Führung: Ernst Ludwig Kirchner „Erträumte Reisen“

Ernst Ludwig Kirchner, Mandolinistin 1921 © Kirchner Museum Davos, Foto: Kirchner Museum Davos, Jakob Jägli

Ernst Ludwig Kirchner, Mandolinistin 1921 © Kirchner Museum Davos, Foto: Kirchner Museum Davos, Jakob Jägli

Die Mitglieder der Bürgervereinigung Rodenkirchen konnten in einer sehr guten Führung am 16. Januar 2019 die Ausstellung „Ernst Ludwig Kirchner: Erträumte Reisen“ erleben. Die Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle ist noch bis zum 3. März 2019 zu sehen.

André Dumont, der auch in Kölner Museen führt, zog die Gäste mit seinen Ausführungen zu Kirchners Leben und seinen Werken in den Bann.

„Erträumte Reisen“ zeichnet anhand ausgewählter Stationen wie Dresden, Berlin, Fehmarn und Davos Kirchners Lebensweg und Schaffen von 1909 bis zu seinem Tod in den Schweizer Bergen 1938 nach. Dank Leihgaben aus Europa und insbesondere den USA gelingt es, wiederkehrende Motive in all seinen Schaffensphasen zusammenzubringen und zu verdeutlichen wie zentral das Arbeiten aus der Fantasie über alle Perioden hinweg für ihn war.

Kirchner (1880-1938) gehört zu den bekanntesten Malern des deutschen Expressionismus und zählt als Mitbegründer der Brücke-Gruppe am Anfang des 20. Jahrhunderts zu den wichtigsten Künstlern. Durch das Leben und Werk des Malers zieht sich wie ein roter Faden seine Suche nach dem Exotischen und Ursprünglichen, nach anderen Ländern und Kulturen. Entstanden sind farbenprächtige Bilder aus der Fantasie, in denen er fremde Welten erschuf und doch seiner Lebensrealität stets verhaftet blieb.

Anhand ausgewählter Stationen wie Dresden, Berlin, Fehmarn und Davos zeichnet die Ausstellung Kirchners Lebensweg und Schaffen nach. Die retrospektive Ausstellung mit mehr als 180 Kunstwerken veranschaulicht, wie er gesellschaftliche und künstlerische Einflüsse immer wieder neu verarbeitete und dabei auch persönlich und malerisch Neuland betrat.