Keine Verdichtung im Auenviertel in Rodenkirchen – Neuer Bebauungsplan-Entwurf

Keine Verdichtung im Auenviertel in Rodenkirchen – Neuer Bebauungsplan-Entwurf

Keine Verdichtung im Auenviertel in Köln-Rodenkirchen

Im Auenviertel Ecke Grimmelshausenstraße

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen steht für die Erhaltung der Wohn- und Lebensqualität ihres Ortes: Das komplette Auenviertel muss sein einmaliges Flair behalten. Es darf nicht durch Teilung der Grundstücke zugebaut werden! Deshalb ist die Bürgervereinigung Rodenkirchen erfreut, dass die Stadtverwaltung der Forderung nachkommt und einen neuen Bebauungsplan entworfen hat.  Denn die besondere Struktur des Auenviertels in Köln-Rodenkirchen muss erhalten bleiben. Die Nachverdichtung durch Teilung großer Grundstücke und der Bebauung des Hinterlands großer Liegenschaften muss verhindert werden. Denn seit geraumer Zeit beobachtet die Bürgervereinigung mit großer Sorge, dass das historisch gewachsene Wohnbauviertel einem Wandel unterliegt mit Teilungen von Grundstücken.  Dies führt aber zu einer schleichenden städtebaulichen Verdichtung des gewachsenen Viertels in Köln-Rodenkirchen und zerstört das erhaltenswerte, historisch wertvolle Ambiente des Auenviertels, von der Weißer Straße bis hin zum Uferstraße am Rhein. Denn durch Nachverdichtung würde unwiderruflich der Gesamtcharakter des Viertels zerstört. Auch der Denkmalschutz, die Intention, Natur mit Architektur zu verbinden und die seltene geschichtliche Ablesbarkeit des Ortes wären durch eine rücksichtlose Bebauung verloren.

Auenviertel schützen durch gültigen Bebauungsplan

Neuer Bebauungsplan Auenviertel Rodenkirchen

Erneute öffentliche Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfs Auenviertel in Rodenkirchen © Stadt Köln

Vom 2. Juli bis 17. August erfolgt nun die erneute öffentliche Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfs Nummer 70390/02 mit Begründung beim Stadtplanungsamt (Stadthaus), Außenstelle, Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln. Weitere Informationen: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/planen-bauen/bebauungsplaene/aktuelle-bebauungsplaene/auenviertel-koeln-rodenkirchen

Ziel der Planung sei es weiterhin, das vorhandene hochwertige Wohngebiet durch planungsrechtliche Instrumente zu schützen. So soll die Struktur einer überwiegend ein- und zweigeschossigen Bebauung mit freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern erhalten bleiben.

Zur Geschichte des Auenviertels in Köln-Rodenkirchen

Das Auenviertel in Rodenkirchen stellt die zweite Erweiterung in der Geschichte Rodenkirchens dar. Die drei Entwicklungsstufen – typisch für das Wachstum kleinster Dörfer im Umkreis größerer Städte – liegen hier, wie ein offenes Bilderbuch, zutage. An kaum einem anderen Ort, wo Kleinstgehöfte längst verschwunden sind, ist die Geschichte einer Stadt und seiner Umgebung so deutlich ablesbar. Sie geben Zeugnis von einer sonst kaum anzutreffenden Vermischung der Bevölkerung aus verschiedenen Schichten, die eng verbunden ist mit der Entwicklung Kölns.

Glückliche Fügungen in der Bau-Historie Rodenkirchens

Die erste Erweiterung war bestimmt durch das Wachsen Kölns zur preußischen Großstadt und zum Industrieort. In Rodenkirchen sind nicht nur die alte Kirche vom ursprünglichen Fischerdorf erhalten geblieben, sondern auch Kleinstgehöfte, die an das ehemalige Dorfbild erinnern. Diese kleinen Höfe legen ein einmaliges Zeugnis dafür ab, dass bei der Versteigerung des ehemals kirchlichen Besitzes mitunter auch Kleinstbauern, Hintersassen, manchmal in der Lage waren, eine winzige Fläche zu erhalten. Zudem setzte, wie an anderen Vororten und Stellen, an denen sich Lehmboden oder Kiesgruben befanden, eine Besiedlung von Kleinunternehmern und Fuhrleuten ein, die das begehrte Baumaterial nach Köln lieferten. Rodenkirchen weitete sich nach Westen aus, über die Hauptstraße hinweg, welche die ursprüngliche Grenze des kleinen Ortes war. Die kleinen, oft hübsch verzierten Backsteinbauten geben in der Frankstraße und Umgebung ein schönes Zeugnis dieser Besiedlung. Aber auch erste kleinere Villen entstanden entlang der Hauptstraße, die deutlich nach Norden in Richtung Köln ausgerichtet waren.

