Das Tor zum Dom rund um das Kunstwerk Ma’alot – Führung am 24.9.2022

Das Tor zum Dom rund um das Kunstwerk Ma’alot – Führung am 24.9.2022

Das Tor zum Dom mit Kunstwerk Ma’alot

Am 24.9.2022 bietet die Bürgervereinigung Rodenkirchen eine Führung über das Kunstwerk Ma’alot. Foto: Heinz Stüwe

Als das Tor zum Dom wird auf dem Heinrich-Böll-Platz in Köln der Raum mit der hohen, stufenförmigen Skulptur Ma’alot benannt. Mit ihr wollte der Kunstschaffende Dani Karavan die Hohenzollernbrücke und den Dom miteinander verbinden und zugleich einen lebenswerten Platz im Herzen von Köln schaffen. Ma’alot bedeutet im biblischen Hebräisch Stufen.

Am Samstag, 24. September 2022 bietet die Bürgervereinigung Rodenkirchen eine Führung mit der Architektin und Kunsthistorikerin Mareike Fänger von 15 bis 16.30 Uhr zu diesem besonderen Ort an.

Anmeldung

Treffpunkt ist um 14:45 Uhr vor der Skulptur Ma’alot (siehe Foto) auf dem Heinrich-Böll-Platz an der Rückseite des Museum Ludwig (Café) bzw. Philharmonie.

Kosten: Mitglieder 10 €, Nicht-Mitglieder 15 €, max. 25 Personen.

Die Geschichte des Monuments Ma’alot

Die Skulptur Ma'alot mit Blick zum Dom in Köln

Die Skulptur Ma’alot mit Blick zum Dom.
Foto: Ursula Hölz

Die Skulptur Ma’alot in Köln des 2021 verstorbenen Dani Karavan war sein erstes Werk in Deutschland. Vor allem wollte der Künstler auf dem Platz ein markantes Zeichen mit Symbolik setzen, welches die ganze Umgebung miteinander verbindet und zum Verweilen einlädt. Der in Tel Aviv 1930 geborene Dani Karavan war Sohn polnischer Einwanderer. Er verlor zahlreiche Familienangehörige im Holocaust. Vor seinem Kölner Engagement hatte Karavan bewusst keine Aufträge aus Deutschland angenommen.

Aber im Laufe der Zeit entstand ein Kontakt zu den Architekten Peter Busmann und Godfrid Haberer, die in den späten 1970er Jahren das Museum Ludwig und die Philharmonie Köln bauten. Auf dem nach Heinrich Böll benannten Platz schaffte Dani Karavan in den 1980er Jahren eine stufenförmig, weit in die Höhe wachsende Skulptur aus Eisen und Granitstein. Er ließ rote Ziegelsteine verlegen und auch eine Eisenbahnschiene zu seinem Stufenturm für das Gesamtkunstwerk Ma’alot. Im August 1986 wurde der Platz fertig gestellt.

Ist es ein Mahnmal? Die im Boden versenkte Eisenbahnschiene lässt die Assoziation zu den Holocaust-Deportationszügen zu. Schließlich ist Köln-Deutz in Sichtweite der Skulptur. Jedoch hatte Karavan selbst wohl den Bezug zum Dritten Reich nicht im Sinn gehabt, ließ aber diese Interpretation zu. Dagegen sei er weniger erfreut gewesen über den Umgang mit seinem Kunstwerk im öffentlichem Raum. Notwendige Sanierungen fanden zunächst nicht statt. Bekanntlich ist der Schallschutz für die Philharmonie ist seit Anbeginn ein großes Problem. Auch heute muss während der Philharmonie-Konzerte der Platz gesperrt, Fußgänger müssen umgeleitet werden. Denn die Tritt- oder Rollkoffergeräusche dringen laut störend in die unterirdisch liegende Philharmonie.

