petition für einen Schulbus

Zu diesem Thema war auch Yvonne Mohr eingeladen. Sie stellte eine von ihr initiierte Petition für einen Schulbus vor.

Frau Mohr, die im Hahnwald wohnt, schilderte die täglichen Fahrten zur Schule und zurück als erheblichen organisatorischen Aufwand. In einer Umfrage hatte sie zunächst ermittelt, in welchem Umfang Eltern bereit wären, sich an den Kosten eines Schulbusses zu beteiligen. Die Ergebnisse waren ermutigend.

Bei der weiteren Beschäftigung mit dem Thema stellte sich jedoch heraus, dass die Kosten eines eigenständigen Schulbusangebots erheblich sein können. Deshalb brachte Yvonne Mohr das Anliegen mit einer Petition in die Öffentlichkeit. Aus ihrer Sicht wird für die Schülerbeförderung im Kölner Süden ein anderes, besser auf die Situation abgestimmtes System benötigt.

Antwort der KVB Köln zum Schulverkehr

Gunther Höhn verwies darauf, dass es bereits seit Jahren zusätzliche Verstärkung für den Schulverkehr gibt. Dabei handelt es sich um Busse, die ergänzend zum regulären Angebot eingesetzt werden und unter anderem auch die Schule an dem Interimsstandort für Rondorf bedienen.

Die KVB Köln habe bereits versucht, das Grundangebot aufzustocken. Sollte sich herausstellen, dass das bestehende Angebot nicht ausreicht, könne auch über eine weitere Taktverstärkung nachgedacht werden.

Damit bleibt die Frage der ausreichenden Schülerbeförderung im Kölner Süden angesichts der weiter steigenden Schülerzahlen ein wichtiges Thema.

Frage 3 – Neue eezy.nrw-Funktion: Was bringt sie den Fahrgästen?

Großes Interesse bestand an der neuen eezy.nrw-Funktion und insbesondere an der Frage, wie dieses Angebot über die KVB-App genutzt werden kann.

Da hierzu bei vielen Mitgliedern noch erheblicher Informationsbedarf besteht, wurde gefragt, ob es verständliche Informationsmaterialien gibt. Ein Anwendungsvideo (Werbung kann übersprungen werden) und einen Flyer für die Anmeldung zur eezy-App finden Sie in den Links.

Gunther Höhn erklärte bei eezy.nrw handele es sich um einen elektronischen Tarif, bei dem sich der Fahrpreis nach der Luftlinienentfernung zwischen Start und Ziel berechnet. Je nach Strecke kann dies gegenüber herkömmlichen Tarifen wesentlich günstiger sein.

Außerdem gibt es einen Preisdeckel durch das Deutschlandticket. Wird innerhalb eines bestimmten Abrechnungszeitraums die entsprechende Grenze erreicht, fallen für weitere Fahrten keine zusätzlichen Kosten an.

Die Nutzung und Funktionsweise kann über die KVB-App nachvollzogen werden.

Aus dem Publikum wurde angeregt, auch eine einfache Nutzung anzubieten, damit Menschen ohne Smartphone nicht ausgeschlossen werden. Zudem wurde die Sorge geäußert, dass das Kurzstreckenticket abgeschafft werden könnte.

Weitere Fragen zu den Tarifen der KVB und Ticket-Kontrollen

Gunther Höhn erklärte hierzu, dass er davon ausgehe, dass es auch über 2028 hinaus ein Kurzstreckenticket geben werde. Gleichzeitig werde der Anteil der Menschen, die kein Smartphone nutzen, voraussichtlich weiter zurückgehen. Das digitale Angebot richte sich daher an eine wachsende Zahl von Fahrgästen.

Zur Frage der Mitglieder Wolfgang Bauer und Annette Strübbe, warum das Seniorenticket abgeschafft wurde, erklärte Höhn, dass dies im Zuge der Einführung des Deutschlandtickets, die jüngsten Tarifreformen und auch kilometerbasierte Abrechnung per App (eezy.nrw) die Gründe dafür seien. Der neue Rheinlandtarif sollte den „Ticket-Dschungel“ grundlegend vereinfachen und alle Altersgruppen berücksichtigen.

Aus dem Publikum wurde außerdem die Frage nach der Kontrolle der Fahrscheine angesprochen. Herr Höhn erläuterte die Position der KVB zu den derzeitigen stichprobenartigen Kontrollen und den damit verbundenen Kosten.

Frage 4 – Bonner Straße: Wie geht es weiter?

Zur Situation auf der Bonner Straße konnte Gunther Höhn eine aktuelle Information geben: Seit dem 22. September fährt der Bus wieder in beiden Richtungen über die Bonner Straße. Die neue Verkehrsführung müsse sich zunächst im Alltag bewähren. Im weiteren Verlauf seien noch Feinjustierungen möglich.

Und es sollte nicht mehr so lange dauern, bis die Bahn bis zum Verteilerkreis fahren wird.

Frage 5 – Bushaltestelle Uferstraße: Schutz vor Regen und Sturm

Mitglied Colin Bain sprach die Situation an der derzeit ungeschützten Bushaltestelle an der Uferstraße in Rodenkirchen an.

Gefragt wurde insbesondere, ob dort ein Fahrgastunterstand errichtet werden könne. Nach Auskunft von Herrn Höhn ist ein solcher Unterstand grundsätzlich zwar vorgesehen gewesen. Jedoch sei die Stelle auf Seite des Hochhauses zu eng, endgültig entschieden sei jedoch noch nichts.

Als Alternative schlug Herr Bain vor, die Haltestelle gegenüber der bisherigen Position einzurichten. Dort könnte möglicherweise mehr Platz für eine Überdachung vorhanden sein.

Die Bürgervereinigung wies auf die besondere Bedeutung dieser Haltestelle hin: Sie wird von vielen älteren Menschen aus dem Wohnpark (Hochhäuser) und der näheren Umgebung genutzt. Gerade in den Wintermonaten bestehe dort ein unzureichender Schutz vor Regen und Sturm.

Auch eine Verlegung bzw. Veränderung der Bus-Route wurde angesprochen. Als mögliche Alternative wurde die Absetz-Haltestelle an der Roonstraße genannt, die nur wenige Meter von der Uferstraße entfernt liegt.

Gunther Höhn teilte mit, dass die verschiedenen Möglichkeiten derzeit geprüft werden. Ob eine bauliche oder verkehrliche Lösung tatsächlich realisierbar ist, könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Frage 6 – Verlängerung der Linie 13 bis Rodenkirchen bzw. Sürth

Der Seniorenvertreter im Bezirk und Sprecher des Arbeitskreises Seniorenmobilität, Tom Grothkopp, fragte nach dem Stand der Planungen für eine Verlängerung der Linie 13 über Zollstock und Raderthal bis nach Rodenkirchen bzw. Sürth.

Die Bedeutung einer solchen Verbindung wurde mit den zahlreichen Einrichtungen entlang der vorgesehenen Strecke begründet. Dort befinden sich unter anderem sieben Schulen, zwei Berufskollegs und zwei Hochschulen mit insgesamt rund 14.600 Schülerinnen, Schülern und Studierenden. Hinzu kommen große Arbeitgeber wie die Diakonie Michaelshoven und die Uniklinik mit zusammen rund 16.000 Beschäftigten.

Gunther Höhn erklärte, dass die Verlängerung der Linie 13 Bestandteil der perspektivischen Planung des Stadtteilnetzes ist. Wann aber eine Umsetzung erfolgen könne, sei allerdings offen. Nach seiner Einschätzung gibt es dabei zwei besonders kritische Punkte, die noch gelöst werden müssten.

Damit bleibt die Verlängerung der Linie 13 ein wichtiges Zukunftsthema für die Verkehrsanbindung des Kölner Südens.

Frage 7 – Anschlüsse zwischen den Buslinien 131/135 und der Linie 16

Mitglied Barbara Karst reichte eine Frage zu einem praktischen Problem für Fahrgäste am Bahnhof Rodenkirchen ein.

Die Buslinien 131 und 135 fahren vom Bahnhof Rodenkirchen in Richtung Maternusplatz häufig genau zu dem Zeitpunkt ab, an dem die Linie 16 am Bahnhof eintrifft. Dadurch werden Anschlüsse für die Fahrgäste erschwert. Sie fragte, ob die Fahrpläne besser aufeinander abgestimmt werden könnten.

Gunther Höhn erläuterte, dass die Abstimmung der verschiedenen Linien sehr schwierig sei. Es sei nicht möglich, alle gewünschten Anschlüsse gleichzeitig zu gewährleisten. Die KVB versuche, für das Gesamtsystem ein möglichst gutes Ergebnis zu erreichen. Dabei habe die Fahrtrichtung in Richtung Köln grundsätzlich eine höhere Priorität.

