Ausgebucht: Führung am 30.11. im Wallraf: SUSANNA – Bilder einer Frau vom Mittelalter bis MeToo

Ausgebucht: Führung am 30.11. im Wallraf: SUSANNA – Bilder einer Frau vom Mittelalter bis MeToo

Susanna im Bade

Francesco Hayez, Susanna im Bade, 1850, Öl auf Leinwand, The National Gallery, Leihgabe aus Privatbesitz. Foto © The National Gallery, London

Die Bürgervereinigung lädt zu einer Führung ins Wallraf-Richartz-Museum am Mittwoch, 30. November 2022 um 11 Uhr ein. Mareike Fänger führt die Gruppe bis 12:45 Uhr durch die Ausstellung „SUSANNA – Bilder einer Frau vom Mittelalter bis MeToo“. Mit der weltweit ersten Ausstellung zur biblischen Susanna in der Kunst widmet sich das Wallraf-Richartz-Museum nun einer Erzähl- und Bildtradition, die auch vor dem Hintergrund der MeToo-Bewegung kaum aktueller sein könnte. Die Bilder zeigen eindrucksvoll, wie Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt schon seit Jahrhunderten in Malerei und Graphik verhandelt werden. Die biblische Erzählung von der Nötigung der Susanna durch zwei alte Richter übt schon seit der Spätantike großen Einfluss auf die Kunst aus. Die Kölner Sonderausstellung belegt dies mit hochklassigen Werken von u.a. Artemisia Gentileschi, Anthonis van Dyck, Rembrandt, Eugène Delacroix, Édouard Manet und Lovis Corinth sowie beeindruckenden Arbeiten von zeitgenössischen Künstlerinnen wie Kathleen Gilje, Heike Gallmeier und Zoe Leonard.

Anmeldung

Susanna – Die Debatte ist aktueller denn je

Auf packende Weise zeichnet „SUSANNA“ die unterschiedlichen Deutungen der biblischen Erzählung. Für die Sonderausstellung mit mehr als neunzig Exponaten holte das Wallraf zahlreiche Leihgaben nach Köln. Sie stammen aus renommierten Museen wie The National Gallery London, Nationalmuseum Oslo, Musée d’Orsay in Paris, Frankfurter Städel und den Uffizien in Florenz stammen.

Susanna und die Alten

Michiel Coxcie I (zugeschrieben), Susanna und die Alten, Um 1550-59, Öl auf Eichenholz, © Staatliche Kunsthalle, Karlsruhe
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Die aus mehreren Jahrhunderten ausgewählten Susanna-Darstellungen aus Malerei, Graphik und Kunsthandwerk werden im Wallraf im Licht aktueller Debatten miteinander konfrontiert und verglichen.

Besonders spannend: In dem eigenen Kabinett „Hitchcocks Susanna“ wirft die Ausstellung zudem einen Blick auf Alfred Hitchcock und sein Meisterwerk „Psycho“ (1960), in dem der Voyeur und Mörder sein heimliches Guckloch mit dem Gemälde „Susanna und die Alten“ von Willem van Mieris aus dem Jahr 1731 verdeckt.

Führungskosten Mitglieder: 5 €, Nicht-Mitglieder 10 €, zuzüglich Eintritt 13 €, ab 10 Personen Eintritt 10 €. Maximal 25 Teilnehmende

Treffpunkt um 10:45 Uhr an der Kasse Wallraf-Richartz-Museum, Obenmarspforten 40, 50667 Köln. Die Führung geht bis 12:45.

Weitere Infos / Quelle: www.wallraf.museum

Einblicke hinter die Kulissen der Bio-Brauerei Hellers am 28. Oktober 2022

Einblicke hinter die Kulissen der Bio-Brauerei Hellers am 28. Oktober 2022

Blick in die Brauerei Hellers in Köln mit Braumeister

Am Freitag, 28.10. laden wir zur Führung durch die Bio-Brauerei Hellers ein. Foto: Archiv Brauerei Hellers

Einblicke hinter die Kulissen der Bio-Brauerei Hellers bieten wir am Freitag, 28. Oktober um 17 Uhr. Das Brauhaus hat auch einen kleinen geschichtlichen Bezug zu unserem Bezirk. Denn der Grundstein des heutigen Hellers- Brauhauses wurde tatsächlich schon im Jahr 1888 gelegt mit einer Niederlassung zum Handel für brauereitechnischen Bedarf. Diese zog ab 1910 infolge Platzmangels nach Sürth, so dass die frei gewordenen Räumlichkeiten von der Firma Carl Flimm zur Herstellung hochprozentiger Spirituosen genutzt werden konnten. 1975 entdeckte dann Hubert Heller das schöne Anwesen an der Roonstraße und begründete die bisher einzige Bio-Brauerei Kölns.

