Führung Tag des Denkmals 2021: Mahnmal von Willy Meller ‘Opfer der Gewaltherrschaft’

Führung Tag des Denkmals 2021: Mahnmal von Willy Meller ‘Opfer der Gewaltherrschaft’

Ansicht 2014: Mahnmal “Opfer der Gewaltherrschaft” von Willy Meller © Dieter Maretzky

Zum Tag des offenen Denkmals stellte die Bürgervereinigung Rodenkirchen am Sonntag, 12. September das von Willy Meller erstellte Mahnmal auf dem Neuen Friedhof Rodenkirchen (Sürther Straße) vor. Die Skulpturengruppe wurde nach dem 2. Weltkrieg von Willy Meller aus Weiß erstellt. Obwohl sie kontrovers diskutiert werden müssten, stehen die Skulpturen dort völlig unkommentiert. Denn Willy Meller war ein Bildhauer, der zahlreiche Werke im Geiste des Nationalsozialismus geschaffen hat.

Führung Denkmal von Willy Meller Friedhof RodenkirchenWährend der gut besuchten Führung fand eine rege Diskussion statt. Es ging vor allem um die Frage: Ist die Skulpturengruppe von Wily Meller ein Mahnmal oder Kunst? Zu dieser Frage hat die Kunsthistorikerin Angelika Lehndorff-Felsko eine Nachbetrachtung verfasst. Den Wunsch, dass hier ein Infoschild zur Erklärung notwendig ist, fanden Teilnehmenden wichtig. Ebenso sollte die Figurengruppe unter Denkmalschutz .gestellt und restauriert werden. Einen weiteren Ergänzungstext mit Informationen über Willy Meller hat Dieter Maretzky aktuell zusammengestellt.

Der Neue Friedhof Sürther Straße und die Skulpuren

Der „Neue Friedhof“ ist schon der dritte Friedhof in Rodenkirchen. Nach dem historischen Friedhof an der alten Kirche St. Maternus (Kapellchen) wurde 1854 der zentral gelegene Friedhof an der Frankstraße. angelegt.

Führung Tag des Denkmals Willy Meller

Während der Führung von Dieter Maretzky (mitte) und Angelika Lehndorff-Felsko (rechts) Foto: Brigitte Klipper

Der Friedhof an der Sürther Straße war bereits im Jahr 1941 in der damals eigenständig verwalteten Gemeinde Rodenkirchen aufgrund der stark anwachsenden Bevölkerungszahl für den Bestattungsbetrieb eröffnet. Das Friedhofsgelände besteht aus dem alten aus Jahr 1941 stammenden kleineren Teil und der großen Erweiterungsfläche (beginnend nach der Trauerhalle).

Willy Meller Mahnmal Opfer der Gewaltherrschaft

Ansicht 2021: Meller Mahnmal © Dieter Maretzky

An der Verbindungstelle des alten und des neuen Friedhofteils wurde im Jahr 1968 eine Figurengruppe aus Betonguss ziemlich unauffällig gelegt, die an die Opfer der Gewaltherrschaft des NS-Regimes erinnern will. Geschaffen hat sie der Bildhauer Willy Meller aus Weiß. Fünf liegende Figuren sind von oben zu sehen. Erkennbar sind ein Gefesselter, ein entstellter Ausgehungerter, ein Soldat und eine Mutter, die ihr Kind schützend hält. Gut erkennbar ist ein Soldat, der sich verkrampft auf eine Trommel stützt. Schmerz, Trauer, Brutalität und die Sinnlosigkeit von Krieg und Zerstörung will Willy Meller vermitteln.

Mahnmahl Meller Rodenkirchen

Mahnmal Meller: Soldat © Dieter Maretzky

Doch was fällt auf, wenn man an die Opfer und Ermordeten des Nationalsozialismus denken? So erinnert Meller recht einseitig an die Opfer aus seiner Sicht: Bevölkerung und deutsche Soldaten. Seine Figurengruppe wird somit eher nicht dem Titel „Mahnmal“ gerecht. Zudem gibt es kein Hinweisschild auf den Urheber und den Titel dieses Erinnerungsversuches.