Im Auenviertel in Köln-Rodenkirchen Auenweg Ecke Zuckmayerstr

Auenweg Ecke Zuckmayerstraße

Die zweite Erweiterung lässt nun den Trend zum gesunden Leben erkennen, oder die ersten Lehren, die man aus einer ungehemmten Industrialisierung gezogen hatte: Der Rhein wird nicht nur als Transportweg und verkehrstechnische Anbindung an Köln gesehen, sondern wird selbst zur „Ansicht“. Im Urteil der Zeitgenossen ist er nicht nur praktisch, sondern „schön“. Er steht mit seiner grünen Umgebung für eine gesunde Lebensweise, die sich gegen die grauenhaften Folgen der Industrialisierung auch in Köln richtet. Denn man hielt die schlechte Luft für die Ursache vieler Seuchen und Krankheiten und versuchte nun, nicht nur für die Fabrikbesitzer (z.B. Westend in vielen Städten), sondern auch für die einfache Bevölkerung gesunde Wohnungen zu schaffen.

Dass sich alle drei Ausformungen in Rodenkirchen nebeneinander erhalten haben, ist ein außerordentlicher Glücksfall und sehr selten. Ebenso selten ist die Verschmelzung zu einem dennoch einheitlichen Aussehen des Ortes, wo man sich heute noch an eigentlich allen Stellen wohlfühlt und die deutlich sich abhebenden Entwicklungsstufen nie als Trennung registriert.

Die Verwüstungen des Zweiten Weltkrieges, die Köln wie keine andere deutsche Stadt vernichtet haben, zerstörten auch die sichtbare geschichtliche Entwicklung. So haben wir nur noch an einigen wenigen Stellen der Umgebung Bauten, die an das frühere Dorfbild erinnern (etwa Immendorf und Sürth). Von daher ist es ein außerordentlicher Glücksfall, dass in Rodenkirchen gleich mehrere dieser Kleinstgehöfte, etwa an der Friedensgasse oder Barbarastraße erhalten sind, die ursprünglich eine kleine Fläche Nutzlandes ihr Eigen nannten.

Sonderwege beim Siedlungsbau in Rodenkirchen

Die erste Erweiterung mit Kleinunternehmern, Ziegelgrubenbesitzern und Fuhrunternehmen lässt sich an vielen ehemaligen Vororten Kölns nachweisen, Ehrenfeld oder Sülz sind nur zwei Beispiele. Sie zeigen überall nahezu den gleichen Haustypus, der auch in Rodenkirchen zu sehen ist: Drei- oder vierachsige Backsteinbauten, zunächst giebelständig, dann traufständig zur Straße hin orientiert, häufig mit farbigen Backsteinverzierungen und Phantasiewappen ausgestattet.

Doch während sich in nahezu allen Vororten diese Ansiedlungen getrennt von anderen Bebauungen zeigen, sozusagen als zusammengehörige Siedlung – man wollte in den gehobenen Wohngegenden, die rings um die Stadt entstanden, wie etwa Lindenthal oder Klettenberg, den „Ehrenfeldisierungsprozeß“ verhindern, also die Proletarisierung der Villenviertel, geht Rodenkirchen da unbewusst einen Sonderweg! Noch während diese Backsteinbauten an der Frankstraße oder Wilhelmstraße im Bau sind, beginnen sich einige kleine Villen bereits an der neuen Hauptstraße anzusiedeln. Berührungsängste fehlen hier offensichtlich.

Darin – und das kann nicht genug hervorgehoben werden – unterscheidet sich Rodenkirchen grundsätzlich von den anderen Vororten, die zum größten Teil bewusst und neu angelegt wurden: Klettenberg als Villenort oder Sülz als Arbeitervorort. Hier entwickelte sich beides nebeneinander, was man sonst so nicht findet. Selbst das unmittelbar benachbarte Marienburg hat nichts mit der Entwicklung Rodenkirchens gemein, nicht einmal die Architekten sind in beiden Orten bis auf ganz wenige Ausnahmen die gleichen.

Erstaunliche ist aber, dass dieses Prinzip der Vermischung bei der Ansiedlung des Auenviertels, also der zweiten Erweiterung, zumindest in den Anfängen nunmehr bewusst weitergeführt wird! Das ist für war eine große Ausnahme und in der weiteren Umgebung sonst nicht bekannt.

Innovativer gemischter Baustil durch Architekt Otto Müller-Jena

Moltkestraße in Köln-Rodenkirchen Auenviertel

Moltkestraße im Auenviertel

Als der bedeutende Architekt Otto Müller-Jena, in den Jahren nach 1910 begann, einige Straßenzüge mit gemischter Bebauung zu entwerfen, schaffte er etwas völlig Neues! Er plante Villen, die für das neu entstandene Bürgertum, das in der aus allen Nähten platzenden Stadt keinen Platz gefunden hatte und auch bei der neu angelegten Ringstraße zu kurz gekommen war. Aber unmittelbar daneben entstehen – im Stil durchaus angepasst – Mietshäuser für mehrere Familien. Diese Vermischung ist sonst keinem der bekannten Baumeister dieser Zeit gelungen.

