
St. Georg Köln, Nordseite, Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
Zur Besichtigung der romanischen Kirche St. Georg (Georgsplatz 17, 50676 Köln) lädt am Dienstag, 10. November 2026 von 14 bis 15 Uhr die Bürgervereinigung Rodenkirchen ein. Schwerpunkt der Führung ist das Anno-Fenster von Johan Thorn Prikker, der als Wegbereiter der modernen Glasbildkunst gilt. Kunsthistoriker Dr. Wolfgang Till Busse führt durch die Kirche.
Anmeldung erforderlich:
Anmeldung / Tickets
Die Kirche St. Georg in Köln ist eine der zwölf großen romanischen Basiliken in der Altstadt Kölns. Der Erhalt wird vom Förderverein Romanische Kirchen unterstützt.
Eine dreischiffige Säulenbasilika mit einem Ost- und einem Westchor bildet die Kirche. Sie wurde bereits um 1067 von Erzbischof Anno geweiht. Unter dem Ostchor liegt eine 5-schiffige Hallenkrypta.
Nach zahlreichen Umbauten durch die Jahrhunderte wurde zwischen 1927 und 1930 die einsturzgefährdete Kirche wieder aufgebaut und mit einem Fensterzyklus des Künstlers Jan Thorn Prikker ausgestattet.
St. Georg: Kirchenfenster von Prikker
Der niederländische Künstler Johan (Jan) Thorn Prikker zog zu Beginn des 20. Jahrhunderts ins Rheinland. Er gilt als großer Künstler und Pionier der modernen Glasbildkunst.
Bereits in den 1920er-Jahren – auf dem Höhepunkt seines Erfolges – konnte Prikker auf ein umfangreiches Schaffen zurückblicken. Nicht nur Glasfenster, sondern auch monumentale Wandmalereien und Mosaiken, Ölgemälde, Textilien, Möbel, Lampen, Dekorationsgegenstände, Plakate und Buchillustrationen zeichneten das kreative Schaffen des Künstlers aus.
Die Neugestaltung von St. Georg in Köln im Jahr 1931 und besonders das Anno-Fenster gelten als die Hauptwerke von Johan Thorn Prikker.
Der niederländische Künstler Johan Thorn Prikker (1868–1932) gilt als der wichtigste Glas- und Kirchenkünstler der klassischen Moderne im Rheinland. In St. Georg passen sich seine Glasfenster dem romanisch strengen Kirchenraum an. Die Farbigkeit sorgt im weißen Innenraum für ein einmaliges Lichtspiel.
Foto: © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons) St. Georg Köln, Nordseite
Treffpunkt 10.11.2026 um 13:45 Uhr St. Georg, Georgsplatz 17, 50676 Köln Köln
Kosten für Führung: Mitglieder 5 €, Nicht-Mitglieder 10 €, Max. 25 Personen.

Haus und Garten Konrad-Adenauer-Haus © StBKAH/Foto: Frank Homann
Anlässlich des 150. Geburtstages von Konrad Adenauer besuchte die Bürgervereinigung das Konrad-Adenauer-Haus in Bad Honnef-Rhöndorf.
Der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland wohnte hier viele Jahre. Das original erhaltene Haus und Garten bilden zusammen mit einer Ausstellung einen einzigartigen Erinnerungsort der Demokratiegeschichte.
Update: Bericht über die Führung durch das Konrad-Adenauer-Haus und Fotos
Mitglieder hatten die Gelegenheit, am 13.10.2026 zu einer Besichtigung des Konrad-Adenauer-Hauses. Es gab einen Rundgang mit Führung durch sein Privathaus, seinen Garten mit Rosen und durch die sehr gut aufgearbeitete Ausstellung in Rhöndorf. Knapp 20 Teilnehmende konnten bequem von Rodenkirchen aus mit dem Busunternehmen Pultke aus Sürth zum Ausstellungsort und zurück gefahren werden.
