Gut besuchte Mitgliederversammlung 2026 – Im Anschluss Gespräch mit KVB Köln

Gut besuchte Mitgliederversammlung 2026 – Im Anschluss Gespräch mit KVB Köln

Vorstand auf der Mitgliederversammlung 2026

Mitgliederversammlung 2026

Die Mitgliederversammlung 2026 der Bürgervereinigung Rodenkirchen fand am 22. September im Bistro Verde Walterscheidt statt. Über 60 Mitglieder waren zu dem Abend gekommen. Wolfgang Behrendt, 1. Vorsitzender, eröffnete die Versammlung und stellte fest, dass die Versammlung satzungsgemäß einberufen wurde und beschlussfähig war.

Gefährdung der Demokratie durch Wahlerfolge am politischen Rand

In seiner Eingangsrede thematisierte Wolfgang Behrendt die jüngsten Ergebnisse der Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern und bedauerte die Gewinne an den politischen Rändern. Nicht alles ließe sich nur mit der Unzufriedenheit an der Bundespolitik erklären, meinte Behrendt und fragte: „Haben diese Wähler im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst?“ Seine Antwort: „Offensichtlich nicht. Denn dann würde keiner die große Nähe zu Russland suchen oder sich Verhältnisse wie früher in der DDR wünschen.“ Der 1. Vorsitzende des Vereins forderte, dass man die Menschen aufklären müsse. Denn es gebe keine bessere Staatsform als unsere freiheitlich-demokratische rechtsstaatliche Grundordnung. Seine Rede stieß auf große Zustimmung und wurde mit Beifall gewürdigt.

Tätigkeitsbericht: Präsentation der Highlights auf Mitgliederversammlung 2026

In einer Power-Point-Präsentation stellte der 1. Vorsitzende die Aktivitäten des Vereins für die Bürgerinnen und Bürger in Rodenkirchen dar. Die komplette Präsentation über die zahlreichen Aktivitäten des Vereins finden Interessierte im Link PPP Mitgliederversammlung 2026.

Mehr Fairness zeigen und das No-Show-Syndrom reduzieren

Ein wichtiger Punkt soll hier aber erwähnt werden: Den Vorstand ärgert es sehr, wenn Mitglieder und ihre Gäste sich zu Führungen und Besichtigungen zwar anmelden, aber ohne Absage am Termin nicht erscheinen. Das passiert besonders oft bei kostenlosen bzw. preiswerten Führungen bzw. Veranstaltungen, auch bei Einladungen zu Empfängen oder Festen, die mit Essen & Trinken verbunden sind. Da gebe es zum Teil 30 bis 40 Prozent Ausfall. Besonders ärgerlich ist es für diejenigen, die auf der Warteliste stehen und nicht davon erfahren, dass doch noch Plätze frei sind. Wir bitten um mehr Fairness! Daher der ausdrückliche Appell des gesamten Vorstands an die Mitglieder: Bitte bei Verhinderung frühzeitig absagen. Unsere Führungen sind so begehrt, dass sie oft in wenigen Stunden ausgebucht sind. Fast immer gibt es Wartelisten, und es freut sich sicher jemand, der nachrücken kann. Falls unser Appell nicht fruchtet, denken wir über eine Art „No-Show-Gebühr“ oder „Konventionalstrafe“ nach.

Schatzmeister Bürgervereinigung Rodenkirchen Holger Marscheider

Holger Marscheider, Schatzmeister

Bericht des Schatzmeisters über das Geschäftsjahr 2025

Schatzmeister Holger Marscheider berichtet über das Geschäftsjahr 2025. Die Mitgliederzahlen stiegen bis ins Jahr 2025. Derzeit hat die Bürgervereinigung 625 Mitglieder. Ein leichter Rückgang ist 2026 jedoch zu verzeichnen.

Der Schatzmeister stellte die Einnahmen- und Ausgabenentwicklung im Jahr 2025 vor. Gegenüber dem Vorjahr stiegen sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben. Die Gelder wurden für Ausgaben satzungsgemäß und zweckgebunden verwendet, u.a. für heimatgeschichtliche Projekte und für die Brauchtumspflege. Die Mitglieder hatten die Möglichkeit, Einblick zu nehmen in den Buchhaltungsordner.