Weitere Information bietet die Website der Initiative https://www.maalot.de/

Sie verfolgt u.a. folgende Ziele:

– den renovierten Heinrich-Böll-Platz mit dem Gesamtkunstwerk Ma’alot für die Zukunft zu erhalten
– das Gesamtkunstwerk als Bestandteil des Museums zu würdigen
– einen Ort der Information über dieses bedeutende Kunstwerk im Museum und außerhalb zu schaffen
– sich für die bessere Begehbarkeit des Platzes einzusetzen und damit die häufige Platzsperrung überflüssig zu machen

https://www.kulturraum.nrw/ausstellung/dani-karavan-maalot-skulpturen-in-koeln-rundgang.html

 

Ausgebucht! Spurensuche II: Bauhaus von Riphahn in der Zollstock-Siedlung – Führung am 7. August

Ausgebucht! Spurensuche II: Bauhaus von Riphahn in der Zollstock-Siedlung – Führung am 7. August

Bauhaus in der Zollstock-Siedlung von Riphahn

Gebäude aus der Zollstock-Siedlung, das von Riphahn geplant wurde. Foto: Lehndorf-Felsko

Auf eine zweite spannende Spurensuche durch die Zollstock-Siedlung zu Gebäuden der Bauhaus-Architektur von Wilhelm Riphahn lädt die Bürgervereinigung Rodenkirchen ein. Kunsthistorikerin Angelika Lehndorff-Felsko führt die Gruppe am Sonntag, 7. August 2022 um 10:30 Uhr durch Zollstock. Während der einzelnen Etappen entlang des Zollstockgürtels, der Vorgebirgsstraße und deren Seitenstraßen bis hin zum denkmalgeschützten Rosenzweigpark sehen die Gäste, welche Anregungen die Architektur des Bauhaus und die niederländische De Stijl-Bewegung in Köln-Zollstock gab.

Die Führung ist ausgebucht!

Anmeldung 7.8.22

Kaum ein Architekt hat in Köln so viele Gebäude hinterlassen wie Riphahn. So gibt es zahlreiche von ihm geplante Einfamilienhäusern, große Siedlungen und zahlreiche stadtbildprägenden Kulturbauten. Zu bekannten Riphahn-Gebäuden zählen beispielsweise in Köln die Oper am Offenbachplatz, die Bastei, das frühere Britische Kulturinstitut The British Council an der Hahnenstraße oder der Ufa-Filmpalst am Ring. Aber wir verdanken Riphahn auch den sozialen Wohnungsbau in Köln zu Beginn des frühen 20. Jahrhunderts, der wesentlich von den Ideen der Bauhaus-Strömung geprägt wurde. Der Kölner Siedlungsbau dieser Zeit galt als führend. Überdies wirkte er sich sogar auch in anderen Regionen der Erde aus.

Aber: Ist die Zollstock-Siedlung bei Bauhaus-Interessierten in Vergessenheit geraten? „Mir ist nicht bekannt, dass in der letzten Zeit je eine Führung durch die Riphahn-geprägte Zollstock-Siedlung stattgefunden hätte,“ bemerkt Angelika Lehndorff-Felsko. Ein guter Grund findet Lehndorf-Felsko, an der Führung in Zollstock teilzunehmen, die zudem zwei Wochen nach Riphahns 133. Geburtstag stattfindet.

Auch dieses Gebäude in der Zollstock-Siedlung ist von Riphahn geplant worden.

Bauhaus-Architektur in der Zollstock-Siedlung. Foto: Lehndorff-Felsko

 

Treffpunkt: 10:15 Uhr an der KVB-Bushaltestelle Zollstockgürtel (130, 131, 134), 50969 Köln (zwischen Höninger Weg und Vorgebirgsstraße).

Führung: 10:30 bis 12:00 Uhr, Kosten: 8 Euro für Mitglieder der Bürgervereinigung Rodenkirchen, 13 Euro für Nichtmitglieder. Maximal 25 Personen.

Bei großer Hitze wird die Führung verschoben. Angemeldete erhalten dann rechtzeitig eine E-Mail-Benachrichtigung.

