Flüchtlinge in Rodenkirchen und Sürth Stand: Rückblick

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen kooperiert mit WiSü, früher eine Willkommensinitative im Rheinbogen, seit 2018 ein gemeinnütziger Verein WiSü. Der Verein „Willkommen im Rheinbogen“ bietet schwerpunktmäßig die Förderung von Hilfe und Unterstützung für geflüchteter Menschen im Rheinbogen Er engiert sich auch für bedürftige einheimische Mitmenschen, die aufgrund von Alter, Behinderung oder einer sonstigen sozialen Notsituation Unterstützung benötigen. Die soziale und kulturelle Vernetzung der Einwohner im Bezirk Rodenkirchen wird gefördert. Durch die Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten und der Realisierung von Projekten für geflüchtete und einheimische Bürger und Bürgerinnen soll gesellschaftliche Teilhabe,  ein respektvolles Miteinander, Vernetzung und Integration ehrenamtlich ermöglicht werden. Wir danken WiSü für die gute Zusammenarbeit. Weitere Infos: wisue.de/verein/

Ausführliche Informationen finden Sie im Flüchtlingsbericht der Stadt Köln: www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/soziales/koeln-hilft-fluechtlingen

Flüchtlinge in Rodenkirchen (Stand im Jahr 2016)

WiSü – die Willkomensinititative im Rheinbogen und die Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. arbeiten eng zusammen.

Seit 2015 fand jeden ersten Mittwoch im Monat fand ab 15 bis 17.30 Uhr das Café Fuga im katholischen Pfarrheim „Wabe“ in der Siegstr. 54 statt. Hier trafen sich die neuen Nachbarn und Bürger/innen aus Rodenkirchen bei Kaffee und Kuchen und lernen sich kennenlernen. Mittlerweile fist das Café Fuga ins neue Outdoor Gelände X von WiSü umgezogen. Wer sich engagieren möchte, kann sich über die Mailanschrift an  info@wisue.de

Die damaligen Leiter der AG:

Welcomer AG, Veit Otto,
Sprache AG,
Medizin AG, Peter Hallberg
Kunst AG, Brigitte Maxrath-Engert
Handarbeit AG,
Henrike Wesemann
Musik AG, Jan Beßling
Dolmetscher AG,
Kinderbetreuung,
Sport AG, Frank Jäger
AG Wohnungssuche, Manfred Giesen
Fahrrad-AG, Norbert Rauch/ Kurt Mollidor

Einige AGs befinden sich noch im Aufbau, Wer Interesse hat, dabei zu unterstützen, kann dies gerne tun. Näheres unter www.wisue.de

Für sonstige Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an das Orgateam von WiSü: Heike Bläcker, Dr.Ellen Behnke und Monika Wilke unter info@wisue.de. Sie werden versuchen, Ihre Fragen zu beantworten oder entsprechend weiterzuleiten. Sie stehen im engen Kontakt mit den Heimleitungen sowie der Unterkünfte.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir alle Anfragen nicht sofort beantworten können, da WiSü diese Tätigkeit alle ehrenamtlich neben Familie und Beruf ausübt.
Ellen Behnke und Monika Wilke und Dieter Maretzky

Flüchtlinge in Rodenkirchen und Sürth: Zur Geschichte

Containerwohnungen an der Eygelshovener Str.

Zimmer an der Ringstraße für zwei Personen

 
 

 

(Stand am 29.2.2016)

Informationen zu den Flüchtlingsquartieren in Rodenkirchen

Eygelshovener Straße

Seit Frühsommer 2016 sind die Container in der Eygelshovener Straße neben der Gesamtschule Rodenkirchen bezugsfertig. Dort zogen vor allem Flüchtlinge aus Syrien, Iran und Irak ein. Es handelt sich dabei überwiegend um Familien. Es sollen nur wenige alleinreisende Männer in der gemischten Unterkunft untergebracht werden. Für alleinreisende Frauen mit Kindern und Schwangere gibt es separate Bereiche. Die Gesamtzahl für die Unterbringung beträgt maximal 550 Personen. Die Container sollen dort circa fünf Jahre lang stehen. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Diakonie Michaelshoven, die die soziale Betreeung der Flüchtlingsunterkunft übernommen hat.

Volvo Gelände Ringstraße

Im Frühjahr 2016 zogen in das ehemalige Volvo-Bürogebäude hinter der Ringstraße die ersten Flüchtlinge ein. Sie stammen größtenteils aus Syrien, aus dem Iran und Irak. Die maximale Belegegungszahl beträgt rund 500 Personen. Auch hier zogen vor allem Familien ein. Für Alleinreisende Frauen mit Kindern und Schwangere gibt es separate Bereiche. Der angrenzende Parkplatz kann für Freizeitaktivitäten mit den Bewohnern genutzt werden, ein Spielplatz für Kinder soll ebenfalls dort entstehen.

Die Stadt Köln hat diese Gebäude gemietet und die Diakonie Michaelshoven übernahm die Betreuung.

Wo kann ich mich informieren? Wo kann ich helfen?
Diese Aufstellung, die laufend überarbeitet wird, zeigt Ihnen die wichtigsten Kontakte auf.
Info Flüchtlinge BVR
PDF-Dokument [280.1 KB]
Stand: 2015

Grundsätzlich gibt es aber Kölnweit eine Plattform, in der man Sachspenden anbieten bzw. im Gegenzug auch suchen kann:

https://www.wiku-koeln.de/unterstuetzen/ich-suche/

Für Kleiderspenden nutzen die Bewohner die Kleiderkammern in Meschenich oder Rodenkirchen oder beim DRK:

https://www.erloeserkirche-rodenkirchen.de/kleiderkammer.html 

https://www.drk-koeln.de/angebote/existenzsichernde-hilfe/kleiderkammer.html

Sollten Sie über einen Facebook-Account verfügen, gibt es dort zudem die öffentliche Gruppe:

Möbelspenden für Flüchtlinge in Köln. Dort kann man sich registrieren lassen und dann auch Dinge anbieten.

Für Kleiderspenden nutzen die Bewohner die Kleiderkammern in Meschenich oder Rodenkirchen oder vom DRK:

Zusammenstellung: „Willkommen in Rondorf“

Die Stadt Köln hat eine aktuelle Übersicht über die Entwicklung der Zahl der angekommenen Flüchtlinge und deren jetzige und zukünftige Einquartierung erstellt.