Denn Mellers wichtige Rolle im Nationalsozialismus – und zwar nicht nur im Zusammenhang mit diesem Kunstwerk – muss kritisch gesehen werden. Meller gehörte bereits ab 1933 zu den vielbeschäftigten Architekten und Bildhauern der NS-Zeit. Er baute zahlreiche Baudenkmäler in der Formensprache der Nationalsozialisten. Hitler verlieh ihm den Professorentitel, den er bis in die 1960ger Jahre noch führte.

Wegen seiner Arbeiten für die Nationalsozialisten erhielt Willy Meller von der Stadt Köln nach dem Krieg zunächst keine Aufträge mehr. Dennoch stehen bundesweit zahlreiche seiner Werke bis heute im öffentlichen Raum. Erst seit knapp zehn Jahren setzt man sich erst kritisch mit Willy Mellers Nachkriegskunst auseinander.

 

 

Dieter Maretzky, 1. Vorsitzender der Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. sowie Beisitzer im Vorstand “Verein EL-DE-Haus e.V” und Kunsthistorikerin Angelka Lehndorff-Felsko leiteten die Führung am Tag des Denkmals.

 

Lageplan Neuer Friedhof Sürther Straße

Lageplan Neuer Friedhof Sürther Straße Köln-Rodenkirchen © Stadt Köln

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Tag des offenen Denkmals fand am 12.09.2021 unter dem Motto „Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege“ statt.

www.tag-des-offenen-denkmals.de/aktionstag/denkmal/mahnmal-opfer-der-gewaltherrschaft-koeln

Text und Fotos: Dieter Maretzky

Link-Sammlung mit weiteren Information über Willy Meller (zusammengestellt von Dieter Maretzky)

https://images.findagrave.com/photos/2015/195/146586936_1436965629.jpg

https://de.findagrave.com/memorial/146586936/jakob-wilhelm-meller

https://de.linkfang.org/wiki/Willi_Meller

http://www.digiporta.net/index.php?id=367912107

(Willy Meller mit Ehefrau Elisabeth c. 1950)

http://www.digiporta.net/index.php?id=274942130

(Willy Meller im Atelier in Köln-Weiß, Triftweg 2, Foto 1965)

https://museenkoeln.de/kunst-und-museumsbibliothek/default.aspx?s=4240

https://www.ksta.de/koeln/schatten-der-vergangenheit-kunstwerke-aus-dem-dritten-reich-an-koelner-fassaden-37600026

http://www.rheinische-art.de/cms/topics/willy-meller-bildhauer-vom-reichsadler-zum-bundesadler-kunst-und-museumsbibliothek-koeln.php

http://www.hans-hesse.de/html/willy_meller.html

http://www.kunstmarkt.com/pagesmag/kunst/_id316694-/news_detail.html?_q=%20

https://www.ksta.de/koeln/koelner-bildhauer-willy-meller-das-erbe-des-adlermachers-1927938

https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/1516584

http://www.digiporta.net/index.php?id=538384038

http://historischesarchivkoeln.de:8080/actaproweb/search.xhtml

http://www.rheinische-art.de/cms/topics/willy-meller-bildhauer-vom-reichsadler-zum-bundesadler-kunst-und-museumsbibliothek-koeln.php

https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/friedhoefe/rodenkirchen-neu

https://www.bildindex.de/document/obj05244124/mi12185b02/?part=0

https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/schau-ueber-nazikuenstler-im-deutschen-historischen-museum/

https://1.bp.blogspot.com/-cCoZOiaLYAU/XUwcpw6re1I/AAAAAAAABHY/VMtL-tLp3r00aQk_NHfYazIzd97XFYxPACEwYBhgL/s1600/DSC_0186.jpg

https://www.gedenkhalle-oberhausen.de/node/139

https://skulpturen.kulturraum.nrw/bonn/willy-meller/liegende-mit-kind.html

Online-Mitsingkonzert mit Stefan Knittler am 29. April: Bei Pop op Kölsch singend zusammen kommen

Online-Mitsingkonzert mit Stefan Knittler am 29. April: Bei Pop op Kölsch singend zusammen kommen

Zum Mitsingkonzert mit Stefan Knittler lädt die Bürgervereinigung Rodenkirchen am 29.4.21 ein