Wer war Wilhelm Riphahn?

Wilhelm Riphahn (* 25. Juli 1889 in Köln; † 27. Dezember 1963 Köln) war ein bekannter deutscher Architekt. Seit 1913 war er als selbstständiger Architekt tätig. Darüberhinaus beteiligte er sich zwischen 1945 und 1948 als Berater beim Wiederaufbau der Stadt Köln. In den 1940er und 1950er Jahren gab er daher der Stadtentwicklung Kölns zahlreiche Impulse.

Verschiedene Siedlungen plante Riphahn im Auftrag der GAG, die auch heute noch zum Bestand der Wohnungsbaugenossenschaft gehören. In Bickendorf, Zollstock, Mauenheim und Buchforst sind zum Beispiel ganze Straßenzüge von Riphahns Entwürfen geprägt.

https://www.zohus.de/koeln-specials/historisches-koeln/architekt-wilhelm-riphahn

Redaktion: Beatrix Polgar-Stüwe

Ausverkauft! Auf Spurensuche: Bauhaus von Riphahn in der Zollstock-Siedlung – Führung am 24. Juli 22

Ausverkauft! Auf Spurensuche: Bauhaus von Riphahn in der Zollstock-Siedlung – Führung am 24. Juli 22

Bauhaus in der Zollstock-Siedlung von Riphahn

Gebäude aus der Zollstock-Siedlung, das von Riphahn geplant wurde. Foto: Lehndorf-Felsko

Die Führung am 24. Juli ist nun ausverkauft. Bitte melden Sie sich bei Interesse bei unserer zweiten Führung am 7. August an.

Auf eine spannende Spurensuche durch die Zollstock-Siedlung zu Gebäuden der Bauhaus-Architektur von Wilhelm Riphahn lädt die Bürgervereinigung Rodenkirchen ein. Kunsthistorikerin Angelika Lehndorff-Felsko führt die Gruppe am Sonntag, 24. Juli 2022 um 10:30 Uhr durch Zollstock. Während der einzelnen Etappen entlang des Zollstockgürtels, der Vorgebirgsstraße und deren Seitenstraßen bis hin zum denkmalgeschützten Rosenzweigpark sehen die Gäste, welche Anregungen die Architektur des Bauhaus und die niederländische De Stijl-Bewegung in Köln-Zollstock gab.

Kaum ein Architekt hat in Köln so viele Gebäude hinterlassen wie Riphahn. So gibt es zahlreiche von ihm geplante Einfamilienhäusern, große Siedlungen und zahlreiche stadtbildprägenden Kulturbauten. Zu bekannten Riphahn-Gebäuden zählen beispielsweise in Köln die Oper am Offenbachplatz, die Bastei, das frühere Britische Kulturinstitut The British Council an der Hahnenstraße oder der Ufa-Filmpalst am Ring. Aber wir verdanken Riphahn auch den sozialen Wohnungsbau in Köln zu Beginn des frühen 20. Jahrhunderts, der wesentlich von den Ideen der Bauhaus-Strömung geprägt wurde. Der Kölner Siedlungsbau dieser Zeit galt als führend. Überdies wirkte er sich sogar auch in anderen Regionen der Erde aus.

Aber: Ist die Zollstock-Siedlung bei Bauhaus-Interessierten in Vergessenheit geraten? „Mir ist nicht bekannt, dass in der letzten Zeit je eine Führung durch die Riphahn-geprägte Zollstock-Siedlung stattgefunden hätte,“ bemerkt Angelika Lehndorff-Felsko. Ein guter Grund findet Lehndorf-Felsko, an der Führung in Zollstock teilzunehmen, die zudem einen Tag vor Riphahns 133. Geburtstag stattfindet.

Auch dieses Gebäude in der Zollstock-Siedlung ist von Riphahn geplant worden.

Bauhaus-Architektur in der Zollstock-Siedlung. Foto: Lehndorff-Felsko

Anmeldung 24.7.22

HINWEIS: Aufgrund der großen Nachfrage bieten wir am Sonntag, 7. August diese Führung nochmals an.

