
O.M. Ungers, Haus Belvederstraße, Köln 1990 (Foto: © Dieter Leistner)
Dem Kölner Architekten Oswald Mathias Ungers (1926–2007) widmet das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) die Ausstellung „Architektur als Idee“. Am 12. Juli 2026 wäre der bekannte Kölner Architekt 100 Jahre alt geworden. Das Museum möchte mit der Schau den international einflussreichen Architekten, Theoretiker und Hochschullehrer würdigen, der Architektur als geistige Disziplin verstand.
Die Bürgervereinigung Rodenkirchen lädt am Mittwoch, 26. August 2026 von 11 bis 12.30 Uhr zu dieser Sonderausstellung ein. Treffen ist um 10.45 Uhr an der Kasse des MAKK. Es können maximal 20 Personen teilnehmen. Kunsthistorikerin Mareike Fänger führt die Gruppe.
Mitglieder zahlen 5 €, Nicht-Mitglieder 10 € für unsere Führung zuzüglich 7 € für den Eintritt ins Museum. Adresse: Museum für Angewandte Kunst Köln, An der Rechtschule 7, 50667 Köln
Die Veranstaltung ist ausgebucht. Wir führen eine Wartelitze. Bitte schreiben Sie uns eine Mail.
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Oswald Mathias Ungers: Architektur als Gesamtkunstwerk
Im Mittelpunkt steht sein Ungers Ansatz, die Architektur als Disziplin des Denkens zu begreifen. Eine geometrische Ordnung, in der Raum, Proportion und Kunst bewusst aufeinander bezogen sind. Gerade im Spannungsfeld von Funktion, Nachhaltigkeit und Gestaltung wirkt dieses Verständnis aktuell. Die Ausstellung lädt somit dazu ein, O.M. Ungers’ Werk im Dialog von Architektur, Design, Kunst und Umwelt neu zu betrachten.

O.M. Ungers, Bibliothekskubus Belvederestraße, Köln 1989/90 (Foto: © Stefan Müller)
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Ungers’ Vorstellung vom Gesamtkunstwerk. Wenn es die Bauherren zuließen, gestaltete er nicht nur Gebäude, sondern auch Innenräume, Möblierung, Farbkonzepte und Außenanlagen. Die Ausstellung präsentiert unter anderem Projekte, in denen dieser Anspruch besonders deutlich wird. Beispielsweise die Residenz des deutschen Botschafters in Washington, D.C., die Badische Landesbibliothek in Karlsruhe oder die Geschäftsräume der Hypo Bank in Düsseldorf. Hier greifen Architektur, Design, Kunst und Landschaft ineinander und bilden eine geschlossene Ordnung.
Aber auch sein eigenes Kölner Wohn- und Arbeitshaus in der Belvederestraße 60 am Rande von Müngersdorf veranschaulicht die Ausstellung anhand von Fotos, Zeichnungen und Grundrissen. Heute beherbergt sein Haus die Stiftung Ungers Archiv für Architekturwissenschaft. Mehr über das Haus und Archiv auf https://www.aknw.de/aktuelles/news/details/news/ungers-archiv-schatzkiste-voller-architektur
Über Oswald Mathias Ungers

O.M. Ungers, Doppelportrait (Foto: © Artur Gärtner)
Oswald Mathias Ungers wurde im rheinland-pfälzischen Kaiserseschs geboren. Nach dem Krieg diplomierte er in Architektur an der TH Karlsruhe bei Prof. Egon Eiermann, dem bedeutenden deutschen Architekten und Möbeldesigner der Nachkriegsmoderne.
Zuerst war Ungers als selbständiger Architekt tätig in Köln. 1963 wurde an die TU Berlin berufen und war dort Dekan der Architekturfakultät. 1968 siedelte er mit seiner Familie in die USA, war dort u.a. auch Dekan an der Cornell University und Gastprofessor an der Harvard University. Zwischendurch kehrte er auch immer wieder nach Deutschland zurück, nahm aber verschiedene Gastprofessuren im Ausland an. Seit 1997 erhielt er verschiedene Auszeichnungen, u.a. das Bundesverdienstkreuz, Ehrendoktorwürden. O.M. Ungers starb 2007 in Köln.