Konrad Adenauer – Stationen seines Lebens
Lisa Kaufhold führte die Gruppe in einem 90minütigen Rundgang fach- und sachkundig durch das weitläufige Gelände. Die einzelnen Stationen im Leben dieses durch so viele Staatsformen geprägten Politikers wurden sehr deutlich dargestellt. Dabei blieben den Teilnehmenden die Parallelen zur heutigen Situation im Land nicht verborgen.
Konrad Adenauer war Zeit seines Lebens ein Kämpfer für seine Ideale – trotz zahlreicher heftiger Schicksalsschläge. So waren ihm seine erste und zweite Ehefrau früh verstorben. Er selbst erlitt einen schweren Autounfall mit großen Konsequenzen für seine Gesundheit. Zudem wurde er wähernd der NS-Zeit zwei Mal verhaftet. Trotz allem: Konrad Adenauer ließ sich nicht beirren.
Während der Führung konnten unsere Gäste in einem Digitalquiz ihr Wissen um die Rahmenbedingungen während Adenauers langer Regierungszeit testen. Eine gut konzipierte und lohnende Ausstellung!
Text und Fotos Nachbericht: Mechthild Posth










Terminankündigung der gemeinsamen Busfahrt zum Haus von Konrad Adenauer in Rhöndorf
Wir haben für die Führung nach Rhöndorf ins Adenauerhaus einen Bus gebucht und reisen gemeinsam mit dem Pultke Busunternehmen aus Sürth.
Der Bus fährt uns von Rodenkirchen bis an die Bushaltestelle „Rhöndorf Kapelle“. Von hier aus sind es ca. 6 Minuten Fußweg bis zur Stiftung Bundeskanzler Adenauer-Haus. Nach der Führung wird die Gruppe von der o.a. Bushaltestelle wieder abgeholt.
Wann? Dienstag, 13.10.2026, Treffpunkt: 9.30 Uhr Bezirkssportanlage Rodenkirchen / Parkplatz (TVR/Gesamtschule), Sürther Str. 195, 50999 Rodenkirchen, Abfahrt Bus 9.45 Uhr, Führung Adenauerhaus von 11 bis 12:30 Uhr, danach Rückfahrt mit dem Bus bis Bezirkssportanlage Rodenkirchen (Ankunft ca. 14 Uhr)
Kosten: 18 Euro pro Person (Mitglied und ggf. eine Begleitperson): Enthält Busfahrt von Rodenkirchen bis Rhöndorf u. zurück, 2 € Trinkgeld für Fahrer*in, 90 Minuten Führung, (max. 20 Personen)
Achtung: Keine Barzahlung im Bus möglich. Der Betrag (ggf. auch für das mitfahrende Nicht-Mitglied) wird dem Mitglied in Rechnung gestellt und abgebucht! Als Mitglied wählen Sie in der Bestellmaske bei der Zahlart „Überweisung/Rechnung“, als Nicht-Mitglied „Lastschrift“!.
Wichtig! Das Wohnhaus von Konrad Adenauer ist nur zu Fuß durch den Garten über einen treppenreichen Aufstieg erreichbar. Ein barrierefreier Zugang zu diesem denkmalgeschützten Bereich ist nicht möglich. Lediglich das Ausstellungsgebäude ist mit einem Fahrstuhl und barrierefreien Toiletten ausgestattet.
Das Konrad-Adenauer-Haus
Das Haus von Konrad Adenauer bietet die Gelegenheit, einen bedeutenden Ort deutscher Zeitgeschichte kennenzulernen und sich intensiver mit der Person Adenauers und seiner politischen Bedeutung auseinanderzusetzen.
Die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, eine überparteiliche Politikergedenkstiftung des Bundes, unterhält das Museum.
Wir reisen mit dem Busunternehmen Olaf Pultke aus Sürth: https://www.busbestellung.de/Ueber-uns/
Beatrix Polgar-Stüwe

Mitgliederversammlung 2026
Die Mitgliederversammlung 2026 der Bürgervereinigung Rodenkirchen fand am 22. September im Bistro Verde Walterscheidt statt. Über 60 Mitglieder waren zu dem Abend gekommen. Wolfgang Behrendt, 1. Vorsitzender, eröffnete die Versammlung und stellte fest, dass die Versammlung satzungsgemäß einberufen wurde und beschlussfähig war.