Damit aber nicht genug: Otto Müller-Jena, der übrigens wenig später auch hervorragende Bauhausarchitektur errichtet (in Köln z.B. die ehemaligen Sidolwerke) verbaute die Natur mit in seinen Häusern. Die Anlage der umgebenden Gartenflächen wird von ihm als mitgebaute Natur, als Architektur verstanden und so konzipiert. (In der gleichen Zeit und etwas später entstehen die ersten Freischulen, in denen Kinder außerhalb der Stadt hin und wieder unterrichtet werden, um zu ihrer Gesundung beizutragen). Erst die Vorgärten und umgebenden Gärten lassen in seinen Augen die Bauten vollständig werden.

Der Plan der Vermischung von Villen und Miethäusern, gekonnt umgesetzt, hat sich dann über die steigenden Grundstückspreise nicht weiterverfolgen lassen. Aber noch immer bietet das größere Ensemble von Uferstraße und Moltkestraße eine schöne Vorstellung dieses Vorhabens.

Die weiteren Planungen des Auenviertels nehmen jedoch viele dieser Innovationen auf. So ist gerade die Vermischung der Stile, auch an einem Bau, heute reizvoll inmitten der Grünanlagen.

Modernes Bauhaus im Auenviertel neben Historismus im Einklang

Bauhaus neben Historismus verrtagen sich im Auenviertel gut.

Der Historismus hatte sich mit dem ersten Weltkrieg und der anschließenden Revolution überlebt. Aber alle bedeutenden Schulen der 1920er Jahre kommen hier auf ihre Kosten und lassen heute die Übereinstimmungen und gegenseitigen Beeinflussungen erkennen, obwohl sie damals miteinander im Streit lagen. So findet sich der herkömmlich traditionelle „Heimatschutzstil“ unmittelbar neben der radikalen Moderne im Bauhausstil, die gemäßigte Moderne neben der Stuttgarter Schule, der Expressionismus neben niederländischen Einflüssen der Amsterdamer Schule usw. Dennoch gibt es immer wieder Gemeinsamkeiten, die bei all diesen Stilen vertreten sind – das halbrunde vor die Fassade gesetzte Treppentürmchen etwa, die weit vorgezogene Traufe, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Aber eine weitere, bedeutende Gemeinsamkeit haben alle, die Freifläche vor oder um die Häuser wird als integraler Bestandteil der Architektur verstanden! In dieser Hinsicht hat Müller-Jena wirklich vorbildlich gewirkt.

Wohngebiet im Auenviertel schützen durch Veränderungssperre

Auenweg Rodenkirchen

Auenweg Rodenkirchen

Eine dichtere Bebauung würde die Intention der gesamten Architektur zerstören. Sehr wichtig wäre es, darauf hinzuwirken, die modernen Sichtschutzmaßnahmen, Bambuszäune, hohe Hecken etc. zugunsten der teilweise noch erhaltenen sehr schönen alten niedrigen Begrenzungen wegzunehmen, um so den freien Durchblick, der ausdrücklich gewollt wurde und der ganzen Siedlung eine ungewöhnlich schöne Leichtigkeit gibt, wiederherzustellen.

Das vorhandene hochwertige Wohngebiet muss geschützt werden, so dass die Struktur einer überwiegend ein- und zweigeschossigen Bebauung mit freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern erhalten bleibt. Dies bezieht sich auf den Siedlungsbereich zwischen Weißer Straße und Uferstraße, zwischen Grüngürtel- und Walther-Rathenau-Straße.

Auenviertel schützen! Argumente gegen eine Verdichtung der Bebauung im Auenviertel

Eine Verdichtung der Bebauung würde drei wichtige und reizvolle Eigenschaften, die heute den Charme Rodenkirchens ausmachen, zerstören:

  1. Die sehr seltene geschichtliche Ablesbarkeit des Ortes würde zerstört
  2. Die Intention der zum großen Teil denkmalgeschützten Bauten, die die umgebende Natur als Architektur begreift, wäre unwiderruflich dahin, die Bauten würden ihren ureigenen Charakter verlieren.
  3. Die wenigen Bauten, die durch moderne Bebauungen ersetzt wurden, haben bislang in der Mehrheit große Rücksicht auf den Gesamtcharakter des Viertels genommen und so den einzigartigen Flair Rodenkirchens bewahrt. Durch mehr Verdichtung würde der Gesamteindruck einer historisch gewachsenen Einheit endgültig zerstört werden.