Entlastung des Vorstands auf der Mitgliederversammlung 2026

Die Kassenprüfung fand im Vorfeld durch die beiden Prüfer Dr. Peter Wohlleben und Dr. Heinz-Joachim Koch statt. Beide Kassenprüfer waren anwesend. Kassenprüfer Dr. Peter Wohlleben berichtete über die Kassenprüfung. Die stichprobenartigen Überprüfungen ergaben keine Beanstandungen. Die Entlastung des Vorstands wurde sodann beantragt. Der Vorstand wurde einstimmig (bei 7 Enthaltungen der anwesenden Vorstandsmitglieder) entlastet.

Der Vorstand dankt seinen Mitgliedern für ihr entgegengebrachtes Vertrauen, ihre Unterstützung und für die freundlichen Worte des Danks.

Mitglieder bei Mitgliederversammlung

Gute besuchte Mitgliederversammlung 2026

Wünsche & Aussprache auf der Mitgliederversammlung 2026

Die Baustelle für die Wassertransportleitung am Grüngürtel sorgt bei Mitgliedern für Unmut, weil Waldwege für Spaziergänge gesperrt sind. Die anwesende Bezirksbürgermeisterin Sabine Müller erläuterte den Sachstand und die Notwendigkeit des Baus einer neuen Haupttrinkwasserleitung für die Bevölkerung in Rodenkirchen.

Ein Mitglied äußert „Nachwuchs-Sorgen“ und regte einen Arbeitskreis an, um jüngere Mitglieder für den Verein zu gewinnen. Der Vorstand wird diese Idee aufgreifen.

Des Weiteren gab es Anregungen für mehr kühle Plätze in Rodenkirchen in der Sommerhitze. Mehr Verschattungen und Kühlung wurden auf Grund der Klima-Entwicklung gewünscht.

Ratsmitglied Constanze Aengenvoort, zugleich Vereinsmitglied, berichtete, dass Entwürfe der Bezirksvertretung vorlägen. Problematisch sei es, dass z.B. der Maternusplatz in privater Hand läge und der Eigentümer aus optischen Gründen bislang Änderungen ablehne. Die anwesenden Mitglieder und der Vorstand sind sich einig, dass das Thema weiterverfolgt werden soll.

Ein Hinweis in eigener Sache: Der Neujahrsempfang findet voraussichtlich am Sonntag, 17. Januar 2027 in der neuen Feuerwache am Sürther Feld statt.

Gunther Höhn auf Mitgliederversamlung 2026

Gunther Höhn, KVB Köln (r.) und Wolfgang Behrendt (l.)

Im Gespräch mit der KVB: Fragen und Antworten rund um den ÖPNV nach der Mitgliederversammlung 2026

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung begrüßte die 2. Vorsitzende Beatrix Polgar-Stüwe Gunther Höhn, Bereichsleiter Nahverkehrsmanagement der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB). Höhn ist in dieser führenden Funktion verantwortlich für zentrale planerische und strategische Aspekte des ÖPNV in Köln. Er stand kompetent Rede und Antwort und dies weit über eine Stunde.

Zuvor hatte der Vorstand seine Mitglieder um Fragen gebeten und danach einen Fragenkatalog zu aktuellen Themen des öffentlichen Nahverkehrs im Kölner Süden vorbereitet. Darüber hinaus nutzten zahlreiche anwesende Mitglieder und Gäste die Gelegenheit, eigene Fragen und Anliegen vorzutragen.

Im Mittelpunkt standen insbesondere die Linien 16 und 17, die Schulwegsituation im Kölner Süden, die neuen digitalen Tarifangebote, die Situation an der Bonner Straße sowie verschiedene Anliegen zum Schutz der Fahrgäste und zur besseren Vernetzung von Bus und Bahn.

Frage 1: Linien 16 und 17 – Wann gilt wieder der Regelfahrplan?

Bereits seit 2023 ist die Linie 17 verkürzt und fährt nicht mehr bis Sürth. Die Bürgervereinigung wollte wissen, wann die Linie 16 nach Regelfahrplan fährt und mit der Linie 17 die Verbindung bis Sürth wiederhergestellt wird.

Gunther Höhn erläuterte, dass die KVB seit 2023 mit erheblichen Problemen bei den älteren Fahrzeugen zu kämpfen habe. Die Fahrzeuge seien teilweise so alt, dass Ersatzteile nur noch schwer oder überhaupt nicht mehr zu beschaffen seien. Für die Beschaffung neuer Fahrzeuge liege zwar ein entsprechender Beschluss vor, zwischen Beschlussfassung und dem tatsächlichen Einsatz neuer Bahnen lägen jedoch etwa fünf Jahre.