Spannende Führung durch das Gerling-Quartier am 11.9.2025. Foto: © Dirk Vergin / Antoniter City Tours
Zu einer spannenden Architektur-Führung durch das historische und moderne Gerling-Quartier in Köln lädt die Bürgervereinigung Rodenkirchen am Donnerstag, 11. September 2025 um 16 Uhr ein. Kunsthistorikerin Dagmar Lutz bietet während eines Rundgangs einen faszinierenden Einblick in die urbane Entwicklung, städtebauliche Gestaltung und moderne Transformation eines Stadtteils in Köln. Das Gerling-Quartier, das einst das Zentrum der gleichnamigen Versicherung war, ist heute ein lebendiges Stadtviertel mit zahlreichen beeindruckenden Gebäuden im Zuge der Stadterneuerung.
Das Gerling-Quartier liegt mitten in Köln, direkt an der ehrwürdigen Kirche St. Gereon, wo sich auch die Gruppe um 15:45 Uhr trifft am Hauptportal (Gereonskloster 2, 50670 Köln). Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Mitglieder zahlen 10 € für die Führung, Nicht-Mitglieder der Bürgervereinigung 15 €. Wenn hier keine Tickets mehr angezeigt werden, ist die Führung ausgebucht.
Führung ist ausgebucht!!
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Faszination Gerling-Quartier
Das Areal ist vor allem eindrucksvoll wegen seiner Größe auf etwa 46 000 Quadratmeter, fast wie eine Stadt in einer Stadt. Hier finden sich u.a. Büros, ein Hotel, Restaurants, eine Hochschule, Bars, exklusive Wohnungen in ganz verschiedenen Gebäudearten. Mal im Hufeisenbau, im Rundbau, im Hochhaus mit Hof samt Brunnen, mal mit viel Kunst, mal trutzig mit markanten Fassaden, mal mit Leichtigkeit und viel Glas am Bau.
Es gibt auch einige Neubauten, aber der größte Teil steht unter Denkmalschutz. Was der Versicherungsunternehmer Hans Gerling damals in den Vorkriegs- und Wirtschaftswunderjahren von 1950 und 1960 erbauen ließ, sollte vor allem repräsentativ sein. Heute verschmelzen hier Geschichte und moderne Stadtentwicklung auf beeindruckende Art und Weise, überzeugend restauriert und revitalisiert.
Langer Weg bis zum Umbau
Doch nach dem Aufstieg des Gerling-Konzerns über viele Jahrzehnte folgte der Fall. Das Ende wurde im Jahr 2006 besiegelt. Die Frankonia AG übernahm. Es sollten noch weitere Eigentümer inklusiver des Verkaufs der denkmalgeschützten Immobilien erfolgen. Im Jahr 2011 begann schließlich der Umbau des Areals. Heute lässt sich sagen, dass das neue Viertel mit bewegter Vergangenheit fast vollendet ist. Zudem gilt das Quartier heute als ein Vorzeigeprojekt moderner Stadtentwicklung.
Und welche Aufgabe haben nun die einst auch von Gerling genutzten historischen Gebäude, so z.B. das alte Stadtarchiv, die ehemalige Karmelitinnen-Kapelle, das Palais Langen? Auch darauf wird die Führung ihren Augenmerk lenken.