Autoren: Angelika Lehndorff-Felsko, Dieter Maretzky

Redaktion/Fotos: Beatrix Polgar-Stüwe

Ausgebucht – Krippenführungen am 4. Januar mit Günter Leitner

St. Maria im Kapitol

St. Maria im Kapitol (Foto: Dieter Maretzky)

Ausgebucht – Am Samstag, 4. Januar 2020 um 11 Uhr laden wir ein zur Besichtigung verschiedener Kölner Krippen. Unser diesjähriger Krippengang führt uns von der Weihnachtskirche St. Maria im Kapitol, die für die Geschichte der Weihnacht große Bedeutung hatte, nach Groß Sankt Martin. Weiter geht es nach St. Madonna in den Trümmern und St. Maria in der Kupfergasse und zu der Apostelnkirche. Über die Krippen hinaus wird das adventliche und weihnachtliche Brauchtum in Köln vorgestellt. Es führt uns Günter Leitner.

Treffpunkt: St. Maria im Kapitol, Casinostr. 6, 50676 Köln. 25 Personen, Kosten 10 €. Keine Kartenbestellung mehr möglich!

Synagoge Köln: Führung am 7.10.2019

Synagoge Köln: Führung am 7.10.2019

Synagoge in Köln

Synagoge in Köln Foto © Jörg Heijkal

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen lädt am Montag, 7. Oktober 2019 zur Führung in die Synagoge in Köln (Roonstraße 50) um 15 Uhr ein. Das Gemeindehaus ist das „Herzstück“ der Synagogen-Gemeinde Köln. Hier befindet sich das religiöse und kulturelle Zentrum.

Als liberale Synagoge wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts im neo-romanischen Stil erbaut und bot 1400 Menschen Platz. Die Einweihung fand am 22. März 1899 statt. In der Reichspogromnacht brannte auch diese Synagoge aus. 1957 – zwölf Jahre nach Neugründung der Gemeinde im April 1945 – beauftragte die Gemeinde den Architekten Helmut Goldschmidt mit dem Wiederaufbau. An der feierlichen Einweihung am 20. September 1959 nahm auch Bundeskanzler Adenauer, früherer Oberbürgermeister von Köln, teil. Papst Benedikt XVI. besuchte als erstes katholisches Oberhaupt die Synagoge während des Weltjugendtages im August 2005.

Heute vereint das Gebäude unter seinem Dach neben der großen Synagoge eine ganze Reihe weiterer Einrichtungen. Das sind u.a. das Rabbinat, das Jugendzentrum „Jachad“, die Krabbelgruppe „Die Roonis“ und das koscheres Restaurant Mikwe.

Der Große Gemeindesaal wird für Feste und Veranstaltungen unterschiedlichster Art genutzt.  Zudem gibt es Unterrichtsräume, eine Bibliothek, und ein kleines Museum informiert über die Geschichte der jüdischen Gemeinde Kölns. In der Synagoge finden täglich Gottesdienste statt.

Bitte beachten für den Besuch der Synagoge:

Nachdem Sie sich erfolgreich über den Anmeldebutton angemeldet haben und auf den Link in der E-Mail geklickt haben, müssen Sie uns noch Ihr Geburtsdatum und den Geburtsort per E-Mail an events@buergervereinigung-rodenkirchen.de aus Sicherheitsgründen zusätzlich mitteilen. Wir ergänzen dann diese benötigten Angaben auf der Teilnehmerliste für die Gemeinde.

 Zur Besichtigung bringen Sie Ihren Personalausweis mit!

Männliche Besucher jeglichen Alters benötigen eine Kopfbedeckung. Aus religiösen Gründen dürfen keine Getränke und Lebensmittel in die Synagoge mitgebracht werden. Sollte ein männlicher Teilnehmer seine Kopfbedeckung vergessen haben, erhält er vor Ort eine Kippa für die Dauer des Besuchs.

Die Führung dauert bis zu 90 Minuten und kostet p.P. 5 Euro.

Treffpunkt: 14.45 Uhr an der Synagoge Köln, Roonstraße 50, 50674 Köln – Neustadt/Süd

Albert Speer – Die Legende um den unwissenden Gentleman-Nazi: Führung NS-DOK

Plakat Stadt Köln Ausstellung NS-Dok Albert Speer

Ausstellungsplakat: Stadt Köln / Albert Speer vor Journalisten auf Pressekonferenz nach Haftentlassung, 1. Oktober 1966, Foto: Deutsches Historisches Museum 90135_7

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen lädt zur Ausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit“ ein. Am Dienstag, 13. August um 15 Uhr führt uns Kunsthistorikerin Dr. Katja Lambert durch die Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln).                                                                   Hier anmelden

Albert Speer war in der NS-Zeit als erster Architekt des Reiches verantwortlich für Großprojekte wie das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und die Umgestaltung Berlins. Er zählte zu Hitlers engsten Vertrauten, 1942 wurde er Rüstungsminister und war an der Ausbeutung von Millionen Zwangsarbeitern sowie dem Betrieb und Ausbau von Konzentrationslagern beteiligt. 1946 verurteilten ihn die Alliierten im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher zu zwanzig Jahren Haft.

