Käthe Kollwitz neu sehen


Blick in neue Ausstellung des Kollwitz Museum Köln, im Vordergrund der bronzene »Turm der Mütter« von Käthe Kollwitz © Kollwitz Museum Köln 2025
„Käthe Kollwitz neu sehen“, so lautet der Name der Sonderausstellung, zu der die Bürgervereinigung am Donnerstag, 5. März 2026 von 14 bis 15 Uhr einlädt. Im vergangenen Herbst öffnete nach drei Jahren Renovierung das Käthe Kollwitz Museum Köln wieder seine Türen, dies im Gedenkjahr zum 80. Todestag der Künstlerin (1867–1945) und zum 40-jährigen Bestehen des Hauses.
Die Eröffnungsausstellung KOLLWITZ NEU SEHEN, die nun im März endet, präsentiert eine Auswahl von Zeichnungen, Druckgrafiken und Plastiken aus einer international geschätzten Sammlung.
Treffen um 13.45 Uhr in der Halle unten am Fahrstuhl, max. 15 Personen, Eintritt 8 €, Käthe Kollwitz Museum Köln, Neumarkt 18-24 / Neumarkt Passage, 50667 Köln.
Wenn hier auf unserer Homepage keine Tickets mehr verfügbar sind, ist die Führung ausgebucht!
Neue Perspektiven auf die große Künstlerin Käthe Kollwitz

KOLLWITZ NEU SEHEN, Plakat zur Wiedereröffnung des Kollwitz Museum Köln, Motiv: Käthe Kollwitz, Selbstbildnis von vorn, 1922/23 © Kollwitz Museum Köln, Gestaltung: Julius Terlinden
Das Motto der Eröffnungsausstellung, KOLLWITZ NEU SEHEN ist Programm. Neben den berühmten Werken aus der Sammlung der Kreissparkasse Köln präsentiert somit das Haus rund 20 Neuerwerbungen und 10 neue Dauerleihgaben, die bislang nur selten oder noch nie der Öffentlichkeit gezeigt wurden. Zu den besonderen Highlights zählen deshalb ein farbiges Pastell-Selbstbildnis von 1893/94 aus Familienbesitz, ein Porträt der Cousine Else Rupp von 1890 – eines von nur vier bekannten Ölgemälden –, ein frühes Doppelbildnis mit einer Studienkollegin von 1889 oder eine technische Probe zur Druckgrafik „Losbruch“ aus dem Zyklus „Bauernkrieg“ von 1902.
Im Zentrum stehen Themen, die Kollwitz bewegten und die bis heute somit aktuell sind: soziale Ungleichheit, politische Umbrüche, Geschlechterrollen und das Leben von Frauen in schwierigen Zeiten. Die Ausstellung hebt dabei bewusst die weibliche Perspektive der Künstlerin hervor. Dies in Hinblick auf Mutterschaft, Verlust, Trauer, aber auch auf Hoffnung und Solidarität. Darstellungen, die Wohnungsnot, schlechte Arbeitsbedingungen oder die Folgen von Krieg und Gewalt in den Fokus rücken, unterstreichen die bleibende gesellschaftliche Relevanz ihres Werks.
(Quelle: Presseinformation Käthe Kollwitz Museum)