Gefährdung der Demokratie durch Wahlerfolge am politischen Rand
In seiner Eingangsrede thematisierte Wolfgang Behrendt die jüngsten Ergebnisse der Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern und bedauerte die Gewinne an den politischen Rändern. Nicht alles ließe sich nur mit der Unzufriedenheit an der Bundespolitik erklären, meinte Behrendt und fragte: „Haben diese Wähler im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst?“ Seine Antwort: „Offensichtlich nicht. Denn dann würde keiner die große Nähe zu Russland suchen oder sich Verhältnisse wie früher in der DDR wünschen.“ Der 1. Vorsitzende des Vereins forderte, dass man die Menschen aufklären müsse. Denn es gebe keine bessere Staatsform als unsere freiheitlich-demokratische rechtsstaatliche Grundordnung. Seine Rede stieß auf große Zustimmung und wurde mit Beifall gewürdigt.
Tätigkeitsbericht: Präsentation der Highlights auf Mitgliederversammlung 2026
In einer Power-Point-Präsentation stellte der 1. Vorsitzende die Aktivitäten des Vereins für die Bürgerinnen und Bürger in Rodenkirchen dar. Die komplette Präsentation über die zahlreichen Aktivitäten des Vereins finden Interessierte im Link PPP Mitgliederversammlung 2026.
Mehr Fairness zeigen und das No-Show-Syndrom reduzieren
Ein wichtiger Punkt soll hier aber erwähnt werden: Den Vorstand ärgert es sehr, wenn Mitglieder und ihre Gäste sich zu Führungen und Besichtigungen zwar anmelden, aber ohne Absage am Termin nicht erscheinen. Das passiert besonders oft bei kostenlosen bzw. preiswerten Führungen bzw. Veranstaltungen, auch bei Einladungen zu Empfängen oder Festen, die mit Essen & Trinken verbunden sind. Da gebe es zum Teil 30 bis 40 Prozent Ausfall. Besonders ärgerlich ist es für diejenigen, die auf der Warteliste stehen und nicht davon erfahren, dass doch noch Plätze frei sind. Wir bitten um mehr Fairness! Daher der ausdrückliche Appell des gesamten Vorstands an die Mitglieder: Bitte bei Verhinderung frühzeitig absagen. Unsere Führungen sind so begehrt, dass sie oft in wenigen Stunden ausgebucht sind. Fast immer gibt es Wartelisten, und es freut sich sicher jemand, der nachrücken kann. Falls unser Appell nicht fruchtet, denken wir über eine Art „No-Show-Gebühr“ oder „Konventionalstrafe“ nach.

Holger Marscheider, Schatzmeister
Bericht des Schatzmeisters über das Geschäftsjahr 2025
Schatzmeister Holger Marscheider berichtet über das Geschäftsjahr 2025. Die Mitgliederzahlen stiegen bis ins Jahr 2025. Derzeit hat die Bürgervereinigung 625 Mitglieder. Ein leichter Rückgang ist 2026 jedoch zu verzeichnen.
Der Schatzmeister stellte die Einnahmen- und Ausgabenentwicklung im Jahr 2025 vor. Gegenüber dem Vorjahr stiegen sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben. Die Gelder wurden für Ausgaben satzungsgemäß und zweckgebunden verwendet, u.a. für heimatgeschichtliche Projekte und für die Brauchtumspflege. Die Mitglieder hatten die Möglichkeit, Einblick zu nehmen in den Buchhaltungsordner.
Entlastung des Vorstands auf der Mitgliederversammlung 2026
Die Kassenprüfung fand im Vorfeld durch die beiden Prüfer Dr. Peter Wohlleben und Dr. Heinz-Joachim Koch statt. Beide Kassenprüfer waren anwesend. Kassenprüfer Dr. Peter Wohlleben berichtete über die Kassenprüfung. Die stichprobenartigen Überprüfungen ergaben keine Beanstandungen. Die Entlastung des Vorstands wurde sodann beantragt. Der Vorstand wurde einstimmig (bei 7 Enthaltungen der anwesenden Vorstandsmitglieder) entlastet.