Als Speer am 1. Oktober 1966 aus dem Gefängnis in Berlin-Spandau entlassen wurde, waren über tausend Schaulustige gekommen und dutzende Mikrophone und Kameras aus aller Welt auf ihn gerichtet. Dies war der Beginn seiner „zweiten Karriere“ als scheinbar geläuterter Zeitzeuge des Nationalsozialismus. Speer platzierte in der Öffentlichkeit erfolgreich die Legende, er habe von den NS-Verbrechen nichts gewusst und sei, von der Aura Hitlers verführt, in Krieg und Judenmord unbeteiligt hineingeraten.

Mit unkritischer Bereitwilligkeit folgten Historiker, Publizisten, aber auch die deutsche Öffentlichkeit der Erinnerungsmanipulation des „guten Nazis“ – nicht zuletzt, weil er eine Entlastung für jene bot, die sich selbst im Nationalsozialismus engagiert hatten. Längst ist bewiesen, dass Albert Speer als einer der Haupttäter des nationalsozialistischen Regimes maßgeblich an der Judenverfolgung und an den Verbrechen in den Konzentrationslagern beteiligt war.

Eine Ausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte, München-Berlin.

Treffpunkt: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Appellhofplatz 23-25. Eintritt: 4,50 €, Führung: 4 €, maximal 25 Teilnehmer.

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Mitgliederversammlung 2019: Digital und mit viel Frauenpower gut gerüstet für die Zukunft

Mitgliederversammlung 2019: Digital und mit viel Frauenpower gut gerüstet für die Zukunft

gut_besuchte_mitgliederversammlung_2019_buergervereinigung_rodenkirchenDie Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. hatte zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung am 9. April 2019 ins Restaurant des Kölner Rudervereins von 1877 eingeladen. Im Anschluss an die Versammlung hielt Jakub Wawrzyniak, Generalkonsul der Republik Polen in Köln, einen Vortrag über das deutsch-polnische Verhältnis im Kontext von Europa und seiner Bündnispartner.

Dieter Maretzky begrüßte die Anwesenden und stellte die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest. Seinen Dank für die Unterstützung richtete er an die Bezirksvertretung Rodenkirchen und die Kölner Verwaltung, an das Vorstandsteam, die Mitglieder des Vereines, die Presse und seine Gattin Jutta.

Rückblick auf die Arbeit der Bürgervereinigung Rodenkirchen

Im Vordergrund seiner bebilderten Präsentation über die Vorstandsarbeit standen folgende wichtige Themen, denen sich die Bürgervereinigung Rodenkirchen intensiv angenommen hatte: Die fehlende Infrastruktur am Sürther Feld, die Schul- und Bildungssituation, die Ungewissheit über das Schicksal des Rodenkirchener Rathauses, die notwendige Einrichtung eines Hauses für Jugendliche, erforderliche Verbesserungen im ÖPNV im Kölner Süden und die fragliche Zukunft der Kunststätten Fuhrwerkswaage und Wachsfabrik.

Durch den Neubau der Ernst-Moritz-Arndt-Schule im Sürther Feld wird der Schulbetrieb voraussichtlich ab 2022/23 möglich. Die Baugenehmigung sei erteilt und der Baubeginn soll im Herbst   2019 erfolgen, berichtete Dieter Maretzky. Er wies auf die Chance für eine neue Namensgebung für die Grundschule hin, da der Namenspatron mittlerweile als umstritten gilt.

Der ÖPNV verläuft nun über das Sürther Feld. Der Linienbus 130 fährt seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018. „Aber ein besserer Nahverkehr ist dringend notwendig“, fordert Maretzky. Bei der Versorgung des Baugebietes „Sürther Feld“ stehe nur der Schülerverkehr im Fokus. Das sei aber nicht ausreichend. Denn die Busanbindungen für Rodenkirchen-Süd, Weiß und Sürth wären verschlechtert und nicht verbessert worden. Die bisherige Linie 130 wurde durch die neue Linie 134 ersetzt, die aber täglich 4,5 Stunden weniger fährt als die Linie 130 vorher. Zudem wird diese Strecke zwischen 9 und 13 Uhr überhaupt nicht bedient. „Hier muss dringend das Angebot verbessert werden“, so Maretzky.

Seit Jahren soll das Rathaus in Rodenkirchen neu gebaut werden. Der bisherige Zeitplan sei aber heftig gefährdet, denn der Ersatzstandort an der Ringstraße wäre noch offen. 2019 sollte der Abriss erfolgen.