Zusätzlich habe die KVB die Bonner Verkehrsbetriebe bei der Fahrzeugversorgung unterstützt. Dadurch standen in Köln zeitweise weniger Fahrzeuge zur Verfügung. Seit Beginn des Schuljahres sei diese Unterstützung reduziert worden. Die verfügbaren hochflurigen Fahrzeuge würden derzeit insbesondere für die Linien 16 und 18 benötigt.

Die Zahl der hochflurigen Fahrzeuge soll nun schrittweise wieder erhöht werden. Wann die Linie 17 wieder vollständig im Regelverkehr und bis Sürth fahren kann, konnte Gunther Höhn derzeit noch nicht verbindlich sagen.

Frage 2: Schulverkehr im Kölner Süden – Reichen die Busse für die wachsenden Schülerzahlen?

Ein weiterer Schwerpunkt war die Schulwegsituation im Kölner Süden, insbesondere im Bereich Sürther Feld.

Dort befinden sich inzwischen mehrere Schulen mit insgesamt rund 6.000 Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften. Trotz einer Verstärkung des Busverkehrs durch die KVB Köln wird immer wieder berichtet, dass Busse an Haltestellen nicht anhalten und Jugendliche bzw. Kinder wegen überfüllter Fahrzeuge nicht mehr mitgenommen werden können.

Zusätzlich wird das Gymnasium Rondorf länger als ursprünglich geplant an seinem Interimsstandort am Sürther Feld bleiben. Damit ist auch weiterhin mit steigenden Schülerzahlen und zusätzlichen Verkehrsbelastungen zu rechnen.

Die Bürgervereinigung fragte deshalb, ob eine weitere Taktverdichtung möglich sei und ob Schulbusse eine Lösung darstellen könnten.

Mitgliederversammlung 2026 Diskussion mit der KVB

Zum Thema Schulbus-Petition sprach Yvonne Mohr

Petition für einen Schulbus

Zu diesem Thema war auch Yvonne Mohr eingeladen. Sie stellte eine von ihr initiierte Petition für einen Schulbus vor.

Frau Mohr, die im Hahnwald wohnt, schilderte die täglichen Fahrten zur Schule und zurück als erheblichen organisatorischen Aufwand. In einer Umfrage hatte sie zunächst ermittelt, in welchem Umfang Eltern bereit wären, sich an den Kosten eines Schulbusses zu beteiligen. Die Ergebnisse waren ermutigend.

Bei der weiteren Beschäftigung mit dem Thema stellte sich jedoch heraus, dass die Kosten eines eigenständigen Schulbusangebots erheblich sein können. Deshalb brachte Yvonne Mohr das Anliegen mit einer Petition in die Öffentlichkeit. Aus ihrer Sicht wird für die Schülerbeförderung im Kölner Süden ein anderes, besser auf die Situation abgestimmtes System benötigt.

Antwort der KVB Köln zum Schulverkehr

Gunther Höhn verwies darauf, dass es bereits seit Jahren zusätzliche Verstärkung für den Schulverkehr gibt. Dabei handelt es sich um Busse, die ergänzend zum regulären Angebot eingesetzt werden und unter anderem auch die Schule an dem Interimsstandort für Rondorf bedienen.

Die KVB Köln habe bereits versucht, das Grundangebot aufzustocken. Sollte sich herausstellen, dass das bestehende Angebot nicht ausreicht, könne auch über eine weitere Taktverstärkung nachgedacht werden.

Damit bleibt die Frage der ausreichenden Schülerbeförderung im Kölner Süden angesichts der weiter steigenden Schülerzahlen ein wichtiges Thema.

Frage 3 – Neue eezy.nrw-Funktion: Was bringt sie den Fahrgästen?

Großes Interesse bestand an der neuen eezy.nrw-Funktion und insbesondere an der Frage, wie dieses Angebot über die KVB-App genutzt werden kann.

Da hierzu bei vielen Mitgliedern noch erheblicher Informationsbedarf besteht, wurde gefragt, ob es verständliche Informationsmaterialien gibt. Ein Anwendungsvideo (Werbung kann übersprungen werden) und einen Flyer für die Anmeldung zur eezy-App finden Sie in den Links.

