Flüchtlinge in Rodenkirchen und Sürth

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen kooperiert mit WiSü der Willkommensinitative im Rheinbogen. WiSü ist ein Aktionsbündnis von Bürgerinnen und Bürgern aus Sürth sowie den umliegenden Stadtteilen und setzt sich hier für die Integration von Flüchtlingen ein. Wir danken WiSü für die gute Zusammenarbeit. Weitere Infos: http://wisue.de

Ausführliche Informationen finden Sie im 9. Flüchtlingsbericht der Stadt Köln: http://regional.aktion-neue-nachbarn.de/export/sites/aktion-neue-nachbarn-regional/.content/.galleries/downloads/koeln/9.-Fluechtlingsbericht.pdf

Flüchtlinge in Rodenkirchen

WiSü – die Willkomensinititative im Rheinbogen und die Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. arbeiten eng zusammen.

Jeden ersten Mittwoch im Monat findet ab 15 bis 17.30 Uhr das Café Fuga im katholischen Pfarrheim „Wabe“ in der Siegstr. 54 statt. Hier treffen sich die neuen Nachbarn und Bürger/innen aus Rodenkirchen bei Kaffee und Kuchen und lernen sich kennenlernen. Wer keine Zeit hat ins Café Fuga zu kommen, sich aber ebenfalls engagieren möchte, kann sich über die Mailanschrift  info@wisue.de  an die jeweiligen AG-Leiter wenden: 

Welcomer AG, Veit Otto,
Sprache AG, Ingo Mentz/Martina Schütte
Medizin AG, Peter Hallberg
Kunst AG, Brigitte Maxrath
Handarbeit AG,
Henrike Wesemann
Musik AG, Jan Beßling
Dolmetscher AG, Abboudi Mahan
Kinderbetreuung, Sandra Krauel
Sport AG, Frank Jäger
AG Wohnungssuche, Manfred Giesen
Fahrrad-AG, Norbert Rauch/ Kurt Mollidor

Einige AGs befinden sich noch im Aufbau, wer Interesse hat, dabei zu unterstützen, kann dies gerne tun.

Für sonstige Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an uns, das Orgateam: Heike Bläcker, Dr.Ellen Behnke und Monika Wilke unter info@wisue.de. Wir versuchen Ihre Fragen zu beantworten oder entsprechend weiterzuleiten. Wir stehen im engen Kontakt mit den Heimleitungen sowie der Unterkünfte Ringstr. und Eygelshovener Str. neben der Gesamtschule Rodenkirchen.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir alle Anfragen nicht sofort beantworten können, wir üben diese Tätigkeit alle ehrenamtlich neben Familie und Beruf aus.
Monika Wilke und Dieter Maretzky

Team von WiSü

Flüchtlinge in Rodenkirchen und Sürth

Containerwohnungen an der Eygelshovener Str.

Zimmer an der Ringstraße für zwei Personen

 
 

 

(Stand am 29.2.2016)

Informationen zu den Flüchtlingsquartieren in Rodenkirchen

 

Eygelshovener Straße

Seit Frühsommer 2016 sind die Container in der Eygelshovener Straße neben der Gesamtschule Rodenkirchen bezugsfertig. Dort zogen vor allem Flüchtlinge aus Syrien, Iran und Irak ein. Es handelt sich dabei überwiegend um Familien. Es sollen nur wenige alleinreisende Männer in der gemischten Unterkunft untergebracht werden. Für alleinreisende Frauen mit Kindern und Schwangere gibt es separate Bereiche. Die Gesamtzahl für die Unterbringung beträgt maximal 550 Personen. Die Container sollen dort circa fünf Jahre lang stehen. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Diakonie Michaelshoven, die den Betrieb der Flüchtlingsunterkunft übernommen hat.