Frage 8 – Warum sind die digitalen Anzeigen so oft falsch?

Aus dem Publikum wurde außerdem gefragt, warum die digitalen Fahrgastanzeigen an den Haltestellen immer wieder falsche oder unzutreffende Informationen anzeigen.

Gunther Höhn erklärte, dass es vor etwa eineinhalb Jahren eine Systemumstellung gegeben habe. Dadurch seien zunächst Abstimmungsprobleme zwischen den verschiedenen technischen Schaltstellen entstanden.

Grundsätzlich melden die Bahnen ihren aktuellen Standort an das System. Dies funktioniert jedoch nicht immer zuverlässig, beispielsweise aufgrund von Funklöchern oder anderen technischen Störungen.

Nach Angaben von Herrn Höhn habe sich die Situation inzwischen verbessert. Die Zahl der fehlerhaften Anzeigen nehme ab.

Ausblick und Dank

Zum Abschluss berichtete Bürgermeisterin Sabine Müller über den von ihr initiierten bzw. begleiteten Runden Tisch zum ÖPNV. Sie nahm mehrere der an diesem Abend angesprochenen Fragen und Anliegen für die weitere Arbeit mit.

Beatrix Polgar-Stüwe und Wolfgang Behrendt bedankten sich bei Gunther Höhn für seine Zeit, die ausführlichen Antworten und insbesondere für den offenen und direkten Austausch mit den Mitgliedern und Gästen.

Auch Herr Höhn dankte für die gute Atmosphäre und den direkten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern.

Fazit

Der Abend hat deutlich gemacht, dass es im Kölner Süden zahlreiche konkrete Anliegen zum öffentlichen Nahverkehr gibt. Dazu zählen das Fahren nach Regelfahrplan (16/17) über die Schülerbeförderung und die Anschlüsse zwischen Bus und Bahn bis hin zu barrierefreien Tarifen und wettergeschützten Haltestellen.

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen wird die angesprochenen Themen weiter begleiten und sich dafür einsetzen, dass die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger bei den zuständigen Stellen gehört und weiterverfolgt werden.

Nach der Versammlung ließen die Mitglieder in netter Atmosphäre den Abend ausklingen und fanden Zeit für gute Gespräche.

Redaktion: Beatrix Polgar-Stüwe

 

Fotos: Iris Ebel-Philippi, Dieter Maretzky, Beatrix Polgar-Stüwe

Der Vorstand

Kassenprüfer im Gespräch auf Mitgliederversammlung 2026

Wolfgang Behrendt präsentiert

Kassenprüfer Dr. Peter Wohlleben bei der Bürgervereinigung Rodenkirchen

Kassenprüfer Dr. Peter Wohlleben

Gunther Höhn spricht auf der Mitgliederversammlung

Gunter Höhn KVB Köln

Gunther Höhn war bereits im Jahr 2018 zu Gast bei einem Bürgertreff der Bürgervereinigung. Was er damals sagte, was realisiert wurde, das lesen Sie hier:

Bürgertreff Rodenkirchen am 13. November in der Quetsch zum ÖPNV

 

Neujahrsempfang 2026: Klare Worte zum Wert der Demokratie – Bürgervereinigung fordert mehr Miteinander und kritisiert lokale Missstände

Neujahrsempfang 2026: Klare Worte zum Wert der Demokratie – Bürgervereinigung fordert mehr Miteinander und kritisiert lokale Missstände

Neujahrsempfang 2026 mit Vorsitzenden und Dreigestirn

Gruppenbild mit Rodenkirchener Dreigestirn und den beiden Vorsitzenden der Bürgervereinigung Rodenkirchen.

Der Neujahrsempfang 2026 der Bürgervereinigung Rodenkirchen bot beste Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und einen regen Austausch zu pflegen. Auch die karnevalistische Stimmung, kölsche Töne und das Schunkeln kamen dank des stimmungsvollen Auftritts des Dreigestirns der Altgemeinde Rodenkirchen nicht zu kurz. Zwischendurch erfreuten sich die Anwesenden an den sanften Balladen von Hanna Jaksch. Sie ist Sängerin und Songwriterin, die eigene Lieder schreibt und sich mit der Gitarre begleitet.

Über 200 Gäste waren der Einladung am 18. Januar 2026 in die großzügigen Räume der CBS University of Applied Sciences am Campus Köln in Rodenkirchen gefolgt. Unter ihnen waren u.a. Eileen Woestmann (MdL), die Bezirksbürgermeisterin Sabine Müller, zahlreiche Politikerinnen und Politiker aus dem Rat der Stadt Köln, aus der Bezirksvertretung Rodenkirchen sowie die Leitung des Bezirksamts Köln-Rodenkirchen. Zu Gast waren aber auch viele Bürgervereine aus dem Kölner Süden, Menschen aus der Stadtgesellschaft, kirchliche, soziale und künstlerische Organisationen, Schulen und vor allem zahlreiche Mitglieder der Bürgervereinigung.

Reden auf dem Neujahrsempfang 2026

Durch alle Reden zog sich wie ein roter Faden der Wunsch, gemeinsam die Zukunft Rodenkirchens zu gestalten und unsere demokratischen Werte zu schützen.

Unter dem zentralen Leitmotiv „Gemeinsam“ begrüßte Wolfgang Behrendt, 1. Vorsitzender der Bürgervereinigung Rodenkirchen, die Gäste zum traditionellen Neujahrsempfang. In seiner Grundsatzrede zog Behrendt eine Bilanz zwischen weltpolitischer Verunsicherung und dem dringenden Handlungsbedarf vor der eigenen Haustür.

Fokus auf den lokalen Zusammenhalt

Angesichts globaler Krisen und des zunehmenden „Rechts des Stärkeren“ in der Weltpolitik plädierte Behrendt leidenschaftlich für eine Besinnung auf das Engagement im lokalen Bereich. „Da wir die Weltgeschehnisse nicht ändern können, sollten wir uns deshalb auf die Dinge besinnen, die in unserem Einflussbereich liegen“, so Behrendt. Er betonte, dass Bürgerbeteiligung kein Störfaktor, sondern ein „Schatz“ sei. Während der persönliche Austausch mit Politik und Verwaltung auf Bezirksebene gut funktioniere, kritisierte er die Zusammenarbeit mit der „anonymen Stadtverwaltung“ als zunehmend mühselig.

Kritik an den vier Schandflecken von Rodenkirchen

Wofgang Behrendt bei seiner Rede am Neujahrsempgfang 2026

Wofgang Behrendt, 1. Vorsitzender der Bürgervereinigung, redet am Neujahrsempfang 2026

Deutliche Worte fand der Vorsitzende für den Zustand prominenter Immobilien im Ortskern. Behrendt bezeichnete das „Treppchen“, die „Rheinstation/Kahlshof“, die Baulücke an der Barbarastraße sowie den „Sommershof“ als die „vier Schandflecke“ Rodenkirchens. Er erinnerte die Eigentümer an ihre soziale Verpflichtung gemäß Grundgesetz: „Eigentum verpflichtet.“ Die Problematik am Sommershof und der Zustand des Barbaraplätzchens seien für die Bürgerinnen und Bürger so nicht länger hinnehmbar. Auch hier müssen die Stadt und ihre Ämter endlich aktiv werden, so der Vorsitzende.

 

Sorge um Schulwegsicherheit und körperliche Unversehrtheit

Ein weiteres Kernthema der Rede war die Sicherheit der rund 6.000 Schülerinnen und Schüler, die tagtäglich zu den Schulen am Sürther Feld unterwegs sind. Behrendt kritisierte die Einschätzung der Polizei, die das Gebiet nicht als Unfallschwerpunkt sieht und somit keinen Handlungsbedarf erkennt. „Jeder, der morgens um 8 Uhr zwischen EMA und Gesamtschule unterwegs ist, sorgt sich um seine körperliche Unversehrtheit“, entgegnete Behrendt und forderte einen parteiübergreifenden Ortstermin sowie die längst versprochenen Verkehrskonzepte.

Zukunftsvision und Vereinsbelange

Bei aller Kritik hob Behrendt auch positive Entwicklungen hervor, wie den zügigen Ausbau der Kreuzungen an der Weißer und Sürther Straße, wobei es durchaus noch Verbesserungsmöglichkeiten gebe. Für die eigene Vereinsarbeit äußerte er einen dringenden Wunsch: Die Bürgervereinigung sucht weiterhin nach einem zentralen, bezahlbaren Raum in Rodenkirchen für Bürgersprechstunden und Archivzwecke.