Der Vorstand dankt seinen Mitgliedern für ihr entgegengebrachtes Vertrauen, ihre Unterstützung und für die freundlichen Worte des Danks.

Gute besuchte Mitgliederversammlung 2026
Wünsche & Aussprache auf der Mitgliederversammlung 2026
Die Baustelle für die Wassertransportleitung am Grüngürtel sorgt bei Mitgliedern für Unmut, weil Waldwege für Spaziergänge gesperrt sind. Die anwesende Bezirksbürgermeisterin Sabine Müller erläuterte den Sachstand und die Notwendigkeit des Baus einer neuen Haupttrinkwasserleitung für die Bevölkerung in Rodenkirchen.
Ein Mitglied äußert „Nachwuchs-Sorgen“ und regte einen Arbeitskreis an, um jüngere Mitglieder für den Verein zu gewinnen. Der Vorstand wird diese Idee aufgreifen.
Des Weiteren gab es Anregungen für mehr kühle Plätze in Rodenkirchen in der Sommerhitze. Mehr Verschattungen und Kühlung wurden auf Grund der Klima-Entwicklung gewünscht.
Ratsmitglied Constanze Aengenvoort, zugleich Vereinsmitglied, berichtete, dass Entwürfe der Bezirksvertretung vorlägen. Problematisch sei es, dass z.B. der Maternusplatz in privater Hand läge und der Eigentümer aus optischen Gründen bislang Änderungen ablehne. Die anwesenden Mitglieder und der Vorstand sind sich einig, dass das Thema weiterverfolgt werden soll.
Ein Hinweis in eigener Sache: Der Neujahrsempfang findet voraussichtlich am Sonntag, 17. Januar 2027 in der neuen Feuerwache am Sürther Feld statt.

Gunther Höhn, KVB Köln (r.) und Wolfgang Behrendt (l.)
Im Gespräch mit der KVB: Fragen und Antworten rund um den ÖPNV nach der Mitgliederversammlung 2026
Im Anschluss an die Mitgliederversammlung begrüßte die 2. Vorsitzende Beatrix Polgar-Stüwe Gunther Höhn, Bereichsleiter Nahverkehrsmanagement der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB). Höhn ist in dieser führenden Funktion verantwortlich für zentrale planerische und strategische Aspekte des ÖPNV in Köln. Er stand kompetent Rede und Antwort und dies weit über eine Stunde.
Zuvor hatte der Vorstand seine Mitglieder um Fragen gebeten und danach einen Fragenkatalog zu aktuellen Themen des öffentlichen Nahverkehrs im Kölner Süden vorbereitet. Darüber hinaus nutzten zahlreiche anwesende Mitglieder und Gäste die Gelegenheit, eigene Fragen und Anliegen vorzutragen.
Im Mittelpunkt standen insbesondere die Linien 16 und 17, die Schulwegsituation im Kölner Süden, die neuen digitalen Tarifangebote, die Situation an der Bonner Straße sowie verschiedene Anliegen zum Schutz der Fahrgäste und zur besseren Vernetzung von Bus und Bahn.
Frage 1: Linien 16 und 17 – Wann gilt wieder der Regelfahrplan?
Bereits seit 2023 ist die Linie 17 verkürzt und fährt nicht mehr bis Sürth. Die Bürgervereinigung wollte wissen, wann die Linie 16 nach Regelfahrplan fährt und mit der Linie 17 die Verbindung bis Sürth wiederhergestellt wird.
Gunther Höhn erläuterte, dass die KVB seit 2023 mit erheblichen Problemen bei den älteren Fahrzeugen zu kämpfen habe. Die Fahrzeuge seien teilweise so alt, dass Ersatzteile nur noch schwer oder überhaupt nicht mehr zu beschaffen seien. Für die Beschaffung neuer Fahrzeuge liege zwar ein entsprechender Beschluss vor, zwischen Beschlussfassung und dem tatsächlichen Einsatz neuer Bahnen lägen jedoch etwa fünf Jahre.