Seit Ende 2017 gibt es einen Arbeitskreis Jugend der Bürgervereinigung. Hier suchen verschiedene Gruppen gemeinsam einen Lösungsweg, um einen geeigneten Treffpunkt für Jugendliche in Rodenkirchen ins Leben zu rufen. Mögliche Standorte für eine Jugendeinrichtung werden diskutiert. Zu denen zählen u.a.:

  • im Neubau Rathaus Rodenkirchen
  • auf der Fläche der Hauptschule Ringelnatzstraße
  • am Spielplatz Konrad-Adenauer-Str.
  • in einem Bootshaus

„Aber die Realität sieht leider ganz anders aus“, bedauert Maretzky. Im Neubau Rathaus sei kein Platz für die Jugend. Die Hauptschule wird ab 2022 als Ersatzquartier für die Grüngürtelschule benötigt, die dann saniert wird. Der Spielplatz soll für das neue Waldviertel aufgewertet werden. Ein Bootshaus finde bei der Verwaltung keine Berücksichtigung. Um auf den Bedarf und das Recht der Kinder und Jugendlichen auf einen eigenen festen Treffpunkt aufmerksam zu machen, wird am Sonntag, 30. Juni 2019 auf dem Maternusplatz in Rodenkirchen der „Tag der Jugend“ mit vielen Aktionen stattfinden. Im Arbeitskreis der Bürgervereinigung arbeiten das Jugendforum, die Bezirksvertreter, der Bezirksjugendpfleger, Vereine, Pädagogen und weitere engagierte Einzelpersonen zusammen.

Das Naturschutzgebiet Sürther Aue könne durch die geplante Ansiedlung der Firma Theo Steil neu bedroht sein. Darauf wies der Vorsitzende hin. Die AG Hafen fordert dem Rat der Stadt Köln mit Nachdruck auf, den Planungsantrag für den Hafenbau zurückzunehmen. Mit allen Ratsfraktionen wird darüber verhandelt. Die Forderung der Bürgervereinigung unterstützen die FDP, Die Grünen und teilweise die CDU. Für die von der HGK aufgewendeten Mittel von 7,7 Millionen Euro für den damals vorgesehenen Ausbau hat die AG praktikable Vorschläge gemacht, die den Haushalt der Stadt Köln nicht belasten. Auch ein Standort für den Fuhrpark konnte mit Unterstützung der chemischen Industrie vor Ort gefunden werden. Die Theo Steil GmbH hat noch nicht alle notwendigen Unterlagen bei der Bezirksregierung Köln eingereicht, so dass ungewiss sei, wann die Pläne offengelegt werden. Die Vereine Bürgervereinigung Rodenkirchen, „für Sürth“ und die Goding werden das Genehmigungsverfahren mit Rechtsberatung begleiten.

Seit 40 Jahren besteht das Kulturzentrum Wachsfabrik. Der neue Verwalter hat vielen Ateliers gekündigt und möchte eine Mieterhöhung und statt Wohnmietverträge Gewerbemietverträge durchsetzen. Die Mieter hingegen klagen über den hohen Renovierungsbedarf der Außenhülle, den der Besitzer nicht anerkennen will. Feuchte Wände sind in den Ateliers die Folge. Es sind Wohn- und Arbeitsateliers, zum Teil mit Kindern. „Der Erhalt und die Zukunft dieser Einrichtung sind uns sehr wichtig“, erklärte Maretzky. An der Gründung eines Fördervereines werde gearbeitet, die Bezirksvertretung Rodenkirchen sehe wie die Bürgervereinigung die Wichtigkeit dieser kulturellen Einrichtung, ebenso das Kulturamt der Stadt Köln. Leider sei noch immer die Zukunft der Fuhrwerkswaage Kunstraum in Sürth noch ungewiss. „Die nunmehr 40jährige Institution Fuhrwerkswaage, der Kunstraum in ihrem Domizil, das Areal und die Ausstellungshalle an der Bergstraße 79 in Köln-Sürth müssen erhalten bleiben“, forderte der Vorsitzende.

Dieter Maretzky erwähnte unter anderem als ein besonders erfolgreiches Projekt des Vorstandes im Jahr 2018 die neue Publikation über die Kirche Alt St. Maternus, die großes Interesse findet.