 

Volvo Gelände Ringstraße

Im Frühjahr 2016 zogen in das ehemalig Volvo-Bürogebäude hinter der Ringstraße die ersten Flüchtlinge ein. Sie stammen größtenteils aus Syrien, aus dem Iran und Irak. Die maximale Belegegungszahl beträgt rund 500 Personen. Auch hier zogen vor allem Familien ein. Für Alleinreisende Frauen mit Kindern und Schwangere gibt es separate Bereiche. Der angrenzende Parkplatz kann für Freizeitaktivitäten mit den Bewohnern genutzt werden, ein Spielplatz für Kinder soll ebenfalls dort entstehen.

Die Stadt Köln hat diese Gebäude gemietet und die Diakonie Michaelshoven übernahm die Betreuung.

Ansprechpartner für beide Unterbringungsquartiere ist Frau Marina Walch, Koordination Flüchtlingshilfen, Diakonie Michaelshoven e.V.

m.walch@diakonie-michaelshoven.de

Wo kann ich mich informieren? Wo kann ich helfen?
Diese Aufstellung, die laufend überarbeitet wird, zeigt Ihnen die wichtigsten Kontakte auf.
Info Flüchtlinge BVR
PDF-Dokument [280.1 KB]

Grundsätzlich gibt es aber Kölnweit eine Plattform, in der man Sachspenden anbieten bzw. im Gegenzug auch suchen kann:

http://wiku-koeln.de/unterstuetzen/ich-suche/

Für Kleiderspenden nutzen die Bewohner die Kleiderkammern in Meschenich oder Rodenkirchen oder beim DRK:

http://heilige-drei-koenige.de/Angebote/Allgemein/Kleiderkammer/

http://www.erloeserkirche-rodenkirchen.de/kleiderkammer.html

http://www.drk-koeln.de/was-wir-tun/menschen-in-not/kleiderspende.html

Einen weiteren recht guten Überblick für Möglichkeiten für Sachspenden auch im Bereich Bekleidung gibt zudem die folgende Seite:

https://wirsind.koeln/sachspenden-fuer-fluechtlinge-koeln/

Sollten Sie über einen Facebook-Account verfügen, gibt es dort zudem die öffentliche Gruppe:

Möbelspenden für Flüchtlinge in Köln. Dort kann man sich registrieren lassen und dann auch Dinge anbieten.

Für Kleiderspenden nutzen die Bewohner die Kleiderkammern in Meschenich oder Rodenkirchen oder vom DRK:

Zusammenstellung: „Willkommen in Rondorf“

Die Stadt Köln hat eine aktuelle Übersicht über die Entwicklung der Zahl der angekommenen Flüchtlinge und deren jetzige und zukünftige Einquartierung erstellt.

Eine Übersicht über die Unterbringungsorte der Flüchtlinge in Köln
(Stand 2015)
In der Zwischenzeit sind in Köln fast alle Turnhallen geräumt worden und können in Kürze für den Sport wieder genutzt werden.

Ratgeber
Caritas für die Stadt Köln e.V.: Ratgeber für das Ehrenamt. Flüchtlinge in Köln (PDF)
Eine sehr gute und hilfreiche Broschüre mit vielen nützlichen Informationen für ehrenamtliche Helfer/-innen.

 

Karte der Stadt Köln über belegte oder in Kürze bezogene Standorte

Ehemalige Gebäude der Firma Volvo

Die ehemaligen Gebäude der Firma Volvo an der Ringstraße in Rodenkirchen

Standorte in Rodenkirchen

1. Volvo in der Ringstr. in Rodenkirchen:

Hier leben rund 550 Flüchtlinge, die von der Diakonie Michaelshoven betreut werden.

2. Eygelshovener Str.:

Die Container sind 5 Jahre alt und laut Aussage der Architekten vom Wohnungsamt in einem guten Zustand.

Dort wurden Streifenfundamente gesetzt, die Installationen Strom usw. wurde verlegt, so hier bis zu 500 Flüchtlinge wohnen. Es gibt auch Container mit Räumlichkeiten für Unterricht und Kinderbetreuung.

Die Betreuung an diesem Standort hat die Diakonie Michaelshoven übernommen.