Gebäude aus der Zollstock-Siedlung, das von Riphahn geplant wurde. Foto: Lehndorf-Felsko
Auf eine zweite spannende Spurensuche durch die Zollstock-Siedlung zu Gebäuden der Bauhaus-Architektur von Wilhelm Riphahn lädt die Bürgervereinigung Rodenkirchen ein. Kunsthistorikerin Angelika Lehndorff-Felsko führt die Gruppe am Sonntag, 7. August 2022 um 10:30 Uhr durch Zollstock. Während der einzelnen Etappen entlang des Zollstockgürtels, der Vorgebirgsstraße und deren Seitenstraßen bis hin zum denkmalgeschützten Rosenzweigpark sehen die Gäste, welche Anregungen die Architektur des Bauhaus und die niederländische De Stijl-Bewegung in Köln-Zollstock gab.
Die Führung ist ausgebucht!
Anmeldung 7.8.22
Kaum ein Architekt hat in Köln so viele Gebäude hinterlassen wie Riphahn. So gibt es zahlreiche von ihm geplante Einfamilienhäusern, große Siedlungen und zahlreiche stadtbildprägenden Kulturbauten. Zu bekannten Riphahn-Gebäuden zählen beispielsweise in Köln die Oper am Offenbachplatz, die Bastei, das frühere Britische Kulturinstitut The British Council an der Hahnenstraße oder der Ufa-Filmpalst am Ring. Aber wir verdanken Riphahn auch den sozialen Wohnungsbau in Köln zu Beginn des frühen 20. Jahrhunderts, der wesentlich von den Ideen der Bauhaus-Strömung geprägt wurde. Der Kölner Siedlungsbau dieser Zeit galt als führend. Überdies wirkte er sich sogar auch in anderen Regionen der Erde aus.
Aber: Ist die Zollstock-Siedlung bei Bauhaus-Interessierten in Vergessenheit geraten? „Mir ist nicht bekannt, dass in der letzten Zeit je eine Führung durch die Riphahn-geprägte Zollstock-Siedlung stattgefunden hätte,“ bemerkt Angelika Lehndorff-Felsko. Ein guter Grund findet Lehndorf-Felsko, an der Führung in Zollstock teilzunehmen, die zudem zwei Wochen nach Riphahns 133. Geburtstag stattfindet.

Bauhaus-Architektur in der Zollstock-Siedlung. Foto: Lehndorff-Felsko
Treffpunkt: 10:15 Uhr an der KVB-Bushaltestelle Zollstockgürtel (130, 131, 134), 50969 Köln (zwischen Höninger Weg und Vorgebirgsstraße).
Führung: 10:30 bis 12:00 Uhr, Kosten: 8 Euro für Mitglieder der Bürgervereinigung Rodenkirchen, 13 Euro für Nichtmitglieder. Maximal 25 Personen.
Bei großer Hitze wird die Führung verschoben. Angemeldete erhalten dann rechtzeitig eine E-Mail-Benachrichtigung.
Wer war Wilhelm Riphahn?
Wilhelm Riphahn (* 25. Juli 1889 in Köln; † 27. Dezember 1963 Köln) war ein bekannter deutscher Architekt. Seit 1913 war er als selbstständiger Architekt tätig. Darüberhinaus beteiligte er sich zwischen 1945 und 1948 als Berater beim Wiederaufbau der Stadt Köln. In den 1940er und 1950er Jahren gab er daher der Stadtentwicklung Kölns zahlreiche Impulse.
Verschiedene Siedlungen plante Riphahn im Auftrag der GAG, die auch heute noch zum Bestand der Wohnungsbaugenossenschaft gehören. In Bickendorf, Zollstock, Mauenheim und Buchforst sind zum Beispiel ganze Straßenzüge von Riphahns Entwürfen geprägt.
https://www.zohus.de/koeln-specials/historisches-koeln/architekt-wilhelm-riphahn
Redaktion: Beatrix Polgar-Stüwe