Eine Übersicht über die Unterbringungsorte der Flüchtlinge in Köln
(Stand 2015)
In der Zwischenzeit sind in Köln fast alle Turnhallen geräumt worden und können in Kürze für den Sport wieder genutzt werden.

Ratgeber
Caritas für die Stadt Köln e.V.: Ratgeber für das Ehrenamt. Flüchtlinge in Köln (PDF)
Eine sehr gute und hilfreiche Broschüre mit vielen nützlichen Informationen für ehrenamtliche Helfer/-innen.

 

Karte der Stadt Köln über belegte oder in Kürze bezogene Standorte

Ehemalige Gebäude der Firma Volvo

Die ehemaligen Gebäude der Firma Volvo an der Ringstraße in Rodenkirchen

Standorte in Rodenkirchen

1. Volvo in der Ringstr. in Rodenkirchen:

Hier leben rund 550 Flüchtlinge, die von der Diakonie Michaelshoven betreut werden.

2. Eygelshovener Str.:

Die Container sind 5 Jahre alt und laut Aussage der Architekten vom Wohnungsamt in einem guten Zustand.

Dort wurden Streifenfundamente gesetzt, die Installationen Strom usw. wurde verlegt, so hier bis zu 500 Flüchtlinge wohnen. Es gibt auch Container mit Räumlichkeiten für Unterricht und Kinderbetreuung.

Die Betreuung an diesem Standort hat die Diakonie Michaelshoven übernommen.

3. Die Diakonie Michaelshoven hat ab November 2015 bis zu 14 minderjährige Flüchtlinge, die ohne Eltern nach Köln gekommen sind, im leer stehenden Haus Simeon aufgenommen und in die vorhandenen Gruppen integriert.

4. Turnhalle Mainstraße

Die Halle, die im Frühjahr 2017 geräumt wurde, wurde ab 7.10.2015 mit bis zu 200 Flüchtlingen belegt. Betreuung hatte die DRK, Bewachung durch die Adlerwache rund um die Uhr. Zum Schulgelände wurde der Bereich abgezäunt.

Forderung der Bürgervereinigung:

Wir fordern für das Grundstück Eygelshovener Straße eine baldige Nutzung für Wohnungsbau, Nahversorgungszentrum und Kita, d.h. die Container für die Flüchtlinge dürfen dort maximal zwei Jahre stehen. Die Verwaltung plant hier einen Zeitraum von 5 Jahren, das ist zu lang.

Weitere Archiv-Unterlagen zum Thema Flüchtlinge in Rodenkirchen finden Sie hier:

Grundlagen für den Beschluss der Bezirksvertretung: Begründung und Erläuterung.
Grundriss der Aufstellung der Container

Eygelshovener Str. Anlage_03_-_Flurkarte

Überblick über die Flächen

Nutzungsmöglichkeiten nach dem gültigen Flächennutzungsplan
Schrägluftbild der Fläche aus der Zeit des Containerkindergartens

Über einzelne Aktivitäten der Bürgervereinigung Rodenkirchen:

Die zwei Vorstandsmitglieder Dieter Martezky und Beatrix Polgar-Stüwe nahmen öfter teil am Café Fuga. Sie versuchten durch unsere Kontakte geflüchteten Menschen Hilfestellungen und Integration zu bieten, so beispielsweise bei der Wohnungs- und Jobsuche.
Desweiteren haben wir uns bei der Praktikasuche und bei anderen familiären Problemen engagiert. Hier zwei Beispiele.

Integration per Praktikum: Bürgervereinigung Rodenkirchen und Mitglieder helfen  Flüchtlingen bei der berufliche Integration mit Praktika

Hilfe für Flüchtlinge, das kann unbürokratisch und schnell gehen, wenn der gute Wille da ist. Das bewiesen Mitglieder der Bürgervereinigung. Unternehmen im Kölner Süden können sich gerne an die Bürgervereinigung wenden, wenn sie ein Praktikum für einen aus einem Krisengebiet Geflüchteten anbieten können, um den Einstieg in das Berufsleben zu erleichtern.

Junger syrischer Pharmazeut im Praktikum in der Agnes-Apotheke

Als die Apothekerin Dr. Gabriele Feige erfuhr, dass der aus dem syrischen Aleppo stammende Pharmazeut Fares A. (30) für eine spätere Arbeitserlaubnis in Deutschland ein Praktikum benötigt, erklärte sie sich gleich bereit, ihn in ihrer Apotheke die nötige Praxis anzubieten. Vormittags arbeitet Fares in Frau Feiges Apotheke im Agnesviertel, nachmittags besucht er einen Integrationskurs. Da der junge Mann für seine Anerkennung auch noch die gesetzlichen Grundlagen des Berufsstands in Deutschland erlernen muss, wird er noch ein weiteres Praktikum in der Rodenkirchener Apotheke ihres Mannes absolvieren und vielleicht noch an der Universität Seminare nachbelegen müssen.

Schülerpraktikum in der Druckbranche

Auch das Spezialunternehmen für Drucker und Kopierer Team Hinckeldey konnte mit einem Praktikumsplatz sich für die bessere Integration von Flüchtlingen einsetzen. Geschäftsführerin Désirée von Hinckeldey wollte den Appellen der Bundesregierung und IHKs Taten folgen lassen, Flüchtlinge schnell in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Als Mitglied der Bürgervereinigung Rodenkirchen hatte sie einem Schüler aus einer Flüchtlingsunterkunft im Kölner Süden ein Praktikum angeboten. Auch das ging ganz einfach: BVR-Vorstand Dieter Maretzky führte zwei Telefonate und schon konnte sich ganz unbürokratisch Natnael Zeregergis bewerben und als neuer Praktikant beginnen. Der fast 18-jährige besucht die internationale Förderklasse des Berufskollegs Ulrepforte. Vor einem Jahr flüchtete er zusammen mit seinen Eltern wegen politischer Unruhen aus Eritrea. Er spricht und schreibt schon recht gut Deutsch. Im Rahmen seiner fachpraktischen Ausbildung absolviert er jetzt sein Schülerpraktikum in der Sparte Kopierer und Drucker.

Der Einstieg in das Praktikum gelang nahtlos. Süleyman Cetin, der im Rahmen einer Umschulung vom Fahrzeuglackierer zum IT-Elektroniker sein Praktikum beim dem Unternehmen beendete, konnte seinen Nachfolger noch ein wenig einarbeiten. Denn der angehende IT-Fachmann ist bald fertig mit seiner Ausbildung am Berufsförderungswerk der Diakonie Michaelshoven.