3. Die Diakonie Michaelshoven hat ab November 2015 bis zu 14 minderjährige Flüchtlinge, die ohne Eltern nach Köln gekommen sind, im leer stehenden Haus Simeon aufgenommen und in die vorhandenen Gruppen integriert.

4. Turnhalle Mainstraße

Die Halle, die im Frühjahr 2017 geräumt wurde, wurde ab 7.10.2015 mit bis zu 200 Flüchtlingen belegt. Betreuung hatte die DRK, Bewachung durch die Adlerwache rund um die Uhr. Zum Schulgelände wurde der Bereich abgezäunt.

Unsere Forderungen:

Wir fordern für das Grundstück Eygelshovener Straße eine baldige Nutzung für Wohnungsbau, Nahversorgungszentrum und Kita, d.h. die Container für die Flüchtlinge dürfen dort maximal zwei Jahre stehen. Die Verwaltung plant hier einen Zeitraum von 5 Jahren, das ist zu lang.

Weitere Archiv-Unterlagen zum Thema Flüchtlinge in Rodenkirchen finden Sie hier:

Grundlagen für den Beschluss der Bezirksvertretung: Begründung und Erläuterung.
Grundriss der Aufstellung der Container

Eygelshovener Str. Anlage_03_-_Flurkarte

Überblick über die Flächen

Nutzungsmöglichkeiten nach dem gültigen Flächennutzungsplan
Schrägluftbild der Fläche aus der Zeit des Containerkindergartens

Über einzelne Aktivitäten der Bürgervereinigung Rodenkirchen:

Die zwei Vorstandsmitglieder Dieter Martezky und Beatrix Polgar-Stüwe nehmen jeden Monat teil am Café Fuga und versuchen durch unsere Kontakte geflüchteten Menschen Hilfestellungen und Integration zu bieten, so beispielsweise bei der Wohnungs- und Jobsuche.
Desweiteren haben wir uns bei der Praktikasuche und bei anderen familiären Problemen engagiert. Hier zwei Beispiele.

Der neue Praktikant kommt, der alte geht: Natnael Zeregergis aus Eritrea begann ein Schülerpraktikum, Süleyman Cetin wurde verabschiedet. V.l.: Désirée von Hinckeldey, Süleyman Cetin, Natnael Zeregergis und Dieter Maretzky

Integration per Praktikum: Bürgervereinigung Rodenkirchen und Mitglieder helfen  Flüchtlingen bei der berufliche Integration mit Praktika

Hilfe für Flüchtlinge, das kann unbürokratisch und schnell gehen, wenn der gute Wille da ist. Das bewiesen Mitglieder der Bürgervereinigung. Unternehmen im Kölner Süden können sich gerne an die Bürgervereinigung[emaillink] wenden, wenn sie ein Praktikum für einen aus einem Krisengebiet Geflüchteten anbieten können, um den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern.

 

Syrischer Pharmazeut Fares Awija mit Dieter Maretzky, der ein Praktikum bei unserem Mitglied Frau Dr. Feige absolvierte

Junger syrischer Pharmazeut im Praktikum in der Agnes-Apotheke

Als die Apothekerin Dr. Gabriele Feige erfuhr, dass der aus dem syrischen Aleppo stammende Pharmazeut Fares Awija (30) für eine spätere Arbeitserlaubnis in Deutschland ein Praktikum benötigt, erklärte sie sich gleich bereit, ihn in ihrer Apotheke die nötige Praxis anzubieten. Vormittags arbeitet Awija in Frau Feiges Apotheke im Agnesviertel, nachmittags besucht er einen Integrationskurs. Da der junge Mann für seine Anerkennung auch noch die gesetzlichen Grundlagen des Berufsstands in Deutschland erlernen muss, wird er noch ein weiteres Praktikum in der Rodenkirchener Apotheke ihres Mannes absolvieren und vielleicht noch an der Universität Seminare nachbelegen müssen.

