Bürgervereinigung Rodenkirchen besuchte das Macke-Haus in Bonn

Die Nachbarstadt Bonn ist nicht nur eine Beethovenstadt, nein, auch eine Macke-Stadt. Deshalb besuchten am 7. Februar Mitglieder der Bürgervereinigung Rodenkirchen e.V. das August-Macke-Haus in Bonn. Der neue Erweiterungsbau des Museums August Macke in der Bonner Nordstadt wurde im Dezember 2017 eröffnet. Einerseits ist es das ehemalige Wohn- und Atelierhaus von August Macke mit vielen seiner Werke und ein Ort für Wechselausstellungen und Veranstaltungen. Hier lebte der Künstler mit seiner Familie von Anfang 1911 bis August 1914. Als das junge Paar mit dem kleinen Sohn Walter im Herbst 1910 aus Tegernsee zurückkam, stellte die Familie von Elisabeth Macke ihnen das spätklassizistische Haus an der Bornheimer Straße als neues Domizil zur Verfügung. Es befand sich damals am Bonner Stadtrand und war auf dem großen Firmengelände des Schwiegervaters von Macke gelegen. Das Haus war auch von einem großen Garten umgeben, den Macke gerne zeichnete und malte. Im Dachgeschoss wurde ein Atelier mit viel Licht eingebaut.

Durch bürgerschaftliches Engagement ist das August-Macke-Haus erhalten und seit 1991 als Museum und Ausstellungsstätte der Öffentlichkeit zugänglich, betrieben vom Verein August-Macke-Haus e.V. und getragen von der Stiftung August-Macke-Haus der Sparkasse in Bonn.

Die am Originalschauplatz eingerichtete Dauerausstellung erzählt und vermittelt die faszinierende Geschichte des Lebens von August Macke, seiner Familie, seiner künstlerischen Entwicklung und seiner kulturpolitischen Aktivitäten vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund des Wilhelminischen Kaiserreiches. Die anschauliche und informative Präsentation ist sehr sehenswert, und so erschüttert den Besucher z.B. das kurze Telegramm mit der Botschaft des Todes des Malers im ersten Weltkrieg.

Durch die Sonderausstellung „August Macke und Freunde – Begegnung in Bildwelten“ führte die Gruppe Wolfgang Linder lebendig, kurzweilig und spannend in die künstlerische Welt Mackes ein und schilderte auch Mackes persönliche Lebensgeschichte so sachkundig, weshalb die Besucher motiviert waren, sich auch die Dauerausstellung anzusehen.

Die nächste Sonderausstellung zeigt vom 8. März bis 17. Juni 2018 Werke des Vetters von August Macke: „Sie gehören alle zueinander… Helmuth Macke im Dialog mit seinen expressionistischen Künstlerfreunden“.

Weitere Informationen: http://www.august-macke-haus.de/august-macke-haus/

Praktischer Hinweis: Der Neubau ist barrierefrei, es gibt Audioguides, Parkplätze in der nahen Umgebung und öffentliche Sonntagsführungen, jeden Sonntag um 11.30 Uhr / 3,00 € pro Person zzgl. Eintritt durch die Sonderausstellung.

Text/Fotos: Dieter Maretzky