„Obwohl unser neuer Schülerpraktikant erst wenige Tage bei uns im Unternehmen ist, zeigt er sich als sehr aufgeschlossen, ehrgeizig, fleißig und Technik orientiert“, sagte Geschäftsführerin Désirée von Hinckeldey nach seinem Start. Er sei ein pfiffiger, netter junger Mann, der gut ins Team passe. Natnael Zeregergis hat eine ruhige Hand, wie er bereits unter Beweis stellten konnte: So durfte er einen kurzen Film für das Internet drehen, was ihm sichtlich viel Spaß gemacht hat.

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen vermittelt gerne auf dem kurzen Weg weitere Praktika und Ausbildungsstellen. So sucht unser Mitglied Dr. Thomas Kiepe von der Firma KHK GmbH in der Ringstraße eine arabisch sprechende Auszubildende. www.lipcare.de/home/
Unternehmen im Kölner Süden bitte melden!

„Herzlichst danken wir dem Team Hinckeldey und Frau Dr. Feige für die Hilfe. Wir freuen uns über weitere Praktika-Angebote von Unternehmen aus dem Kölner Süden. Damit helfen sie den Flüchtlingen, sich schneller in die Arbeitswelt und unsere Nachbarschaft zu integrieren“, sagt Dieter Maretzky. Interessierte Arbeitgeber können der Bürgervereinigung Rodenkirchen Praktika-Plätze melden, die dann an die verschiedenen städtischen und karitativen Organisationen weitergeleitet werden.

Informationen für Unternehmen über Praktika für Flüchtlinge

Asylbewerber und Geduldete können mittlerweile leichter ein Praktikum machen. Denn die Bundesagentur für Arbeit muss dem nicht mehr zustimmen. Die entsprechend geänderte Beschäftigungsordnung gilt seit dem 1. August 2015. Diese neue Regelung gilt für Pflicht- und Orientierungspraktika, ausbildungs-oder studienbegleitende Praktika bis zu drei Monaten und  für die Teilnahme an einer Einstiegsqualifizierung oder Berufsausbildungsvorbereitung.

Weitere Informationen: https://www.ihk-koeln.de/Beratung_zur_betrieblichen_Integration_von_gefluechteten_Menschen.AxCMS

Info für die Hilfsorganisationen:

Das Team Hinckeldey bietet einem weiteren technisch orientierten Praktikanten mit Migrationshintergrund  eine berufliche Orientierung. Gesucht wird ein Praktikant, der den Monteuren hilft und sie bei Außenterminen begleitet, wenn sie Kopierer und Drucker reparieren. Bitte bei der Bürgervereinigung melden, wenn Sie jemanden kennen.

Gut besuchte Mitgliederversammlung 2015 – Rita Süssmuth

Gut besuchte Mitgliederversammlung 2015 – Rita Süssmuth

Gut besuchte Mitgliederversammlung in neuer Location Rita Süssmuth zur aktuellen Flüchtlingslage

Zwei gelungene Veranstaltungen an einem Abend in der Gastronomie des Kölner Rudervereines von 1877.

Bei der Mitgliederversammlung gab der Vorsitzende Dieter Maretzky einen kleinen Rückblick auf die Themen und die Arbeit des Vereines. Traditionell gehört der Neujahrsempfang zu einer der ersten Veranstaltungen, denen viele weitere Angebote im Laufe des Jahres folgten, so u.a. eine Krippenführung, die große Veranstaltungsreihe Kultur.Frühling@Rodenkirchen gemeinsam mit der Aktionsgemeinschaft Rodenkirchen organisiert, eine Führung durch die historischen Plenarsäle in Bonn, der Besuch des KVB-Betriebshofes in Merheim, ein Empfang mit Führung in der Diakonie Michaelshoven, eine Tagesfahrt zur Zeche Zollverein in Essen und als eine besondere Veranstaltung ein Filmabend mit dem Filmclub aus Cannes.

Rita Süssmuth auf der Mitgliederversammlung 2015 in Rodenkirchen

Rita Süssmuth zu Gast auf der Mitgliederversammlung 2015 der Bürgervereinigung Rodenkirchen

Ein Dauerbrenner blieb der Ausbau des Godorfer Hafens. Im Kampf dagegen gab es einen schönen Erfolg: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat Urteile des Oberverwaltungsgerichts Münster bestätigt und somit die Planfeststellung für den Ausbau des Hafens Köln- Godorf aufgehoben!

Wir fordern ein mindestens 10-jähriges Moratorium für diese Planung. Der vorgesehene Hafenausbau der Evonik in Lülsdorf macht die Godorfer Pläne obsolet.

Die Bebauung des Sürther Feldes und eine zeitgleiche Verbesserung der Infrastruktur ist leider nicht geplant, wäre aber für die neue Einwohnerschaft sehr wichtig. Wir fragen die Verwaltung, warum das schon lange geforderte Verkehrskonzept immer noch nicht erarbeitet wurde. Wir fragen die Verwaltung, warum das schon lange geforderte Verkehrskonzept immer noch nicht erarbeitet wurde.

Die 1. Kita ging im Sommer 2014 in Betrieb. Die Herstellung des Spielplatzes im 1. Bauabschnitt soll jetzt begonnen werden.

Die direkte Erschließung durch einen Linienbus (Linie 130 ist geplant) wird erst möglich werden, wenn die Straßen im 3. Bauabschnitt als Baustraßen erstellt sind. Dies soll laut Mitteilung von Planungsdezernenten Höing bis Ende 2016 geschehen sein. Insgesamt muss die Stadt Köln hierauf dem Sürther Feld die Maßnahmen umsetzen, ebenso auch den weiteren Ausbau des Bürgerparkes.

Zur Infrastruktur zählt auch das Angebot an Schulplätzen. Dringend ist im Kölner Süden der Neubau der Ernst-Moritz-Arndt-Schule an der Kreuzung Am Feldrain/Sürther Straße. Die Bevölkerung wächst, Flüchtlingskinder kommen dazu, doch die Schule soll jetzt noch viel später gebaut werden, erst 2020 soll sie in Betrieb gehen.