Treffpunkt: 10:15 Uhr an der KVB-Bushaltestelle Zollstockgürtel (130, 131, 134), 50969 Köln (zwischen Höninger Weg und Vorgebirgsstraße).

Führung: 10:30 bis 12:00 Uhr, Kosten: 8 Euro für Mitglieder der Bürgervereinigung Rodenkirchen, 13 Euro für Nichtmitglieder. Maximal 25 Personen.

Bei großer Hitze wird die Führung verschoben. Angemeldete erhalten dann rechtzeitig eine E-Mail-Benachrichtigung.

Wer war Wilhelm Riphahn?

Wilhelm Riphahn (* 25. Juli 1889 in Köln; † 27. Dezember 1963 Köln) war ein bekannter deutscher Architekt. Seit 1913 war er als selbstständiger Architekt tätig. Darüberhinaus beteiligte er sich zwischen 1945 und 1948 als Berater beim Wiederaufbau der Stadt Köln. In den 1940er und 1950er Jahren gab er daher der Stadtentwicklung Kölns zahlreiche Impulse.

Verschiedene Siedlungen plante Riphahn im Auftrag der GAG, die auch heute noch zum Bestand der Wohnungsbaugenossenschaft gehören. In Bickendorf, Zollstock, Mauenheim und Buchforst sind zum Beispiel ganze Straßenzüge von Riphahns Entwürfen geprägt.

https://www.zohus.de/koeln-specials/historisches-koeln/architekt-wilhelm-riphahn

Redaktion: Beatrix Polgar-Stüwe

Klassik und Kulinarik mit dem Duo 2fach Anders am 21.5.: Konzert im Kulturfrühling

Klassik und Kulinarik mit dem Duo 2fach Anders am 21.5.: Konzert im Kulturfrühling

Klassik-Konzert am 21.5.22 in Rodenkirchen Kulturfrühling

Klassik und Kulinarik mit dem Duo 2fach Anders am 21.5.22

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen lädt am Samstag, 21. Mai 2022 um 19:30 Uhr zum Klassik-Konzert mit dem Duo 2fach Anders im Kulturfrühling ein. Der Abend mit Klassik und Kulinarik findet statt im Kölner Ruderverein von 1877 e.V., Barbarastr. 47, 50996 Köln-Rodenkirchen. 2fach Anders sind Katja Grüttner (Violine) und Christian Goosses (Viola). Sie sind Mitglieder des Schuppanzigh-Quartetts. Als Duo 2fach Anders präsentieren sie virtuos und charmant Werke von Mozart, Haydn, und F.A. Hoffmeister – so, wie diese Musik ursprünglich einmal gedacht war. Immer mit viel Gefühl, aber im zwanglosen Rahmen und mit persönlicher Ansprache. Dazwischen darf gegessen und getrunken werden! Karten gibt es im Vorverkauf für 18 Euro bei Juwelier Behrendt, Maternusstraße 14a in Rodenkirchen (zzgl. Verzehr).

Katja Grüttner (Violine)

Katja Grüttner (Violine) arbeitet seit 1999 als freiberufliche Geigerin in ganz Europa. Einen festen Platz als Barockgeigerin hat sie in vielen Kammermusikformationen und Orchestern. Sie begann mit vier Jahren, Violine zu spielen. Ihre musikalische Ausbildung machte sie u.a. am Nürnberger Konservatorium, an der Musikhochschule Rostock und Munteanu. Viele Impulse zur Alten Musik bekam sie auch während ihres zweijährigen Aufenthaltes an der Schola Cantorum Basiliensis. Im Wintersemester 2019/20 übernahm Katja Grüttner die Barockgeigenklasse der Hochschule für Musik in Trossingen.