Gunther Höhn erklärte bei eezy.nrw handele es sich um einen elektronischen Tarif, bei dem sich der Fahrpreis nach der Luftlinienentfernung zwischen Start und Ziel berechnet. Je nach Strecke kann dies gegenüber herkömmlichen Tarifen wesentlich günstiger sein.

Außerdem gibt es einen Preisdeckel durch das Deutschlandticket. Wird innerhalb eines bestimmten Abrechnungszeitraums die entsprechende Grenze erreicht, fallen für weitere Fahrten keine zusätzlichen Kosten an.

Die Nutzung und Funktionsweise kann über die KVB-App nachvollzogen werden.

Aus dem Publikum wurde angeregt, auch eine einfache Nutzung anzubieten, damit Menschen ohne Smartphone nicht ausgeschlossen werden. Zudem wurde die Sorge geäußert, dass das Kurzstreckenticket abgeschafft werden könnte.

Weitere Fragen zu den Tarifen der KVB und Ticket-Kontrollen

Gunther Höhn erklärte hierzu, dass er davon ausgehe, dass es auch über 2028 hinaus ein Kurzstreckenticket geben werde. Gleichzeitig werde der Anteil der Menschen, die kein Smartphone nutzen, voraussichtlich weiter zurückgehen. Das digitale Angebot richte sich daher an eine wachsende Zahl von Fahrgästen.

Zur Frage der Mitglieder Wolfgang Bauer und Annette Strübbe, warum das Seniorenticket abgeschafft wurde, erklärte Höhn, dass dies im Zuge der Einführung des Deutschlandtickets, die jüngsten Tarifreformen und auch kilometerbasierte Abrechnung per App (eezy.nrw) die Gründe dafür seien. Der neue Rheinlandtarif sollte den „Ticket-Dschungel“ grundlegend vereinfachen und alle Altersgruppen berücksichtigen.

Aus dem Publikum wurde außerdem die Frage nach der Kontrolle der Fahrscheine angesprochen. Herr Höhn erläuterte die Position der KVB zu den derzeitigen stichprobenartigen Kontrollen und den damit verbundenen Kosten.

Frage 4 – Bonner Straße: Wie geht es weiter?

Zur Situation auf der Bonner Straße konnte Gunther Höhn eine aktuelle Information geben: Seit dem 22. September fährt der Bus wieder in beiden Richtungen über die Bonner Straße. Die neue Verkehrsführung müsse sich zunächst im Alltag bewähren. Im weiteren Verlauf seien noch Feinjustierungen möglich.

Und es sollte nicht mehr so lange dauern, bis die Bahn bis zum Verteilerkreis fahren wird.

Frage 5 – Bushaltestelle Uferstraße: Schutz vor Regen und Sturm

Mitglied Colin Bain sprach die Situation an der derzeit ungeschützten Bushaltestelle an der Uferstraße in Rodenkirchen an.

Gefragt wurde insbesondere, ob dort ein Fahrgastunterstand errichtet werden könne. Nach Auskunft von Herrn Höhn ist ein solcher Unterstand grundsätzlich zwar vorgesehen gewesen. Jedoch sei die Stelle auf Seite des Hochhauses zu eng, endgültig entschieden sei jedoch noch nichts.

Als Alternative schlug Herr Bain vor, die Haltestelle gegenüber der bisherigen Position einzurichten. Dort könnte möglicherweise mehr Platz für eine Überdachung vorhanden sein.

Die Bürgervereinigung wies auf die besondere Bedeutung dieser Haltestelle hin: Sie wird von vielen älteren Menschen aus dem Wohnpark (Hochhäuser) und der näheren Umgebung genutzt. Gerade in den Wintermonaten bestehe dort ein unzureichender Schutz vor Regen und Sturm.

Auch eine Verlegung bzw. Veränderung der Bus-Route wurde angesprochen. Als mögliche Alternative wurde die Absetz-Haltestelle an der Roonstraße genannt, die nur wenige Meter von der Uferstraße entfernt liegt.