Wolfgang Behrendt schloss seine Rede mit einem Appell an die Generationen, wieder mehr ohne digitale Ablenkung in den Dialog zu treten, dies besonders in den Familien.

Er beendete seine Rede mit dem Motto: „Gemeinsam schaffen wir mehr als allein!“

Hier finden Sie die ganze Rede von Wolfgang Behrendt

CBS-Geschäftsführer Prof. Willers: Bedeutung von Bildung und lokaler Vernetzung

 

Professor Willers bei seiner Neujahrsansprache in der Mensa der CBS in Rodenkirchen

Prof. Dr. Christoph Willers, Geschäftsführer der CBS, hieß die Gäste willkommen.

In seiner Begrüßungsrede unterstrich Prof. Dr. Christoph Willers, Geschäftsführer der CBS, die Rolle der Hochschule als aktiver Teil der Rodenkirchener Gemeinschaft und Impulsgeber für gesellschaftlichen Wandel.

Verantwortung über den Campus hinaus: Unter dem zentralen Credo der Hochschule, „Creating Tomorrow“, schlug Prof. Willers die Brücke von der akademischen Ausbildung zur lokalen Verantwortung. Er betonte, dass die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt – von der Digitalisierung bis zur Nachhaltigkeit – nur durch einen engen Dialog zwischen Wissenschaft und Bürgerschaft bewältigt werden können. „Wir bilden hier die Gestalter von morgen aus, aber die Zukunft beginnt vor unserer Haustür in Rodenkirchen“, so Willers.

 

Hochschule als Ort der Begegnung

Prof. Willers hob hervor, dass die CBS mehr sein wolle als eine reine Bildungsstätte. Durch die Öffnung des Campus für Veranstaltungen wie den Neujahrsempfang solle ein lebendiger „Ort des Austauschs“ entstehen. Er würdigte das Engagement der Bürgervereinigung, die sich seit Jahrzehnten für die Lebensqualität im Kölner Süden einsetzt, und bot an, die Expertise der Hochschule in lokale Projekte – etwa in den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Stadtteilentwicklung – verstärkt einzubringen.

Positive Impulse für das Jahr 2026

Trotz globaler Unsicherheiten blickte Willers optimistisch auf das neue Jahr. Man solle nicht nur auf das Vergangene schauen. Er verwies auf die wachsende Zahl von rund 4.000 Studierenden an den CBS-Standorten, unter ihnen Studierende aus 75 Nationen an der Business School in Köln, und die Bedeutung von Bildung als wichtigste Ressource für eine stabile Demokratie und einen starken Wirtschaftsstandort. Sein Appell an die Gäste: „Lassen Sie uns gemeinsam den Wandel gestalten, mutig neue Wege gehen und die Stärken unseres Viertels nutzen.“

Hier lesen Sie die ganze Rede von Prof. Willers 

Rede der Bezirksbürgermeisterin Sabine Müller

Bezirksbürgerneisterin Sabine Müller bei Rede auf dem Neujahresempfang 2026

Bezirksbürgermeisterin Dr. Sabine Müller bei ihrer Rede auf dem Neujahrsempfang 2026 in Rodenkirchen

Frau Dr. Sabine Müller (Die Grünen), seit 2025 neue Bezirksbürgermeisterin Rodenkirchen, hielt in Vertretung von Oberbürgermeister Torsten Burmester eine Ansprache. Wie die anderen Redner beschrieb sie die Wichtigkeit des gemeinsamen Engagements für die Demokratie. Sie freute sich über die Frauen-Power in der Bezirksvertretung Rodenkirchen mit Petra Müller (CDU) als 1. und Elisabeth Sandow (SPD) als 2. stellvertretende Bezirksbürgermeisterin.

Frau Müller berichtete, dass sie bereits seit rund 20 Jahren Mitglied in der Bürgervereinigung Rodenkirchen ist. Sie freue sich über die Einladung und besonders über den Austausch mit dem Verein und den Gästen. „Ich habe ein offenes Ohr. Wenn Sie Anliegen haben, sprechen Sie mich einfach an oder stellen sie einen Antrag für unsere Sitzungen“, bot Sabine Müller sowohl dem Verein als auch den Bürgerinnen und Bürgern im Bezirk an.

Handlungsbedarf in Rodenkirchen

Die Bezirksbürgermeisterin sieht bei einigen Punkten in Rodenkirchen Handlungsbedarf. So hob sie u.a. die Sauberkeit und Sicherheit hervor. Obwohl das Ordnungsamt sehr aktiv sei, gebe es durchaus Verbesserungsmöglichkeiten. Die Verschönerung des Veedels sei ihr auch wichtig. So kann sie sich mehr Grün z.B. in Blumenkübeln, die derzeit verwaist sind, gut vorstellen.

An einigen Stellen in Rodenkirchen müsste mehr für die Verkehrssicherheit von Kindern und Senioren getan werden. Rücksichtloses Verhalten im Straßenverkehr müsse deshalb sanktioniert werden, forderte die Bezirksbürgermeisterin.

Auch der Klimawandel macht natürlich keinen Halt vor Rodenkirchen. So gibt es eine Karte mit den kühlen und heißen Orten im Bezirk. Der sonnige und beliebte Maternusplatz, wo sich Jung und Alt gerne aufhalten, zählt zu den heißen Orten. Hier wünschte sich die Bezirksbürgermeisterin mehr Schatten und regte einen Vorort-Termin an. Straßen und Plätze kühlen könne man beispielsweise durch geeignete Entsiegelungsmaßnahmen, sogar bei kleinen Flächen und Anpflanzungen.

Sabine Müller freute sich über die starke Wahlbeteiligung im Bezirk II bei der Kommunalwahl 2025 und dass hier so viele Menschen demokratische Parteien wählten.

Highlight: Auftritt des Dreigestirns

Gruppenbild Dreigestirn Rodenkirchen mit zwei Damen aus dem Vorstand, die einen Karnevalsorden als Auszeichung erhielten.

Das Dreigestirn Rodenkirchen ehrte Beatrix Polgar-Stüwe und Barbara Brunotte aus dem Vorstand mit Karnevalsorden für ihr Engagement.

Krönender Abschluss des Neujahrsempfangs war der Einzug des Dreigestirns der Rodenkirchener Altgemeinde. In dieser Session verkörpern Prinz André Skibbe, Bauer Alexander Reimer und Jungfrau Berthold Tobjinski die traditionellen Rollen des Dreigestirns.

Das Dreigestirn gab sein Bestes, nicht nur für die karnevalistische Stimmung! Prinz André, selbst Mitglied der Bürgervereinigung, hielt eine sehr gelungene Rede und lobte den Einsatz der Bürgervereinigung Rodenkirchen für den Ort.

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen dankt der CBS, besonders Prof. Willers, Frau Zaeske, dem gesamten Hochschulteam und allen helfenden Händen für das großartige Gelingen des Neujahrsempfangs 2026. Dankbar sind wir der CBS, dass wir ihre Räumlichkeiten nutzen durften! Merci an die Sängerin Hanna! Großes Dankeschön an die Bezirksbürgermeisterin Sabine Müller für ihre Rede! Danke an Herrn Bolg, der für die leckeren Suppen sorgte! Lieben Dank an die Helferinnen und Helfer bei den Getränken und an der Garderobe! Wir danken herzlich dem Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen, allen voran Prinz André Skibbe, der mit nachdenklichen, aber mutmachenden Worten das Programm wundervoll abrundete.

Redaktion: Beatrix Polgar-Stüwe

Gäste auf dem Neujahrsempfang 2026

Über 200 Gäste waren zum Neujahrsempfang 2026 in die CBS gekommen

 

Dreigestirn Rodenkirchen auf dem Neujahrsempfang 2026

Highlight: Das Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen

 

Sängerin Hanna sang Balladen und begleitete sich mit der Gitarre

Stimmungsvolle Balladen von Sängerin Hanna Jaksch vorgetragen

 

Gruppenfoto mit VIPs aus Politik und dem Dreigestirn Rodenkirchens

Am Ende des Empfangs ging es zum Gruppenfoto mit dem Rodenkirchener Dreigestirn, VIPs aus der Politik und den Vereinsvorsitzenden

 

Neuer Vorstand bei der Bürgervereinigung

Wolfgang Behrendt stellte den neuen Vorstand der Bürgervereinigung vor

Videos:

 

 

 

 

Mit Foto/Videos von Elke Ohrem, Beatrix Polgar-Stüwe, Stephan Kaschny, Heinz Stüwe

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Mitgliederversammlung 2025

Mitgliederversammlung 2025

Geschäftsführender Vorstand Bürgervereinigung Rodenkirchen gewählt

Der geschäftsführende Vorstand v.r.: Wolfgang Behrendt, 1. Vorsitzender, Beatrix Polgar-Stüwe, 2. Vorsitzende, Holger Marscheider, Schatzmeister

Reges Interesse fand die Mitgliederversammlung 2025 der Bürgervereinigung Rodenkirchen am 25.11. im Bistro Verde Walterscheidt. 59 Mitglieder waren gekommen. Unter ihnen waren auch die Bezirksbürgermeisterin Sabine Müller, Ratsmitglied Berit Blümel einige mit politischen Mandaten. Zum anschließenden Talk mit Zeitzeugen zur Eingemeindung von Rodenkirchen kamen noch einige interessierte Gäste aus der Bezirksvertretung dazu.