Neues papierloses Anmeldeverfahren für Veranstaltungen

Schatzmeisterin Silvia Behrendt stellte einen neuen Service für alle Mitglieder und Interessenten vor. Das Online-Anmeldeverfahren funktioniert wie ein Warenkorb im Web und ermöglicht über die Vereinshomepage Reservierungen und Kartenbestelllungen für die Teilnahme an Veranstaltungen der Bürgervereinigung. Der Vorteil für Mitglieder ist, dass sie sofort eine verbindliche Anmeldbestätigung per E-Mail erhalten und die Buchungen bequem von zu Hause aus erledigen können. Das System ist direkt mit der Vereinssoftware der Bürgervereinigung verbunden und erkennt auch, ob eine Veranstaltung eventuell schon ausgebucht ist. Die früheren parallellaufenden Anmeldemöglichkeiten auf Papierlisten in der Buchhandlung, elektronisch über die Homepage und auf vielfältigen weiteren Kommunikationskanälen für über 30 Veranstaltungen im Jahr haben einen enormen Zeitaufwand für den Vorstand bedeutet. Das neue Online-Anmeldeverfahren wurde von den Vorstandsmitgliedern Beatrix Polgar-Stüwe und Silvia Behrendt entwickelt und umgesetzt. Für ihren zeitintensiven Einsatz bedankte sich Dieter Maretzky mit einem Blumenstrauß. Das moderne elektronische Anmeldeverfahren hat sich schnell bewährt. Es erleichtert die Vereinsbuchhaltung und bietet automatisch einen softwaregesteuerten Überblick über den Stand der Anmeldungen. Seit der Einführung vor drei Wochen haben bereits über 70 Mitglieder und Gäste Reservierung für den Besuch von Veranstaltungen getätigt. Der Vorstand freute sich, dass der Sprung ins digitale Zeitalter beim Anmeldeverfahren erfolgreich gelungen sei und die Zeit der „Zettelwirtschaft“ ein Ende habe.

Besondere Veranstaltungen im Jahr 2018 und Projekte in Rodenkirchen

Im Anschluss warf der Vorsitzende einen Rückblick auf einige Veranstaltungen, wie den letzten Silvesterball, den sehr gut besuchten Neujahrsempfang in der Feuerwache Marienburg, bei dem der Freiwilligen Feuerwehr Rodenkirchen eine Spende von 1000 Euro überreicht wurde. Als weitere Highlights fanden zahlreiche gutbesuchte Führungen wie z.B. durch die Philharmonie oder durch den Schlosspark Stammheim statt. Eine Tagesfahrt nach Koblenz war ebenso darunter wie auch eine Führung durch die Opernbaustelle, die man eher als „Bühnenbaustellen“ bezeichnen sollte.

Zur Kommunikation mit den Bürgern in Rodenkirchen diente auch der rege besuchte Informationsstand auf dem Maternusplatz, der wieder am 13. April 2019 von 11 bis 13 Uhr mit den Gästen Jeannette de Payrebrune und  Dierk  Osterloh aus der Wachsfabrik stattfinden wird.

Auch der in der Regel viermal im Jahr durchgeführte Bürgertreff im Brauhaus “Quetsch” trifft regelmäßig auf große Nachfrage.

Dieter Maretzky gab einen Ausblick auf viele Bauprojekte in Rodenkirchen. So werden über 1350 Wohnungen im Stadtteil Rodenkirchen gebaut werden, d.h. um 4200 Einwohner wird Rodenkirchen wachsen. Es geht um diese Vorhaben:

  • Abriss und Neubau Rathaus (die Realisierung ist noch offen)
  • Gewerbegrundstück Weißer Str. mit 18 000 qm
  • Bonner Str. Nord-Süd-Bahn-Bau Bonner Str.
  • Barbarastr. Abriss und Neubau
  • Sürther Feld 3. Bauabschnitt, circa 250 Wohneinheiten
  • Diakonie Michaelshoven 100 Wohneinheiten
  • Eygelshovener Str. neuer Bebauungsplan mit 150 Wohneinheiten
  • Ringstr. 360 Wohneinheiten
  • Bahnstr. 410 Wohneinheiten
  • Neubaugebiet Rondorf: 4700 Einwohner laut Stadt Köln

Die Firma Bauwens baut das „Waldviertel“ (ehemals Fleischfabrik Waltner) an der Bahnstraße in Rodenkirchen. Die Abrissarbeiten dort sind fast beendet.

Im Anschluss verwies Dieter Maretzky auf die Pflege der Blumenbeete, die zum Teil von einem Gartenfachbetrieb neu angelegt werden sollen.

Finanzen

Die Schatzmeisterin Silvia Behrendt veranschaulichte die Einnahmen und Ausgaben in den Jahren 2017 und 2018 sowie die Mitgliederentwicklung. Verglichen zum Vorjahr stiegen die Einnahmen, die Ausgaben verringerten sich, so dass ein Überschuss, bedingt durch einen von der Stadt Köln gewährten Zuschuss von 5000 Euro, entstand. Er wird jetzt im Frühjahr auch für die Neubepflanzung und Neuplanung der Blumenbeete verwendet. Die Zahl der Mitglieder wuchs seit 2012 kontinuierlich. Am Tag der Mitgliederversammlung hatte der Verein 587 Mitglieder.