Gunther Höhn teilte mit, dass die verschiedenen Möglichkeiten derzeit geprüft werden. Ob eine bauliche oder verkehrliche Lösung tatsächlich realisierbar ist, könne er zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Frage 6 – Verlängerung der Linie 13 bis Rodenkirchen bzw. Sürth

Der Seniorenvertreter im Bezirk und Sprecher des Arbeitskreises Seniorenmobilität, Tom Grothkopp, fragte nach dem Stand der Planungen für eine Verlängerung der Linie 13 über Zollstock und Raderthal bis nach Rodenkirchen bzw. Sürth.

Die Bedeutung einer solchen Verbindung wurde mit den zahlreichen Einrichtungen entlang der vorgesehenen Strecke begründet. Dort befinden sich unter anderem sieben Schulen, zwei Berufskollegs und zwei Hochschulen mit insgesamt rund 14.600 Schülerinnen, Schülern und Studierenden. Hinzu kommen große Arbeitgeber wie die Diakonie Michaelshoven und die Uniklinik mit zusammen rund 16.000 Beschäftigten.

Gunther Höhn erklärte, dass die Verlängerung der Linie 13 Bestandteil der perspektivischen Planung des Stadtteilnetzes ist. Wann aber eine Umsetzung erfolgen könne, sei allerdings offen. Nach seiner Einschätzung gibt es dabei zwei besonders kritische Punkte, die noch gelöst werden müssten.

Damit bleibt die Verlängerung der Linie 13 ein wichtiges Zukunftsthema für die Verkehrsanbindung des Kölner Südens.

Frage 7 – Anschlüsse zwischen den Buslinien 131/135 und der Linie 16

Mitglied Barbara Karst reichte eine Frage zu einem praktischen Problem für Fahrgäste am Bahnhof Rodenkirchen ein.

Die Buslinien 131 und 135 fahren vom Bahnhof Rodenkirchen in Richtung Maternusplatz häufig genau zu dem Zeitpunkt ab, an dem die Linie 16 am Bahnhof eintrifft. Dadurch werden Anschlüsse für die Fahrgäste erschwert. Sie fragte, ob die Fahrpläne besser aufeinander abgestimmt werden könnten.

Gunther Höhn erläuterte, dass die Abstimmung der verschiedenen Linien sehr schwierig sei. Es sei nicht möglich, alle gewünschten Anschlüsse gleichzeitig zu gewährleisten. Die KVB versuche, für das Gesamtsystem ein möglichst gutes Ergebnis zu erreichen. Dabei habe die Fahrtrichtung in Richtung Köln grundsätzlich eine höhere Priorität.

Frage 8 – Warum sind die digitalen Anzeigen so oft falsch?

Aus dem Publikum wurde außerdem gefragt, warum die digitalen Fahrgastanzeigen an den Haltestellen immer wieder falsche oder unzutreffende Informationen anzeigen.

Gunther Höhn erklärte, dass es vor etwa eineinhalb Jahren eine Systemumstellung gegeben habe. Dadurch seien zunächst Abstimmungsprobleme zwischen den verschiedenen technischen Schaltstellen entstanden.

Grundsätzlich melden die Bahnen ihren aktuellen Standort an das System. Dies funktioniert jedoch nicht immer zuverlässig, beispielsweise aufgrund von Funklöchern oder anderen technischen Störungen.

Nach Angaben von Herrn Höhn habe sich die Situation inzwischen verbessert. Die Zahl der fehlerhaften Anzeigen nehme ab.

Ausblick und Dank

Zum Abschluss berichtete Bürgermeisterin Sabine Müller über den von ihr initiierten bzw. begleiteten Runden Tisch zum ÖPNV. Sie nahm mehrere der an diesem Abend angesprochenen Fragen und Anliegen für die weitere Arbeit mit.

Beatrix Polgar-Stüwe und Wolfgang Behrendt bedankten sich bei Gunther Höhn für seine Zeit, die ausführlichen Antworten und insbesondere für den offenen und direkten Austausch mit den Mitgliedern und Gästen.

Auch Herr Höhn dankte für die gute Atmosphäre und den direkten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern.

Fazit

Der Abend hat deutlich gemacht, dass es im Kölner Süden zahlreiche konkrete Anliegen zum öffentlichen Nahverkehr gibt. Dazu zählen das Fahren nach Regelfahrplan (16/17) über die Schülerbeförderung und die Anschlüsse zwischen Bus und Bahn bis hin zu barrierefreien Tarifen und wettergeschützten Haltestellen.