In seinem Bericht stellte Wolfgang Behrendt als 1. Vorsitzender die Schwerpunkte der Vorstandsarbeit in einer Präsentation dar. Schatzmeisterin Silvia Behrendt berichtete der Mitgliederversammlung über das Geschäftsjahr 2024 und stellte die Ausgaben- und Einnahmenentwicklung vor, die ausgewogen war. Die Mitgliederzahlen steigen stetig. Derzeit sind es 638 Mitglieder.

Der Kassenprüfer Dr. Peter Wohlleben berichtete über die Kassenprüfung durch ihn und Dr. Heinz-Joachim Koch. Es gab keine Beanstandungen. Er beantragte die Entlastung des Vorstands und die Mitgliederversammlung stimmte einstimmig zu.

Die Mitglieder des ausscheidenden Vorstands wurden von Wolfgang Behrendt, 1. Vorsitzender, verabschiedet. Zum Vorstand wählte die Mitgliederversammlung einstimmig:

Wolfgang Behrendt, 1. Vorsitzender

Beatrix Polgar-Stüwe, 2. Vorsitzende

Holger Marscheider, Schatzmeister (neu)

Barbara Brunotte, Beisitzerin Kultur & Führungen

Claudia Hein, Geschäftsführerin (in Abwesenheit /neu)

Christina Henningsen, Schriftführerin (neu)

Dr. Elke Ohrem, stellvertretende Schatzmeisterin und Öffentlichkeitsarbeit (neu)

Mechthild Posth, Beisitzerin Politik & Veranstaltungen

 

Vorstand der Bürgervereinigung Rodenkirchen ab 11/2025

Vorstand der Bürgervereinigung Rodenkirchen ab 11/2025

 

Elke Ohrem

Elke Ohrem, stellvertretende Schatzmeisterin

 

Christina Henningsen

Christina Henningsen, Schriftführerin

 

Holger Marscheider

Holger Marscheider, Schatzmeister

 

Mitgliederversammlung 2025: Dank an den alten Vorstand

Der Vorstand auf der Mitgliederversammlung 2025

Mitgliederversammlung 2025

Wolfgang Behrendt dankte bei der Verabschiedung den Mitgliedern des alten Vorstands für großes, jahrelanges ehrenamtliches Engagement.

Am längsten im Vorstand war Ursula Hölz. Sie wurde 2007 – also vor 18 Jahren – zur Geschäftsführerin gewählt. Silvia Behrendt unterstützte seit 2014 durch ihre Mitarbeit den Vorstand. Im Jahr 2015 wurde sie zur Schriftführerin, 2016 zur Schatzmeisterin gewählt. Iris Ebel-Philippi arbeitet seit 2017 als Schriftführerin im Vorstand. Désirée von Hinckeldey war zunächst für zwei Jahre zur Kassenprüferin, danach ab 2019 im Vorstand als stellvertretende Schatzmeisterin aktiv. Dr. Markus Sauer wählte die Mitgliederversammlung im Jahr 2021 zum Beisitzer Kultur.

Die im Vorstand nun Ausgeschiedenen hatten sehr viel mehr als „nur“ ihr eigenes Tätigkeitsfeld im Blick gehabt. Sie boten zahlreiche Führungen und Veranstaltungen für die Mitglieder an, begleiteten u.a. politische, wirtschaftliche, kulturelle und sonstigen Treffen und nahmen Position ein für den Verein. Auch in Zukunft wollen sie die Bürgervereinigung aktiv unterstützen, u.a. durch die Mithilfe bei Veranstaltungen und Führungen.

Diskussionen über Fragen, die Rodenkirchen beschäftigen

Mitgliederversammlung 2025 GästeKritik äußerten einige Mitglieder wegen der gleichzeitig an allen Ausfahrtsstraßen Rodenkirchens stattfindenden Baumaßnahmen und Sperrungen. So führe beispielsweise der Umbau von mehreren Kreuzungen in Kreisverkehre und die gleichzeitige Sperrung der Straße Zum Forstbotanischen Garten zwischen Friedrich-Ebert-Str. und Militärring zu chaotischen Verkehrsverhältnissen und langen Staus. Bezirksbürgermeisterin Sabine Müller bestätigte die Situation aus eigener Erfahrung. Sie wies aber darauf hin, dass die Situation nicht in allen Teilen vorhersehbar war, weil es z.B. an der Baustelle zum Forstbotanischen Garten archäologische Funde gab. Leider sei die Situation derzeit nicht kurzfristig abänderbar, so die Bezirksbürgermeisterin. Sie wies auch darauf hin, dass der Umbau der Kreuzung Sürther Straße/Grüngürtelstraße sogar drei Monate früher als geplant fertig wurde.

Des Weiteren gab es eine Diskussion zur Frage der allgemeinen Verkehrssicherheit, wie Übergänge und Kreisverkehre sicher gestaltet werden können. Eine Untersuchung zeige, so Müller, dass Kreisverkehre sicherer seien für Radfahrende als Ampelkreuzungen, weil PKW ihr Tempo stärker verlangsamen.

Über den Leerstand im Einzelhandel von Rodenkirchen äußerten einige Mitglieder ihre Sorgen und wünschten sich Konzepte. Sie kritisierten, dass oft neue Ideen wegen der hohen Mieten keine Chance hätten.

Die Situation im Sommershof und der Leerstand der Gaststätte Treppchen wurden angesprochen, ebenso der Vorschlag, das gastronomische Erlebnis am Rhein wieder aufleben zu lassen.

Talk mit Zeitzeugen nach der Mitgliederversammlung 2025

Zeitzeugen im Talk zu 1975

Talk zur Eingemeindung mit Horst Schneider, Marlene Januszewski und Dieter Maretzky (v.l.)

Nach dem offiziellen Teil der Mitgliederversammlung 2025 fand ein spannender Talk zur Eingemeindung im Jahr 1975 mit Zeitzeugen statt. Wolfgang Behrendt interviewte Marlene Januszewski (TVR), Horst Schneider (Mitbegründer und früherer Leiter der Gesamtschule Rodenkirchen) und Dieter Maretzky (langjähriger Vereinsvorsitzender).

 

 

 

 

 

 

Verabschiedung Ursula Hölz

Verabschiedung Ursula Hölz, vorne im Bild Mechthild Posth und Barbara Brunotte

 

Verabschiedung Iris Ebel-Philippi

Verabschiedung Iris Ebel-Philippi

 

Verabschiedung

Verabschiedung Désirée von Hinckeldey, hinten im Bild Markus Sauer

 

Verabschiedung Silvia Behrendt

Verabschiedung Silvia Behrendt

Fotos: Désirée v. Hinckeldey, Heinz Stüwe, Beatrix Polgar-Stüwe, Claudia Marscheider

Kommunalwahl 2025: Zehn Kandidierende für das Oberbürgermeisteramt stellten sich in Rodenkirchen vor

Kommunalwahl 2025: Zehn Kandidierende für das Oberbürgermeisteramt stellten sich in Rodenkirchen vor

Podiumsdiskussion Kommunalwahlen 2025 in Rodenkirchen

Zehn Kandidierende für das Oberbürgermeisteramt stellten sich in Rodenkirchen vor

Rund zwei Wochen vor der Kommunalwahl 2025 lud die Bürgervereinigung Rodenkirchen zehn Kandidierende für das Oberbürgermeisteramt Köln ein. Bürgerinnen und Bürger hatten so die Möglichkeit, zehn OB-Kandidierende kennenzulernen und über ihre Visionen für die Stadt und für den Bezirk Rodenkirchen zu erfahren.

