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Albert Speer und der Umgang mit deutscher Vergangenheit: Führung im NS-DOK

13. August | 15:00 - 16:30

4€
Plakat Stadt Köln Ausstellung NS-Dok Albert Speer

Ausstellungsplakat: Stadt Köln / Albert Speer vor Journalisten auf Pressekonferenz nach Haftentlassung, 1. Oktober 1966, Foto: Deutsches Historisches Museum 90135_7

Die Bürgervereinigung Rodenkirchen lädt zur Ausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit“ ein. Am Dienstag, 13. August um 15 Uhr führt uns Kunsthistorikerin Dr. Katja Lambert durch die Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln).

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Albert Speer war in der NS-Zeit als erster Architekt des Reiches verantwortlich für Großprojekte wie das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und die Umgestaltung Berlins. Er zählte zu Hitlers engsten Vertrauten, 1942 wurde er Rüstungsminister und war an der Ausbeutung von Millionen Zwangsarbeitern sowie dem Betrieb und Ausbau von Konzentrationslagern beteiligt. 1946 verurteilten ihn die Alliierten im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher zu zwanzig Jahren Haft.

Als Speer am 1. Oktober 1966 aus dem Gefängnis in Berlin-Spandau entlassen wurde, waren über tausend Schaulustige gekommen und dutzende Mikrophone und Kameras aus aller Welt auf ihn gerichtet. Dies war der Beginn seiner „zweiten Karriere“ als scheinbar geläuterter Zeitzeuge des Nationalsozialismus. Speer platzierte in der Öffentlichkeit erfolgreich die Legende, er habe von den NS-Verbrechen nichts gewusst und sei, von der Aura Hitlers verführt, in Krieg und Judenmord unbeteiligt hineingeraten.

Mit unkritischer Bereitwilligkeit folgten Historiker, Publizisten, aber auch die deutsche Öffentlichkeit der Erinnerungsmanipulation des „guten Nazis“ – nicht zuletzt, weil er eine Entlastung für jene bot, die sich selbst im Nationalsozialismus engagiert hatten. Längst ist bewiesen, dass Albert Speer als einer der Haupttäter des nationalsozialistischen Regimes maßgeblich an der Judenverfolgung und an den Verbrechen in den Konzentrationslagern beteiligt war.

Eine Ausstellung des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Kooperation mit dem Institut für Zeitgeschichte, München-Berlin.

Treffpunkt: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, Appellhofplatz 23-25. Eintritt: 4,50 €, Führung: 4 €, maximal 25 Teilnehmer

Details

Datum:
13. August
Zeit:
15:00 - 16:30
Eintritt:
4€
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V.
Telefon:
0172 9333290
E-Mail:
buergervereinigung@rodenkirchen.de
Website:
www.buergervereinigung-rodenkirchen.de

Veranstaltungsort

NS Dokumentationszentrum
Appellhofplatz 23-25
Köln, 50667
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