Zusätzlich habe die KVB die Bonner Verkehrsbetriebe bei der Fahrzeugversorgung unterstützt. Dadurch standen in Köln zeitweise weniger Fahrzeuge zur Verfügung. Seit Beginn des Schuljahres sei diese Unterstützung reduziert worden. Die verfügbaren hochflurigen Fahrzeuge würden derzeit insbesondere für die Linien 16 und 18 benötigt.
Die Zahl der hochflurigen Fahrzeuge soll nun schrittweise wieder erhöht werden. Wann die Linie 17 wieder vollständig im Regelverkehr und bis Sürth fahren kann, konnte Gunther Höhn derzeit noch nicht verbindlich sagen.
Frage 2: Schulverkehr im Kölner Süden – Reichen die Busse für die wachsenden Schülerzahlen?
Ein weiterer Schwerpunkt war die Schulwegsituation im Kölner Süden, insbesondere im Bereich Sürther Feld.
Dort befinden sich inzwischen mehrere Schulen mit insgesamt rund 6.000 Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften. Trotz einer Verstärkung des Busverkehrs durch die KVB Köln wird immer wieder berichtet, dass Busse an Haltestellen nicht anhalten und Jugendliche bzw. Kinder wegen überfüllter Fahrzeuge nicht mehr mitgenommen werden können.
Zusätzlich wird das Gymnasium Rondorf länger als ursprünglich geplant an seinem Interimsstandort am Sürther Feld bleiben. Damit ist auch weiterhin mit steigenden Schülerzahlen und zusätzlichen Verkehrsbelastungen zu rechnen.
Die Bürgervereinigung fragte deshalb, ob eine weitere Taktverdichtung möglich sei und ob Schulbusse eine Lösung darstellen könnten.

Zum Thema Schulbus-Petition sprach Yvonne Mohr
Petition für einen Schulbus
Zu diesem Thema war auch Yvonne Mohr eingeladen. Sie stellte eine von ihr initiierte Petition für einen Schulbus vor.
Frau Mohr, die im Hahnwald wohnt, schilderte die täglichen Fahrten zur Schule und zurück als erheblichen organisatorischen Aufwand. In einer Umfrage hatte sie zunächst ermittelt, in welchem Umfang Eltern bereit wären, sich an den Kosten eines Schulbusses zu beteiligen. Die Ergebnisse waren ermutigend.
Bei der weiteren Beschäftigung mit dem Thema stellte sich jedoch heraus, dass die Kosten eines eigenständigen Schulbusangebots erheblich sein können. Deshalb brachte Yvonne Mohr das Anliegen mit einer Petition in die Öffentlichkeit. Aus ihrer Sicht wird für die Schülerbeförderung im Kölner Süden ein anderes, besser auf die Situation abgestimmtes System benötigt.
Antwort der KVB Köln zum Schulverkehr
Gunther Höhn verwies darauf, dass es bereits seit Jahren zusätzliche Verstärkung für den Schulverkehr gibt. Dabei handelt es sich um Busse, die ergänzend zum regulären Angebot eingesetzt werden und unter anderem auch die Schule an dem Interimsstandort für Rondorf bedienen.
Die KVB Köln habe bereits versucht, das Grundangebot aufzustocken. Sollte sich herausstellen, dass das bestehende Angebot nicht ausreicht, könne auch über eine weitere Taktverstärkung nachgedacht werden.
Damit bleibt die Frage der ausreichenden Schülerbeförderung im Kölner Süden angesichts der weiter steigenden Schülerzahlen ein wichtiges Thema.
Frage 3 – Neue eezy.nrw-Funktion: Was bringt sie den Fahrgästen?
Großes Interesse bestand an der neuen eezy.nrw-Funktion und insbesondere an der Frage, wie dieses Angebot über die KVB-App genutzt werden kann.
Da hierzu bei vielen Mitgliedern noch erheblicher Informationsbedarf besteht, wurde gefragt, ob es verständliche Informationsmaterialien gibt. Ein Anwendungsvideo (Werbung kann übersprungen werden) und einen Flyer für die Anmeldung zur eezy-App finden Sie in den Links.