Christian Goosses (Viola) 

Christian Goosses (Viola) studierte Viola an der Musikhochschule Freiburg. Er trat in Kontakt zur „Alte Musik“- Szene, musizierte in Wien und anderen Orten, auch in Spezialensembles in Köln und Frankfurt. Zudem war er einer der Initiatoren des Freiburger Barockorchesters, mit dem er durch Europa, nach Amerika und auch nach Südostasien reiste. Eine wichtige Aufgabe für ihn ist die Weitergabe seiner Erfahrungen an junge Musiker, daher leitet er Kurse für Kammermusik und Bratsche.

Wer zusammen in einer Gruppe sitzen möchte, kann sich Plätze an einem Tisch bei Achim Feige, Gastronom im Ruderverein, reservieren lassen (Tel.: 0221-392986).

Copyright Fotos: https://schuppanzigh-quartett.de/impressum/

Der Kulturfrügling Rodenkirchen startet am 1. Mai 2022Das Konzert “Klassik und Kulinarik” findet im Rahmen des Kulturfrühling Rodenkirchen 2022 statt.

 

Frühlingsführung Südfriedhof am 2. April 2022

Frühlingsführung Südfriedhof am 2. April 2022

Unsere Führung Südfriedhof in Zollstock am 2.4.22

Eingang zum Südfriedhof Köln
(Foto: BPS)

Zu einer Frühlingsführung über den Südfriedhof lädt die Bürgervereinigung Rodenkirchen am Samstag, 2. April 2022 um 11 Uhr ein. Der bekannte Kölner Stadtführer Günter Leitner wird die Gruppe über den größten Friedhof Kölns begleiten. Mit heute einer Fläche von über 60 Hektar ist diese Ruhestätte im Bezirk Rodenkirchen besonders für Naturliebhaber ein Erlebnis mit blühender Flora und vielfältiger Fauna. Architektonisch verspricht gerade der Eingangsbereich im neuromantischen Stil deshalb eine interessante Entdeckungsreise in die Zeit der Entstehung und Anlage des Friedhofs. Während der Führung zeigt Günter Leitner die parkähnliche Gestaltung und auch die Bestattungsgärten, deren Hintergründe und Entstehung.

Anmeldung

Eher ein Park als Friedhof

Unendliche verschlungene Wege mit großen, alten Bäumen und blühenden Pflanzen: Der Südfriedhof ist eher ein riesiger Park. Viele repräsentative und altehrwürdige Grabstätten gibt es hier zu bewundern. Zahlreiche Prominente haben ihre letzte Ruhe hier gefunden, darunter auch Sportler wie Weltmeister Hans Schäfer oder der Boxer Peter Müller, bekannt als „Müllers Aap“. Auch der erste Präsident des 1. FC Kölns, Franz Kremer ist hier begraben und auch der Präsident von Fortuna Köln Hans „Schäng“ Löring.

Der Südfriedhof in Köln ist ein städtischer Friedhof im Stadtteil Zollstock und gehört zum Stadtbezirk Rodenkirchen. Er wurde bereits ab 1896 parkähnlich angelegt und im Jahr 1901 eingeweiht. So zählt der Fiedhof mit seiner Parkanlage und den vielfältigen Grabstätten als Höhepunkt der Trauer- und Begräbniskulturstätten der Stadt Köln.

Treffpunkt um 10:45 Uhr: Haupteingang Südfriedhof, Höninger Platz 25, 50969 Köln / Führung: 11 bis ca. 12:30 Uhr, Kosten: Mitglieder 10 €, Nicht-Mitglieder 15 € / Anmeldung erforderlich!!

Es gelten die Corona-Schutz- und Abstandsregeln.

Anfahrt: ÖPNV Bus-Linie 130 / Umstieg U12 oder 131, Haltestelle Zollstock-Südfriedhof

Stadtbahn-Linie 16/Umstieg U12, Haltestelle: Zollstock-Südfriedhof

Parkplatz mit einigen Plätzen, in der Umgebung teils kostenpflichtig mit Parkticket.