Stefan Knittler mit Pop op Kölsch/Foto © Kay-Uwe Fischer

Zum Online-Mitsingkonzert „Pop op Kölsch“ mit Stefan Knittler lädt die Bürgervereinigung Rodenkirchen am Donnerstag, 29. April 2021 um 19 Uhr in Zoom ein. Der Kölner Komponist und Sänger Stefan Knittler, Mitstreiter von „Loss mer singe“, ist weit über Köln hinaus bekannt, auch außerhalb der Karnevalssession. Nun fordert der Kölsch-Pop-Musiker aus Rodenkirchen zur musikalischen Begegnung via Zoom zum Mitsingen und Swingen auf. Im Online-Wohnzimmerkonzerte kann jeder der mag bei den kölschen Songs mitmachen und so ein wenig die soziale Distanz und Ausgangsbeschränkungen singend überbrücken. So sind alle Arten von musikalischer Unterstützung erlaubt. Ob der Kochtopf zum Schlagzeug umfunktioniert wird, um die rockige Rhythmen mitzuschlagen, der Kreativität ist nur eine Grenze gesetzt: Das eigene Mikrophon muss im Zoom-Konzert stummgeschaltet bleiben. Ansonsten kommt es zu Rückkopplungen, und die Störgeräusche nehmen überhand.

„Wenn wir in der Corona-Krise schon nicht live zusammen kommen können, um Musik zu machen und uns zu treffen, so machen wir es eben digital zusammen“ erklärt Wolfgang Behrendt, 2. Vorsitzender der Bürgervereinigung Rodenkirchen, der das Online-Mitsingkonzert initiiert hat.

Die Gesamt-Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen begrenzt.

Der Zugangslink zum Mitsingkonzert „Pop op Kölsch“ am 29. April 2021 um 19 Uhr lautet:

https://us02web.zoom.us/j/87205405687?pwd=QUNNUlk5YlRWclJNZzYxRDJBZUVZQT09

Meeting-ID: 872 0540 5687 / Kenncode: 781147

Redaktion: Beatrix Polgar-Stüwe

Mehr Informationen über den Musiker gibt es auf seiner Homepage http://stefan-knittler.de/

Einfach mal reinhören beim einem schönen alten irischen Shanty mit kölschem Text auf  https://youtu.be/LbWyWimNrqM

Foto: Stefan Knittler mit Pop op Kölsch   © Kay-Uwe Fischer

Redaktion: Beatrix Polgar-Stüwe

Führung mit Günter Leitner Neuer Friedhof Rodenkirchen am 27. September 14.30 Uhr

Führung mit Günter Leitner Neuer Friedhof Rodenkirchen am 27. September 14.30 Uhr

Eingang zum Neuen Friedhof Rodenkirchen

Eingang zum Neuen Friedhof Sürther Straße in Rodenkirchen

Die Führung mit Günter Leitner über den Neuen Friedhof Rodenkirchen an der Sürther Straße findet am Sonntag, 27. September 2020 um 14.30 Uhr statt.  Anmelden

Ein Friedhof ist ein Ort der Ruhe und Besinnung, aber zugleich lassen Grabsteine die Geschichte der Stadt, der Kunst und vieler Menschen nachvollziehen. Die Führung verspricht interessante Einblicke in rund 80 Jahre Geschichte von Rodenkirchen. Denn der Friedhof wurde mit den älteren, der Sürther Straße zugewandten Teilen bereits im Jahr 1941 angelegt. Die Kriegsgräberstätten mit Opfern des 2. Weltkriegs aus Rodenkirchen sind die ältesten Gräber. Zahlreiche Familiennamen dürften Rodenkirchener Bürgern bekannt sein. Viele bekannte Menschen des Kölner Kulturlebens und Prominente sind hier begraben. So beispielsweise der Bildhauer Theo Heiermann oder der bekannte Journalist Werner Höfer aus der Diskussionsrunde „Internationaler Frühschoppen“ (verstorben 1997). An den Begründer und Leiter der Stiftung Coenaculum in Michaelshoven, Ehrenbürger der Altgemeinde Rodenkirchen, erinnert die Grabstätte von Pfarrer Erwin te Reh (1911 bis 1991).

Alte Kriegsgräber am Neuen Freidhof in Köln Rodenkirchen

Die Kriegsgräberstätten mit Opfern des 2. Weltkriegs aus Rodenkirchen sind die ältesten Gräber.