Spannend und informativ, so urteilten die Gäste über die Veranstaltung der Bürgervereinigung zu den Kommunalwahlen 2025. Auch die Politikerinnen und Politiker waren unisono sehr zufrieden mit dem Ablauf und der Resonanz. Der Abend fand am 27. August 2025 in der Aula im Berufsförderungswerk der Diakonie Michaelshoven statt. Auch das neue Format mit Podium & einzelnen Infoständen für Gespräche fand großen Anklang. Die Plätze auf dem Podium und an den Ständen wurden ausgelost.

Großes Interesse: Ausgebuchter Informationsabend zu den Kommunalwahlen 2025 in Rodenkirchen

Eine kurz vor der Veranstaltung erfolgreich beendete Bombenentschärfung durch den Kampfmittelräumdienst sowie Straßensperrungen nah am Tagungsort konnten dem Interesse keinen Abbruch tun. Die Aula war bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt.

Ilka Eßmüller und Wolfgang Behrendt

Ilka Eßmüller und Wolfgang Behrendt

Wolfgang Behrendt, 1. Vorsitzender des Vereins, begrüßte die 140 Gäste. Ilka Eßmüller, bekannt aus dem RTL Nachjournal, moderierte gekonnt den Abend und sorgte dafür, dass alles strukturiert ablief und nicht ausufernd gesprochen wurde auf der Podiumsbühne. Nach der kompakten Vorstellungsrunde zogen die einzelnen Kandidierenden mit ihren Teams, unter ihnen auch Kandidierende für den Stadtrat und für die Bezirksvertretung, an die Gesprächsstände. Hier beantworteten sie die einzelne Fragen der Gäste.

Vorstand der Diakonie Michaelshoven

Professor Uwe Ufer (re.) und Rainer Schmid, Vorstand der Diakonie Michaelshoven

Unser besonderer Dank geht an die Diakonie Michaelshoven, ihrem Vorstand Professor Uwe Ufer (Foto re.) und Rainer Schmidt sowie dem Team des Berufsförderungswerk Köln für ihre große Gastfreundschaft. Die Bürgervereinigung hat sich sehr gefreut, dass sie ihre Veranstaltung in der Aula halten durften.

Herzlichen Dank auch an die Kandidierenden und ihr Teams, besonders auch an Ilka Eßmüller für die souveräne Moderation und allen anderen Beteiligten für ihr Hilfe.

Welche Ideen, Konzepte und Programme haben Kandidierenden der Kommunalwahl 2025 mit?

 

Berivan Aymaz

Berivan Aymaz, MdL/Vizepräsidentin (Bündnis 90/Die Grünen), wies in ihrer Kurzvorstellung auf ihre politische Führungserfahrung hin. Als Oberbürgermeisterin würde sie sich für eine enge Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und der Stadt Köln einsetzten und so die Herausforderungen gemeinsam angehen. Sie setzt sich für eine soziale Bodenpolitik ein: Städtische Grundstücke sollen nicht mehr verkauft werden, sondern in Erbpacht an Genossenschaften vergeben werden für den Wohnungsbau. Auch möchte sie generationenübergreifendes Wohnen fördern. Für die KBV brauche es eine Strategie und solide Finanzierung.

Für Rodenkirchen würde Frau Aymaz als OB aktiv dafür kämpfen, die Rodenkirchener Brücke zu erhalten und die Planung transparent zu gestalten. Des Weiteren fordert sie ein Schwimmverbot im Rhein. Aber Kinder und Familien müssten dann Alternativen bekommen. Die Nord-Süd-Bahn hat für sie Priorität.

Hans Mörtter

Pfarrer Hans Mörtter (parteilos), nun in Rente, war 40 Jahre Seelsorger gewesen. Er ist Rheinländer, Protestant und beschreibt sich als einen mit einer „dicken Disziplinarakte“.  Das Einmaleins des Lebens habe er gelernt. Bürgernähe ohne bürokratische Distanz, Menschenwürde und mehr Soziales, das „Wir“ würde Mörtter fördern als Oberbürgermeister. Er würde in allen Stadtteilen Bürgerräte schaffen, die Lösungen entwickeln, die nach der Experimentierklausel der Gemeindeordnung realisiert würden.

„Als OB werde ich einen inoffiziellen Oberstadtdirektor an meiner Seite haben“, prophezeit Pfarrer Mörtter. In Rodenkirchen würde er sich für mehr Sicherheit und den Ausbau der Radwege, aber auch für Platz für Autos einsetzen. Die Rodenkirchener Brücke sollte nach seiner Ansicht nicht erweitert werden.

Torsten Burmester

Torsten Burmester

Torsten Burmester (SPD) möchte die Stadt und die Verwaltung effektiver machen. „Die Stadt muss wieder funktionieren“, sagt der OB-Kandidat. Seine Schwerpunkte liegen bei der Stärkung des ÖPNV, bei bezahlbares Wohnen, Bildung und einer wirtschaftlich starken Stadt, die Arbeit und Infrastruktur gleichermaßen fördert. 4 500 Airbnb-Wohnungen in Köln müssten nach seiner Ansicht reguliert werden. So möchte Burmester eine neue kommunale Wohnungsbaugesellschaft schaffen. Deutliche Verbesserung sieht der OB-Kandidat bei der Sauberkeit in der Stadt

Burmester bekennt sich für den Erhalt der Rodenkirchener Brücke und möchte ein Verkehrskonzept für den Kölner Süden und das Gebiet rund um die Sürther Straße erstellen.

Mark Benecke

Mark Benecke OB-Kandidat für „Die Partei“, sorgte für etliche Lacher im Publikum. Er regte an, dass es in ganz Deutschland Kölner Plätze geben sollte mit 15 Jahren Bauzeit. Die Oper würde er in den Urzustand zurückversetzen. Und der West-Ost-Tunnel könne schließlich bis Neukölln gehen. Als weiteren satirischen Vorschlag möchte er gerne aus der Rodenkirchener Brücke einen großen Garten gestalten und sogar eine „männerfreie“ Zone in Rodenkirchen einrichten.

Heiner Kockerbeck

Heiner Kockerbeck (Die Linke) gestaltete seine Vorstellung wesentlich ernster als sein Vorredner. Als Lehrer setzt er sich besonders für Kinder und Jugendliche ein. So schilderte der OB-Kandidat seine Unzufriedenheit über öffentliche Einrichtungen. Man bräuchte eine solide soziale Infrastruktur. Er wies auf den Mangel an U3-Kitaplätzen und forderte bezahlbare Mieten.

Es gebe eine hohe Dunkelziffer bei überhöhten Mieten. Hier müsse nach Kockerbecks Meinung das Wohnungsamt eingreifen. Die öffentliche Hand müsse zudem preisgünstige Wohnungen bauen. Deshalb fordere er ein Wohnungsbauprogramm mit neuer (städtischer) Wohnungsbaugesellschaft.

Für Rodenkirchen forderte OB-Kandidat Kockerbeck, dass die Linie 17 wieder bis Sürth fahren müsse. Eine Erweiterung der Rodenkirchener Autobahnbrücke wünscht dieser Kandidat auch nicht.

Roberto Campione

Roberto Campione, Kölner Stadt-Gesellschaft ist 52 Jahre alt. Die neue Partei wurde im November gegründet. Der OB-Kandidat setzt sich u.a. für den Ausbau der KVB, ein barrierefreies Leben, bezahlbare Wohnungen, Sanierung von Schulen und für eine Unterstützung von Unternehmern ein.  Für Rodenkirchen fordert er Barrierefreiheit für Bürgerinnen und Bürger, nicht nur an Bürgersteigen, Ampeln und Straßen. Seine Partei ist gegen ein Schwimmverbot im Rhein und schlägt in Rodenkirchen ein gesichertes Rheinbad vor. Zudem fände Campione einen Wasserbus vom Kölner Süden ins Zentrum bis in Kölner Norden sinnvoll.

Volker Görzel

Volker Görzel (FDP) ist Rechtsanwalt am Rudolfplatz und seit 2017 ehrenamtlich Politiker. Der Kandidat für das Oberbürgermeisteramt kritisiert markant: Die KVB habe einen Burnout, die Stadt sei eine Drogenhölle und die Wirtschaft sei im Sinkflug. „Köln ist ein Schiff ohne Kurs, niemand auf der Kommandobrücke“, sagte Görzel.

Deshalb fordert er mehr Polizei auf der Straße, eine Betreuung für Drogenabhängige, aber auch mehr Schutz für Passanten. Man müsse an die KVB ran als Stadtrat, denn bei 15 % Krankenstand würde in der freien Wirtschaft sofort der Personalchef ausgewechselt, so Görzel.