Artikel der Stadt Köln

Führung Tag des Denkmals 2021: Mahnmal von Willy Meller ‘Opfer der Gewaltherrschaft’

Führung Tag des Denkmals 2021: Mahnmal von Willy Meller ‘Opfer der Gewaltherrschaft’

Ansicht 2014: Mahnmal “Opfer der Gewaltherrschaft” von Willy Meller © Dieter Maretzky

Zum Tag des offenen Denkmals stellte die Bürgervereinigung Rodenkirchen am Sonntag, 12. September das von Willy Meller erstellte Mahnmal auf dem Neuen Friedhof Rodenkirchen (Sürther Straße) vor. Die Skulpturengruppe wurde nach dem 2. Weltkrieg von Willy Meller aus Weiß erstellt. Obwohl sie kontrovers diskutiert werden müssten, stehen die Skulpturen dort völlig unkommentiert. Denn Willy Meller war ein Bildhauer, der zahlreiche Werke im Geiste des Nationalsozialismus geschaffen hat.

Führung Denkmal von Willy Meller Friedhof RodenkirchenWährend der gut besuchten Führung fand eine rege Diskussion statt. Es ging vor allem um die Frage: Ist die Skulpturengruppe von Wily Meller ein Mahnmal oder Kunst? Zu dieser Frage hat die Kunsthistorikerin Angelika Lehndorff-Felsko eine Nachbetrachtung verfasst. Den Wunsch, dass hier ein Infoschild zur Erklärung notwendig ist, fanden Teilnehmenden wichtig. Ebenso sollte die Figurengruppe unter Denkmalschutz .gestellt und restauriert werden. Einen weiteren Ergänzungstext mit Informationen über Willy Meller hat Dieter Maretzky aktuell zusammengestellt.

Der Neue Friedhof Sürther Straße und die Skulpuren

Der „Neue Friedhof“ ist schon der dritte Friedhof in Rodenkirchen. Nach dem historischen Friedhof an der alten Kirche St. Maternus (Kapellchen) wurde 1854 der zentral gelegene Friedhof an der Frankstraße. angelegt.

Führung Tag des Denkmals Willy Meller

Während der Führung von Dieter Maretzky (mitte) und Angelika Lehndorff-Felsko (rechts) Foto: Brigitte Klipper

Der Friedhof an der Sürther Straße war bereits im Jahr 1941 in der damals eigenständig verwalteten Gemeinde Rodenkirchen aufgrund der stark anwachsenden Bevölkerungszahl für den Bestattungsbetrieb eröffnet. Das Friedhofsgelände besteht aus dem alten aus Jahr 1941 stammenden kleineren Teil und der großen Erweiterungsfläche (beginnend nach der Trauerhalle).

Willy Meller Mahnmal Opfer der Gewaltherrschaft

Ansicht 2021: Meller Mahnmal © Dieter Maretzky

An der Verbindungstelle des alten und des neuen Friedhofteils wurde im Jahr 1968 eine Figurengruppe aus Betonguss ziemlich unauffällig gelegt, die an die Opfer der Gewaltherrschaft des NS-Regimes erinnern will. Geschaffen hat sie der Bildhauer Willy Meller aus Weiß. Fünf liegende Figuren sind von oben zu sehen. Erkennbar sind ein Gefesselter, ein entstellter Ausgehungerter, ein Soldat und eine Mutter, die ihr Kind schützend hält. Gut erkennbar ist ein Soldat, der sich verkrampft auf eine Trommel stützt. Schmerz, Trauer, Brutalität und die Sinnlosigkeit von Krieg und Zerstörung will Willy Meller vermitteln.

Mahnmahl Meller Rodenkirchen

Mahnmal Meller: Soldat © Dieter Maretzky

Doch was fällt auf, wenn man an die Opfer und Ermordeten des Nationalsozialismus denken? So erinnert Meller recht einseitig an die Opfer aus seiner Sicht: Bevölkerung und deutsche Soldaten. Seine Figurengruppe wird somit eher nicht dem Titel „Mahnmal“ gerecht. Zudem gibt es kein Hinweisschild auf den Urheber und den Titel dieses Erinnerungsversuches.

