Stadtplanung: Das Sürther Feld

Sürther Feld vor dem Neubau Foto: Dieter Maretzky

Zur Vorgeschichte des Sürther Feldes:

Ursprünglich wollte die Gemeinde Rodenkirchen hier ein neues Ortszentrum erstellen, deshalb wurde hier die Gesamtschule Rodenkirchen errichtet. Das neue Rathaus wollte man dann doch lieber im alten Zentrum bauen. Nach der Eingemeindung 1975 gab es viele verschiedene Pläne mit bis zu 10 000 neuen Einwohnern. Auch ein Abzweig der Stadtbahn sollte bis an den Rand von Weiß führen.

Das Sürther Feld vor der Bebauung und im Hintergrund ist noch der Altbau der Gesamtschule Rodenkirchen zu sehen.

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen hatte das Ziel, die dichte und hohe Bebauung in diesem Ausmass zu verhindern. Deshalb stellten wir eine Reihe von Forderungen:

Rodenkirchen: Das Sürther Feld soll nicht zu massiv bebaut werden, nur zur Abrundung des Musikerviertels maximal 400 Wohneinheiten. Die Beschlusslage sieht jetzt rund 1000 Wohneinheiten vor, beidseitig des Grünen Weges, ausgespart bleibt der alte Rheinarm.

Das bedeutet rund 3000 Bewohnerinnen und Bewohner, und rund 1500 zusätzliche Personenkraftwagen mehr. Da die Verkehrssituation an der Kreuzung Sürther Str./ Wattigniesstr. sowie an der Einmündung der Straße „Heinrich-Lübke-Ufer“ auf die Rheinuferstr. schon heute massiv überlastet ist, muss die Kreuzung an der Aral-Tankstelle dringend in einen leistungsfähigen Kreisverkehr umgewandelt werden. Kommentar: Wird von der Verwaltung als nicht leistungsfähig genug abgelehnt.

Der Grünstreifen am Feldrain muss breiter werden, 50 m ist das Minimum.

Baufeld 1 am Musikerviertel ist von der Stadt Köln erschlossen und schon zu 100 % vermarktet, ein Planungs- und Gestaltungskonzept liegt für den größeren Teil der Einfamilienhaus-Bebauungsfläche vor. Das nächste Baufeld darf nur begonnen werden, wenn das vorherige zu 80 % verkauft und im Bau ist. So lautete auch der entsprechende Ratsbeschluss. Dringend ist hier der Bau der Kita, das Grundstück ist erschlossen, der große Mangel an Betreuungsplätzen für Kinder erfordert schnelles Handeln. Das erfolgte leider nicht wie bei sovielen wichtigen Infrastrukturmaßnahmen.
Die Kanaltrasse darf nicht Bustrasse werden und das Sürther Feld muss durch eine zusätzliche Buslinie erschlossen werden. Weiß und Sürth dürfen nicht zu Gunsten der Bebauung des Sürther Feldes im öffentlichen Nahverkehr benachteiligt werden. Kommentar: Die KVB will die Buslinie 130 baldmöglichst durch das Sürther Feld fahren lassen.

Wir sind gegen jede weitere Ansiedlung großer Kaufmärkte in Rodenkirchen, aber für die Förderung der vorhandenen Geschäftswelt. Hier ist die Schaffung eines Veedelmanagers notwendig.

Sürth: Hier ist genug gebaut worden, mögliche Flächen für Wohnungen sind zukünftig nur im Bereich des jetzigen Lindegeländes vorstellbar.