Gunther Höhn erklärte bei eezy.nrw handele es sich um einen elektronischen Tarif, bei dem sich der Fahrpreis nach der Luftlinienentfernung zwischen Start und Ziel berechnet. Je nach Strecke kann dies gegenüber herkömmlichen Tarifen wesentlich günstiger sein.
Außerdem gibt es einen Preisdeckel durch das Deutschlandticket. Wird innerhalb eines bestimmten Abrechnungszeitraums die entsprechende Grenze erreicht, fallen für weitere Fahrten keine zusätzlichen Kosten an.
Die Nutzung und Funktionsweise kann über die KVB-App nachvollzogen werden.
Aus dem Publikum wurde angeregt, auch eine einfache Nutzung anzubieten, damit Menschen ohne Smartphone nicht ausgeschlossen werden. Zudem wurde die Sorge geäußert, dass das Kurzstreckenticket abgeschafft werden könnte.
Weitere Fragen zu den Tarifen der KVB und Ticket-Kontrollen
Gunther Höhn erklärte hierzu, dass er davon ausgehe, dass es auch über 2028 hinaus ein Kurzstreckenticket geben werde. Gleichzeitig werde der Anteil der Menschen, die kein Smartphone nutzen, voraussichtlich weiter zurückgehen. Das digitale Angebot richte sich daher an eine wachsende Zahl von Fahrgästen.
Zur Frage der Mitglieder Wolfgang Bauer und Annette Strübbe, warum das Seniorenticket abgeschafft wurde, erklärte Höhn, dass dies im Zuge der Einführung des Deutschlandtickets, die jüngsten Tarifreformen und auch kilometerbasierte Abrechnung per App (eezy.nrw) die Gründe dafür seien. Der neue Rheinlandtarif sollte den „Ticket-Dschungel“ grundlegend vereinfachen und alle Altersgruppen berücksichtigen.
Aus dem Publikum wurde außerdem die Frage nach der Kontrolle der Fahrscheine angesprochen. Herr Höhn erläuterte die Position der KVB zu den derzeitigen stichprobenartigen Kontrollen und den damit verbundenen Kosten.
Frage 4 – Bonner Straße: Wie geht es weiter?
Zur Situation auf der Bonner Straße konnte Gunther Höhn eine aktuelle Information geben: Seit dem 22. September fährt der Bus wieder in beiden Richtungen über die Bonner Straße. Die neue Verkehrsführung müsse sich zunächst im Alltag bewähren. Im weiteren Verlauf seien noch Feinjustierungen möglich.
Und es sollte nicht mehr so lange dauern, bis die Bahn bis zum Verteilerkreis fahren wird.
Frage 5 – Bushaltestelle Uferstraße: Schutz vor Regen und Sturm
Mitglied Colin Bain sprach die Situation an der derzeit ungeschützten Bushaltestelle an der Uferstraße in Rodenkirchen an.
Gefragt wurde insbesondere, ob dort ein Fahrgastunterstand errichtet werden könne. Nach Auskunft von Herrn Höhn ist ein solcher Unterstand grundsätzlich zwar vorgesehen gewesen. Jedoch sei die Stelle auf Seite des Hochhauses zu eng, endgültig entschieden sei jedoch noch nichts.
Als Alternative schlug Herr Bain vor, die Haltestelle gegenüber der bisherigen Position einzurichten. Dort könnte möglicherweise mehr Platz für eine Überdachung vorhanden sein.
Die Bürgervereinigung wies auf die besondere Bedeutung dieser Haltestelle hin: Sie wird von vielen älteren Menschen aus dem Wohnpark (Hochhäuser) und der näheren Umgebung genutzt. Gerade in den Wintermonaten bestehe dort ein unzureichender Schutz vor Regen und Sturm.
Auch eine Verlegung bzw. Veränderung der Bus-Route wurde angesprochen. Als mögliche Alternative wurde die Absetz-Haltestelle an der Roonstraße genannt, die nur wenige Meter von der Uferstraße entfernt liegt.