In zweiter Generation werden dort nun neben diversen obergärigen Kölsch-Sorten auch Pils, Maibock und Alt (!) hergestellt. Auch Hochprozentiges destilliert das Brauhaus. In einer 1 1/2stündigen Führung durch das Gelände erhalten wir einen Einblick hinter die Kulissen einer Brauerei, erfahren Wissenswertes zur Geschichte und zum Brauprozess und genießen natürlich im Anschluss eine kleine Kostprobe der hier hergestellten Biere, die neben dem schönen Gastraum in der Roonstraße auch im Volksgarten-Biergarten sowie im Club Roonburg im Keller des Hauses erhältlich sind.

Anmeldung

Preis pro Person 15 Euro, maximale Teilnehmerzahl 20 Personen. Treffpunkt: Roonstraße 33, 50674 Köln.

Mehr Infos über die Brauerei  www.hellers.koeln/

Alltag der kölschen Römer: Führung durch Ausstellung „Rom am Rhein“ am 5.10.22

Alltag der kölschen Römer: Führung durch Ausstellung „Rom am Rhein“ am 5.10.22

Ausstellung Rom am Rhein

Wie lebten die kölschen Römer? Das erfahren Gäste in unserer Führung “Rom am Rhein” am 5.10.22 | Foto: Annette Hiller-Pahlow/LVR-ZMB

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen lädt ein zu einer Führung durch die Ausstellung „Roms fließende Grenzen – Rom am Rhein“ am Mittwoch, 5. Oktober 2022 um 15.15 Uhr. Gäste erleben eine eindrucksvolle Schau, die Exponate des wegen Renovierung geschlossenen Römisch-Germanischen Museums (RGM) und neue archäologische Funde präsentiert. Das MiQua-LVR-Jüdische Museum im Archäologischen Quartier hat die Ausstellung mit entwickelt, die Teil der Archäologischen Landesausstellung NRW ist.

Treffpunkt: Kulturzentrum am Neumarkt (Rautenstrauch-Joest-Museum), Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln um 15 Uhr.

Anmeldung

Wie lebten die kölschen Römer?

Köln ist stolz auf seine lange, bis in die Zeit des römischen Kaisers Augustus zurückreichende Geschichte. Was fällt den Kölnerinnen und Kölnern ein, wenn es um die Römer in Köln geht? Das Dionysosmosaik im Römisch-Germanischen Museum sicherlich, vermutlich auch das Praetorium, die Überreste des großen Statthalterpalastes, möglicherweise der Römerturm in der Nähe des Friesenplatzes aus der Stadtmauer der Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA), vielleicht auch noch die einst fast 100 Kilometer lange Leitung, aus der pausenlos frisches Eifelwasser in die Stadt kam. Wie aber lebten die kölschen Römer? Was aßen sie? Wie sah das Straßenbild aus, wenn sie aus einer der prunkvollen Stadtvillen oder einem einfachen Fachwerkhaus nach draußen traten? In der Ausstellung „Roms fließende Grenzen – Rom am Rhein“ gewinnen Besucherinnen und Besucher einen guten Eindruck.