Der lange Weg zur Entscheidung:

  • 01.2009 CDU fragt an, wann der Neubau geplant wird.
  • 03.2009 Verwaltung teilt mit, dass die Schulverwaltung die Planungsbeschlussvorlage zur Errichtung eines Schulneubaus für eine 4-zügige Grundschule mit GU vorbereitet.
  • Mit Datum vom 10.7.2009 legt Frau Dr. Klein eine „Schulplanerische Stellungnahme zur Grundschulversorgung in den Stadtteilen Hahnwald, Rodenkirchen, Weiß und Sürth“ vor. Darin steht, dass das Schulgrundstück für eine 5-zügige Grundschule ausgerichtet werden
  • 08.2009 wird der Bezirksvertretung der Beschlussvorschlag für eine Planungsaufnahme zur Errichtung eines neuen Schulgebäudes vorgelegt. Der Rat beschließt dies am 10.09.2009.
  • 10.2010 die CDU fragt in der BV Rodenkirchen nach dem Zeit- und Bauplan.
  • Antwort der Verwaltung zum 4.10.2010: Wegen einer Planungserweiterung am 05.02.2010 für die Planung einer Jugendeinrichtung neben dem geplanten Schulneubau sollen mögliche „Synergieeffekte in den Bereichen z.B. Lärmschutz und Erschließungsanlagen“ berücksichtigt werden. „Die Fertigstellung eines Neubaus ab Erteilung des Planungsauftrages dauert rund 5 Jahre“ Ein konkreter Zeitmaßnahmenplan liegt noch nicht
  • Das Gebäudekonzept, erstellt vom Büro Hecker, Monkenbusch wird am 2.12.2011 auf Rang 1 gesetzt und soll überarbeitet
  • Ein Realisierungswettbewerb soll durchgeführt werden. Ob die geplante Preisgerichtssitzung am 30.03.2012 stattgefunden hat, ist noch ungeklärt.
  • Auf unsere Nachfrage teilt uns Herr Franz-Josef Höing im Oktober 2015 mit:

„Nachdem zuletzt die Entscheidung zur Errichtung einer 5-zügigen Schule getroffen wurde, sollen Bau und die Fertigstellung der Schule bis zum Sommer 2020 erfolgen.“

Man hörte mal so zwischendurch, dass die Verwaltung andere Prioritäten habe. Kann das alles wahr sein? Schon 2009 wurde erkannt, dass der Neubau dringend ist. Warum läuft er immer noch nicht?

Wir sind gegen die geplante Erweiterung der Rodenkirchener Gesamtschule für 350 Schülerinnen und Schüler neben dem Neubau. Die Schule ist schon groß genug, die Verkehrsprobleme an der Schule müssen nicht verstärkt werden, und es gibt Alternativen wie z.B. die Aufstockung der Realschule Godorf. Hier müssen Bürger, Verwaltung und Politik zusammen planen und sprechen.

Andere Probleme wie die Sanierung des Rodenkirchener Rathauses und das fehlende Verkehrskonzept sprach Dieter Maretzky kritisch an.

Der Bericht des Schatzmeisters Hanspeter Hienzsch zeigte positive Zahlen beim Etat sowie bei der wachsenden Mitgliederzahl, insgesamt  haben wir aktuell 526 Mitglieder.

Die Kassenprüfer Hermann Koch und Willi Streit testierten eine ordnungsgemäße Kassenführung, und die Mitglieder stimmten der Entlastung des Vorstandes zu.

Zum Punkt Nachwahlen teilte Dieter Maretzky mit, dass er entfällt und der Vorstand

Frau Polgar-Stüwe bis zur nächsten MGV kooptiere an der Vorstandsarbeit, damit sie sich einarbeiten kann. Das kann auch mit weiteren Interessierten geschehen, da 2016 größere Wechsel anstehen werden.

Im Anschluss gab Dieter Maretzky einen Ausblick auf die anstehenden Themen in Rodenkirchen:

  • Der Kreisverkehr Hauptstraße wird im Frühjahr 2016 gebaut
  • Rodenkirchen soll insgesamt zwei große Quartiere für insgesamt 1050 Flüchtlinge Die Diakonie Michaelshoven darf im leer stehenden Haus Simeon nur 14 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufnehmen.

Am Standort „Volvo“ in Rodenkirchen, Ringstraße, soll ein Beherbergungsbetrieb für 550 Menschen eingerichtet werden. Über den weiteren Ablauf gibt es noch keine klaren Informationen. Die Auflagen wegen des Brandschutzes von der Bauaufsicht sind hoch, deshalb bleibt das Vorhaben noch offen.

An der Eygelshovener Straße sollten ein Nahversorgungszentrum, eine Kita und Wohnungen entstehen. Nun werden 6 000 qm für die 253 Container für die bis zu 500 Flüchtlinge benötigt und 11 000 qm für die Erweiterung der Gesamtschule Rodenkirchen, damit 350 Schüler einen Platz bekommen.

Wir fordern: Begrenzung auf zwei Jahre, danach Auflösung des Container- standortes für die Unterbringung der Flüchtlinge.

Betreuung der Flüchtlinge: Es wird nicht ohne engagierte Ehrenamtler gehen. Wir vernetzen uns mit Initiativen im Kölner Süden, insbesondere mit „Willkommen in Sürth“. Wenn Sie mitmachen wollen, melden Sie sich bei uns oder einer der Initiativen in der ausgelegten Adressliste.

  • Zum Schluss behandelte Dieter Maretzky das Thema der wachsenden Anzahl von Werbeträgern. Nach einem Gespräch mit der Firma Ströer wurde bei der Bauaufsicht beantragt, die Werbesäule vor dem Blumenbeet am Ortseingang zu versetzen. Noch hat die Verwaltung nicht

Maretzky bedankte sich bei der Versammlung für die Aufmerksamkeit und begrüßte Frau Professorin Rita Süssmuth, Bundestagspräsidentin a.D., zu einer Lesung aus ihrem Buch „Das Gift des Politischen“.

Der Vorsitzende führte stichwortartig  in den politischen Lebensweg von Frau Süssmuth ein, Mitglied der CDU seit 1981, Vorsitzende der Frauenunion, Mitglied im Präsidium der CDU, Abgeordnete, Ministerin und Bundestagspräsidentin von 1988 bis 1998, eine turbulente Zeit mit der Deutsche Einheit, Umzug des Bundestages von Bonn nach Berlin.

Zum Buch sagte Dieter Maretzky, dass er es mit großer Aufmerksamkeit gelesen habe und ihn der Titel irritiere, er wirke doch eher abschreckend. Da stimmte ihm Frau Süssmuth zu, doch es gäbe ein Gegengift gegen die Politikverdrossenheit, z.B. die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei den Entscheidungen vor Ort und mehr Mut der Politiker zur Ehrlichkeit. Maretzky verwies auf das Thema Einwanderungsland, das sie im Buch behandelt.