Gunther Höhn teilte mit, dass die verschiedenen Möglichkeiten derzeit geprüft werden. Ob eine bauliche oder verkehrliche Lösung tatsächlich realisierbar ist, könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.
Frage 6 – Verlängerung der Linie 13 bis Rodenkirchen bzw. Sürth
Der Seniorenvertreter im Bezirk und Sprecher des Arbeitskreises Seniorenmobilität, Tom Grothkopp, fragte nach dem Stand der Planungen für eine Verlängerung der Linie 13 über Zollstock und Raderthal bis nach Rodenkirchen bzw. Sürth.
Die Bedeutung einer solchen Verbindung wurde mit den zahlreichen Einrichtungen entlang der vorgesehenen Strecke begründet. Dort befinden sich unter anderem sieben Schulen, zwei Berufskollegs und zwei Hochschulen mit insgesamt rund 14.600 Schülerinnen, Schülern und Studierenden. Hinzu kommen große Arbeitgeber wie die Diakonie Michaelshoven und die Uniklinik mit zusammen rund 16.000 Beschäftigten.
Gunther Höhn erklärte, dass die Verlängerung der Linie 13 Bestandteil der perspektivischen Planung des Stadtteilnetzes ist. Wann aber eine Umsetzung erfolgen könne, sei allerdings offen. Nach seiner Einschätzung gibt es dabei zwei besonders kritische Punkte, die noch gelöst werden müssten.
Damit bleibt die Verlängerung der Linie 13 ein wichtiges Zukunftsthema für die Verkehrsanbindung des Kölner Südens.
Frage 7 – Anschlüsse zwischen den Buslinien 131/135 und der Linie 16
Mitglied Barbara Karst reichte eine Frage zu einem praktischen Problem für Fahrgäste am Bahnhof Rodenkirchen ein.
Die Buslinien 131 und 135 fahren vom Bahnhof Rodenkirchen in Richtung Maternusplatz häufig genau zu dem Zeitpunkt ab, an dem die Linie 16 am Bahnhof eintrifft. Dadurch werden Anschlüsse für die Fahrgäste erschwert. Sie fragte, ob die Fahrpläne besser aufeinander abgestimmt werden könnten.
Gunther Höhn erläuterte, dass die Abstimmung der verschiedenen Linien sehr schwierig sei. Es sei nicht möglich, alle gewünschten Anschlüsse gleichzeitig zu gewährleisten. Die KVB versuche, für das Gesamtsystem ein möglichst gutes Ergebnis zu erreichen. Dabei habe die Fahrtrichtung in Richtung Köln grundsätzlich eine höhere Priorität.
Frage 8 – Warum sind die digitalen Anzeigen so oft falsch?
Aus dem Publikum wurde außerdem gefragt, warum die digitalen Fahrgastanzeigen an den Haltestellen immer wieder falsche oder unzutreffende Informationen anzeigen.
Gunther Höhn erklärte, dass es vor etwa eineinhalb Jahren eine Systemumstellung gegeben habe. Dadurch seien zunächst Abstimmungsprobleme zwischen den verschiedenen technischen Schaltstellen entstanden.
Grundsätzlich melden die Bahnen ihren aktuellen Standort an das System. Dies funktioniert jedoch nicht immer zuverlässig, beispielsweise aufgrund von Funklöchern oder anderen technischen Störungen.
Nach Angaben von Herrn Höhn habe sich die Situation inzwischen verbessert. Die Zahl der fehlerhaften Anzeigen nehme ab.
Ausblick und Dank
Zum Abschluss berichtete Bürgermeisterin Sabine Müller über den von ihr initiierten bzw. begleiteten Runden Tisch zum ÖPNV. Sie nahm mehrere der an diesem Abend angesprochenen Fragen und Anliegen für die weitere Arbeit mit.
Beatrix Polgar-Stüwe und Wolfgang Behrendt bedankten sich bei Gunther Höhn für seine Zeit, die ausführlichen Antworten und insbesondere für den offenen und direkten Austausch mit den Mitgliedern und Gästen.