Zum Nachdenken: Werke von Bilderhauer Willy Meller

Erwähnenswert ist die Grabstätte des Bildhauers Willy Meller (1887 bis 1974). Drei Frauen sind übereinandersitzend wiedergegeben. Es scheint sich um die drei Moiren (Schicksalsgöttinnen) zu handeln, die eine, die den Lebensfaden spinnt, die zweite, die ihn abmisst und die dritte, die ihn abschneidet.

Denkmal Opfer der Gewaltherrschaft

Denkmal Opfer der Gewaltherrschaft

 

 

 

 

 

 

Jedoch muss Mellers Rolle im Nationalsozialismus kritisch gesehen werden und regt zum Nachdenken an. Denn Meller gehörte bereits ab 1933 zu den vielbeschäftigten Architekten und Bildhauern der NS-Zeit. Er baute zahlreiche Baudenkmäler in der Formensprache der Nationalsozialisten. Wegen seiner Arbeiten für die Nationalsozialisten erhielt Meller von Seiten der Stadt Köln nach dem Krieg zunächst keine Aufträge mehr. Dennoch stehen bundesweit zahlreiche seiner Werke bis heute unkommentiert im öffentlichen Raum. So beispielsweise auch das um 1950 erstellte großformatige Denkmal Willy Mellers am Neuen Friedhof Rodenkirchen, das eindrucksvoll an die Opfer der Gewaltherrschaft mahnt. Diese 1968 aufgestellten fünf Liegefiguren symbolisieren den Schmerz, die Trauer und Brutalität des Kriegs.

Treffpunkt: Neuer Friedhof Rodenkirchen, Eingang Sürther Straße. 30 Personen. Kosten 10 € pro Person für Mitglieder, Nicht-Mitglieder 15 €. Bitte die aktuellen Pandemievorschriften einhalten!

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Lageplan zum Neuen Friedhof Rodenkirchen: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/friedhoefe/rodenkirchen-neu

Ausgebucht – Führung denkmalgeschützte Siedlung Volkspark mit englischer Gartenstadt am 26. Juli

Ausgebucht – Führung denkmalgeschützte Siedlung Volkspark mit englischer Gartenstadt am 26. Juli

Brunnentempel im Volkspark an der englischen Siedlung

Brunnentempel im Volkspark (Fritz-Encke-Park)

Die Führung Siedlung Volkspark mit englischer Gartenstadt am 26. Juli ist ausgebucht. Die Bürgervereinigung Rodenkirchen lädt zu einer besonderen Führung durch die denkmalgeschützte Siedlung Volkspark ein. Am Sonntag, 26. Juli führt Angelika Lehndorff-Felsko die Gruppe ab 14 Uhr durch die architektonisch spannende englische Gartenstadt in der Heidekaul im Stadtteil Köln-Raderthal und berichtet viel Aufschlussreiches aus der Geschichte der „Englischen Siedlung“.

Denkmalgeschütze Siedlung Volkspark

Die Heidekaul war die frühere Wohnsiedlung des englischen Militärs und liegt im Kölner Süden, im bebauten südöstlichen Gebiet des Stadtteils Raderthal am äußeren Grüngürtel. Vom Verteilerkreis Köln-Süd sind das siebenstöckige Hochhaus (Wilhelm Riphahn) sowie die vier dreistöckigen Wohnblöcke, westlich entlang der Militärringstraße gut zu erkennen. Die Siedlung steht unter Denkmalschutz. An der Straße „Am Heidekaul“ liegt der fast vergessene Friedhof von Bayenthal, von dem noch ein denkmalgeschütztes Hochkreuz Nachweis über den 1876 angelegten Friedhof gibt. Er wurde 1914 stillgelegt.