Das führte dazu, dass Frau Süssmuth das Buch auf die Seite legte und Stellung bezog zur aktuellen Flüchtlingslage. Täglich würden im Iran Dutzende von Menschen ermordet, der Kalte Krieg sei wieder aktuell da, die internationale Situation sei sehr bedrückend.

Sehr positiv sei das große Engagement der Deutschen, quer durch alle Altersgruppen, bei der Flüchtlingshilfe. Darüber ist sie sehr froh und stolz auf unser Land.

Sie machte deutlich, dass das Management und die Registrierung der Flüchtlinge unbedingt verbessert werden müssen. „Wir waren nicht vorbereitet, obwohl wir wussten, dass sie kommen werden.“

Nach ihrer Überzeugung sehen die Flüchtlinge es als die einzige Überlebens- chance, zu flüchten und z.B. zu uns zu kommen. Legale Einwanderungsmöglichkeiten werden seit 2001 verweigert, warum öffnen wir uns nicht, fragte sie. Die Lernmotivation der Flüchtlinge ist groß und warum ermöglichen wir nicht, dass Arbeitgeber Flüchtlinge zur Probe arbeiten lassen können, um feststellen zu können, über welche Kenntnisse und Fähigkeiten sie verfügen?

Sie betonte, es sei wichtig, dass der Staat die Ordnung wieder herstelle, das sei seine Aufgabe. Zu diesem Zweck ist es wohl erforderlich, bei der derzeitigen Zuwanderung eine Pause einzulegen. Den Menschen müsse die Angst vor den Fremden genommen werden, dazu seien die Begegnung und das persönliche Kennenlernen wesentlich. In Stadtteilen sollten sich die Bürger und die Flüchtlinge treffen und dabei miteinander Erfahrungen sammeln.

Die Kommunen werden zu wenig unterstützt, jedoch tragen sie die Hauptlast. Manche Kommunen lösen die Probleme gut, andere weniger gut. Ein gegenseitiger Austausch, gefördert vom Bund sei wichtig. Ohne gezielte Integration der Flüchtlinge lösen wir die Probleme nicht, und das eigentliche Problem der Verteilung der Flüchtlinge in Deutschland wie in Europa müsse geregelt werden.

Frau Süssmuth rief dazu auf, sich einzumischen und zu überlegen, wie Probleme gelöst werden können. Ihr Fazit: Deutschland sei längst nicht am Erschöpfungszustand angekommen. Sie sagte: „Gemeinsam schaffen wir das“.

Dieter Maretzky bedankte sich bei Frau Süssmuth für die engagierte und offene Diskussion. Der Vorsitzende der Bürgervereinigung Rodenkirchen sprach Achim Feige, dem Koch und Gastronomen des Hauses, ein großes Lob für die tolle Vorbereitung und das gelungene gastronomische Angebot aus.

Grünpflege in Rodenkirchen

Auch der Nachwuchs hilft beim Beflanzen der Beete

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen pflegt insgesamt zehn Blumenbeete mitten im Zentrum Rodenkirchens vor dem Bezirksrathaus, um einen sichtbaren Beitrag für ein schönes und attraktives Rodenkirchen beizutragen. Dazu zählen auch die städtischen Blumenkübel vor dem Rathaus. Zweimal jährlich wird neu gepflanzt mit Hilfe unserer Mitglieder.

Wie es  dazu kam:

2001 zeigte sich, dass die Stadtverwaltung nicht mehr genügend Geld und Personal für die Pflege der Blumenbeete auf der Hauptstraße in Rodenkirchen hatte. Wir begannen ein kleines Blumenbeet auf der Insel vor dem Blumenhaus Jahn anzulegen.

2002 übernahm die Pflege dieses Beetes das Blumenhaus Jahn vollständig. Die Bürgervereinigung engagierte sich zuerst für die Blumenbeete am Rathausplatz, dann auch um die nahe gelegenen Blumeninseln auf der Hauptstraße. Das führte dazu, dass auch die Hausbewohner des Sommerhofes sich der Blumenbeete vor dem Sommershof annahmen. Bis Anfang 2017 pflegten auch die jungen Unternehmerinnen Rodenkirchens die Beete auf dem Maternusplatz. Lange Zeit hatte Rodenkirchen eine eigene Guerillagärtnerei, die im Zentrum für eine attraktive Bepflanzung sorgt – teilweise stellt die Stadt Köln die Blumen für die Bepflanzung zur Verfügung, teilweise müssen die verschiedenen Beet-Paten in die eigene Tasche greifen. Wir möchten die Tradition fortsetzen, müssen uns aber neue Konzepte erarbeiten, da die Arbeit groß ist, aber leider immer weniger Leute mithelfen.

Wunde Punkte sind noch: Der Maternusplatz, Nebenstraßen, Rheinufer, Forstbotanischer Garten, Erhalt des Konzeptes vom Finkens Garten und Weiterführung der pädagogischen Arbeit durch Schaffung einer festen Stelle.

Die Geschichte dazu:

2001 zeigte sich, dass die Stadtverwaltung nicht mehr genügend Geld und Personal für die Pflege der Blumenbeete auf der Hauptstraße in Rodenkirchen hatte. Wir begannen ein kleines Blumenbeet auf der Insel vor dem Blumenhaus Jahn anzulegen.

2002 übernahm die Pflege dieses Beetes  das Blumenhaus Jahn vollständig. Die Bürgervereinigung engagierte sich zuerst für die Blumenbeete am Rathausplatz, dann auch um die nahe gelegenen Blumeninseln auf der Hauptstraße. Das führte dazu, dass auch die Hausbewohner des Sommerhofes sich der Blumenbeete vor dem Sommershof annahmen. So hat Rodenkirchen eine eigene Guerillagärtnerei, die im Zentrum für eine attraktive Bepflanzung sorgt – teilweise liefert die Stadt Köln die Blumen für die Bepflanzung, teilweise müssen die verschiedenen Beetpaten in die eigene Tasche greifen.