 

Schülerpraktikum in der Druckbranche

Auch das Spezialunternehmen für Drucker und Kopierer Team Hinckeldey konnte mit einem Praktikumsplatz sich für die bessere Integration von Flüchtlingen einsetzen. Geschäftsführerin Désirée von Hinckeldey wollte den Appellen der Bundesregierung und IHKs Taten folgen lassen, Flüchtlinge schnell in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Als Mitglied der Bürgervereinigung Rodenkirchen hatte sie einem Schüler aus einer Flüchtlingsunterkunft im Kölner Süden ein Praktikum angeboten. Auch das ging ganz einfach: BVR-Vorstand Dieter Maretzky führte zwei Telefonate und schon konnte sich ganz unbürokratisch Natnael Zeregergis bewerben und als neuer Praktikant beginnen. Der fast 18-jährige besucht die internationale Förderklasse des Berufskollegs Ulrepforte. Vor einem Jahr flüchtete er zusammen mit seinen Eltern wegen politischer Unruhen aus Eritrea. Er spricht und schreibt schon recht gut Deutsch. Im Rahmen seiner fachpraktischen Ausbildung absolviert er jetzt sein Schülerpraktikum in der Sparte Kopierer und Drucker.

Der Einstieg in das Praktikum gelang nahtlos. Süleyman Cetin, der im Rahmen einer Umschulung vom Fahrzeuglackierer zum IT-Elektroniker sein Praktikum beim dem Unternehmen beendete, konnte seinen Nachfolger noch ein wenig einarbeiten. Denn der angehende IT-Fachmann ist bald fertig mit seiner Ausbildung am Berufsförderungswerk der Diakonie Michaelshoven.

„Obwohl unser neuer Schülerpraktikant erst wenige Tage bei uns im Unternehmen ist, zeigt er sich als sehr aufgeschlossen, ehrgeizig, fleißig und Technik orientiert“, sagte Geschäftsführerin Désirée von Hinckeldey nach seinem Start. Er sei ein pfiffiger, netter junger Mann, der gut ins Team passe. Natnael Zeregergis hat eine ruhige Hand, wie er bereits unter Beweis stellten konnte: So durfte er einen kurzen Film für das Internet drehen, was ihm sichtlich viel Spaß gemacht hat.

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen vermittelt gerne auf dem kurzen Weg weitere Praktika und Ausbildungsstellen. So sucht unser Mitglied Dr. Thomas Kiepe von der Firma KHK GmbH in der Ringstraße eine arabisch sprechende Auszubildende. http://www.lipcare.de/home/
Unternehmen im Kölner Süden bitte melden!

„Herzlichst danken wir dem Team Hinckeldey und Frau Dr. Feige für die Hilfe. Wir freuen uns über weitere Praktika-Angebote von Unternehmen aus dem Kölner Süden. Damit helfen sie den Flüchtlingen, sich schneller in die Arbeitswelt und unsere Nachbarschaft zu integrieren“, sagt Dieter Maretzky. Interessierte Arbeitgeber können der Bürgervereinigung Rodenkirchen Praktika-Plätze melden, die dann an die verschiedenen städtischen und karitativen Organisationen weitergeleitet werden.

Informationen für Unternehmen über Praktika für Flüchtlinge

Asylbewerber und Geduldete können mittlerweile leichter ein Praktikum machen. Denn die Bundesagentur für Arbeit muss dem nicht mehr zustimmen. Die entsprechend geänderte Beschäftigungsordnung gilt seit dem 1. August 2015. Diese neue Regelung gilt für Pflicht- und Orientierungspraktika, ausbildungs-oder studienbegleitende Praktika bis zu drei Monaten und  für die Teilnahme an einer Einstiegsqualifizierung oder Berufsausbildungsvorbereitung.

Weitere Informationen: http://www.ihk-koeln.de/fluechtlinge_faq.AxCMS

Info für die Hilfsorganisationen:

Das Team Hinckeldey bietet einem weiteren technisch orientierten Praktikanten mit Migrationshintergrund  eine berufliche Orientierung. Gesucht wird ein Praktikant, der den Monteuren hilft und sie bei Außenterminen begleitet, wenn sie Kopierer und Drucker reparieren. Bitte bei der Bürgervereinigung melden, wenn Sie jemanden kennen.