Sehr lesenswert ist der Bericht über die Führung von Stephanie Broch im Kölner Wochenspiegel: https://www.rheinische-anzeigenblaetter.de/mein-blatt/koelner-wochenspiegel/rodenkirchen/viel-gruen–viel-platz-und-beeindruckende-architektur-fuehrung-durch-englische-siedlung-37101734

Torbogen im Fritz-Encke-Park Volkspark Köln

Torbogen Fritz-Encke-Park (Volkspark Köln)

Die Englische Gartenstadt Volkspark am Grüngürtel von Köln

Hier im äußeren Grüngürtel des Kölner Südens wurde 1923/24 ein größeres Parkareal angelegt. Der später nach seinem Erbauer Fritz Encke benannte Park (Fritz-Encke-Park) ist heute um zwei Drittel seiner ursprünglichen Größe kleiner. Denn dort wurde in den Jahren 1949 bis 1952 auf Veranlassung der britischen Militärverwaltung eine zusammenhängende Siedlung, bekannt unter dem Namen „Englische Siedlung“, für die britische Besatzungsmacht errichtet. Dabei entstand eine Gartenstadt nach englischem Vorbild mit geschwungenem Straßen- und Fußwegenetz, Versorgungseinrichtungen und eine Schule.

Grüner Siedlungsbau von bedeutenden Architekten

Berühmte Architekten wie Wilhelm Riphahn, Fritz Schaller und Hans Schilling waren an den Bauprojekten beteiligt. Für Familien wurden Vier-Zimmer-Wohnungen mit zwei Badezimmern gebaut. Die verschiedenen Bauten – ein Wohnhochhaus, mehrgeschossige Zeilenbauten, Reihenhäuser und freistehende Einfamilienhäuser – spiegelten die militärische Rangordnung ihrer Bewohner wider. Erst im Jahr 2005 ging die englische Wohnsiedlung in das Eigentum der Bundesrepublik Deutschland über. Bereits seit den 1970er Jahren fanden dort viele deutsche Soldatenfamilien eine neue Heimat.

Die Grünzüge und die vier beeindruckenden Alleen, die das Gebiet erschließen, der Brunnentempel, die Lauben- und Familiengärten sollten einen sozialen Treffpunkt mit viel Freiraum an der frischen Luft gestatten.

Obwohl die Kirche All Saints Church in Marienburg gegenüber dem alten Bayenthaler Friedhof liegt, gehört sie zur englischen Siedlung. Der Architekt Rudolf Schwarz – Stadtbaumeister von 1946 bis 1952 – plante die 1951 geweihte Kirche als Teil der Volksparksiedlung. Dieser beinahe einmalige Verbund von Bau- und Gartenarchitektur steht unter Denkmalschutz.

Ortsbezeichnung Köln-Raderthal

Das Raderthal gehörte ursprünglich zur Gemeinde Rondorf und wurde 1888 nach Köln eingemeindet. Der Name Raderthal bezeichnet das an den Raderberg anschließende Tal, ein ehemaliges Flussbett des Rheins. Als Flurbezeichnung erscheint dieser Name schon in den Kölner Schreinsbüchern des 13. Jahrhunderts, den Vorgängern der heutigen Grundbücher. Als Ortsbezeichnung wird Raderthal dagegen erstmalig 1838 im Sterberegister der Pfarrkirche zu Immendorf erwähnt.

Angelika Lehndorff-Felsko

Angelika Lehndorff-Felsko führt durch die Siedlung Volkspark

Angelika Lehndorff-Felsko, Kunsthistorikerin, führt die Gruppe. Kosten: 10 € Mitglieder/Gäste 15 € pro Person, maximal 25 Teilnehmer. Bitte die aktuellen Pandemievorschriften einhalten (derzeit u.a. Mindestabstand 1,5 Meter, Nasen-Mund-Schutz)!

Treffpunkt: Ecke Bonner Str./Heidekaul um 13.45 Uhr.

 

 

Ausgebucht – Kölner Krippen: Führung mit Günter Leitner am 4. Januar

Ausgebucht – Kölner Krippen: Führung mit Günter Leitner am 4. Januar

St. Maria im Kapitol

St. Maria im Kapitol (Foto: Dieter Maretzky)

Ausgebucht – Am Samstag, 4. Januar 2020 um 11 Uhr laden wir ein zur Besichtigung verschiedener Kölner Krippen. Unser diesjähriger Krippengang führt uns von der Weihnachtskirche St. Maria im Kapitol, die für die Geschichte der Weihnacht große Bedeutung hatte, nach Groß Sankt Martin. Weiter geht es nach St. Madonna in den Trümmern und St. Maria in der Kupfergasse und zu der Apostelnkirche. Über die Krippen hinaus wird das adventliche und weihnachtliche Brauchtum in Köln vorgestellt. Es führt uns Günter Leitner.