Der Ob-Kandidat machte auch darauf aufmerksam, dass Unternehmen in Köln Fläche brauchen. In Bayenthal wird aber am Großmarkt bald der Stecker gezogen. Das führe hier zur Verdrängung von 2000 Arbeitsplätzen. Den Händlern müsse man Alternativen bieten.  Für Rodenkirchen wünscht er sich eine Taktverdichtung der Linien 16/17.

Lars Wolfram

Lars Wolfram (Volt), ist OB-Kandidat aus Sürth, also aus dem Bezirk Rodenkirchen, denkt aber europäisch. Der gebürtige Porzer ist Unternehmer mit 100 Angestellten und setzt sich für Digitalisierung von Recruiting-Prozessen ein. Er glaubt, dass Antworten aus Europa für Köln nötig sind. Zu seinen Vorbildern zählen Städte wie Kopenhagen, Zürich, Utrecht, die es geschafft haben, lebenswerte Städte zu werden. Köln müsse dazugehören. Die Stadt soll Unternehmen anziehen, Innovation ermöglichen und Menschen hier willkommen heißen, so lauten die Visionen des OB-Kandidaten Wolfram. Für Rodenkirchen wünscht er sich u.a. mehr Radwege, Carsharing und mehr Barrierefreiheit.

Inga Feuser

Inga Feuser (Gut und Klima-Freunde) setzt sich als OB-Kandidatin für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und für sozialen Zusammenhalt durch Partizipation ein. Vor allem möchte sie die Verwaltung effektiver gestalten durch Selbstwirksamkeitserfahrungen der Mitarbeitenden in der Verwaltung. Für Inga Feuser dient die Stadt Paris als Vorbild für den ÖPNV. Die Lehrerin wünscht sich mehr Grünflächen, mehr Hitzeschutz in der Stadt und möchte sich für Kinder und Jugendliche einsetzen. In Rodenkirchen soll die Autobahnbrücke erhalten bleiben. Auch hier wünscht sie sich mehr Grünflächen und möchte innovative Bildungslandschaft stärken.

Markus Greitemann

Markus Greitemann (CDU) setzt sich für Entschlossenheit ein. Er arbeitete 25 Jahre im Mittelstand im gehobenem Management. Seit 2020 ist er Baudezernent der Stadt Köln. Und nun kandidiert der Architekt für das Amt des Oberbürgermeisters. Er kenne das Spannungsfeld zwischen Tempo beim Bauen und Bürgerbeteiligung. Schulbau in Köln sei eine Erfolgsgeschichte und zeige, dass Erfolge möglich sind. Sicherheit und Sauberkeit und Ordnung stehen bei Greitemann ganz oben auf der Liste. Er möchte die Ordnungskräfte verstärken, aber gleichermaßen den drogensüchtigen Menschen auch helfen. In der Drogenpolitik würde er das Züricher zum Kölner Modell machen. Außerdem plant Greitemann im Wohnungsbau Kosten und Neubau-Standards zu senken. Damit könne nach seiner Meinung der Wohnungsmarkt belebt werden.

Zum Neubaugebiet Rondorf-Nordwest meinte Greitemann, dass erst gebaut werden sollte, wenn die Infrastruktur steht. Als Architekt möchte er die Rodenkirchener Brücke erhalten sehen.

Beatrix Polgar-Stüwe

Zu den Fotogalerien

Fotogalerie 1 (© Kölner Presseclub)

Fotogalerie 2

© Fotos: Beatrix Polgar-Stüwe, Désirée von Hinckeldey, Heinz Stüwe, Kölner Presseclub /T. Leege

Mitgliederversammlung 2024: Großer Vertrauensbeweis für Vorstand

Mitgliederversammlung 2024: Großer Vertrauensbeweis für Vorstand

Mitgliederversammlung 2024 Bürgervereinigung Rodenkirchen Bericht des Vorsitzenden

Mitgliederversammlung 2024: Bericht des 1. Vors. Wolfgang Behrendt

Die Mitgliederversammlung 2024 der Bürgervereinigung Rodenkirchen fand am 6. November 2024 im Bistro Verde statt. Der 1. Vorsitzende Wolfgang Behrendt begrüßte als Versammlungsleiter die Anwesenden herzlich. Er stellte fest, dass die Versammlung satzungsgemäß einberufen wurde und bei 50 Teilnehmenden beschlussfähig ist.

Tätigkeitsbericht: Mitgliederversammlung 2024

Der 1. Vorsitzende stellte den Vorstand vor und präsentierte die Aktivitäten des Vereins für die Bürgerinnen und Bürger in Rodenkirchen. Als Themen zählte er u.a. auf:

  • Rathausneubau: Wir können den Baufortschrift täglich beobachten und wünschen uns keine Verzögerung und möglichst wenig Schaden für Rodenkirchen
  • Neue Mitte Michaelshoven: Wir begrüßen die Nahversorgung und warnen vor unachtsamem Umgang mit der Verkehrsproblematik. Dazu hat der Verein ein Positionspapier entwickelt
  • Im Dialogforum A4 Plus zum Brückenneubau setzen wir uns für den Erhalt der denkmalgeschützten Brücke beim Ausbau der A 4 ein
  • Ärgernisse im öffentlichen Raum werden von uns angemahnt wie z.B. die Stolperfallen auf dem Maternusplatz, die beseitigt wurden.
  • Wir kommunizieren in alle Richtungen, informieren – auch uns selbst – und tragen so zur Meinungsbildung Das ist zeitintensiv!
  • Es fanden ca. 11 Vorstandssitzungen statt. Zudem sind wir im ständigen Austausch im Vorstand, aber auch nicht immer einer Meinung. Dann wird nach einer Diskussion von Pro und Kontra abgestimmt. Das bedeutet jedoch auch zeitintensive Vorarbeit, beispielsweise durch das Ausarbeiten von Sachinformationen und abstimmungsfähigen Position.
  • Mit unseren Mitgliedern, Bürgerinnen und Bürgern, Politikern, der Verwaltung im Bezirk und der Stadt, den Medien und anderen Vereinen aus der Region tauschen wir uns regelmäßig aus.
  • Ferner nehmen wir an verschiedenen Dialogforen in der Verkehrspolitik und der Bezirksvertretung II
  • Des Weiteren nutzen wir für die Mitglieder-, Veranstaltungs- und Finanzverwaltung die Vereinssoftware Sewobe
  • Hinzu kommen Recherchen über Veranstaltungen, Themen und Probleme
  • Darüber hinaus informieren wir jeden Tag über vier Social-Media-Kanäle aktuell und moderieren die Facebook-Gruppe mit rund 2.700 Mitgliedern
  • Unsere Pressearbeit erfolgt zeitnah und informativ. Die Homepage ist immer aktuell.

Highlights Programme, Aktivitäten und Veranstaltungen

Die Programme der Bürgervereinigung Rodenkirchen sind vielfältig und werden gerne angenommen, so Wolfgang Behrendt.

Der 1. Vorsitzende zählte exemplarisch einige Highlights auf, zu denen beispielweise die Feier zum 60. Jubiläum der Bürgervereinigung und der Neujahrsempfang im Neubau des Unterstufenzentrums der Gesamtschule zählen. In seiner Power Point Präsentation zeigte Behrendt anhand von Fotos die erfolgreichsten Aktivitäten und Veranstaltungen.

Zu den weiteren Aktivitäten zählten u.a.:

Die Bürgervereinigung unterstützte die Eröffnung des Straßenkarnevals in Rodenkirchen und den Rodenkirchener Zug durch das Aufstellen zahlreicher Dixi-Toiletten am Zugweg und einem gut besuchten Bierwagen am Maternusplatz.

Des Weiteren haben wir die nach dem Sturm beschädigte Fähre in Weiß durch Mitgliederspenden unterstützt.

Wie fast jedes Jahr hatten wir zur Rhododendron-Führung im Forstbotanischen Garten eingeladen. Außerdem haben wir eine (kostenlose) Jubiläumsführung durch Rodenkirchen mit Anna Colonia sowie eine Führung durch den Garten der Religionen angeboten.

Ferner haben wir das größte Insektenhotel der Freien Naturschule mit einer Spende unterstützt.

Schließlich begleiten wir kontinuierlich die Baumaßnahme neues Rathaus – leider mit wenig Interesse der Bauverwaltung.

