
Als Bewohner leitete Martin Hompesch leitete die Führung durch das Waldviertel.
Warum das Waldviertel in Rodenkirchen unmittelbar hinter dem Bahnhof so heißt, ist wohl eine der häufig gestellten Fragen. So leitete Martin Hompesch die Führung durch eben dieses recht neue Quartier ein.
Die Bürgervereinigung hatte ihn als Leiter durch das weitläufige Gelände gewinnen können, in dem er selbst seit knapp vier Jahren lebt. Somit hatten die knapp 20 Teilnehmenden Gelegenheit dazu hinter Türen schauen zu können, die sich sonst nicht unbedingt öffnen!
Ob der nahegelegene Wald tatsächlich Pate zur Namensgebung beigetragen hat oder ob die Abkürzung eher von Wohnen, Arbeiten, Leben in Deutschland herrührt, kann sich jeder selbst ausmalen!
Die Projektentwickler Bauwens Development und Convalor Projektpartner hatte das Gelände der ehemaligen Fleischwarenfabrik Waltner vor Jahren erworben und entwickelt mit insgesamt drei Bauabschnitten, wobei der letzte unmittelbar bevorsteht.
Wohnen im Waldviertel in Rodenkirchen
In den beiden abgeschlossenen Phasen entstanden hier 272 Wohnungen mit 1 bis zu 5 Zimmern für über 700 Menschen, die nun hier leben. Die Baukörper gruppieren sich dabei um einen begrünten Innenhof, der gut gepflegt auch mehrere Spielplätze beherbergt.
Ein Kindergarten befindet sich ebenfalls auf dem Gelände. Nach Hompeschs Aussage schwankten die Mieten zwischen 18€ und jetzt schon über 20€/qm, wobei sich etliche Wohnungen auch von den Eigentümern bewohnt werden.
Der gesamte Bereich ist unterkellert mit einer großzügigen Tiefgarage, Abstellraum für Fahrräder, Waschküchen und individuellen Kellerräumen. Die Bewohner sind nach Hompeschs Ausführungen teils sehr gut über WhatsApp-Gruppen vernetzt, in denen sie z.B. Parkraum untereinander anfragen und austauschen. Eine großartige Möglichkeit, wenn Gäste kommen oder mal mehr Kapazität benötigt wird!
Das Wohnen dort ist nicht günstig, da die Nebenkosten doch recht beachtlich sind. Energieträger ist ein Blockheizkraftwerk, das mit Gas betrieben wird. Vereinzelt konnten wir Walboxen zum Laden von Elektroautos in der Tiefgarage entdecken, die aber individuell installiert werden müssen.
Was es sonst noch so gibt im Waldviertel
Im Eingangsbereich zum Gesamtgelände befindet sich eine Packstation, wie wir sie von DHL kennen, die an sich eine gute Idee darstellt sich hier seine Pakete direkt hinliefern zu lassen. Wenn das System denn funktioniert! Das scheint leider nicht der Fall zu sein, weil die FahrerInnen sich zu wenig mit der Technik auskennen und es so zu Fehlern kommen kann. So muss man dann ein Paket auch schon mal an einem Postamt auf der anderen Rheinseite abholen! Alles schon vorgekommen!
Insgesamt wohnt man aber erstaunlich ruhig hier trotz der direkten Nachbarschaft zur CBS, die mit über 2000 Studierenden ja eine große Menschenmenge täglich unterrichtet. Die dort befindliche Mensa und Cafeteria sind für die Bewohnenden, sowie auch für Externe gerne geöffnet!

In der Mensa der CBS tranken die Teilnehmenden zum Abschluss der Führung einen Kaffee, Foto: Gudrun Steinmeyer-Bartella
Das nutzten dann auch die Teilnehmenden, die auf Einladung der Bürgervereinigung Rodenkirchen dort einen Abschluss Eiskaffee oder andere Kaffeespezialitäten zum Ausklang der Führung zu sich nehmen konnten.
Wir danken Martin Hompesch sehr für die engagierte Führung durch „sein“ Quartier.
Text / Fotos: Mechthild Posth