Viel Luxus im alten „Rom am Rhein“

Große Schautafeln und computeranimierte Filme zeigen, wie die Severinstraße vor 2000 Jahren vermutlich ausgesehen hat und – außerhalb der Stadtmauer – die Friedhöfe mit ihren teilweise aufwändigen Grabbauten. Aber auch im Kleinen wird der Alltag im römischen Köln für die Gäste Besucherinnen und Besucher plastisch: Etwa an dem Pferdchen mit Reiter auf Rollen – dieses Spielzeug könnte sehr ähnlich aus einem Spielzeugladen des 21. Jahrhunderts stammen, nur dann statt aus Keramik aus nachhaltig produziertem Holz. Zudem zeigt die Ausstellung vornehmes Tafelgeschirr aus Metall und Glass, in dem neben den Produkten der Region Oliven, Datteln und Feigen aus dem Mittelmeerraum serviert wurden. Zum Wohnen im Luxus des „Roms am Rhein“ gehörte der regelmäßige Besuch der Therme, wo es Kalt-Warm- und Heißbaderäume gab. Im Anschluss pflegte man den Körper dann mit Lotionen und Duftöl.

Kosten: Karten Mitglieder 5 Euro, Nichtmitglieder 10 Euro, zuzüglich Eintritt 10 Euro, ermäßigt 6 Euro, max. 20 Personen, Dauer: 75 Minuten

Diese Ausstellung schließt am 9.10.2022

Weitere Informationen: www.roemer.nrw/

 

 

Ausgebucht – Bauhaus: Führung und Besichtigung am Tag des Denkmals in Rodenkirchen am 10. September 2022

Ausgebucht – Bauhaus: Führung und Besichtigung am Tag des Denkmals in Rodenkirchen am 10. September 2022

Clemens Hillebrand, Kirchenmaler, Grafiker und Glaskünstler lebt bereits seit dritter Generation hier in der Bauhaussiedlung

Haus Hillebrand im Bauhausviertel in Köln-Rodenkirchen. Foto: Beatrix Polgar-Stüwe

Am Tag des offenen Denkmals 2022 veranstaltet die Bürgervereinigung Rodenkirchen am Samstag, 10. September 2022 von 15 bis 17 Uhr eine Führung durch die Bauhaussiedlung am Rhein. Der bekannte Stadtführer Günter Leitner geht dabei mit der Gruppe auf Spurensuche in Köln-Rodenkirchen. Er  zeigt, wie harmonisch das Neue Bauen in der Tradition des Bauhaus neben klassischen Villen hier im Einklang stehen. Clemens Hillebrand, Kirchenmaler, Grafiker und Glaskünstler lebt bereits seit dritter Generation hier in der kleinen Siedlung des Neuen Bauens. Er lädt die Teilnehmenden zur Besichtigung seines Ateliers im weitgehend Original erhaltenen Haus ein. Hier ist noch der helle Originalputz von 1929 erhalten. Auch die anderen Häuser der Siedlung waren hell verputzt, aber ursprünglich nie alpin angestrichen.

Die Führung am 10.9.2022 ist ausgebucht!

Anmeldung

Das Haus Hillebrand wurde 1929 erbaut von Architekt Josef Op Gen Oorth, einem berühmten Vertreter des „Internationalen Stils“. Anschließend findet der Rundgang mit Günter Leitner entlang der sechs Bauhaus-Villen am Rheinufer statt. Hier entstand auf großen Grundstücken mit altem Baumbestand die sogenannte Künstlerkolonie zwischen 1929 und 1933. Günter Leitner wird darüber hinaus über die privaten Wohnhäuser, deren Architekten und Bewohner berichten, die der Hang zur Avantgarde, zum Fortschritt, zur Eleganz und Moderne auszeichnete. Als Kontrastprogramm dient der anschließende geführte Spaziergang zu den klassischen Villen im Auenviertel und am Rhein.

Tag des offenen Denkmals 2022 in Rodenkirchen: Bauhaus & Historismus

Bauhaus in Köln-Rodenkirchen

Bauhaus in Köln-Rodenkirchen Foto: Beatrix Polgar-Stüwe

Der diesjährige bundesweite Tag des offenen Denkmals findet unter dem Motto „Kulturspur. Ein Fall für Denkmalschutz“ statt. Der Tag des offenen Denkmals 2022 geht folglich der Frage nach, welche Erkenntnisse und Beweise sich durch die Denkmäler gewinnen lassen. Andres gefragt: Welche Spuren hat menschliches Handeln inzwischen hinterlassen? Welche Geschichte ist an dem Denkmal ablesbar? Wurden gar „Taten“ im und am Bau verübt? Und schließlich: Welche Schlüsse zieht die Denkmalpflege daraus?

