Haus Hillebrand in Rodenkirchen

Geheimnisvoll mit viel Efeu und dichten Hecken bewachsen sieht das Haus von Künstler Clemens Hillebrand aus.

Die Villen am Rhein in Rodenkirchen – ganz im Stil des Neuen Bauens von namhaften Architekten der Moderne zwischen 1928 und 1933 gebaut – begeistern zahlreiche Menschen. Am Tag des offenen Denkmals 2026 veranstaltet die Bürgervereinigung Rodenkirchen am Samstag, 12. September 2026 von 16 bis 18 Uhr eine Führung durch die auch als „Bauhaus“-Siedlung bezeichnete denkmalgeschützte Villenkolonie am Rhein.

Günter Leitner Stadtführer

Günter Leitner führt die Gruppe am 12.9.2026 am Tag des offenen Denkmals

Der bekannte Stadtführer Günter Leitner geht mit der Gruppe auf Spurensuche in Köln-Rodenkirchen. Er berichtet, wer hier wohnt bzw. gewohnt hat, wer der Architekt war und was damals als Maßstab für modernes Bauen galt (und teils bis heute noch gilt).

Haus Hillebrand Garten

Im Garten von Haus Hillebrand in Rodenkirchen

Clemens Hillebrand, Kirchenmaler, Grafiker und Glaskünstler lebt bereits seit dritter Generation hier in der Villensiedlung. Er lädt die Teilnehmenden zur Besichtigung seines Hauses ein, das weitgehend im Original erhaltenen geblieben ist. Das Haus Hillebrand wurde 1929 erbaut von Architekt Josef Op Gen Oorth, einem berühmten Vertreter des sog. „Internationalen Stils“.

Anmeldung / Ticket

Treffpunkt ist die Ecke Walther-Rathenau-Straße / Im Park in 50996 Köln-Rodenkirchen um 15:45 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist hier auf der Homepage der Bürgervereinigung erforderlich. Wenn hier keine Tickets mehr buchbar sind, ist die Führung ausgebucht!

Die Führung ist nicht barrierefrei (Treppen, unebene Gärten). Sie dauert etwa 2 Stunden zu Fuß.

Rundgang entlang der Villen am Rhein in Rodenkirchen mit Günter Leitner

Haus Loosen eine Villa am Rhein in Rodenkirchen

Haus Loosen am Rhein

Nach dem Besuch im Haus Hillebrand findet anschließend ein Rundgang mit Günter Leitner entlang der Bauhaus-Villen am Rheinufer statt. Hier entstand auf großen Grundstücken mit altem Baumbestand die sogenannte Künstlerkolonie zwischen 1929 und 1933, damals mit sechs Häusern.

Zu jedem Haus gibt es etwas Besonderes zu berichten. Ob Eigentümer, ihre Familien oder die Architekten: Alle zeichnet der Hang zur Avantgarde, zum Fortschritt, zur Eleganz, Nüchternheit und Moderne aus. Im Auftrag dieser kulturoffenen Bauherren, die über gemeinsame Bekannte miteinander verbunden waren, Kunst sammelten oder selbst künstlerisch tätig waren, schufen vor allem die Architekten Theodor Merrill, Josef Op Gen Oorth und Hans Schumacher das Ensemble von damals sechs Einfamilienhäusern, die sich durch typische Elemente des Neuen Bauens auszeichnen.

Es mag verwundern: Ganz in der Nähe stehen zahlreiche herrschaftliche klassische Villen am Rhein und im Auenviertel. Und dies ganz im Einklang mit der Moderne, obwohl sie fast zeitgleich gebaut wurden Anfang des 20. Jahrhunderts.

Haus Hussmann am Rhein in Rodenkirchen

Im Garten von Haus Hussmann

Tag des offenen Denkmals 2026

Der Tag des offenen Denkmals 2026 findet in Köln am Wochenende vom 12. und 13. September 2026 statt. Das bundesweite Motto lautet „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Im Fokus stehen historische Bauten, Wege und Anlagen, die Menschen bewegen, verbinden und den Austausch sichern. https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/

Link Köln: https://www.koelnisches-stadtmuseum.de/entdecken/tag-des-offenen-denkmals/

Das Gesamtprogramm in Köln zum Tag des offenen Denkmals ist ab 12. August online einsehbar. In Kürze wird das Druckprogramm auch ausgeliefert. In unserer Geschäftstelle bei Juwelier Behrendt gibt es dann das gedruckte Programm.

Alle Fotos: © Beatrix Polgar-Stüwe