Ferner gab es Führungen mit Günter Leitner durch die denkmalgeschützte Bauhaussiedlung am Tag des offenen Denkmals, ebenso durch das historische Rathaus, wie auch durch das MAK. Mehrfach luden wir zu Führungen ins Museum Ludwig ein: Beispielsweise zur Picasso- Ausstellung, zur Schenkung Kaspar König und zur Impressionisten-Führung. Ferner boten wir Führungen im Wallraf-Richarz-Museum, Kölner Stadtmuseum sowie kürzlich im Max-Ernst-Museum Brühl zur Alberto Giacometti-Ausstellung.

Alsdann haben wir im Oktober die 60-Jahr-Feier des Forstbotanischen Gartens unterstützt und die Gemeinnützigen Werkstätten (GWK) auf dem Sürther Feld besucht

Als Highlight fand als besonderes Event unser nun schon traditionelles Sommersonnenwendefest im Vita Verde als Feier zum 60-jährigen Bestehen der Bürgervereinigung statt.

Ferner waren wir beim 2. Veedelsfest in der Diakonie Michaelshoven aktiv dabei, haben den Getränkewagen tatkräftig unterstützt und hatten einen eigenen Infostand mit Aktivitäten für Jung und Alt.

Die Bürgervereinigung nahm auch 2024 teil an der Rodenkirchener Kunstmeile mit einem eigenen Stand. dabei. Hier fand abermalig unsere Fotoausstellung statt – wieder bestückt mit neuen historischen und aktuellen Foto-Ansichten aus Rodenkirchen. Die Ausstellung fand großen Anklang.

Erst vor kurzem fand die Informationsveranstaltung zum Heizungsgesetz mit dem Innungsobermeister Marc Schmitz und Christoph Preuß, Sprecher der Rheinenergie, im Quattro Cultura mit über 70 Gästen statt.

Schließlich sind wir maßgeblich an der Initiative „Sichere Schulwege im Kölner Süden“ beteiligt. Zudem kooperieren wir mit vielen Einrichtungen, Vereinen und Initiativen im Kölner Süden.

Wolfgang Behrendt gab den Termin des Neujahrsempfang 2025 bekannt, der am 12.01.2025 in der evangelischen Kirche Emmanuel in Rondorf um 14.30 Uhr stattfindet.

Bericht der Schatzmeisterin zum Geschäftsjahr 2023

Sodann referierte Schatzmeisterin Silvia Behrendt als Schatzmeisterin und zeigte in ihrer Power Point Präsentation die Entwicklungen des Jahres 2023. Entsprechend der letzten Jahre stiegen die Mitgliederzahlen stetig an. Derzeit sind es 623 Mitglieder.

Ferner stellte die Schatzmeisterin die Ausgaben- und Einnahmenentwicklung im Jahr 2023 vor. Das Jahr endete mit einem Plus. Die Mitglieder hatten die Möglichkeit, Einblick zu nehmen in den Buchhaltungsordner.

Bericht der Kassenprüfer & Entastung des Vorstands

Die Kassenprüfung fand am 5.11.2024 statt. Die Kassenprüfer Dr. Peter Wohlleben und Franz Janiel waren auf der Mitgliederversammlung anwesend und berichteten über die Kassenprüfung. Herr Janiel fasste zusammen: Die Übersichten lagen vor; es fand eine stichprobenartige Überprüfung statt, er stellte eine Übersicht seiner einzelnen Überprüfungen dar. Dr. Wohlleben hat dem nichts hinzuzufügen. Beide Kassenprüfer beantragten die Entlastung des Vorstands. Bei zwei Enthaltungen wurde der Vorstand entlastet.

Fünf Anträge auf der Tagesordnung

Mitgliederversammlung 2024 Anträge

Verlesung Anträge von 2. Vors. Beatrix Polgar-Stüwe für Abstimmung

Zur Tagesordnung lagen insgesamt fünf Anträge von Franz Janiel (4) und Caroline Ramrath (1) fristgemäß vor.

Als Stimmenzähler stellten sich die Mitglieder Jeanette de Payrebrune und Stephan Kaschny zur Verfügung.

Die 2. Vorsitzende Beatrix Polgar-Stüwe übernahm die Moderation und gab Erläuterungen zu den Mitgliederanträgen.

Ein Antrag wurde von Mitglied Franz Janiel auf der Versammlung sodann zurückgezogen. Nach einer Diskussion wurden dann die vier eingereichten Anträge von der Mitgliederversammlung nahezu mehrheitlich in den Abstimmungen abgelehnt.

Für den großen Vertrauensbeweis seitens der Mitglieder für die Arbeit des Vorstands danken wir an dieser Stelle.

Wahl der neuen Kassenprüfer

Da Franz Janiel nicht mehr kandidierte, wurden zwei neue Kassenprüfer gewählt. Dr. Heinz-Joachim Koch, Wirtschaftsprüfer und Dr. Peter Wohlleben, Jurist, kandidierten. Die beiden Herren wurden bei jeweils einer Enthaltung von der Mitgliederversammlung gewählt. Beide nahmen die Wahl an. Wolfgang Behrendt dankte dem ausgeschiedenen Kassenprüfer für seine Arbeit.

Aussprache auf der Mitgliederversammlung 2024

Mitglieder auf Mitgliederversammlung 2024Christine Lenzen wies darauf hin, dass der Männerchor Frohsinn in Immendorf nun 100 Jahre wird. Sie würde sich über Besuche und Unterstützung freuen.

Dieter Maretzky berichtete hiernach, dass Rodenkirchen nun seit 50 Jahre eingemeindet ist. Bei den Feierlichkeiten sollte die Bürgervereinigung mit dabei sein. Er kündigte an, dass Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Bezirksbürgermeister Manfred Giesen entsprechende Aktivitäten planen.

Stephan Kaschny regte zudem an, dass der Verein bei Veranstaltungen, z.B. beim Veedelsfest besser sichtbar sein sollte, beispielsweise durch T-Shirts mit Vereinslogo.

Mitglied Florian Horbach vermisste die diesjährige die Oldtimer-Rallye mit Ausstellung am Maternusplatz. Er bot seine Hilfe bei der Organisation im kommenden Jahr an. Ein weiteres Mitglied will ihn unterstützen.

Sodann wies Thomas Grothkopp auf das 50-jährige Jubiläum des Rodenkirchener Kammerchor und Orchester (RKCO) hin. Er würde sich über Werbung und rege Teilnahme an diversen Konzerten sehr freuen.

Ferner regte ein Mitglied einen Brunnen auf dem Maternusplatz an.

Petra Walterscheidt, Gastgeberin im Bistro Verde, sagte Dankeschön für die Aktivitäten der Bürgervereinigung für Rodenkirchen und lobte besonders das Engagement des Verein im Karneval.

Wolfgang Behrendt stellte alsdann den Adventskalender der Diakonie vor.

über den neuen „Kulturkalender“ auf unserer Homepage. Neben unserem eigenen Kalender steht nun hier der komplette Terminkalender vom Kölner Bilderbogen zur Verfügung.

 

Ausklang der Mitgliederversammlung 2024 & Dank an die Mitglieder

Der Vorstand der Bürgervereinigung Rodenkirchen

Das Vorstandsteam v.l. Wolfgang Behrendt, Beatrix Polgar-Stüwe, Silvia Behrendt, Désirée v. Hinckeldey, Iris Ebel-Philippi, Ursula Hölz, Mechthild Posth, Barbara Brunotte, nicht im Bild Dr. Markus Sauer.

Nach der Versammlung ließen die Mitglieder in netter Atmosphäre den Abend ausklingen und fanden Zeit für gute Gespräche. Ein großes Dankeschön sagt das Team der Bürgervereinigung Rodenkirchen an ihre Mitglieder für ihr entgegengebrachtes Vertrauen, ihre großartige Unterstützung und die vielen freundlichen Worte des Danks.

Redaktion: Beatrix Polgar-Stüwe

Fotos: Heinz Stüwe, Beatrix Polgar-Stüwe

Neue Mitte Michaelshoven: Position zum Planungskonzept auf dem Sürther Feld

Neue Mitte Michaelshoven: Position zum Planungskonzept auf dem Sürther Feld

Präsentation Neue Mitte Michaelshoven am Sürther Feld

Referierende über Planungskonzept „Neue Mitte Michaelshoven“ am 30.10.24

Zum städtebaulichen Planungskonzept „Neue Mitte Michaelshoven“ fand eine Informationsveranstaltung in der Gesamtschule Rodenkirchen statt. Die Stadt Köln und Manfred Giesen, Bezirksbürgermeister Rodenkirchen, hatten zu dieser Veranstaltung zur Öffentlichkeitsbeteiligung am 30.10.2024 in die Aula eingeladen.