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen wird die angesprochenen Themen weiter begleiten und sich dafür einsetzen, dass die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger bei den zuständigen Stellen gehört und weiterverfolgt werden.

Nach der Versammlung ließen die Mitglieder in netter Atmosphäre den Abend ausklingen und fanden Zeit für gute Gespräche.

Redaktion: Beatrix Polgar-Stüwe

 

Fotos: Iris Ebel-Philippi, Dieter Maretzky, Beatrix Polgar-Stüwe

Der Vorstand

Kassenprüfer im Gespräch auf Mitgliederversammlung 2026

Wolfgang Behrendt präsentiert

Kassenprüfer Dr. Peter Wohlleben bei der Bürgervereinigung Rodenkirchen

Kassenprüfer Dr. Peter Wohlleben

Gunther Höhn spricht auf der Mitgliederversammlung

Gunter Höhn KVB Köln

Gunther Höhn war bereits im Jahr 2018 zu Gast bei einem Bürgertreff der Bürgervereinigung. Was er damals sagte, was realisiert wurde, das lesen Sie hier:

Bürgertreff Rodenkirchen am 13. November in der Quetsch zum ÖPNV

 

Bürgertreff Rodenkirchen am 13. November in der Quetsch zum ÖPNV

Bürgertreff Rodenkirchen am 13. November in der Quetsch zum ÖPNV

Bürgertreff Rodenkirchen am 13.11.2018

Gunther Höhn, Bereichsleiter Nahverkehrsmanagement bei den Kölner Verkehrs-Betrieben, war der Einladung zum Bürgertreff der Bürgervereinigung Rodenkirchen gerne gefolgt. Während des Bürgertreffs am 13.November berichtete er über die neuen Angebote im Busverkehr in Rodenkirchen, die zum 10. Dezember 2018 umgesetzt werden.

Die wesentlichste Änderung ist die Busführung der Linie 130 durch das Sürther Feld bis zum Bahnhof Sürth. Damit werden endlich das neue Wohngebiet, der neue Friedhof und die Diakonie Michaelshoven wesentlich besser angebunden. Der damit reduzierte Busverkehr zwischen Rodenkirchen über Weiß bis Sürth wird durch die neue Buslinie 134 kompensiert, die somit eine direkte Verbindung für die Dörfer im Rheinbogen an die Universität ermöglicht.

Beide Buslinien werden zu den Zeiten unterwegs sein wie bisher die Linie 130 gefahren ist, also im 20-Minuten-Takt. Eine Verdichtung im 10-Minuten-Takt von Rodenkirchen bis zur Universität bindet somit auch Marienburg, Raderthal und Zollstock deutlich besser an.

Gunther Höhn KVB Köln

Gunther Höhn gab noch Zusatzinformationen zur zukünftigen Situation an der Bushaltestelle Rodenkirchener Bahnhof. Um das zusätzliche Busaufkommen abwickeln zu können, werden vorerst provisorisch zwei Bussteige in Richtung Universität für die Linien 130 und 134 eingerichtet: Die Linie 134 hält an der Maternusstraße und die Linie 130 auf der Ringstraße. Beide Haltestellen sollen möglichst schnell mit elektronischen Anzeigetafeln ausgestattet und barrierefrei ausgebaut werden.

Sehr ausführlich diskutierten die Teilnehmer des Bürgertreffs die Angebots- und Nachfragesituation sowie die Qualität des Angebots und der Verbindungen der KVB. Die Bürger äußerten als dringende Wünsche, dass die Linie 17 immer bis Sürth fahren sollte und die Buslinie 135 zur Uferstraße auch in den späteren Abendstunden. Gunther Höhn verwies auf umfangreiche Prüfungen und sieht frühestens zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 dafür Möglichkeiten. Die zahlreich erschienenen Neubürger vom Sürther Feld wünschten sich, dass die Linie 130 bis 23 Uhr im 15-Minuten-Takt fahren sollte, denn nach 20.30 Uhr endet der Fahrplan. Außerdem fährt der Bus am Samstag erst ab 9 Uhr. Als Vorschlag wurde geäußert: eine Stunde früher und nach 20.30 Uhr alle 30 Minuten. Sonntags jedoch gibt es kein Angebot – das kann nicht bleiben, mindestens ein stündlicher Takt von 8 bis 22 Uhr sei notwendig. Dazu meinte Herr Höhn, dass nach Fertigstellung des 3. Baufeldes Anpassungen an den Fahrplan vorgesehen seien. Bisher habe man hauptsächlich die Versorgung des Tagesverkehrs als vordringlich angesehen.