Auch Herr Höhn dankte für die gute Atmosphäre und den direkten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern.
Fazit
Der Abend hat deutlich gemacht, dass es im Kölner Süden zahlreiche konkrete Anliegen zum öffentlichen Nahverkehr gibt. Dazu zählen das Fahren nach Regelfahrplan (16/17) über die Schülerbeförderung und die Anschlüsse zwischen Bus und Bahn bis hin zu barrierefreien Tarifen und wettergeschützten Haltestellen.
Die Bürgervereinigung Rodenkirchen wird die angesprochenen Themen weiter begleiten und sich dafür einsetzen, dass die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger bei den zuständigen Stellen gehört und weiterverfolgt werden.
Nach der Versammlung ließen die Mitglieder in netter Atmosphäre den Abend ausklingen und fanden Zeit für gute Gespräche.
Redaktion: Beatrix Polgar-Stüwe
Fotos: Iris Ebel-Philippi, Dieter Maretzky, Beatrix Polgar-Stüwe




Kassenprüfer Dr. Peter Wohlleben

Gunter Höhn KVB Köln
Gunther Höhn war bereits im Jahr 2018 zu Gast bei einem Bürgertreff der Bürgervereinigung. Was er damals sagte, was realisiert wurde, das lesen Sie hier:
Bürgertreff Rodenkirchen am 13. November in der Quetsch zum ÖPNV

Am 15.7.26 gibt es einen Infonachmittag Reanimation üben. Ort: Köln-Rodenkirchen Sommershof. Bild: Symbolfoto mit KI
Leben retten mit Reanimation! Im Ernstfall können Kenntnisse der Wiederbelebung Schlimmes verhindern. Jedoch zählt jede Sekunde! Deshalb laden die Bürgervereinigung Rodenkirchen und das Gesundheitsnetzwerk Köln-Süd (GSK) am Mittwoch, 15. Juli 2026 von 15 bis 17 Uhr zum Informationsnachmittag Reanimation ein.
Ort: Sommershof Rodenkirchen, Erdgeschoss, Geschäftsraum an der Rolltreppe (50996 Köln, Hauptstr. 71–73) Es können maximal 25 Personen teilnehmen. Der Informationsnachmittag richtet sich an medizinische Laien. Anmeldung erforderlich! Maximal 25 Personen, kostenlos.
Wenn es hier keine Karten mehr gibt, ist die Veranstaltung ausgebucht!
Reanimation üben und Leben retten!
Es geht um die Reanimation, d.h. die Wiederbelebung bei einem plötzlichen Herzstillstand. Ziel ist es, das Wissen zu vertiefen, sowohl bei der Wiederbelebung ohne Hilfsmittel als auch mit Unterstützung eines Defibrillators (Automatisierter Externer Defibrillator, kurz AED).
Anhand von Reanimationspuppen demonstrieren ein Rettungsdienst und Ärzte aus Rodenkirchen u.a. aus Innere/Kardiologie und Intensivmedizin den Ablauf. Teilnehmende haben die Möglichkeit, die Herzdruckmassage und den Umgang mit einem Defibrillator unter Anleitung zu üben. Damit soll die weitverbreite Angst genommen werden, bei einer Reanimation alles falsch zu machen. Die wichtigste medizinische Erkenntnis lautet nämlich: Der einzige Fehler ist, nichts zu tun.
Die vier Schritte der Reanimation und Leben retten
Helfen vor Ort: Häufig sind es medizinische Laien, also Angehörige, Freunde und Freundinnen, Personen aus dem näheren Umfeld der Betroffenen, die sofort handeln und nach Absetzen des Notrufs (112) mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen müssen.
Der Merksatz zur Reanimation heißt: „Prüfen, Rufen, Drücken, Schocken“. Das heißt nach Prüfen (u.a. Atmung, Heben des Brustkorbs?) und Rufen nach Hilfe (Telefon 112) sind die nächsten Schritte Drücken (Herzdruckmassage) und wenn ein Defi vorhanden ist, Schocken.
Weitere Informationen finden Interessierte auch auf Gesundheitsnetzwerk Köln-Süd