Bügervereinigung Rodenkirchen feierte 50. Jubiläum im Jahr 2014

Bügervereinigung Rodenkirchen feierte 50. Jubiläum im Jahr 2014

Die Bürgervereinigung feierte ihr 50 JubiläumBericht zum Jubiläumsfest am 7.9.2014 vor dem Rodenkirchener Rathaus mit zahlreichen Gästen

Dieter Maretzky eröffnet das Jubiläumsfest

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                             Für die tatkräftige Unterstützung haben wir zu danken: Herrn Rolff von der Cölner Hofbräu P. Josef Früh KG, dem Brauhaus Kölnisch Wasser, der Rodenkirchener Weingalerie, dem Bürgeramt Rodenkirchen (Herrn Tempski und Herrn Heumos) für Strom und die Nutzung der Toiletten, der Buchhandlung Köhl ebenso für Strom und für Stühle, der KVB für das KVB-Orchester und den einmaligen Hüpfbus, der Firma F.W. MÜLLER & SÖHNE GMBH für die Ausleihe der Verkehrsschilder und Wolfgang Behrendt für die Unterstützung bei der Tontechnik.

  >>> zum Download

Thilo Bendokat von der Stadtsparkasse Rodenkirchen überreicht 500 € Spende an die Bürgervereinigung Rodenkirchen (Foto: Thomas Gaida)

Viele Politiker waren zum Gratulieren gekommen: Ingrid Hack (Landtag), Christoph Schykowski (Bezirksvertretung), Karl-Heinz Daniel (Bezirksvertretung), Monika Roß-Belkner und Katharina Welcker (Rat), Dieter Maretzky und Dr. Jörg Klusemann (Bezirksvertr.)

Politiker bei der Jubiläumsfeier (Foto: Thomas Gaida)

Dieter Maretzky, Mike Homann und OB Jürgen Roters (Foto: Laura Maretzky)

 

Die Rodenkirchen Strophe wird gemeinsam mit dem Männerquartett „Frohsinn 1925 Immendorf gesungen. (Foto: Laura Maretzky)

 

Weitere Fotos: https://www.gaidaphotos.com/blog/2014/09/08/50-jahre-buergervereinigung-rodenkirchen/#gallery/8a027facee2af0615dc1b87c94b8b1bb/1114

Verkehr

Unsere Meinung:

Kreisverkehre wie an der Kreuzung Wattigniesstr./Sürther Str.  und im Zuge der Hauptstr. In Rodenkirchen sind bevorzugt zu realisieren. Auch ist ein Kreisverkehr an Kreuzung Weißer Straße,Hauptstraße, Sürther Straße, Gudrun Straße, Walther Rathenau Straße  zu planen.

Das Radwegenetz muss dringend weiter  ausgebaut werden, so z.B. müssen die bestehenden Strecken vernetzt werden und die  Hammerschmidtstraße und Am Feldrain müssen einen Radweg (keinen Schutzstreifen!) erhalten.

Nahverkehr: Linie 16/17 muss verdichtet werden durch zusätzliche Bahnen, die zwischen Godorf und dem Zentrum eingesetzt werden. Kurzfristiges Ziel ist es, die Linie 16 alle 5 Minuten von Godorf bis in die Innenstadt verkehren zu lassen.

Der Autoverkehr auf der Rheinuferstraße bei der Querung der Linie 16 in Höhe der Eisenbahnbrücke (Südbrücke) darf nicht durch die Stadtbahn massiv behindert werden. Eine geeignete Lösung (Trog oder Tunnel für den Autoverkehr) muss dringend realisiert werden.

Ampeln können in der Nacht (ab 20 Uhr) ausgeschaltet werden, z.B. Kreuzung Weißer Str./Siegfried Str.

Ein Verkehrskonzept für den kompletten südlichen Stadtbezirk ist dringend zu entwickeln, inzwischen besteht eine massive Überlastung der Industriestr. Zwischen dem Militärring und der Emil-Hofmann-Str., sowie ebenso im Abbiegebereich Kiesgrubenweg/Emil-Hofmann-Str. kommt es zu massiven Staus, hier würden Kreisverkehre Abhilfe schaffen. Die Kreuzung Emil-Hofmann-Str./Industriestr.  Ist unübersichtlich und gefährlich. Die Ampelsteuerung für die PKW, die auf die Rheinuferstr. vom Heinrich-Lübke-Ufer fahren wollen, nimmt nicht auf den gewachsenen Verkehr Rücksicht, so dass es zeitweise bis zur Kirchstr. Rückstaus gibt.

Stellungnahme der Bürgervereinigung im Jahre 2008
PDF-Dokument [38.8 KB]

 

Informationsschrift der Stadt Köln über die Vor- und Nachteile von Kreisverkehren und Ampeln

Diese kurze Information des zuständigen Amtes verdeutlich überzeugend, dass Kreisverkehre, gerade auch in Rodenkirchen, wesentlich ungefährlicher als Kreuzungen mit Ampelanlagen sind.

Lesen Sie selbst im Dokument.

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Parkraumkonzept Rodenkirchen

Das Parkraumkonzept für Rodenkirchen

Die Bezirksvertretung hat es beschlossen, leider zu Lasten aller Besucher und Bewohner des Rodenkirchener Zentrums, alle müssen nun bezahlen und die Parkgebühren werden deutlich höher. Wir lehnen das Parkraumkonzept ab, weil es nicht dazu führen wird, dass wirklich jeder einen freien Parkplatz finden wird. Alle Besucher, die in Rodenkirchen einkaufen oder etwas erledigen wollen, müssen jetzt schon erhöhte Parkgebühren bezahlen. Unsere Befürchtung: Kunden wandern ab, wo sie kostenlos parken können und damit wird die Infrastruktur in Rodenkirchen gefährdet.

Das Parkraumkonzept Rodenkirchen wurde gegen die Stimmen der CDU und FDP von den Fraktionen der SPD und Die Grünen mehrheitlich beschlossen.

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich schätzungsweise auf 250.000,00 Euro (circa 60 Parkscheinautomaten, Beschilderung, Markierung).

Jährliche Folgeeinnahmen (Art, Euro) Einsparungen: Keine!
1. Parkgebühren: ca. 268.000,00 €
2. Bewohnerparkausweise ca. 30.000,00 €

Die Einrichtung der Bewohnerparkgebiete ist für Jahresbeginn 2012 vorgesehen.