Weitere Themen wie die Fußgängerbrücke in Michaelshoven oder auch die langen Wartezeiten mit allen Folgen für den Straßenverkehr am Übergang Friedrich-Ebert-Str. stehen in der Zuständigkeit der HGK, die für den Betrieb der Anlagen von der Haltestelle Heinrich-Lübke-Ufer bis Godorf zuständig ist.

Diese Strecke wird nach der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung betrieben, woraus sich auch die Vorgaben für den Schrankenbetrieb ergeben. Da die heutige Nutzung nur durch die Stadtbahn vorgenommen wird, ist diese Regelung überholt, aber die Änderung ist langwierig, jedoch in der Vorbereitung. Dies könnte die Kreuzung am Bahnhof Rodenkirchen wesentlich entlasten.

Fakten: Über 280 Millionen Fahrgäste nutzten 2017 die Busse und Bahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe – Tendenz steigend.

In der Pressemitteilung vom 14.5.2018 der Stadt Köln zum „Meilenstein für den öffentlichen Nahverkehr in Köln“ betonte Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Die zügige Verbesserung des ÖPNV in Köln ist für mich ein vorrangiges Anliegen. Mit diesen Vorhaben gehen wir wichtige Schritte auf dem Weg zur notwendigen Verkehrswende und bringen die Umsetzung der Ziele aus dem Strategiepapier „Köln mobil 2025“ voran. Das alles sind wichtige Bausteine für eine lebenswertere Stadt, ein attraktives Verkehrsangebot und natürlich den Klimaschutz.“

Das Strategiepapier „Köln mobil 2025“ wurde im Zeitraum Oktober 2013 bis Juli 2014 von der Stadt Köln erstellt. Darin heißt es: „Die Verkehrsinfrastruktur, die Straßen- und Schienenverbindungen, Brücken, Wege und Plätze, sind die Lebensadern einer Großstadt. Für ein qualitätvolles Stadtwachstum ist ein attraktives und leistungsstarkes Mobilitätsnetz eine unabdingbare Voraussetzung. Denn nicht nur für den wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch die Lebensqualität der Bewohner und Besucher, ist es von zentraler Bedeutung.“

Diese Erkenntnisse, so Dieter Maretzky, Vorsitzender der Bürgervereinigung Rodenkirchen, bedürfen der baldigen, angepassten Umsetzung in unserer wachsenden Stadt.

Dieter Maretzky

Bürgervereinigung Rodenkirchen im Gespräch mit KVB-Chef Jürgen Fenske

Bürgervereinigung Rodenkirchen im Gespräch mit KVB-Chef Jürgen Fenske

Bahn Köln
(Foto: Pixabay)

Verbesserungen beim ÖPNV auch im Süden Kölns in Sicht: Linien 16/17 sollen häufiger und weiter fahren – Zwischenlösung für Bus 130 zum neuen Wohngebiet Sürther Feld wird geprüft

Zu einer aufschlussreichen Aussprache zum Thema ÖPNV im Kölner Süden trafen sich der Vorsitzende der Bürgervereinigung Rodenkirchen, Dieter Maretzky und Beisitzer Jürgen Müller mit dem Vorstandsvorsitzenden der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) Jürgen Fenske, und Gunther Höhn, Leiter des Verkehrsmanagements der KVB. Das Gespräch fand im Büro des Vorstandsvorsitzenden der KVB am 19. Dezember 2017 statt.

Jürgen Fenske betonte im Gespräch, dass die KVB wichtige große Vorhaben habe, um die Mobilität Kölns wesentlich zu verbessern. So sei der Ausbau der Ost-West-Achse mit der Planung der Tunnellösung in verschiedenen Varianten eine sehr dringliche Maßnahme. Vor der Sommerpause 2018 will die Verkehrsdezernentin Andrea Blome dazu eine Beschlussvorlage vorlegen. Weitere wichtige große Vorhaben seien der Kauf von 50 neuen Elektrobussen, für die ein neuer Betriebshof auf der rechtsrheinischen Seite benötigt wird. Bis zum Jahr 2040 sollen die Stadtbahnen erneuert werden, denn über 200 der insgesamt 382 Züge sind seit mehr als 20 Jahren im Einsatz. Da Köln eine wachsende Millionenstadt ist, werden die Ansprüche an die KVB immer größer, die sich aber den finanziellen Bedingungen stellen müssen.