Treffpunkt: St. Maria im Kapitol, Casinostr. 6,  50676 Köln. 25 Personen, Kosten 10 €.
Hier klicken:  Hier anmelden

Die Veranstaltung ist ausgebucht nach dem heutigen Bericht im Kölner Stadt-Anzeiger. Sie können über den Warenkorb keine Anmeldungen mehr tätigen, außer wir erhalten noch Absagen.

Führung Römisch-Germanisches Museum im neuen Domizil am 28.2

Führung Römisch-Germanisches Museum im neuen Domizil am 28.2

Im früheren Belgischen Haus befindet sich nun das Römisch-Germanische-Museum in Köln

Römisch-Germanisches Museum im ehemalige Belgische Haus (Foto: U. Hölz)

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen lädt am Freitag, 28. Februar 2020 um 16 Uhr zu einer besonderen Führung ins Römisch-Germanische Museum (RGM) ein. Im November 2019 bezog das RGM ihr Interimsquartier im ehemaligen „Belgischen Haus“ am Neumarkt in der Cäcilienstraße. Das Museum musste umziehen, weil das Stammgebäude neben dem Dom in den kommenden sechs Jahren saniert wird.

Anmeldung: Hier klicken

Die Führung leitet die in Rodenkirchen wohnende Dr. Friederike Naumann-Steckner mit größter Expertise. Denn bis zu ihrem Ruhestand im März 2919 war sie stellvertretende Direktorin am Römisch-Germanischen Museum in Köln. Die Archäologin präsentiert unserer Gruppe die schönsten Ausstellungsstücke und gewährt auch Einblicke in das denkmalgeschützte 1950 gebaute „Belgische Haus“.

Repräsentative Auswahl aus der römischen Zeit im Belgischen Haus

Exponate im Römisch-Germanischen Museum

Exponate im Römisch-Germanischen Museum (Foto: U. Hölz)

Das Römisch-Germanische Museum besitzt nicht nur viele Stücke zur Geschichte Kölns und des Umlandes von der Ur- und Frühgeschichte bis zum Mittelalter, es hat auch die weltweit größte Sammlung an römischen farbenprächtigen Gläsern. Im neuen Übergangsdomizil steht nun deutlich weniger Fläche zur Verfügung, um alle Objekte, die derzeit in den Depots lagern, zu zeigen.

Daher wird nun eine kleine, aber besonders repräsentative Auswahl der insgesamt mehr als zehn Millionen Objekte den Besuchern gezeigt. Schwerpunktmäßig zählen zu den Objekten Funde aus römischer Zeit, die in Köln ausgegraben wurden. Hinzu kommen historische Luxus- und Handelsgüter, Kunsthandwerk und Alltagsgegenständen, die nun ein neues Dach über dem Kopf erhielten.

Zugleich ermögliche die neue Präsentation auch einen anderen Blick auf die Dinge, schrieb das RGM in einer Presseinformation. Das finge schon auf dem Bürgersteig an – durch große Schaufenster können Passanten beim Shoppen einen Blick auf Ausgrabungen aus Köln werfen. „Köln ist die einzige Millionenstadt in Deutschland mit 2000 Jahren Stadtgeschichte“, sagte RGM-Direktor Prof. Dr. Marcus Trier. „Und wir haben die Taschen – zumindest archäologisch – mehr als voll.“

RGM nun im früheren Belgischen Haus

lm Februar 1950 wurde das „Belgische Haus“ als erstes ausländisches Kulturinstitut in Köln eröffnet. Der von Johannes Schüller entworfene und von dem Innenarchitekten Hans Hansen ausgestattete Bau verfügte neben Büros für die Verwaltung auch über Räumlichkeiten für Ausstellungen, einen Vortrags- und Kammermusiksaal und eine Bibliothek.

Ort: RGM im ehemaligen „Belgischen Haus“, Cäcilienstraße 46, 50667 Köln

Um 15.45 Uhr, Beginn 16 Uhr

Eintritt 6 Euro (vor Ort zahlen), Führung ohne Kosten, Nicht-Mitglieder zahlen einen Aufpreis über 5 €.

Teilnehmer: maximal 25 Personen

Anmeldung: Hier klicken