Anzahl Einwohner im Bereich des Parkraumkonzeptes: 3051

Kurzzeitstellplätze werktags 9-19 Uhr mit Bewohnerparken (Roter Punkt:): 345
Kurzzeitstellplätze werktags 9-19 Uhr ohne Bewohnerparken: 171
Stellplätze 3,00 Euro = 24 Stunden werktags 9-19 Uhr mit Bewohnerparken: 142
Stellplätze 3,00 Euro = 24 Stunden werktags 9-19 Uhr ohne Bewohnerparken: 37
Stellplätze ohne Bewirtschaftung: 36
Ladezone: 39
Anzahl Stellplätze gesamt: 770

Ohne Parkhäuser: toom, Sommershof und Maternusplatz

Es sind zwei Umsetzungsphasen vorgesehen, zuerst das Zentrum Rodenkirchens, dann die Ausweitung bis zum Gymnasium Rodenkirchen.

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Beschlussvorlage für die Bezirksvertretung
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Erläuterungen zum Parkraumkonzept durch die Verwaltung

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Plan zum Parkraumsystem

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Es sind zwei Umsetzungsphasen vorgesehen, zuerst das Zentrum Rodenkirchens, dann die Ausweitung bis zum Gymnasium Rodenkirchen.
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Plan_-_Informelles_Parken
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Gelb markiert:
Hauptverkehrsstraßen
Rot markiert:
„Informelle Parkflächen“
Das sind bislang zum Parken genutzte Flächen, die eigentlich nicht zum Parken genutzt werden durften, aber der Zustand

Finkens Garten

Im Februar 2013 wurden „Pflegemaßnahmen“ in Finkens Garten durchgeführt. Das veranlasste uns, das ursprüngliche Konzept des ehemaligen Leiters, Bernd Kittlass, schriftlich festzuhalten und hier zu veröffentlichen. Es wird auch als Anfrage an das Grünflächenamt der Stadt Köln geschickt.

FINKENS GARTEN in Rodenkirchen – ein besonderes Stück Natur

Vorwort:

Seit gut zwanzig Jahren arbeitete die Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. mit Finkens Garten sehr gerne zusammen und unterstützte eine Ersatzpflanzung eines Obstbaumes und durch die Mitgestaltung des Tages der offenen Tür in den letzten Jahren durch persönlichen Einsatz vor Ort, gemeinschaftlich mit LITERAMUS e.V:

Das ökozentrische Denken für FINKENS GARTEN wurde als positiv und wichtig angesehen. Die nun umfangreichen mit schwerem Gerät vorgenommenen Rodungen in FINKENS GARTEN haben dazu geführt, dass alle zugänglichen Dokumente wie „Entwicklungskonzept“, „Pflegekonzeption“ und „Pädagogisches Konzept“ geprüft wurden, ob darin solche durchgeführten Maßnahmen bei den Entwicklungs-maßnahmen oder Zukunftsprojekten zu finden sind. Der Satz: „…auch der Grundstruktur des Gartens ein langfristiges und nachhaltiges Grundgerüst zu geben“ lässt alle Möglichkeiten offen, denn über eine grundlegende Änderung des vorhandenen Grundgerüstes gibt es keine Aussagen. (Zitat Seite 10, Naturer-lebnisgarten Finkens Garten, Entwicklungskonzept Stand Januar 2011.)

Die letzte Sitzung des Beirates der Unteren Landschaftsbehörde fand am 18. Februar statt, auf der Tagesordnung ist Finkens Garten kein Thema. Für die Vorbereitung der Sitzung gab es ein Vorgespräch am 28. Januar, in dem das Vorhaben (Punkt 6. „Durchforstungsplanung in Finkens Garten, Köln-Rodenkirchen, L19, EZ 2, Bez.2“) angesprochen wurde, inzwischen liegt das Protokoll vor. So erteilte die Untere Landschaftsbehörde am 31. Januar die Genehmigung für die „Maßnahmen“ in Finkens Garten. Laut Auskunft von Dr. Bauer an die Bürgervereinigung gibt es für den Auftrag „Schriftlich gibt es zu diesen Maßnahmen nichts“ (E-Mail vom 27.2. an D. Maretzky). In welcher Form wurde dann der Auftrag erteilt?

Sehr gute Kenner des FINKENS GARTEN haben diese Fakten zusammen getragen:

Für FINKENS GARTEN wurde langjährig ein Konzept entwickelt:

  • Die Stadt Köln erwarb 1983 die ehemalige Baumschule der Geschwister FINKEN für 1 Mio. DM
  • 1993 wurde das 5 ha große Gelände unter dem Namen <FINKENS GARTEN> nach 10- jähriger Planung und Gestaltung eröffnet. Erste Konzepte dazu sind mit den Namen GOMBERT, KITTLASS, KEMPER, RODENKIRCHEN, SCHAUFF und VERFÜHRT verbunden. Ziel war und ist es immer noch, FINKENS GARTEN in Form einer öko-sozialen Einrichtung der Stadt Köln auf der Grundlage eines ganzheitlich-ökopädagogischen Konzeptes der Öffentlichkeit und den Bürgerinnen und Bürgern, ihren Kindern und Jugendlichen der Großstadt Köln zugänglich zu machen.
  • Durch nachhaltige, prozessuale und progressive Pflege- und Entwicklungs-maßnahmen entstand in 32 Jahren ein Naturerlebnisgarten mit einem vielfältigen Mosaik aus unterschiedlichsten Biotoptypen und gärtnerischen Erlebnisstationen.
  • Die nachhaltige Entwicklung von FINKENS GARTEN in langsamen Progressionsschritten ist bisher durch ein weltweit gespanntes Netz von örtlichen, regionalen, nationalen, europäischen und internationalen Mitarbeitern und Partnern (amtl. und ehrenamtl.) gewährleistet gewesen und hat zu örtlich bis internationaler Bekanntheit und Anerkennung geführt.
  • Einer dieser Partner, der KÖLNER IMKERVEREIN, ist z. Bsp. mit einem eigenem Bienenhaus, Entwurf Finkens Garten, in FINKENS GARTEN vertreten.
  • Den teilweise bzw. zeitweilig hohen Besucherdruck (3 – 4 Führungen mit mehreren 100 Personen, z.B. an den Tagen der offenen Tür und Veranstaltungen) regelte eine naturverträgliche Besucherlenkung durch das Rundwegekonzept und eine immer fachkundige Betreuung durch die Vielzahl der Haupt-, Neben- und Ehrenamtler von FINKENS GARTEN.
  • Der so entstandene Lebensraum zeichnete sich im Laufe der Jahrzehnte durch die im Vergleich zu flächenmäßig wesentlich größeren, städtischen Naturschutzgebieten hohe Artenvielfalt aus, die in der wissenschaftlichen Fachliteratur dokumentiert ist:
  • 74 Zikadenarten ( von in Köln insgesamt 108 nachgewiesenen),
  • 447 Käferarten (von in Köln insgesamt 649 nachgewiesenen),
  • 148 Schmetterlingsarten, davon allein 11 % Rote- Liste-Arten und 4 Arten,
    mit einem Vorkommen ausschließlich in FINKENS GARTEN,
  • 3-4 Amphibien- und Reptilienarten
  • mehr als 140 registrierte Vogelarten (von in Köln insgesamt 252 nach gewiesenen).
  • 100 Spezies an Wanzen
  • FINKENS GARTEN zeichnet sich aus durch die in drei Jahrzehnten gewachsenen Einheit aus einer Vielzahl von unterschiedlichsten Kleinstbiotopen und größeren Arealen von naturnahen Lebensräumen wie zum Beispiel Totholzarche, Heckenbänder, Bruchwald (ehem. Auwald), Wiesen, Baumreihen, Unterholz, Obstwiesen, Staudenflächen, Gärten, Gebäude, feuchte und trockene Langgraswiesen, Teiche, Gehölzgruppen, Solitärgehölze, Ruine, Buchendom, Trockenmauer u. v. a.
  • Alle diese Biotoptypen wurden im Rahmen eines PROZESSSCHUTZES über drei Jahrzehnte hinweg einer weitestgehenden natürlichen Dynamik bzw. sensibel gelenkten Progression überlassen. Nur in Absprache und nach vereinbarten Kriterien, unter Berücksichtigung des aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstandes wurden vorsichtig Eingriffe vorgenommen, um dem prioritären Ziel von FINKENS GARTEN, dem Prozess-Schutz, nicht zuwider zu handeln. Ziel war nie die „Wildnis“, sondern die naturnahe Entwicklung einer ehemaligen Baumschule und eines urbanen Lebensraumes.
  • FINKENS GARTEN verfolgte im langjährigen Entwicklungskonzept den biozynotischen Ansatz und berücksichtigte nachhaltig, dass bestimmte Tierarten von ganz speziellen Gehölz- oder Pflanzenarten und umgekehrt abhängig sind. Insofern machte es absoluten Sinn, dass die Waldverjüngung und Progression in den vergangenen Dekaden Gehölzquerriegel zwischen Wiesenflächen, Buschgruppen, Heckenbänder, Unterholzdickichte und Mischwaldstrukturen geschaffen hat, die in unterschiedlichster Art und Weise ihre Gehölzfunktion als
  • Insektenweide, Insektenschutzgehölz, als Bienenweide,
  • Nährgehölz für Säuger und Vögel
  • Vogelschutz- und Vogelnistgehölz,
  • Gehölz mit Trittsteinfunktion für wandernde Tierarten

in FINKENS GARTEN erfüllen können/konnten.

 

Dazu gibt es handouts zum Beispiel vom Autor und Gastgeber des Grünen Daumens für Köln, Herrn Bernd Kittlass, in Zusammenarbeit mit dem Studio Dumont zum Thema: Die Hitparade der Wildsträucher I, II und III.

  • Ein so verstandener Geist, eine so verstandene Botschaft, eine so verstandene Seele von FINKENS GARTEN führt zwangsläufig in punkto Umweltbildung zu einem ganzheitlichen Lernen mit allen Sinnen, mit Herz und Hand und Verstand.
  • Exemplarisches, experimentelles Lernen, soziales Lernen in den geführten Gruppen, die originäre Begegnung mit Naturphänomenen im DETAIL, Lernen mit den Jahreszeiten sind in FINKENS GARTEN das Hauptanliegen der praktizierten Ökopädagogik aller verantwortlichen Akteure.
  • Deshalb wurde FINKENS GARTEN dreimal von der UNESCO als Offizielles Projekt der UN-Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“,
    ( Education for Sustainable Development ), verliehen von der UNESCO, ausgezeichnet.
    Deshalb besuchten 36 Umweltminister aus aller Welt FINKENS GARTEN, nahmen staunend die Kostbarkeiten von Flora und Fauna in Augenschein und waren voll des Lobes über die Gesamtkonzeption.
  • Deshalb wurde FINKENS GARTEN als einem der wenigen Standorte in Deutschland die Ausrichtung eines UNESCO- Workshops übertragen.

 

Wichtige Hinweise auf:

  • den Schwerpunkt Vorschulkinder
  • die Innovationen, die von Finkens Garten ihren Weg nahmen:
  • der tiefgelegte Fußtastpfad, um Kindern einen Blick in die Wiese aus der Heuschrecken- und Marienkäferperspektive zu ermöglichen,
  • das Wiesenlabyrinth,
  • der Nasengarten,
  • neue kindgerechte pädagogische und erlebnisorientiere Naturerfahrungen: affektives Erleben und kognitives Erkennen
  • die Kinderpflanze des Jahres, die von den Kindern und der Öffentlichkeit gespannt erwartet wurde,
  • die „Piepschau“
  • „Finkens Garten – eine Literatour“
  • Sozialer Wohnungsbau für Vögel und vieles mehr.
  • und die zum Kult gewordenen Vogelstimmenwanderungen mit dem Vogelflüsterer

 

FAZIT

Der ökozentrische Ansatz von FINKENS GARTEN wird weltweit anerkannt, weil er verstanden wird, während NABU und die Stadt Köln es lieber vorziehen, nach drei Dekaden <NATUR AUF ZEIT> zum anthropozentrischen Ansatz zurückzukehren!

Diese Folgen sind zu erwarten:

Das sensible ökologische Gefüge in FINKENS GARTEN ist durch die „Maßnahmen“ deutlich gestört und beeinträchtigt, in einigen Bereichen sind die Lebensgrundlagen einiger Tiere zerstört.

Fragen:

Sind die Rodungen beendet oder gehen sie in der nächsten Periode weiter?

Wer hat die Aufträge erteilt, wie viele Firmen haben dort in welchen Zeiträumen gearbeitet? Wer hat vom Fachamt vor Ort die Arbeiten überwacht?

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. wird stark darauf achten, dass dieses Kindernaturerlebnis „Finkens Garten“ für die Zukunft erhalten bleibt. Deshalb fordern wir für die pädagogische Arbeit eine fest eingerichtete Stelle sowie eine von allen Beteiligten miteinander abgestimmte und protokollierte Vorgehensweise bei der weiteren Entwicklung von Finkens Garten.

Dieter Maretzky
Vorsitzender der Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V.