Gebäude aus der Zollstock-Siedlung, das von Riphahn geplant wurde. Foto: Lehndorf-Felsko
Die Führung am 24. Juli ist nun ausverkauft. Bitte melden Sie sich bei Interesse bei unserer zweiten Führung am 7. August an.
Auf eine spannende Spurensuche durch die Zollstock-Siedlung zu Gebäuden der Bauhaus-Architektur von Wilhelm Riphahn lädt die Bürgervereinigung Rodenkirchen ein. Kunsthistorikerin Angelika Lehndorff-Felsko führt die Gruppe am Sonntag, 24. Juli 2022 um 10:30 Uhr durch Zollstock. Während der einzelnen Etappen entlang des Zollstockgürtels, der Vorgebirgsstraße und deren Seitenstraßen bis hin zum denkmalgeschützten Rosenzweigpark sehen die Gäste, welche Anregungen die Architektur des Bauhaus und die niederländische De Stijl-Bewegung in Köln-Zollstock gab.
Kaum ein Architekt hat in Köln so viele Gebäude hinterlassen wie Riphahn. So gibt es zahlreiche von ihm geplante Einfamilienhäusern, große Siedlungen und zahlreiche stadtbildprägenden Kulturbauten. Zu bekannten Riphahn-Gebäuden zählen beispielsweise in Köln die Oper am Offenbachplatz, die Bastei, das frühere Britische Kulturinstitut The British Council an der Hahnenstraße oder der Ufa-Filmpalst am Ring. Aber wir verdanken Riphahn auch den sozialen Wohnungsbau in Köln zu Beginn des frühen 20. Jahrhunderts, der wesentlich von den Ideen der Bauhaus-Strömung geprägt wurde. Der Kölner Siedlungsbau dieser Zeit galt als führend. Überdies wirkte er sich sogar auch in anderen Regionen der Erde aus.
Aber: Ist die Zollstock-Siedlung bei Bauhaus-Interessierten in Vergessenheit geraten? „Mir ist nicht bekannt, dass in der letzten Zeit je eine Führung durch die Riphahn-geprägte Zollstock-Siedlung stattgefunden hätte,“ bemerkt Angelika Lehndorff-Felsko. Ein guter Grund findet Lehndorf-Felsko, an der Führung in Zollstock teilzunehmen, die zudem einen Tag vor Riphahns 133. Geburtstag stattfindet.

Bauhaus-Architektur in der Zollstock-Siedlung. Foto: Lehndorff-Felsko
Anmeldung 24.7.22
HINWEIS: Aufgrund der großen Nachfrage bieten wir am Sonntag, 7. August diese Führung nochmals an.
Treffpunkt: 10:15 Uhr an der KVB-Bushaltestelle Zollstockgürtel (130, 131, 134), 50969 Köln (zwischen Höninger Weg und Vorgebirgsstraße).
Führung: 10:30 bis 12:00 Uhr, Kosten: 8 Euro für Mitglieder der Bürgervereinigung Rodenkirchen, 13 Euro für Nichtmitglieder. Maximal 25 Personen.
Bei großer Hitze wird die Führung verschoben. Angemeldete erhalten dann rechtzeitig eine E-Mail-Benachrichtigung.
Wer war Wilhelm Riphahn?
Wilhelm Riphahn (* 25. Juli 1889 in Köln; † 27. Dezember 1963 Köln) war ein bekannter deutscher Architekt. Seit 1913 war er als selbstständiger Architekt tätig. Darüberhinaus beteiligte er sich zwischen 1945 und 1948 als Berater beim Wiederaufbau der Stadt Köln. In den 1940er und 1950er Jahren gab er daher der Stadtentwicklung Kölns zahlreiche Impulse.
Verschiedene Siedlungen plante Riphahn im Auftrag der GAG, die auch heute noch zum Bestand der Wohnungsbaugenossenschaft gehören. In Bickendorf, Zollstock, Mauenheim und Buchforst sind zum Beispiel ganze Straßenzüge von Riphahns Entwürfen geprägt.
https://www.zohus.de/koeln-specials/historisches-koeln/architekt-wilhelm-riphahn
Redaktion: Beatrix Polgar-Stüwe