Kassenprüfung

Der Bericht der Kassenprüferin Désirée von Hinckeldey stellte die sachgemäße, korrekte und übersichtliche Kassenführung fest. Der Vorstand wurde einstimmig für 2018 entlastet.

Der neue Vorstand der Bürgervereinigung Rodenkirchen

Wahlen des Vorstands

Als nächster Tagungsordnungspunkt standen Wahlen des Vorstands an. Dr. Bernd Kobbe übernahm die Wahlleitung. Zuvor würdigte er die Arbeit des Vorstandes. Er schlug zur Wahl des 1. Vorsitzenden Dieter Maretzky vor, der einstimmig wiedergewählt wurde. Der Gewählte nahm die Wahl an und dankte für das in ihn gesetzte Vertrauen. Danach wurde mit Einverständnis der Mitglieder per Blockverfahren die Wahl der anderen Vorstandsmitglieder durchgeführt. Dieter Maretzky stellte die bisherige Kassenprüferin, Désirée von Hinckeldey, als Kandidatin für den Posten des stellvertretenden Schatzmeisters vor. Nachfolgende Personen wurden einstimmig gewählt bzw. in ihrem Amt bestätigt als zweiter Vorsitzender Wolfgang Behrendt (nicht im Bild), Schatzmeisterin Silvia Behrendt, Schriftführerin Iris Ebel-Philippi, Geschäftsführerin Ursula Hölz, Stellvertr. Schatzmeisterin Désirée von Hinckeldey, Pressearbeit Beatrix Polgar-Stüwe, Kulturveranstaltungen Barbara Brunotte und als Beisitzer Jürgen Müller

Neuer Kassenprüfer Dr. Peter Wohlleben

Dieter Maretzky freute sich über die nun 6-fache Frauenpower im Vorstand. Bei den Wahlen der Kassenprüfer stellten sich Dr. Hermann Peter Wohlleben und Dipl. Ing. Jochen Maxton zur Verfügung. Auch dieser Wahl stimmte die Mitgliederversammlung zu.

 

 

 

 

 

 

Ein Generalkonsul aus Polen mit kölschem Lebensgefühl

Nach einer kurzen Pause folgte die mit Spannung erwartete Rede von Jakub Wawrzyniak, Generalkonsul der Republik Polen in Köln.

Die Geschichte der deutsch-polnischen Freundschaft sei ein Beispiel dafür, welche historischen Gräben ein guter Dialog zwischen den Nationen überwinden kann. Das machte die Rede von Generalkonsul Wawrzyniak deutlich. Der 38-Jährige hat eine besondere Beziehung zu Köln. Hier besuchte Jakub Wawrzyniak drei Jahre lang das Irmgardis-Gymnasium in Bayenthal. Es folgte ein Studium an der Universität Köln der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften, Philosophie und Allgemeinen Sprachwissenschaften, welches er mit dem Magister abschloss.

Als Mitglied des Auswärtigen Dienstes ist er bereits seit 19 Jahren für das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen tätig. In Köln war er von 2007 bis 2015 Vizekonsul für Kultur und Öffentlichkeitsarbeit beim Generalkonsulat der Republik Polen. Nach einer beruflichen Station in seiner Heimat im Ministerium wurde er im September 2018 zum Generalkonsul in Köln berufen. „Ich verdanke der Stadt Köln viel und möchte deshalb Köln etwas zurückgeben“, so umschrieb Wawrzyniak seine gute Beziehung zu Köln.

„2019 ist das Jahr der Jahrestage für Polen und ein Zeitmaß mit historischer Bedeutung“, sagte der Generalkonsul. Vor 30 Jahren begann in Polen der Siegeszug der friedlichen Revolutionen in Mittel- und Osteuropa, vor 20 Jahren ist Polen der NATO beigetreten, seit 15 Jahren Mitglied der EU. Untersuchungen zeigen, dass die Polen eine besonders pro-europäische Gesellschaft sind.

Das gegenseitige Kennenlernen der Nachbarn sei ein sehr wichtiger Aspekt der Völkerverständigung in einem gemeinsamen Europa. Der Generalkonsul bedauerte, dass nur etwa 25 Prozent der Deutschen schon mal Polen einen Besuch abgestattet hätten. „Ich freue mich aber sehr, dass fast alle Besucher aus Deutschland nach ihrem Besuch von Polen sehr angetan waren und das Nachbarland sehr sympathisch fanden“.

Dieter Maretzky dankte dem Gastredner

 

 

 

 

 

 

Hier geht es zum kompletten Jahresbericht als PP-Präsentation.

Redaktion: Beatrix Polgar-Stüwe / Dieter Maretzky

Urheber Fotos: Beatrix Polgar-Stüwe

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