Abgesagt: Besuch der Jubiläumsausstellung Bläck Fööss am 27.5. – Neuer Termin in Aussicht

Abgesagt: Besuch der Jubiläumsausstellung Bläck Fööss am 27.5. – Neuer Termin in Aussicht

Die Bläcl Fööss vor ihrer Gondel i, Kölnischen Stadtmuseum

Geburtstag feiern mit den Bläck Fööss: Die Band vor ihrer Gondel im Kölnischen Stadtmuseum Bild: KSM/Y. Katzy

Die Führung durch das Kölnische Stadtmuseum am 27. Mai 2020 um 14 Uhr anlässlich des 50-jährigen Bandjubiläums der Bläck Fööss musste abgesagt werden. Die Bürgervereinigung Rodenkirchen wird versuchen, den Rundgang durch die mitreißende Sonderausstellung rund um die Erfolgsgeschichte der Bläck Föss auf August zu verschieben.

Mit der Single „Rievkooche-Walzer“ begann 1970 die Erfolgsgeschichte der Bläck Fööss. Hervorgegangen aus einer Beat-Band, verknüpften die sechs Musiker Elemente der Popmusik mit Karnevalsliedern. Damals sorgten die Fööss bei ihren Auftritten mit Jeans, langen Haaren, E-Gitarre und nackten Füßen für Stirnrunzeln bei manch einer altehrwürdigen Karnevalsgesellschaft.

In ihren Songs porträtieren die Bläck Fööss bis heute die Menschen und die Veedel der Stadt Köln. Sie appellieren für mehr Miteinander und Menschlichkeit. Seit nunmehr 50 Jahren gehört die Band zu den erfolgreichsten Kölner Mundart-Gruppen und das weit über die Stadtgrenzen hinaus.

Mareike Fänger führt die Gruppe durch die Sonderausstellung im Kölnischen Stadtmuseum. Sie gibt tiefgehende Einblicke in 50 Jahre kölsche Musikgeschichte.

Kölnisches Stadtmuseum, Zeughausstraße 1–3, 50667 Köln,  /  Führung: 5 € p.P.für Mitglieder / 10 € für Nicht-Mitglieder zzgl. Eintritt 5 € bzw. 3 € ermäßigt, maximal 25 Personen

 Weitere Infos zur Band auf www.blaeckfoeoess.de/

Albert Speer – Die Legende um den unwissenden Gentleman-Nazi: Führung NS-DOK

Plakat Stadt Köln Ausstellung NS-Dok Albert Speer

Ausstellungsplakat: Stadt Köln / Albert Speer vor Journalisten auf Pressekonferenz nach Haftentlassung, 1. Oktober 1966, Foto: Deutsches Historisches Museum 90135_7

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen lädt zur Ausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit“ ein. Am Dienstag, 13. August um 15 Uhr führt uns Kunsthistorikerin Dr. Katja Lambert durch die Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln).                                                                   Hier anmelden

Albert Speer war in der NS-Zeit als erster Architekt des Reiches verantwortlich für Großprojekte wie das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und die Umgestaltung Berlins. Er zählte zu Hitlers engsten Vertrauten, 1942 wurde er Rüstungsminister und war an der Ausbeutung von Millionen Zwangsarbeitern sowie dem Betrieb und Ausbau von Konzentrationslagern beteiligt. 1946 verurteilten ihn die Alliierten im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher zu zwanzig Jahren Haft.

Als Speer am 1. Oktober 1966 aus dem Gefängnis in Berlin-Spandau entlassen wurde, waren über tausend Schaulustige gekommen und dutzende Mikrophone und Kameras aus aller Welt auf ihn gerichtet. Dies war der Beginn seiner „zweiten Karriere“ als scheinbar geläuterter Zeitzeuge des Nationalsozialismus. Speer platzierte in der Öffentlichkeit erfolgreich die Legende, er habe von den NS-Verbrechen nichts gewusst und sei, von der Aura Hitlers verführt, in Krieg und Judenmord unbeteiligt hineingeraten.

Mit unkritischer Bereitwilligkeit folgten Historiker, Publizisten, aber auch die deutsche Öffentlichkeit der Erinnerungsmanipulation des „guten Nazis“ – nicht zuletzt, weil er eine Entlastung für jene bot, die sich selbst im Nationalsozialismus engagiert hatten. Längst ist bewiesen, dass Albert Speer als einer der Haupttäter des nationalsozialistischen Regimes maßgeblich an der Judenverfolgung und an den Verbrechen in den Konzentrationslagern beteiligt war.

Eine Ausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte, München-Berlin.

Treffpunkt: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Appellhofplatz 23-25. Eintritt: 4,50 €, Führung: 4 €, maximal 25 Teilnehmer.

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