An unserer Führung können 30 Personen teilnehmen. Hier können Sie ab Mitte August das Gesamtprogramm zum Tag des offen Denkmals online einsehen. Weitere Informationen auf www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/kultur/tag-des-offenen-denkmals und www.tag-des-offenen-denkmals.de/

Treffpunkt: Ecke Walther-Rathenau-Straße / Im Park, 50996 Köln-Rodenkirchen  Anmeldung erforderlich!

Dauer: Gut zwei Stunden zu Fuß, das Haus Hillebrand ist nicht barrierefrei. Teilnahme kostenlos.

HINWEIS: Falls das Kartenkontigent erschöpft ist (d.h., Sie können keine Karten bei dem Link zur Anmeldung reservieren), schreiben Sie uns bitte eine E-Mail über unser Kontaktformular. Wir setzen Sie dann auf auf die Warteliste und geben Bescheid, wenn Plätze frei werden.

 

 

Expressionismus: Aufbruch in die Moderne – Führung am 16.8. Museum Ludwig

Expressionismus: Aufbruch in die Moderne – Führung am 16.8. Museum Ludwig

Museum Ludwig in Köln Expressionismus

Am 16.8. lädt die Bürgervereinigung zu einer Führung über den deutschen Expressionismus ein. © Museum Ludwig, Foto: A.R.

Eine der bedeutendsten Sammlungen zum deutschen Expressionismus sind im Museum Ludwig zu sehen. Die Kunstströmungen bzw. Künstlergruppen „Die Brücke“ und „Blauer Reiter“ stehen sinngleich für den Expressionismus in Deutschland. Warum leisteten besonders diese Künstlerinnen und Künstler einen entscheidenden Beitrag zum Expressionismus und damit zur klassischen Moderne? Dies Frage beantwortet Mareike Fänger auf der Führung der Bürgervereinigung Rodenkirchen am Dienstag, 16. August 2022 um 10:30 Uhr im Museum Ludwig.

Treffen um 10:15 Uhr an der Kasse Museum Ludwig, Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln, Dauer 90 Minuten. Kosten: Mitglieder 5 €, Nicht-Mitglieder 10 €, Eintritt 12 €, ab 20 P 8,70 €

Anmeldung

Expressionismus: Gemälde in den Kunstströmungen „Brücke“ und „Blaue Reiter“

Die Brücke war eine Künstlergruppe (auch „KG Brücke“ genannt), die heute als wichtiger Vertreter des Expressionismus gilt. Sie wurde am 7. Juni 1905 in Dresden von den Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff gegründet. Weitere berühmte Mitglieder waren u.a. Max Pechstein, Otto Mueller und Emil Nolde. Jedoch löste sich im Jahr 1913 bereits die Gruppe auf.

Die im Umfeld des Blauen Reiters tätigen Kunstschaffenden waren wichtige Wegbereitende der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts. Aber sie bildeten lediglich eine Gemeinschaft, eine Kunstepoche im deutschen Expressionismus, aber keine Künstlergruppe wie die „Brücke“ in Dresden. Zum „Blauen Reiter“ zählen u.a. Wassily Kandinsky und Franz Marc als Gründer der Gemeinschaft sowie August Macke, Gabriele Münter, Paul Klee.

Irrungen und Wirrungen um den Namen „Blauer Reiter“

Wie kam es zu dem Namen „Blauer Reiter“? Hat das berühmte Gemälde „Blaues Pferd“ von Frank Marc damit etwas zu tun? Oder eher das Kandinsky-Bild „Der apokalyptische Reiter“? Forschende in der Kunstgeschichte belegen, dass Kandinsky und Marc gemeinsam beim Kaffeetrinken diesen Namen erfunden haben. „Beide liebten wir Blau. Franz Marc die Pferde, ich die Reiter. So kam der Name von selbst…“ 1

 

1 [Zitiert nach Anja Göbel „Der Blaue Reiter – Schönberg und Kandinsky im Wandel der Zeit“, Originalquelle: Hollmann, Eckard. Der Blaue Reiter. Auf den Spuren der Künstlergruppe. Prestel. München. 2011. S. 47.]

 

Redaktion:Beatrix Polgar-Stüwe