Eine alte Forderung der Bürgervereinigung Rodenkirchen ist die dringende Verkehrserschließung des Sürther Feldes, die es bald zu regeln gilt. Schon vor drei Jahren hatte Jürgen Fenske bei der Mitgliederversammlung der Bürgervereinigung die Pläne der KVB vorgestellt. Gunther Höhn erklärte, dass die Linie 130 zukünftig vom Bahnhof Rodenkirchen aus über das Sürther Feld fahren soll, sobald im 3. Baufeld eine geeignete Baustraße auf der Linienführung der „Sürther Feldallee“ erstellt worden ist. Er hofft, dass die Beschlussfassung in den politischen Gremien so frühzeitig erfolgt, damit zum Fahrplanwechsel Dezember 2018 die Buslinie in Betrieb gehen kann. Dieter Maretzky verwies auf die schon über 1000 Bewohner, z.T. mit Handicap, die auf ein Angebot der KVB angewiesen seien, und er bat darum, seinen Vorschlag für eine praktikable Zwischenlösung ernsthaft zu prüfen. Dies sagte Jürgen Fenske fest zu, und nach Karneval 2018 werde er den Vorstand der BVR darüber informieren.

Die Verdichtung der Linien 16/17 ist in der Planung und Abstimmung der Kommunen und Kreise, die an der Linie 16 liegen. Die Linie 16/17 soll weiter entwickelt werden möglichst im Takt von 5 Minuten von Godorf bzw. Wesseling bis in die Innenstadt verkehren, auch mit dem Ziel, bis Bonn dann im 10-Minutentakt zu fahren. Dazu seien noch viele Verhandlungen notwendig, aber die Chancen zur Realisierung bestünden.

Im Prinzip fehlt im Kölner Süden eine S-Bahn. Bestehen dafür Planungen bzw. Überlegungen bei der Stadt Köln? Im Zusammenhang mit der möglichen Brücke Godorf Niederkassel könnte künftig dafür eine Option entwickelt werden.

Am „Bahnhof“ Rodenkirchen entstehen an der Querung der Maternusstr./Brückenstr. in die Friedrich-Ebert-Str. durch den zusätzlichen Linienverkehr der Stadtbahnlinie 17 in beiden Straßen erhebliche Probleme für den Autoverkehr. Darauf wies Maretzky hin. Diese Kreuzung müsse aus den eisenbahnrechtlichen Vorschriften (BÜSTRA) entlassen werden, was Grundlage für eine mögliche und eine neue Regelung ist, die hier dringend notwendig scheint. Die Zuständigkeit dieser Strecke von der Haltestelle Heinrich-Lübke-Ufer bis Godorf wird bei der HGK verbleiben, aber im kommenden Jahr werden mit der zuständigen Aufsichts- und Genehmigungsbehörde darüber Verhandlungen geführt, dass diese Streckenbereiche aus den Büstra-Vorschriften in die allgemeinen Stadtbahnvorschriften überführt werden, da hier ja kein Güterverkehr mehr stattfindet. Ob sich dann anschließend die Signalsteuerung für den Autoverkehr in der Kreuzung Maternusstr./Ringstr./Friedrich-Ebertstr. verbessert werden kann, soll im Anschluss mit der dann zuständigen Aufsichts- und Genehmigungsbehörde für Stadtbahnanlagen (TAB) geprüft und möglichst umgesetzt werden.

Nord-Süd-Bahn: Die 4. Baustufe bis Meschenich ist dringend zu planen und zu bauen, das sieht inzwischen auch die Politik so. Die KVB plant in einer ersten Baustufe an der nördlichen Seite von Meschenich die Endhaltestelle, da städtebaulich und knapper Raum dagegenspricht, die Stadtbahn durch ganz Meschenich zu führen.

Ein Thema am Rand war die zukünftige Zufahrt auf den P+R-Platz in Sürth, über die aktuell neu verhandelt wird. Busnachtverkehr, Rendezvous Stadtbahn/Bus am Stadtrand waren weitere Themen des Gespräches.

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen dankt Jürgen Fenske und Gunther Höhn für die Möglichkeit dieser Aussprache.

Dieter Maretzky