Kirchenführung St. Gereon am 10. Februar 2019

Grundriss St. Gereon

Grundriss St. Gereon

Am Sonntag, 10. Februar 2019 lädt die Bürgervereinigung Rodenkirchen um 14 Uhr zu einer Führung durch die Kirche St. Gereon in Köln ein. Die Kunsthistorikerin Angelika Lehndorff-Felsko leitet den geführten Rundgang.

Viele Kölner wissen nicht: St. Gereon ist eine der zwölf großen romanischen Kirchen in Köln. In ihrem Kern haben sich noch erhebliche Reste eines spätantiken Konchenovalbaus aus der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts erhalten. So zählt dieser Bau zu den bedeutendsten Zeugnissen antiker Repräsentationsarchitektur nördlich der Alpen. Unter „Konche” versteht man in der Architektur eine Einbuchtung oder halbrunde Nische. Die Funktion dieses Ursprungsbaus ist bis heute noch nicht geklärt. Die Umwandlung in eine christliche Kirche müsste allerdings spätestens in fränkischer Zeit erfolgt sein, da bereits um 590 Gregor von Tours eine Basilika vor den Toren Kölns erwähnt, in der die Märtyrer der heiligen Thebäischen Legion verehrt wurden. Unter Erzbischof Anno fand in den Jahren 1067/69 die erste große Umbauphase statt. Die spätrömische Zentralkonche im Osten wurde abgerissen und durch einen Langchor mit darunter liegender Krypta ersetzt. Weitere Baumaßnahmen sind zwischen 1151 und 1156 durch Erzbischof Arnold von Wied belegt, in deren Zuge der Langchor durch eine turmflankierte Apsis erweitert wurde. In den Jahren 1219 -1227 schließlich wurde der antike Ovalbau in den zehneckigen Bau (Dekagon) integriert.

30 Personen, 10 € Kosten, Adresse: Gereonshof 2, 50670 Köln

Anmeldung in der Mayerschen Buchhandlung Köhl in Rodenkirchen.

Weitere Informationen: https://www.stgereon.de/kirchen/st-gereon/

Quelle Grundriss/Bild:  Provinzialverband der Rheinprovinz, 1910: Die kirchlichen Denkmäler der Stadt Köln