Denn Mellers wichtige Rolle im Nationalsozialismus – und zwar nicht nur im Zusammenhang mit diesem Kunstwerk – muss kritisch gesehen werden. Meller gehörte bereits ab 1933 zu den vielbeschäftigten Architekten und Bildhauern der NS-Zeit. Er baute zahlreiche Baudenkmäler in der Formensprache der Nationalsozialisten. Hitler verlieh ihm den Professorentitel, den er bis in die 1960ger Jahre noch führte.

Wegen seiner Arbeiten für die Nationalsozialisten erhielt Willy Meller von der Stadt Köln nach dem Krieg zunächst keine Aufträge mehr. Dennoch stehen bundesweit zahlreiche seiner Werke bis heute im öffentlichen Raum. Erst seit knapp zehn Jahren setzt man sich erst kritisch mit Willy Mellers Nachkriegskunst auseinander.

 

 

Dieter Maretzky, 1. Vorsitzender der Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. sowie Beisitzer im Vorstand “Verein EL-DE-Haus e.V” und Kunsthistorikerin Angelka Lehndorff-Felsko leiteten die Führung am Tag des Denkmals.

 

Lageplan Neuer Friedhof Sürther Straße

Lageplan Neuer Friedhof Sürther Straße Köln-Rodenkirchen © Stadt Köln

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Tag des offenen Denkmals fand am 12.09.2021 unter dem Motto „Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ statt.

www.tag-des-offenen-denkmals.de/aktionstag/denkmal/mahnmal-opfer-der-gewaltherrschaft-koeln

Text und Fotos: Dieter Maretzky

Link-Sammlung mit weiteren Information über Willy Meller (zusammengestellt von Dieter Maretzky)

https://images.findagrave.com/photos/2015/195/146586936_1436965629.jpg

https://de.findagrave.com/memorial/146586936/jakob-wilhelm-meller

https://de.linkfang.org/wiki/Willi_Meller

http://www.digiporta.net/index.php?id=367912107

(Willy Meller mit Ehefrau Elisabeth c. 1950)

http://www.digiporta.net/index.php?id=274942130

(Willy Meller im Atelier in Köln-Weiß, Triftweg 2, Foto 1965)

https://museenkoeln.de/kunst-und-museumsbibliothek/default.aspx?s=4240

https://www.ksta.de/koeln/schatten-der-vergangenheit-kunstwerke-aus-dem-dritten-reich-an-koelner-fassaden-37600026

http://www.rheinische-art.de/cms/topics/willy-meller-bildhauer-vom-reichsadler-zum-bundesadler-kunst-und-museumsbibliothek-koeln.php

http://www.hans-hesse.de/html/willy_meller.html

http://www.kunstmarkt.com/pagesmag/kunst/_id316694-/news_detail.html?_q=%20

https://www.ksta.de/koeln/koelner-bildhauer-willy-meller-das-erbe-des-adlermachers-1927938

https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1516584

http://www.digiporta.net/index.php?id=538384038

http://historischesarchivkoeln.de:8080/actaproweb/search.xhtml

http://www.rheinische-art.de/cms/topics/willy-meller-bildhauer-vom-reichsadler-zum-bundesadler-kunst-und-museumsbibliothek-koeln.php

https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/friedhoefe/rodenkirchen-neu

https://www.bildindex.de/document/obj05244124/mi12185b02/?part=0

https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/schau-ueber-nazikuenstler-im-deutschen-historischen-museum/

https://1.bp.blogspot.com/-cCoZOiaLYAU/XUwcpw6re1I/AAAAAAAABHY/VMtL-tLp3r00aQk_NHfYazIzd97XFYxPACEwYBhgL/s1600/DSC_0186.jpg

https://www.gedenkhalle-oberhausen.de/node/139

https://skulpturen.kulturraum.nrw/bonn/willy-meller/liegende-mit-kind.html