Zahlreiche Anwohnende vom Sürther Feld, andere Interessierte aus dem Bezirk und einige Mandatsträger aus der Politik hörten sich die Präsentation an. Sie hatten zahlreiche Fragen zum Baukonzept im Bereich der Sürther Str. / Eygelshovener Str.. Es handelt sich um die Fläche, dort wo heute WiSü und das Interim-Gebäude Gymnasium Rondorf stehen.

 

Plan Neue Mitte Michaelshoven

Visualisierung Neue Mitte Michaelshoven © Stadt Köln

Hier sollen 5-geschossige Mehrfamilienhäuser entstehen mit rund 300 Wohnungen (1-5 Zimmer) zur Miete. Davon sollen 50 Prozent sozial gefördert sein. Zudem sind ein Vollsortiment-Supermarkt sowie Einzelhandel, u.a. Drogerie, Bäckerei, Café, Kiosk und Apotheke sowie Arztpraxen/Büros im Obergeschoss, eine große Tiefgarage und eine Kita geplant. Die gesamte Fläche ist etwa 2,73 Hektar groß.

 

 

 

Position der Bürgervereinigung zur „Neue Mitte Michaelshoven“

Die beiden Vorsitzenden der Bürgervereinigung Rodenkirchen fanden das am Abend vorgestellte architektonische Konzept sehr ansprechend und ideenreich. Besonders der Quartiersplatz mit Grünzug und Spielplätzen sowie der Marktplatz bieten einen schönen Treffpunkt zur Integration für Jung und Alt auf dem Sürther Feld. Die Bürgervereinigung begrüßt ausdrücklich, dass ihre und auch der Diakonie schon rund 30 Jahren bestehende Forderung für ein Nahversorgungszentrum am Sürther Feld bald Realität werden soll.  Ebenso freut sie sich über den hohen Anteil der Wohnungen, die sozial gefördert sind und dass WiSü hier in einem Gebäude auf etwa 300 Quadratmeter Platz finden wird.

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen fragt sich indessen, ob der Ort für die beiden schönen offenen Plätze an der Sürther Straße und an der Ecke Eygelshovener Straße direkt neben dem Auto-, Bus- und Radverkehr optimal gewählt ist.

Dichte Bebauung wird für noch mehr Verkehrschaos führen

Jedoch wird durch die dichte Wohnbebauung für geschätzt 800 zusätzliche Menschen die Verkehrssituation rund um das Sürther Feld, vier Schulen und Kindergärten noch prekärer, als sie jetzt schon ist. Das bedeutet: Morgens und bei Schulschluss noch mehr Stau & Chaos, noch mehr Gefährdung für Kinder und Erwachsene, ob auf dem Rad oder zu Fuß.

Da werden nach Meinung der Bürgervereinigung Rodenkirchen der an dieser Ecke geplante Kreisverkehr, die versprochenen besseren Radwege, eine Verengung der Sürther Straße oder ein neuer Schulbus für das Gymnasium Rondorf nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein und kaum Abhilfe schaffen.

Denn rund 5000 Schülerinnen und Schüler (auch aus der Berufsschule Michaelshoven), ihre Lehrkräfte, die Elterntaxis, die Anwohner der großen Siedlung Sürther Feld, die vielen anderen Menschen, die sich von und nach Rodenkirchen bewegen oder Richtung Autobahn zur Arbeit streben, der LKW-Lieferverkehr sind heute schon genau hier unterwegs im Gebiet rund um das Sürther Feld.

Wo bleibt das lange versprochene Verkehrskonzept Sürther Feld?

In diesem Zusammenhang erinnerte Wolfgang Behrend den anwesenden Baudezernenten Markus Greitemann an die seit rund 20 Jahre alte Forderung der Bürgervereinigung nach einem Verkehrskonzept für das gesamte Sürther Feld. Doch alle Schreiben der Bürgervereinigung in Sachen Verkehrskonzept gingen leider bei der Stadt Köln ins Leere. Oder sie wurden nicht beantwortet.

Sichtlich zerknirscht nahm Greitemann diese Kritik an und sagte zu, sich darum zu kümmern. Die Bürgervereinigung Rodenkirchen hält es jedoch für sinnvoll, erst das Verkehrskonzept zu erstellen und danach anhand der Datenlage den weiteren Ausbau einer Siedlung zu forcieren. Das fehlende Verkehrskonzept bleibt für die Bürgervereinigung unerklärlich. Die Verkehrssituation rund ums Sürther Feld wäre heute gewiss nicht so misslich, wenn schon im Vorfeld des ersten Bauabschnittes die Stadt geprüft hätte, wie viel Mobilität und Menschen das Sürther Feld überhaupt verkraften.

Angst und bange wegen Feuerwache an der Sürther Straße

Sorgevoll blickte ein Teilnehmer der Veranstaltung auf den Standort und Betrieb der neuen Feuerwache zwischen den Schulen. Als Anwohner machte er sich Sorgen wegen der Lärmbelästigung. Denn die Feuerwehr- und Rettungswagen würden bei einem Einsatz wohl oft das Martinshorn nutzen müssen, um schnell aus ihrer Einfahrt zu kommen.

Die Bürgervereinigung freut sich, dass nun endlich die marode Feuerwache in der Schillingsrotter Straße aufgegeben wird und ein funktionaler, schöner Neubau auf dem Sürther Feld im Bau ist. Doch wird es der Bürgervereinigung angst und bange. Was passiert, wenn der dringende Rettungseinsatz beim Schulanfang gegen 8 Uhr bzw. Schulschluss gegen 16 Uhr notwendig wird? Die Sürther Straße, wo die Ausfahrt der neuen Feuerwache liegt, ist dann komplett dicht mit PKW, Fahrrädern und Fußgängern. Wohin sollen die Leute ausweichen? Hier ist kein Platz entlang der schmalen Alleestraße. Aus diesem Grund hält die Bürgervereinigung es nicht für sinnvoll, den Straßenbereich Sürther Straße ab Gesamtschule bis Ecke Grüngürtelstraße zu verengen. Denn hier besteht zumindest theoretisch die Möglichkeit, in der Mitte der Straße Platz zu machen für ein Rettungsfahrzeug.

Präsentation „Neue Mitte Michaelshoven“

Sehr anschaulich präsentiert wurde der Entwurf für die „Neue Mitte Michaelshoven“ von Burkard Dewey aus dem Architektur- und Stadtplanungsbüro Dewey Muller aus Köln sowie Serjoscha Hellinger, dem Investor Doetsch & Hellinger aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Bereits am 3. Juli 2024 wurde der Gewinner-Entwurf in einer Jurysitzung prämiert und dient nun als Grundlage für den kommenden Bebauungsplan.

Wie es heute aussieht, soll es im Jahr 2027 mit dem ersten Bauabschnitt westlich entlang der Sürther Straße bzw. nördlich an der Eygelshovener Straße losgehen. Wenn alles wie geplant läuft, könnte dieser Bauabschnitt 2029 fertig sein. Zwischenzeitlich würde noch die Interim-Erweiterung des Gymnasium Rondorf und eine Interim-Sporthalle gebaut werde. Erst wenn das Gymnasium endgültig nach Rondorf umgezogen ist, könnte der östliche zweite Bauabschnitt beginnen. So der ehrgeizige Plan.

Zum Ablauf der Veranstaltung Planung „Neue Mitte Michaelshoven“

Auf dem Informationsabend waren neben dem bereits erwähnten Planungsbüro Dewey Muller auch die Landschaftsarchitekten Lill+Sparla dabei. Von der Stadt waren anwesend Eva Herr, Leiterin Stadtplanungsamt, Beigeordneter Markus Greitemann, Dezernatsleiter Planen und Bauen sowie Edmund Makrutzki vom Stadtplanungsamt.

Unser Dank gilt dem einladenden Bezirksbürgermeister Rodenkirchen, Manfred Giesen, der die zahlreichen Fragen der Anwesenden strukturierte. So konnten fast alle Fragen beantwortet werden.

Im weiteren Fortgang des Bebauungsplanverfahrens befassen sich die politischen Gremien auch mit den Ergebnissen aus der Beteiligung der Öffentlichkeit. In der Folge beuauftragt die Verwaltung mit diesem sogenannten Vorgabenbeschluss, das Bebauungsplanverfahren weiter auszuarbeiten.

Die Präsentationsunterlagen finden Interessierte hier: https://www.stadt-koeln.de/mediaasset/content/plaene/2024-10-08_05_pr%C3%A4sentation_zur_%C3%96ffentlichkeitsveranstaltung.pdf und auch als PDF zum >>> Download Präsentation Neue Mitte Michaelshoven

Redaktion:  Beatrix Polgar-Stüwe